Savitṛ, der zuerst den Geist zur Wahrheitwerdung anschirrt, und die Gedanken der Andacht – nachdem er das Licht Agnis wahrgenommen hatte, hat er es von der Erde heraufgebracht.
Wort für Wort
yuñjānaḥ
anschirrend (Nom.Sg.Part.Med., von yuj-)
prathamaṃ
zuerst (Adv.)
manastattvāya
manas- 'Geist' + tattvāya 'zur Wahrheitwerdung' (Dat., von tad+tva) → den Geist zur Wahrheitwerdung
savitā
Savitṛ (Nom.)
dhiyaḥ
die Gedanken/Andachten (Akk.Pl.)
agnerjyotirnicāyya
agneḥ 'Agnis' + jyotiḥ 'Licht' + nicāyya 'wahrgenommen habend' (Gerundium) → nachdem er das Licht Agnis wahrgenommen hat
Nachdem Savitṛ die himmelwärts strebenden Götter angeschirrt hat, schirrt er sie mit Weisheit zum Himmel an; die, die großes Licht bewirken wollen, treibt Savitṛ voran. [?]
yuñjate mana uta yuñjate dhiyo viprā viprasya bṛhato vipaścitaḥ vi hotrā dadhe vayunāvideka inmahī devasya savituḥ pariṣṭutiḥ
Die Begeisterten schirren den Geist an, und sie schirren die Gedanken an – Geist und Gedanken des großen, kundigen Redners Savitṛ; der Ordnungskundige allein hat die Priesterämter eingesetzt; groß ist die Rundumpreisung des Gottes Savitṛ.
Wort für Wort
yuñjate
schirren an (3.Pl.Präs.Med.)
mana
den Geist (Akk.Sg., verkürzt für manaḥ)
uta
und
yuñjate
schirren an (3.Pl.Präs.Med.)
dhiyo
die Gedanken (Akk.Pl., verkürzt für dhiyaḥ)
viprā
die Begeisterten (Nom.Pl.)
viprasya
des Begeisterten/Redners (Gen.Sg.)
bṛhato
des großen (Gen.Sg.)
vipaścitaḥ
des kundigen (Gen.Sg., wörtl. 'Weisheit-Wissenden')
vi
auseinander (Präverb, zu dadhe: 'eingesetzt')
hotrā
die Priesterämter (Akk.Pl.Nt., hotrā = hotrāḥ)
dadhe
hat eingesetzt (3.Sg.Perf.Med.)
vayunāvideka
vayunāvit 'der Ordnungskundige' + ekaḥ 'allein' → der Ordnungskundige allein
Ich schirre für euch beide das uralte Segenswort mit Verehrungen an; wie der Pfad eines Redners soll der Lobruf hinausgehen; alle Söhne des Unsterblichen sollen ihn hören, die die himmlischen Stätten bestiegen haben.
Wort für Wort
yuje
ich schirre an (1.Sg.Präs.Med.)
vāṃ
für euch beide (Dat.Du.)
brahma
das Segenswort (Akk.)
pūrvyaṃ
uralt (Akk.)
namobhirvi
namobhiḥ 'mit Verehrungen' + vi 'hinaus' (Präverb zu etu) → mit Verehrungen hinaus
Dessen Auszug die anderen Götter folgten – das ist die Größe des Gottes durch seine Kraft; er, der die irdischen Räume ausgemessen hat, er, der Eilende [Etaśa, Beiname], durchmisst durch seine Größe die Räume, der Gott Savitṛ. [?]
Wort für Wort
yasya
dessen (Gen.Sg.)
prayāṇamanvanya
prayāṇam 'der Auszug' (Akk.Sg., adverbial) + anu 'entlang' + anye 'die anderen' (Nom.Pl.m., alte Sandhi-Form) → dessen Auszug entlang, die anderen
idyayurdevā
id 'eben' + yayuḥ 'sind gefolgt' (3.Pl.Perf.) + devāḥ 'die Götter' (Nom.Pl.) → eben sind die Götter gefolgt
devasya
des Gottes (Gen.Sg.)
mahimānamojasā
mahimānam 'die Größe' (Akk.Sg.) + ojasā 'durch seine Kraft' (Instr.Sg.) → die Größe, durch seine Kraft
yaḥ
der, welcher (Nom.Sg.m.)
pārthivāni
die irdischen (Akk.Pl.Nt., zu rajāṃsi)
vimame
hat ausgemessen (3.Sg.Perf.Med., √mā)
sa
er (Nom.Sg.)
etaśo
der Eilende (Nom.Sg., Beiname Etaśa, Sandhi für etaśaḥ)
deva savitaḥ pra suva yajñaṃ pra suva yajñapatiṃ bhagāya divyo gandharvaḥ ketapūḥ ketaṃ naḥ punātu vācaspatirvācaṃ naḥ svadatu
O Gott Savitṛ, treibe das Opfer voran, treibe den Opferherrn voran, zum Glück; der himmlische Gandharva, der Gedankenreiniger, reinige unsere Absicht; der Herr der Rede versüße unsere Rede.
