Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 4

Hymne 4.21 Gegen Gift: Aufgraben der Giftwurzel

khananti tvā taimātāṃ Bhatt. taimātā / dāsā arasabāhavaḥ | / dāsy asi prakrīr asy / utkhātam arasaṃ viṣam ||

Dich graben die Taimātas, / die Diener mit Saftlosen-Armen; / eine Sklavin bist du, ein Herausgeschnittenes, / ausgegraben ist das kraftlose Gift.

adanti tvā kakkaṭāsaḥ / kuruṅgā adhi sānuṣu | / pāpī jagdhaprasūr asy / abhrikhāte na rūrupaḥ ||

Dich fressen die Kakkaṭas, / die Kuruṅgas [Antilopen] auf den Bergrücken; / eine Böse bist du, eine, die Gefressenes gebar [?]; / im Wolkenloch [?] [ist] nicht der Reißende [?].

ava jyām iva dhanvanaḥ / śuṣmaṃ tirāmi te viṣa | / pra ropīr asya pātaya / sūryaḥ pūrvā ivoṣasaḥ ||

Wie die Sehne vom Bogen, so löse ich / deine Kraft, Gift, ab; / stürze ihre Wurzeln nieder, / wie die Sonne die früheren Morgenröten.

sindhuḥ paścāt parihitaḥ / sūryasyodayanaṃ puraḥ | / tato yad antarā vanaṃ / tat sarvaṃ viṣadūṣaṇam ||

Der Sindhu [Fluss] ist hinten umgelegt, / im Osten der Aufgang der Sonne; / was dazwischen an Wald ist, / das alles ist Gift-Verderber.

madhu tvā madhukṛt kṛṇotu / pituṃ tvā pitukṛt kṛṇotu | / uto niṣadya pātave / atho ūrdhvāya tiṣṭhate ||

Honig soll dich der Honig-Macher machen, / Pitu soll dich der Pitu-Macher machen, / zum Trinken im Sitzen / und auch für das Aufrechtstehen.

jaghāsa tvā lomakarṇas / tan ny āsa paruṣṇiyām | Bhatt. tanyāsaparuruṣṇiyām / tad bhaimīś cakrire srajaḥ / sarvaṃ mahiṣado viṣam ||

Gefressen hat dich Lomakarṇa [Haarohr]; / er legte dich nieder auf dem Gelenk-[Rohr]. / Daraus machten die Bhaimī Kränze [?]; / alles Gift des Mahiṣada [?].

urvyā urukṣitas / turāyā āturasya ca | / bhūmyā hi jagrabha nāma Bhatt. jagrabhaṃ / viṣaṃ vārayatām iti | / viṣaṃ dūṣayatād iti ||

Der weiten [Erde], der Weit-Wohnenden, / des Eilenden und des Kranken: / „von der Erde habe ich den Namen ergriffen“: / soll das Gift abwehren, / soll das Gift verderben.