Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 3

Hymne 3.34 Agni und die Götter um Reichtum bitten

ayaṃ te yonir ṛtviyo / yato jāto arocathāḥ | / taṃ jānann agna ā roha- / -athā no vardhayā rayim ||

Dies ist dein rechtzeitiger Schoß, / aus dem geboren du erstrahltest; / ihn kennend, Agni, steige hinauf / und mehre uns dann den Reichtum.

pradātāraṃ havāmahe / agnim ugram ūtaye | / śucir yo vṛtrahantamaḥ ||

Den Geber rufen wir, / Agni, den Gewaltigen, zum Beistand, / der rein ist, der Vṛtra-Tötendste.

agne acchā vadeha naḥ / pratyaṅ naḥ sumanā bhava | / pra ṇo yaccha viśāṃ pate / dhanadā asi nas tvam ||

Agni, sprich hier freundlich zu uns; / uns zugewandt sei wohlgesinnt. / Gib uns hin, Herr der Stämme; / du bist uns ein Reichtumsspender.

pra ṇo yacchatv aryamā / pra bhagaḥ pra bṛhaspatiḥ | / pra pūṣā prota sūnṛtā / rayiṃ devī dadhātu naḥ ||

Aryaman soll uns geben, / Bhaga soll geben, Bṛhaspati soll geben, / Pūṣan soll geben, und auch Sūnṛtā, / die Göttin, soll uns Reichtum verleihen.

aryamaṇaṃ bṛhaspatim / indraṃ dānāya codaya | / vātaṃ viṣṇuṃ sarasvatīṃ / savitāraṃ ca vājinam ||

Aryaman, Bṛhaspati, / Indra treibe zum Geben an, / Vāta, Viṣṇu, Sarasvatī / und Savitar, den siegreichen.

somaṃ rājānam avase / 'gniṃ gīrbhir havāmahe | / ādityaṃ viṣṇuṃ sūryaṃ / brahmāṇaṃ ca bṛhaspatim ||

Soma, den König, zum Beistand, / Agni rufen wir mit Liedern; / Āditya, Viṣṇu, Sūrya, / den Brahman [Priester] und Bṛhaspati.

indravāyū bṛhaspatiḥ / suhaveha havāmahe | / yathā naḥ sarvam ij jagat / saṅgatyāṃ sumanā asat ||

Indra-Vāyu und Bṛhaspati, gut anzurufen, / rufen wir hier an, / damit uns die ganze Welt (jagat) / in der Zusammenkunft wohlgesinnt sei.

tvaṃ no agne agnibhir / brahma yajñaṃ ca vardhaya | / tvaṃ no deva dātave / rayiṃ dānāya codaya ||

Du, Agni, mit den Feuern, / mehre uns Brahman [heiligen Spruch] und Opfer. / Du, Gott, treibe Reichtum an, / dass er uns zum Geben [zuteil] werde [?].

vājasyedaṃ prasave saṃbabhūva / memā ca viśvā bhuvanāny antaḥ | / utāditsantaṃ dāpayati prajānan / rayiṃ ca naḥ sarvavīraṃ ni yacchāt ||

Im Antrieb des Vāja [Labetrunks, Kraftgewinns] ist dies entstanden, / und diese alle Wesen darin (?) [memā: Lesung unsicher]; / auch den, der nicht geben will, lässt der Wissende geben; / und Reichtum mit allen Männern verleihe uns.

duhrāṃ me pañca pradiśo / duhrām urvīr yathābalam | / prāpeyaṃ sarvām ākūtiṃ / manasā hṛdayena ca ||

Die fünf Himmelsrichtungen sollen mir milchen [Gaben geben], / die weiten [Räume] sollen milchen nach Kraft. / Ich möchte jeden Wunsch erlangen / mit Sinn und mit Herz.

gosaniṃ vācam udeyaṃ / varcasā mābhy ūrṇuhi | / ā rundhāṃ sarvato vāyus / tvaṣṭā poṣāya dhriyatām ||

Die Kühe gewinnende Rede möchte ich erheben; / mit Glanz bedecke mich. / Vāyu soll von allen Seiten [es] herbeisperren (?), / Tvaṣṭar werde zum Gedeihen [festgehalten] (?) [Sinn unsicher].