Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 5

Hymne 5.34 Beschwörung gegen eine Frau (Bekümmerung, Wahn)

aśaṃ te śvaśrūr vadatu / śvaśuras te aśantaram | / devā te abhiśocanaṃ / brahma vidveṣaṇaṃ kṛtam ||

Unheil soll dir deine Schwiegermutter sagen, / dein Schwiegervater noch größeres Unheil. / Die Götter [machen] dir Bekümmerung, / das Brahman hat Hass gemacht.

ā krandayolulā kuru / vācam ā dhehy apriyām | / śiro lipsasva hastābhyāṃ / keśās te abhiśocanam ||

Schrei auf, heule, / sprich ein unliebes Wort. / Greif dir mit beiden Händen an den Kopf: / Haare sind dir Bekümmerung.

ye keśā yau pratidhī / yat kurīraṃ ya opaśaḥ | / atho ye te svāḥ santi / sarve te te 'bhiśocanam ||

Die Haare, die beiden Kopfbänder [pratidhī] [?], der Kurīra-Kopfschmuck, der Haarknoten [opaśa], / und was dir sonst eigen ist: / alles ist dir Bekümmerung.

apa trasa paridhānād / unmādanaṃ kṛṇomi te | / atho yat te svaṃ vāsaḥ / sarvaṃ tat te 'bhiśocanam ||

Fahr zurück vor dem Gewand; / ich mache dir Wahnsinn [unmādana]. / Und was dein eigenes Kleid ist, / alles ist dir Bekümmerung.

arkam addhi pra patāto / municakṣuṃ kṛṇomi te | / atho śvabhyo rāyadbhyaḥ / prati sma gaṅgaṇaṃ kuru ||

Iss Arka, fliegt davon [?]; / ich mache dich zu einer mit Munī-Augen [municakṣu] [?]. / Und den bellenden Hunden / mach Geheul [gaṅgaṇa] entgegen [?].

ut tiṣṭhāre palāyasva / marīcīnāṃ padaṃ bhava | / atho yat kāryaṃ kurv / āśāṃ sam ṛṣa muṣkayoḥ || see Lubotsky 2002, 155-156

Steh auf, Feindin, lauf weg, / werde der Pfad der Luftspiegelungen [?]; / und was du an Werk tust, / [Hoffnung(?) an den Hoden] [?].

upa kṣvedābhi cālaya / vātas tūlam ivaijaya | / dadbhiḥ saṃdaśya bāhvor / udaddhi muravasthiye ||

Zitternd nahe schüttle [ihn] [?]; / wie der Wind den Flaum wehe [ihn] fort; / mit den Zähnen an den Armen beißend, / [muravasthiye: unklar] [?].

abhi gāya śābaleyaṃ / śauṇeyaṃ sādhuvāhinam | / kālmāṣeyasya carkṛdhy / āyataḥ prati cālaya ||

Besinge den Śābaleya, den Śauṇeya, den guten Zugtiere [?]; / des Kālmāṣeya [carkṛdhi: unklar]; / vom Kommenden her lass [ihn] weichen [?].

ṛśyapucchaṃ śunaḥpucchaṃ / vātaraṃhaṃ manojavam | / taṃ te rathaṃ saṃ bharantu devās / tenā carāsi patim icchamānā ||

Mit Antilopenschwanz, Hundeschwanz, / windschnell, gedankenschnell: / diesen Wagen sollen dir die Götter zusammenstellen; / auf ihm fahre, einen Gatten wünschend.