Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 4

Hymne 4.10 Hochzeit: Segen für die junge Ehefrau

bhagas tveto nayatu hastagṛhya / bṛhaspatiḥ puraetā te astu | / devas tvā savitā satyadharmā- / -upasadyāṃ namasyāṃ kṛṇotu ||

Bhaga soll dich von hier bei der Hand fassend führen, / Bṛhaspati soll dein Vorangeher sein; / der Gott Savitṛ, dessen Ordnung wahr ist, / soll dich zur Verehrungswürdigen an der Feuerstelle machen.

yām aśvinā madhukaśāṃ / devā agre ajanayan | / tayā tvā patyām otāṃ / kṛṇmo madhumatīṃ vayam ||

Die Madhukaśā [Honig-Peitsche], die die Aśvins, / die Götter im Anfang erzeugten: / mit ihr machen wir dich zur ehelichen, / [mit] Honig getränkten Frau.

uttarā śvaśruvā bhava / nanāndur upaśikṣayā | / yaśas tvā patyāṃ kṛṇmo / bhavā devṛṣu priyā ||

Werde Höherstehende bei der Schwiegermutter, / bei der Schwägerin als Lehrende; / Ruhm [und] Ehefrau machen wir dich; / sei den Schwägern lieb.

adbhir ātmānaṃ tanvaṃ śumbhamānā / gṛhān prehi mahiṣī bhavāsi | / tatra tvādur gārhapatyāya devāḥ / prajāvatī jaradaṣṭir yathāsaḥ ||

Mit Wassern deinen Leib schmückend, / gehe in die Häuser; werde Hauptfrau. / Dort haben dir die Götter die Hausherrschaft [gegeben]; / kinderreich sollst du bis ins Greisenalter sein.

ud uttaram ārohantī / vyasyantī pṛtanyataḥ | / abhy aṣṭhāḥ śatror mūrdhānaṃ / sahaputrā virāḍ bhava ||

Aufwärts steigend, / die Feinde [Kämpfer] niederwerfend, / hast du den Kopf des Feindes betreten; / mit Söhnen zusammen werde Herrin.

śvaśrūṇāṃ śvaśurāṇāṃ / gṛhāṇāṃ ca bhagasya ca | K and ĀpMP 1.6.7 have dhanasya ca | / vi rāja patyāṃ devṛṣu / sajātānāṃ virāḍ bhava ||

Über Schwiegermütter, Schwiegerväter, / Häuser und über Bhaga / herrsche als Ehefrau bei den Schwägern; / unter den Verwandten werde Herrscherin.

yad giriṣu parvateṣu / goṣv aśveṣu yan madhu | / yenākṣā abhyaṣicyanta / tenāham asyā mūrdhānam / abhi ṣiñcāmi nāryāḥ ||

Was in Bergen, Gebirgen, / bei Kühen und Pferden Honig ist, / womit die Würfel besprengt wurden: / damit besprenge ich dieser Frau / den Kopf.

yad varco gavi kalyāṇe / yad vā sūyavase tṛṇe | / abhyañjanasya yad varcas / tena mānajmi varcasā ||

Der Glanz in der guten Kuh, / oder im Gras der guten Weide, / der Glanz der Salbung: / mit diesem Glanz salbe ich mich [sie].