Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 5

Hymne 5.23 Apāmārga gegen Flüche und Schadenszauber

īśānaṃ tvā bheṣajānāṃ / vijeṣāya vṛṇīmahe | / cakre sahasravīryaṃ / sarasvān oṣadhe tvā ||

Dich, Herrin der Heilmittel, erwählen wir zum Sieg. / Sarasvant hat [dich] tausendfach kräftig gemacht, Pflanze [?].

satyajitaṃ śapathayāvanīṃ / sahamānāṃ punaḥsarām | / sarvāḥ sam ahvy oṣadhīr / ito mā pārayān iti ||

Die durch Wahrheit siegende, Flüche vertreibende, überwindende, wiederkehrende: / alle Pflanzen habe ich zusammengerufen: / „Sie sollen mich von hier hinüberbringen!“

yā śaśāpa śapanena / yā vā gha mūram ādadhe | / yā vā rasasya prāśāya- / -ārebhe tokam attu sā ||

Die mit Verfluchung verflucht hat, oder die ein Mūra [Bedeutung unklar] [?] auferlegt hat, / oder die zum Genuss des Safts begonnen hat: / sie soll ihr Kind fressen.

pratīcīnaphalo hi tvam / apāmārga babhūvitha | / sarvān mac chapathām̐ adhi / varīyo yāvayā tvam ||

Mit zurückgewandten Früchten bist du ja geworden, / Apāmārga (Abstreifkraut). / Von mir alle Verwünschungen / treibe weiter, weit weg, du.

yac ca bhrātṛvyaḥ śapati / yac ca jāmiḥ śapāti naḥ | / brahmā yan manyutaḥ śapāt / sarvaṃ tan no adhaspadam ||

Und was der Rivale verflucht, / und was die Verwandte uns verflucht, / was ein Brahmane aus Zorn verflucht: / all das sei unter unserem Fuß.

yāṃ te cakrur āme pātre / yāṃ sūtre nīlalohite | / āme māṃse kṛtyāṃ yāṃ cakrus / tayā kṛtyākṛto jahi ||

Den [Zauber], den sie dir im ungebrannten Gefäß gemacht haben, den am blau-roten Faden, / den Schadenszauber, den sie im rohen Fleisch gemacht haben – / mit diesem erschlage die Zauberer.

duṣvapnyaṃ durjīvitaṃ / rakṣo abhvam arāyyaḥ | / durvācaḥ sarvaṃ durbhūtaṃ / tad ito nāśayāmasi ||

Schlechten Traum, schlechtes Leben, Rakṣas, Unheil [abhva], Geiz/Arāyī [arāyyaḥ], / Schlechtredner, alles Üble, das geschehen ist: / das vertilgen wir von hier.

kṣudhāmāraṃ tṛṣṇāmāram / agotām anapatyatām | / apāmārga tvayā vayaṃ / sarvaṃ tad apa mṛjmahe ||

Hungertod, Durst-Tod, Kuhlosigkeit, Kinderlosigkeit: / durch dich, Apāmārga, / wischen wir all das weg.