Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 4

Hymne 4.36 An Himmel und Erde: Befreiung

manve vāṃ dyāvāpṛthivī subhojasau / ye aprathethām amitā yojanāni | / pratiṣṭhe hy abhavataṃ vasūnāṃ / te no muñcatam aṃhasaḥ ||

Euer gedenke ich, Himmel und Erde, gute Nährerinnen, / die ihr unermessliche Weiten ausgebreitet habt; / denn ihr wurdet der Halt der Güter: / ihr beiden sollt uns von Bedrängnis befreien.

pratiṣṭhe hi babhūvathur vasūnāṃ / pravṛddhe devī subhage urūcī | / dyāvāpṛthivī bhavataṃ me syone / te no muñcatam aṃhasaḥ ||

Der Halt der Güter wart ihr, / weite, göttliche, beglückende, breite: / Himmel und Erde, seid mir freundlich; / ihr beiden sollt uns von Bedrängnis befreien.

ye srotyā bibhṛtho ye manuṣyān Bhatt. manuṣyāṃ / ye amṛtaṃ bibhṛtho ye havīṃṣi | / dyāvāpṛthivī bhavataṃ me syone / te no muñcatam aṃhasaḥ ||

Die ihr Strömendes tragt, die ihr die Menschen tragt, / die ihr Unsterblichkeit tragt, die Opfergaben: / Himmel und Erde, seid mir freundlich; / ihr beiden sollt uns von Bedrängnis befreien.

ye usriyā bibhṛtho ye vanaspatīn / yayor vāṃ viśvā bhuvanāny antaḥ | / dyāvāpṛthivī bhavataṃ me syone / te no muñcatam aṃhasaḥ ||

Die ihr Kühe tragt, die Bäume, / in deren Innerem alle Wesen sind: / Himmel und Erde, seid mir freundlich; / ihr beiden sollt uns von Bedrängnis befreien.

ye kīlālais tarpayatho ye ghṛtena / yābhyāṃ na rte kiṃ cana śaknuvanti | / dyāvāpṛthivī bhavataṃ me syone / te no muñcatam aṃhasaḥ ||

Die ihr mit Kīlāla sättigt, mit Ghee, / ohne die sie nichts vermögen: / Himmel und Erde, seid mir freundlich; / ihr beiden sollt uns von Bedrängnis befreien.

asantāpe sutapasā huve vām / urvī gabhīre kavibhir namasye | / dyāvāpṛthivī bhavataṃ me syone / te no muñcatam aṃhasaḥ ||

Nicht sengende, gut glühende, euch rufe ich; / ihr Weiten, Tiefen, von Dichtern zu verehren: / Himmel und Erde, seid mir freundlich; / ihr beiden sollt uns von Bedrängnis befreien.

yan medam abhiśocati / yena vā yena vā kṛtaṃ / pauruṣeyaṃ na daivyam | / staumi dyāvāpṛthivī nāthito johavīmi / te no muñcatam aṃhasaḥ ||

Was mich hier versengt, / oder was von wem oder wodurch auch immer bewirkt ist, / von Menschen gemacht, nicht göttlich [?]: / Himmel und Erde preise ich, in Not rufe ich [sie]; / ihr beiden sollt uns von Bedrängnis befreien.