Wort für Wort
deva
o Gott (Vok.)
savitaḥ
o Savitṛ (Vok.)
pra
voran (Präverb)
suva
treibe (2.Sg.Impv.)
yajñaṃ
das Opfer (Akk.)
pra
voran (Präverb)
suva
treibe (2.Sg.Impv.)
yajñapatiṃ
den Opferherrn (Akk.)
bhagāya
zum Glück (Dat.)
divyo
himmlisch (Nom.)
gandharvaḥ
der Gandharva (Nom.)
ketapūḥ
keta- 'Gedanke, Absicht' + pūḥ 'reinigend' → der Gedankenreiniger (Nom.)
ketaṃ
die Absicht (Akk.)
naḥ
uns (Akk.Pl.)
punātu
reinige (3.Sg.Impv.)
vācaspatirvācaṃ
vācas 'der Rede' + patir 'Herr' → der Herr der Rede (Nom.)
imaṃ no deva savitaryajñaṃ pra ṇaya devāvyaṃ sakhividaṃ satrājitaṃ dhanajitaṃ svarjitam ṛcā stomaṃ samardhaya gāyatreṇa rathantaraṃ bṛhadgāyatravartani svāhā
O Gott Savitṛ, führe dieses unser Opfer voran, das gottgeneigte, freundgewinnende, ganz siegreiche, das reichtumerobernde, das himmelerobernde; mit dem Ṛc-Vers fördere den Lobgesang, mit dem Gāyatrī-Metrum das Rathantara-Sāman; o du, der auf dem Gāyatra-Pfad des Bṛhat wandelt [?] – svāhā!
Wort für Wort
imaṃ
dieses (Akk.)
no
unser (Gen.Pl.)
deva
o Gott (Vok.)
savitaryajñaṃ
savitar 'o Savitṛ' + yajñam 'das Opfer' (Vok.+Akk.) → o Savitṛ, das Opfer
pra
voran (Präverb)
ṇaya
führe (2.Sg.Impv.)
devāvyaṃ
deva- 'Gott' + avyam 'geneigt' → das gottgeneigte (Akk.)
sakhividaṃ
sakhi- 'Freund' + vidam 'gewinnend' → das freundgewinnende (Akk.)
satrājitaṃ
satrā- 'ganz' + jitam 'siegreich' → das ganz siegreiche (Akk.)
dhanajitaṃ
dhana- 'Reichtum' + jitam 'erobernd' → das reichtumerobernde (Akk.)
svarjitam
svar- 'Himmel' + jitam 'erobernd' → das himmelerobernde (Akk.)
ṛcā
mit dem Ṛc-Vers (Instr.)
stomaṃ
den Lobgesang (Akk.)
samardhaya
fördere (2.Sg.Impv.)
gāyatreṇa
mit dem Gāyatrī-Metrum (Instr.)
rathantaraṃ
das Rathantara-Sāman (Akk.)
bṛhadgāyatravartani
bṛhat- 'Bṛhat' + gāyatra- 'Gāyatra' + vartani 'auf dem Pfad' (Vok.) → o du auf dem Gāyatra-Pfad des Bṛhat Wandelnder [?]
Auf Antrieb des Gottes Savitṛ, mit den Armen der Aśvin, mit den Händen des Pūṣan nehme ich dich – mit dem Gāyatrī-Metrum, so wie einst die Aṅgiras. Aus der Wohnstätte der Erde bring das im Erdreich befindliche Feuer herbei, so wie einst die Aṅgiras – mit dem Triṣṭubh-Metrum, so wie einst die Aṅgiras.
Wort für Wort
devasya
des Gottes (Gen.)
tvā
dich (Akk.)
savituḥ
Savitṛ (Gen.)
prasave'śvinorbāhubhyāṃ
prasave 'im Antrieb' + aśvinoḥ 'der beiden Aśvin' (Lok.+Gen.Du.) → im Antrieb, der beiden Aśvin
pūṣṇo
mit den Armen (Instr.Du.)
hastābhyām
des Pūṣan (Gen.)
ā
mit den Händen (Instr.Du.)
dade
her (Präverb, zu dade)
gāyatreṇa
nehme ich (1.Sg.Perf.Med.)
chandasā'ṅgirasvatpṛthivyāḥ
mit dem Gāyatrī-Metrum (Instr.)
sadhasthādagniṃ
chandasā 'mit dem Metrum' + aṅgirasvat 'so wie einst die Aṅgiras' → mit dem Metrum, so wie einst die Aṅgiras
purīṣyamaṅgirasvadā
pṛthivyāḥ 'der Erde' + sadhasthāt 'aus der Wohnstätte' (Gen.+Abl.) → aus der Wohnstätte der Erde
bhara
agniṃ 'das Feuer' + purīṣyam 'im Erdreich befindlich' → das im Erdreich befindliche Feuer (Akk.)
traiṣṭubhena
aṅgirasvat 'so wie einst die Aṅgiras' + ā 'her' (Präverb zu bhara) → so wie einst die Aṅgiras, her
Du bist eine Grabschaufel, du bist tüchtig [?]; mit dir möchten wir imstande sein, Agni an seiner Wohnstätte auszugraben – mit dem Jagatī-Metrum, so wie einst die Aṅgiras.
