Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 3

Hymne 3.13 Das Blatt-Amulett (Parṇamaṇi)

āyam agan parṇamaṇir / balī balena pramṛṇan sapatnān | / ojo devānāṃ paya oṣadhīnāṃ / mayi rāṣṭraṃ jinvatv aprayucchan ||

Hierher kam das Blatt-Amulett, stark, / mit Kraft die Nebenbuhler zermalmend. / Kraft der Götter, Milch der Kräuter: / in mir soll er die Herrschaft beleben, unbehindert.

mayi rāṣṭraṃ parṇamaṇe / mayi dhārayā śriyam | / ahaṃ rāṣṭrasyābhīvarge / yujā bhūyāsam uttaraḥ ||

In mir [halte] die Herrschaft, Blatt-Amulett, / in mir halte Glanz (śrī). / Ich möchte im Übergreifen der Herrschaft [?] / mit einem Gefährten der Höhere sein.

yaṃ nidadhur vanaspatau / vājaṃ devāḥ priyaṃ nidhim | / taṃ ma indraḥ sahāyuṣā / maṇiṃ dadhātu bhartave ||

Den [Talisman], den die Götter in den Baum niederlegten, / als Gewinn, als liebe Schatzgabe: / diesen Talisman soll mir Indra / zusammen mit langem Leben zum Tragen geben.

somasya parṇaḥ saha ugram āgann / indreṇa datto varuṇena sakhyā | / tam ahaṃ bibharmi bahu rocamāno / dīrghāyutvāya śataśāradāya ||

Des Soma Blatt kam, kraftgewaltig, / von Indra gegeben, von Varuṇa, dem Freund. / Ihn trage ich, weithin leuchtend, / zu langem Leben, zu hundert Herbsten.

ā mā rukṣat parṇamaṇir / mahyā ariṣṭatātaye | / yathāham uttaro 'sāni / mānuṣyā adhi sampadaḥ ||

Zu mir soll das Blatt-Amulett heraufsteigen, / zu großer Unversehrtheit; / damit ich höher sei / als die menschlichen Vermögen.

punar maitv indriyaṃ / punar ātmā draviṇaṃ brāhmaṇaṃ ca | / punar agnayo dhiṣṇyāso / yathāsthāma kalpayantām ihaiva ||

Wieder soll mich Indriya (Manneskraft) aufsuchen, / wieder Seele, Vermögen und Brahmanentum; / wieder sollen die Agnis der Feuerstätten, / wie sie standen, hier eben eingerichtet werden.

ye takṣāṇo rathakārāḥ / karmārā ye manīṣiṇaḥ | / sarvāṃs tān parṇa randhaya- / -upastiṃ kṛṇu me janam ||

Die Zimmerleute, Wagenbauer, / Schmiede, die Weisen [?]: / alle diese unterwirf, Blatt, / mache mir das Volk untertan.

upastir astu vaiśya / uta śūdra utāryaḥ | / sarvāṃs tān parṇa randhaya- / -upastiṃ kṛṇu me janam ||

Untertan sei [mir] der Vaiśya, / auch der Śūdra und der Ārya; / alle diese unterwirf, Blatt, / mache mir das Volk untertan.