Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 5

Hymne 5.12 Zauber für Empfängnis und Geburt

vṛṣā jajñe madhavāno / 'yaṃ madhumatībhyaḥ | / sa u te yonim ā śayāṃ / baḍ dakṣaḥ puruṣo bhavan ||

Der Stier ist geboren, der Honigreiche, / dieser für die Honigreichen. / Er soll sich in deinen Schoß legen, / fürwahr tüchtig, ein Mann werdend.

yoniṃ gaccha madhavāna / yonyāṃ puruṣo bhava | / tataḥ punar nir āyasi / śīrṣṇā śroṇī vinonudat ||

Geh in den Schoß, Madhavan; / werde im Schoß ein Mann. / Dann kommst du wieder heraus, / mit dem Kopf die Hüften auseinanderstoßend.

bāṇavām̐ iṣudher iva / kṛṇvan pitror yathā priyam | / śroṇī ahiṃsann antarā / daśame māsy āyasi ||

Pfeilreich wie ein Köcher, / den Eltern tuend, was lieb ist, / die Hüften nicht verletzend, / kommst du im zehnten Monat heraus.

sa pratyaṅ pratyāvarttā- / -ite saṃvatsare punaḥ | / yathā jīvāsi bhadrayā / bibharat tvā mahābhave ||

Er, zurückgewandt, kehrt im [nächsten] Jahr wieder um, / damit du gut lebst, / dich tragend im großen Werden. [?]

saṃ te yonim acīkl̥paṃ / suprajāstvāya bhadrayā | / tatrā siñcasva vṛṣṇyaṃ / daśamāsyam avihrutam ||

Ich habe deinen Schoß zurechtgemacht / zu guter Nachkommenschaft, mit Gutem. / Dorthin gieße deine Manneskraft, / zehnmonatig, unerschütterlich.

garbhas te yonim ā śayāṃ / garbho jarāyv ā śayām | jarāyv ā?; Bhatt. and all mss. jarāyuvā / kumāra ulbam ā śayāṃ / tvaṣṭrā kl̥pto yathāparu ||

Als Keim leg dich in den Schoß, / als Keim leg dich in die Nachgeburt; / als Knabe leg dich in die Eihaut, / von Tvaṣṭṛ Glied für Glied gebildet.

yathā rājan madhavāna / tvaṃ bījaṃ virohasi | / evā tvam asyā nir bhindhi / kumāraṃ yonyā adhi ||

Wie, König Madhavan, du den Samen aufwachsen lässt, / so spalte du aus dieser / den Knaben aus dem Schoß heraus.

garbham adhān madhavāno / garbhaṃ devo bṛhaspatiḥ | / garbhaṃ ta indraś cāgniś ca / garbhaṃ dhātā dadhātu te ||

Den Keim hat Madhavan gesetzt, / den Keim der Gott Bṛhaspati; / den Keim sollen dir Indra und Agni, / den Keim Dhātar dir setzen.