Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 4

Hymne 4.1 Hymnus auf den goldenen Keim (Skambha/Prajāpati)

hiraṇyagarbhaḥ sam avartatāgre / bhūtasya jātaḥ patir eka āsīt | / sa dādhāra pṛthivīṃ dyām utāmuṃ / tasmai devāya haviṣā vidhema ||

Der Goldkeim entstand im Anfang; / geboren war er der einzige Herr des Seienden. / Er hielt die Erde und jenen Himmel dort: / diesem Gott wollen wir mit der Opfergabe dienen.

ya ojodā baladā yaś ca viśva / upāsate praśiṣaṃ yasya devāḥ | / yasya chāyāmṛtaṃ yasya mṛtyus / tasmai devāya haviṣā vidhema ||

Der Kraft und Stärke gibt, und der [Gott], dessen Weisung alle Götter befolgen, / dessen Schatten die Unsterblichkeit, dessen [Schatten] der Tod ist: / diesem Gott wollen wir mit der Opfergabe dienen.

yaḥ prāṇato nimiṣato vidhartā / patir viśvasya jagato babhūva | / ya īśe 'sya dvipado yaś catuṣpadas / tasmai devāya haviṣā vidhema ||

Der über den Atmenden und Blinzelnden Ordner, / Herr der ganzen Welt der Bewegten wurde; / der über diese Zweifüßler und Vierfüßler gebietet: / diesem Gott wollen wir mit der Opfergabe dienen.

yena dyaur ugrā pṛthivī ca dṛḍhā / yena sva stabhitaṃ yena nākaḥ | Bhatt. svaḥ / yo antarikṣaṃ vimame varīyas / tasmai devāya haviṣā vidhema ||

Durch den der Himmel gewaltig und die Erde fest ist, / durch den das Licht[reich] gestützt ist, durch den das Firmament; / der den Luftraum weiter ausmaß: / diesem Gott wollen wir mit der Opfergabe dienen.

ya ime dyāvāpṛthivī tastabhāna- / -adhārayad avasā rejamāne | / yasminn adhi vitata eti sūryas / tasmai devāya haviṣā vidhema ||

Der diese beiden, Himmel und Erde, die er stützte, / mit Beistand festhielt, [obwohl sie] zitterten; / in dem ausgespannt die Sonne wandert: / diesem Gott wollen wir mit der Opfergabe dienen.

yasya viśve himavanto mahitvā / samudraṃ yasya rasayā sahāhuḥ | / diśo yasya pradiśaḥ pañca devīs / tasmai devāya haviṣā vidhema ||

Dessen Größe alle Schneeberge [bezeugen], / und das Meer samt dem Rasā-Strom nennen sie das Seine; / dessen [Arme] die Himmelsrichtungen sind, die fünf göttlichen Zwischenrichtungen: / diesem Gott wollen wir mit der Opfergabe dienen.

āpo ha yasya viśvam āyur / dadhānā garbhaṃ janayanta mātaraḥ | / tatra devānām adhi deva āsta / ekasthūṇe vimite dṛḍha ugre ||

Die Wasser, die sein ganzes Leben trugen, / als sie den Keim erzeugten, die Mütter: / dort saß der Gott über den Göttern, / als die eine Säule gemessen war, fest und gewaltig.

āpo garbhaṃ janayantīr / vatsam agre sam airayan | / tasyota jāyamānasya- / -ulba āsīd dhiraṇyayaḥ ||

Die Wasser, den Keim erzeugend, / setzten im Anfang das Kalb in Bewegung; / und als es geboren wurde, / war da eine goldene Nachgeburtshülle (ulba).

hiraṇya ulba āsīd yo / 'gre vatso ajāyata | / taṃ yonyor vidravantyoḥ / pary apaśyad ditir mahī ||

Die goldene Hülle war es, das Kalb, das im Anfang geboren wurde; / das sah die große Diti an, / als es aus den beiden fließenden Schößen [hervorkam] [?].