Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 5

Hymne 5.17 Heilung von Wahnsinn

devainasād unmaditaṃ / kṣetriyāc chapathād uta | / muñcantu tasmāt tvā devā / unmattaṃ rakṣasas pari ||

Vom Verrückten, verrückt durch Götter-Vergehen / und durch den Fluch der Erbkrankheit (kṣetriya): / davon sollen dich die Götter lösen, / den Verrückten, von den Rakṣas.

muniṃ bhavantaṃ pari yāni vāvṛtū / rakṣāṃsy agna ululā karikratu | / atas tvaṃ no adhi pāhi vājinn / indreṇa medī bṛhate raṇāya ||

Den Muni, der du bist, die Rakṣas, die ihn umringt haben, / Agni, die heulenden (ululā), Karikratu [?]: / darum schütze uns du, Preisträger, / mit Indra verbündet, zum großen Kampf.

yathāgne devā ṛbhavo manīṣiṇo / munim unmattam asṛjan nir enasaḥ | / evā te śakro abhayaṃ kṛṇotu / mucyasvainaso vi nayāmi rakṣaḥ ||

Wie, Agni, die Götter, die Ṛbhus, die Weisen, / den Muni, den Verrückten, von Vergehen befreiten: / so soll dir Śakra Furchtlosigkeit schaffen; / sei befreit vom Vergehen; ich führe den Rakṣas hinweg.

yathā gāvaś ca bhūmyāṃ / puruṣāś ca nyokasaḥ | / evonmattasya te mune / gṛhṇātu pṛthivī manaḥ ||

Wie die Kühe auf der Erde / und die Menschen in ihrem Heim: / so, Muni, soll die Erde / deines verrückten Geistes sich bemächtigen.

muniṃ dādhāra pṛthivī / muniṃ dyaur abhi rakṣati | / muniṃ hi viśvā bhūtāni / munim indro adīdharat / parā rakṣaḥ suvāmi te ||

Den Muni hält die Erde; / den Muni bewacht der Himmel; / den Muni [halten] alle Wesen; / den Muni hielt Indra. / Ich treibe den Rakṣas von dir fort.

imaṃ me agne puruṣaṃ mumugdhi / ya āvitto grāhyā lālapīti | / ato *'dhi te kṛṇavad bhāgadheyam / anunmadito agado yathāsat ||

Diesen meinen Mann, Agni, befreie, / der ergriffen ist und von der Grāhī [Ergreiferin] fortwährend schwatzt. / Danach soll er dir Anteil machen; / unverrückt und heil soll er werden.

agniṣ ṭe ni śamayatu / yat ta etan mana uhyate | read udyutam? (see Lubostky 2002, 90) / juhomi vidvāṃs te havir / yathānunmadito bhuvaḥ ||

Agni soll dir stillen, / was dein Geist da fortgetragen wird. [?] / Ich opfere dir, wissend, die Opfergabe, / damit du nicht verrückt seist.

punas tvā dur apsarasaḥ / punar vātaḥ punar diśaḥ | / punar yamaḥ punar yamasya dūtās / te tvā muñcantv aṃhasaḥ | / jivātave na martave / 'tho ariṣṭatātaye ||

Wieder sollen dich die Apsaras [zurückbringen] [?], / wieder Wind, wieder die Himmelsrichtungen, / wieder Yama, wieder Yamas Boten: / sie sollen dich vom Bedrängnis lösen, / um zu leben, nicht zu sterben, / und zur Unversehrtheit.