yata indra bhayāmahe / tato no abhayaṃ kṛdhi | / maghavañ chagdhi tava tvaṃ na ūtibhir / vi dviṣo vi mṛdho jahi ||
Woher, Indra, wir uns fürchten, / von dort schaffe uns Furchtlosigkeit. / Maghavan, hilf, du, mit deinen Hilfen; / zerschlage die Hasser, zerschlage die Bedränger.
indraṃ vayam anūrādhaṃ havāmahe / 'nu rādhyāsma dvipadā catuṣpadā | / mā naḥ senā araruṣīr upa gur / viṣūcīr indra druho vi nāśaya ||
Indra, den Gunst-Gewährenden (anūrādha), rufen wir; / möge uns Gunst zuteilwerden mit Zweifüßern und Vierfüßern. / Nicht sollen uns die feindseligen (?) Heere nahen; / die Auseinanderstrebenden, Indra, / lass die Trugwesen (druh) vergehen.
indras trātota vṛtrahā / paraspā no vareṇyaḥ | / sa rakṣitā caramataḥ sa madhyataḥ / sa paścāt sa purastān no astu ||
Indra ist der Retter und Vṛtra-Töter, / der weithin Beschützende, der Erwünschte; / er sei unser Behüter von hinten, aus der Mitte, / von rückwärts, von vorn.
uruṃ no lokam anu neṣi vidvān / svaryaj jyotir abhayaṃ svasti | / ugrā ta indra sthavirasya bāhū / upa kṣiyema śaraṇā bṛhantā ||
Weiten Raum führst du uns zu, wissend, / das Himmelslicht (?) [svaryaj: unsicher], Furchtlosigkeit, Wohlergehen. / Gewaltig sind deine Arme, Indra, des Alten; / unter ihnen als weiten Zufluchten mögen wir wohnen.
Furchtlosigkeit soll uns der Luftraum schaffen, / Furchtlosigkeit Himmel und Erde beide; / Furchtlosigkeit hinten, Furchtlosigkeit vorn, / von oben, von unten sei uns Furchtlosigkeit.
Furchtlosigkeit vor dem Freund, Furchtlosigkeit vor dem Nicht-Freund, / Furchtlosigkeit vor dem Bekannten, Furchtlosigkeit uns [in der] Burg (?); / Furchtlosigkeit bei Nacht, Furchtlosigkeit uns bei Tag; / alle Weltgegenden sollen mir Freund sein.