Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 5

Hymne 5.27 An Nirṛti und Agni Vaiśvānara

tad in nu me acacchadan / mahad yakṣaṃ bṛhad vapuḥ | / viśvair yad devair nirṛtis tanā yujā / saṃ mṛtyor iha jāyate ||

Das haben sie mir wahrlich [verhüllt?]: / das große Wunderwesen, die mächtige Gestalt, / wenn Nirṛti mit allen Göttern, mit verbundenem Leib, / hier aus dem Tod geboren wird [?].

amamriścitsāprathovadadahim / ahirājantam ojasā | / āyuṃ cit kutsam atithigvam ardaya / vi nikilbindam ojasā ||

[Pāda a–b verderbt und unverständlich: „…“ der Schlange, mit Kraft strahlend] [?] / auch Āyu, Kutsa, Atithigva peinige [?], / entzweie den Nikilbinda mit Kraft [?].

yāvatī dyāvāpṛthivī varimṇā / yāvad vā sapta sindhavo mahitvā | / tāvatī nirṛtir viśvavārā / viśvasya yā jāyamānasya veda ||

So weit wie Himmel und Erde an Weite, / oder wie die sieben Ströme an Größe: / so weit ist Nirṛti, die von allen begehrte, / die von jedem Geborenen weiß.

viśvasya hi jāyamānasya devi / puṣṭasya vā puṣṭapatir babhūvitha | / namo 'stu te nirṛte mā tv asmān / parā bhujo nāparaṃ hātayāsi ||

Denn von allem Geborenen, Göttin, / oder vom Genährten bist du Herrin des Genährten geworden. / Verehrung sei dir, Nirṛti; uns aber / gib nicht preis und lass [uns] nicht hinterher verlassen sein [?].

devīm ahaṃ nirṛtiṃ manyamānaḥ / piteva putraṃ na sace vacobhiḥ | / viśvasya yā jāyamānasya veda / śiraḥśiraḥ prati sūro 'nu tasthe ||

Die Göttin Nirṛti, sie erkennend, [verfolge ich] wie ein Vater den Sohn nicht [?] mit Worten [?]; / die von jedem Geborenen weiß: / Kopf für Kopf trat ich als Sūra [Tapferer/Sonne] ihr entgegen [?].

asunvantam ayajamānam iccha / stenasyetyāṃ taskarasyānu śikṣa | / svapantam iccha sā ta ityā / namas tu te nirṛte 'haṃ kṛṇomi ||

Suche den, der nicht presst, nicht opfert; / des Diebes, des Räubers Spur folge nach; / suche den Schlafenden; das ist dein Weg. / Verehrung sei dir, Nirṛti, ich bringe dar.

asunvakān nirṛtiḥ saṃjighatsur / nāsyāḥ pitā vidyate nota mātā | / madhyāt svasrām anu jaghāna sarvaṃ / na devānām asuryaṃ sam āpa ||

Von den Nicht-Somapressern her, [alles] verschlingen wollend, [ist] Nirṛti: / sie hat weder Vater noch Mutter. / Aus der Mitte hat sie die Schwester erschlagen, alles [?]; / die Asura-Kraft der Götter erreichte sie nicht.

yad asya pāre tamasaḥ / śukraṃ jyotir ajāyata | / tan naḥ parṣad ati dviṣo / 'gne vaiśvānara dyumat ||

Was jenseits dieser Finsternis / als helles Licht geboren wurde: / das bringe uns über die Hasser hinüber, / Agni Vaiśvānara, glänzend.