Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 3

Hymne 3.30 Gegen böse Träume

saṃ rājāno 'guḥ sam ṛṇāny aguḥ / saṃ kuṣṭhā aguḥ saṃ kulā aguḥ | / sam asmāsu suṣvapnyaṃ / nir dviṣate duṣvapnyaṃ suvāmaḥ || Bhatt. duḥṣvapnyaṃ

Zusammengekommen sind Könige, zusammengekommen Schulden, / zusammengekommen die Kuṣṭhas (?), zusammengekommen die Kulas (?) [Traumbilder, Bedeutung unsicher]; / bei uns [sammeln wir] den guten Traum, / dem Hasser senden wir den bösen Traum hinaus.

devānāṃ patnīnāṃ / garbha yamasya karaṇaḥ | / yo bhadraḥ svapnaḥ sa mama / yaḥ pāpas taṃ dviṣate pra hiṇmaḥ ||

Du, Leibesfrucht der Göttergattinnen, Werkzeug des Yama: / der Traum, der gut ist, der sei mein; / der, der schlecht ist, den senden wir dem Hasser zu.

tṛṣṇāmā nāmāsi kṛṣṇaśakuner mukhaṃ nirṛter mukham | / taṃ tvā svapna tathā vidma ||

Tṛṣṇāmā heißt du, des schwarzen Vogels [Raben] Maul, der Nirṛti Maul. / Dich, Traum, kennen wir so.

sa tvaṃ svapnāśva ivākāyam aśva iva nīnāham | / anāsmākaṃ devapīyuṃ piyāruṃ vapsaḥ ||

Du, Traum, [wie ein Ross ... wie ein Ross ...] (?) [ākāyam, nīnāham unverständlich] – / [wende dich] gegen den, der nicht der Unsrige ist, den Götterschmäher, den Verhöhner, [du] Gestalt/Schlund (?) [vapsaḥ].

yad asmāsu duṣvapnyaṃ Bhatt. duḥṣvapnyaṃ / yad goṣu yac ca no gṛhe | / anāsmākas tad devapīyuḥ piyāruṃ / niṣkam iva prati muñcatām ||

Was bei uns an bösem Traum ist, / was in den Kühen und was in unserem Haus, / das soll der Nicht-Unsrige, der Götterschmäher, der Verhöhner / sich wie einen Halsschmuck (niṣka) anlegen.

navāratnīn avamāya- / -asmākaṃ tanvas pari | / duṣvapnyaṃ sarvaṃ durbhūtaṃ Bhatt. duḥṣvapnyaṃ / dviṣate nir diśāmasi ||

Neun Ellen weit [?] messend [navāratnīn avamāya: unsicher], von unserem Leib fort: / jeden bösen Traum, jedes Unheil / weisen wir dem Hasser hinaus.