Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 5

Hymne 5.4 Gebet um Sieg, Schutz und Nachkommen

mamāgne varco vihaveṣv astu / vayaṃ tvendhānās tanvaṃ puṣema | / mahyaṃ namantāṃ pradiśaś catasras / tvayādhyakṣeṇa pṛtanā jayema ||

Mir, Agni, sei Glanz in den Anrufungen; / dich entzündend wollen wir unseren Leib nähren. / Mir sollen sich die vier Himmelsrichtungen neigen; / mit dir als Aufseher wollen wir die Heere besiegen.

agne manyuṃ pratinudan pareṣāṃ / tvaṃ no gopāḥ pari pāhi viśvataḥ | / apāñco yantu prabudhā durasyavo / 'maiṣāṃ cittaṃ bahudhā vi naśyatu ||

Agni, den Zorn der Feinde zurückstoßend, / du, beschütze uns als Hirte ringsum. / Rückwärts sollen die Aufgewachten, die Übelgesinnten gehen; / ihr Sinn zerstiebe vielfach.

mama devā vihave santu sarva / indravanto maruto viṣṇur agniḥ | / mamāntarikṣam urulokam astu / mahyaṃ vātaḥ pavatāṃ kāme asmin ||

Bei meinem Ruf sollen alle Götter zugegen sein, / Indra mit den Maruts, Viṣṇu, Agni; / mein sei der weiträumige Luftraum; / für mich soll Vāta wehen in diesem Wunsch.

mahyaṃ yajantāṃ mama yānīṣṭā- / -ākūtiḥ satyā manaso me astu | / eno mā ni gāṃ katamac canāhaṃ / viśve devā abhi rakṣantu mām iha ||

Für mich sollen sie opfern, was meine Opferwünsche sind; / mein Sinnen des Geistes werde wahr. / Kein Vergehen, irgendeines, möge ich begehen; / alle Götter sollen mich hier schützen.

mahyaṃ devā draviṇam ā yajantāṃ / mamāśīr astu mama devahūtiḥ | / daivā hotāraḥ saniṣan na etad / ariṣṭāḥ syāma tanvā suvīrāḥ ||

Für mich sollen die Götter Reichtum opfern; / mein sei der Segenswunsch, mein die Götteranrufung. / Die göttlichen Hotṛs sollen uns dies gewinnen; / unversehrt wollen wir sein, mit dem Leib, mit guten Söhnen.

devīḥ ṣaḍ urvīr uru ṇas karātha / viśve devāsa iha mādayadhvam | / mā hāsmahi prajayā mā dhanena / mā radhāma dviṣate soma rājan ||

Ihr sechs göttlichen Weiten, schafft uns weiten Raum; / ihr Allgötter, freut euch hier. / Nicht wollen wir der Nachkommenschaft, nicht des Reichtums verlustig gehen; / nicht wollen wir dem Hasser unterliegen, Soma, König.

uruvyacā no mahiṣaḥ śarma yacchād / asmin vāje puruhūtaḥ purukṣuḥ | / sa naḥ prajāyai haryaśva mṛḍa- / -indra mā no rīriṣo mā parā dāḥ ||

Der Weiträumige, der Große, gebe uns Schutz / in diesem Wettkampf, vielgerufen, vielwohnend. / Er sei, für [unsere] Nachkommenschaft, gnädig, Falbenlenker; / Indra, verletze uns nicht, gib uns nicht preis.

dhātā vidhartā bhuvanasya yas patiḥ / savitā devo abhimātiṣāhaḥ | / bṛhaspatir indrāgnī aśvinobhā / devāḥ pāntu yajamānaṃ nirṛthāt ||

Dhātar, Vidhartar, der der Welt Herr ist, / Savitar, der Gott, der Bezwinger der Feinde, / Bṛhaspati, Indra-Agni, beide Aśvins: / diese Götter sollen den Opferherrn vor Nirṛti (dem Verderben) schützen.

ihārvāñcam ati hvaya / indraṃ jaitrāya jetave | / asmākam astu kevala / itaḥ kṛṇotu vīryam ||

Rufe hier den Hierhergewandten herüber, / Indra, damit er siege, um zu siegen. / Unser allein sei er; / von hier aus soll er Heldenkraft üben.

arvāñcam indram amuto havāmahe / yo gojid dhanajid aśvajid yaḥ | / imaṃ no yajñaṃ vihave juṣasva- / -asmākaṃ kṛṇmo harivo medinaṃ tvā ||

Den Hierhergewandten, Indra, rufen wir von dort her, / der Rinder gewinnt, Reichtum gewinnt, Rosse gewinnt. / Dieses unser Opfer genieße in der Anrufung; / wir machen dich, Falbenherr, uns zum Bundesgenossen.

trātāram indram avitāram indraṃ / havehave suhavaṃ śūram indram | / huvema śakraṃ puruhūtam indraṃ / svasti no maghavān pātv indraḥ ||

Den Retter Indra, den Helfer Indra, / bei jeder Anrufung den gut Anrufbaren, den Helden Indra, / den Mächtigen, Vielgerufenen wollen wir rufen, Indra; / Heil soll uns der Freigebige, Indra, wahren.

tisro devīr mahi me śarma yacchan / prajāyai me tanve yac ca puṣṭam | / māṃ viśaḥ saṃmanaso juṣantāṃ / pitryaṃ kṣetraṃ prati jānātv asmān ||

Die drei Göttinnen gaben mir großen Schutz, / für meine Nachkommenschaft und was Nährendes für meinen Leib ist. / Mich sollen die Stämme einmütig erfreuen; / das väterliche Feld soll uns anerkennen.

yo naḥ śakrābhimanyunā- / -indrāmitro jighāṃsati | / tvaṃ taṃ vṛtrahañ jahi / vasv asmabhyam ā bhara ||

Wer uns, Śakra, mit Feindseligkeit, / Indra, als Feind zu erschlagen sucht: / den erschlage du, Vṛtra-Töter; / Gut bringe uns herbei.

ye naḥ śapanty apa te bhavantv / indrāgnibhyām apa bādhāmahe tān | / ādityā rudrā uparispṛśo mām / ugraṃ cettāram adhirājam akran ||

Die uns verfluchen, sollen weg sein; / mit Indra-Agni treiben wir sie weg. / Die Ādityas, Rudras, die von oben Berührenden, / haben mich zum gewaltigen, achtsamen Oberherrscher gemacht.