Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 5

Hymne 5.2 Lob Bṛhaspatis als Urgeburt des Brahman

iyaṃ pitre rāṣṭry ety agre / prathamāya januṣe bhūmaniṣṭhāḥ | / tasmā etaṃ surucaṃ hvāram ahyaṃ / gharmaṃ śrīṇanti prathamasya dhāsyoḥ ||

Diese Herrscherin kommt dem Vater voran zur ersten Geburt, auf der Erde ruhend [?] / für ihn mischen sie diesen schönleuchtenden, krummen [?] Gharma-Trank / aus dem Sitz des Ersten.

brahma jajñānaṃ prathamaṃ purastād / vi sīmataḥ suruco vena āvaḥ | / sa budhnyā upamā asya viṣṭhāḥ / sataś ca yonim asataś ca vi vaḥ ||

Das Brahman, zuerst geboren, von vorn: / von der Grenze her öffnete der schönstrahlende Vena [die Welt]. / Er [öffnete] die Gründe, seine nächsten Standorte, / und den Schoß des Seienden und des Nichtseienden.

pra yo jajñe vidvām̐ asya bandhuṃ / viśvāni devo janimā vivakti | / brahma brahmaṇa uj jabhāra madhyān / nīcād uccā svadhā abhi pra tasthau ||

Der, der geboren wurde, ihre Verwandtschaft kennend, / der Gott, enthüllt alle Geschlechter. / Das Brahman hob das Brahman aus der Mitte empor; / von unten nach oben trat die Svadhā [Eigenkraft] heran.

mahān mahī askabhāyad vi jāto / dyāṃ dvitaḥ pārthivaṃ ca rajaḥ | / sa budhnād āṣṭra januṣābhy agraṃ / bṛhaspatir devatā tasya samrāṭ ||

Der Große stützte, als Großer geboren, auseinander / Himmel, zweifach, und den irdischen Raum. / Er vom Grund her mit der Geburt als erster [?] – / Bṛhaspati; Gottheit ist ihm der Allherrscher.

nūnaṃ tad asya gavyaṃ hinoti / maho devasya pūrvasya mahi | / eṣa jajñe bahubhiḥ sākam itthā / pūrvād ardhād avithuraś ca san nu ||

Nun setzt er dessen Rinderreichtum in Bewegung, / das große [Gut] des großen alten Gottes. / Dieser wurde so zusammen mit vielen geboren, / und aus der früheren Hälfte, unerschütterlich seiend. [?]

sa hi divaḥ sa pṛthivyā ṛteṣṭhā / mahi kṣāman rajasī vi ṣkabhāyati | / ahar yac chukraṃ jyotiṣo janiṣṭa- / -adhā dyumanto vi vasantv ariprāḥ ||

Denn er, [Sohn] des Himmels, er, der Erde, im Ṛta stehend, / stützt im großen Raum die beiden Weiten auseinander. / Wenn am Tag das helle [Licht] aus dem Leuchten geboren wurde, / dann sollen die Glänzenden erstrahlen, die Fehlerlosen.

evātharvā pitaraṃ viśvadevaṃ / bṛhaspatir namasāvocad accha | / tvaṃ viśvasya janitā dhāsy agre / kavir devān na dabhāya svadhāvaḥ ||

So hat Atharvan zum allgöttlichen Vater gesprochen, / Bṛhaspati sprach mit Verehrung zu ihm hin: / „Du bist der Erzeuger des Alls, [sein] Grund als erster; / Seher, du bist für die Götter nicht zu täuschen, Svadhā-Reicher.“

mūrdhnā yo agram abhyarty ojasā / bṛhaspatim ā vivāsanti devāḥ | / bhinad valaṃ vi mṛdho dardarīti / kanikradad gāḥ svar apo jigāya ||

Wer mit dem Haupt voran, mit Kraft heranstrebt – / Bṛhaspati umwerben die Götter; / er spaltete den Vala, zerbricht die Bedränger; / brüllend gewann er die Kühe, das Licht, die Wasser.