Wort für Wort
abhrirasi
abhriḥ 'Grabschaufel' + asi 'du bist' → du bist eine Grabschaufel
nāryasi
nāryā 'tüchtig' + asi 'du bist' → du bist tüchtig [?]
hasta ādhāya savitā bibhradabhriṃ hiraṇyayīm agnerjyotirnicāyya pṛthivyā adhyā'bharadānuṣṭubhena chandasā'ṅgirasvat
Nachdem er die Schaufel in die Hand genommen hat, hat Savitṛ, die goldene Grabschaufel tragend, das Licht Agnis wahrgenommen und von der Erde herbeigebracht – mit dem Anuṣṭubh-Metrum, so wie einst die Aṅgiras.
Siegreich vordringend komm herbei, herabsteigend, unbeschworen [?]; das Scharenführer-Amt des Rudra verkörpernd, komm wohltuend herbei; durchschreite den weiten Luftraum; Wohlergehen und Weideland gewährend, Furchtlosigkeit schaffend, zusammen mit Pūṣan als Gefährten.
Aus der Wohnstätte der Erde bring das im Erdreich befindliche Feuer herbei, so wie einst die Aṅgiras; das im Erdreich befindliche Feuer, so wie einst die Aṅgiras [?]; das im Erdreich befindliche Feuer, so wie einst die Aṅgiras, werden wir bringen.
Wort für Wort
pṛthivyāḥ
der Erde (Gen.)
sadhasthādagniṃ
sadhasthāt 'aus der Wohnstätte' + agniṃ 'das Feuer' → aus der Wohnstätte, das Feuer
purīṣyamaṅgirasvadā
purīṣyam 'im Erdreich befindliche' + aṅgirasvat 'so wie einst die Aṅgiras' + ā 'her' → das im Erdreich befindliche, so wie einst die Aṅgiras, her
bharāgniṃ
bhara 'bring' + agniṃ 'das Feuer' → bring, das Feuer
purīṣyamaṅgirasvadacchemo
purīṣyam 'im Erdreich befindliche' + aṅgirasvat 'so wie einst die Aṅgiras' + (Rest unklar) → das im Erdreich befindliche, so wie einst die Aṅgiras [?]
'gniṃ
das Feuer (Akk., elidiertes a-)
purīṣyamaṅgirasvadbhariṣyāmaḥ
purīṣyam 'im Erdreich befindliche' + aṅgirasvat 'so wie einst die Aṅgiras' + bhariṣyāmaḥ 'werden wir bringen' (1.Pl.Fut.) → das im Erdreich befindliche, so wie einst die Aṅgiras, werden wir bringen
anvagniruṣasāmagramakhyadanvahāni prathamo jātavedāḥ anu sūryasya purutrā ca raśmīnanu dyāvāpṛthivī ā tatantha
Agni hat der Morgenröten Anfang wahrgenommen, als Erster die Tage, der Jātavedas [Beiname Agnis: 'Kenner alles Geschaffenen']; entlang den Strahlen der Sonne, an vielen Orten, und entlang Himmel und Erde hast du dich ausgespannt.
Wort für Wort
anvagniruṣasāmagramakhyadanvahāni
anu 'entlang' + agniḥ 'Agni' + uṣasām 'der Morgenröten' + agram 'Anfang' + akhyat 'hat wahrgenommen' + anu 'entlang' + ahāni 'die Tage' → Agni hat der Morgenröten Anfang wahrgenommen, entlang, die Tage
prathamo
als Erster (Nom.)
jātavedāḥ
der Jātavedas (Nom., Beiname Agnis: 'Kenner alles Geschaffenen')
anu
entlang (Präverb/Postposition)
sūryasya
der Sonne (Gen.)
purutrā
an vielen Orten (Adv.)
ca
und
raśmīnanu
raśmīn 'die Strahlen' + anu 'entlang' (Akk.Pl.) → die Strahlen entlang
Nachdem du, o Preisgewinner, die Erde betreten hast, suche mit deinem Glanz nach Agni; sag uns, nachdem du die Erde umkreist hast, von wo wir ihn ausgraben sollen.
Wort für Wort
ākramya
nachdem du betreten hast (Gerundium)
vājin
o Preisgewinner (Vok.)
pṛthivīmagnimiccha
pṛthivīm 'die Erde' + agnim 'nach Agni' + iccha 'suche' (Akk.+Akk.+2.Sg.Impv.) → die Erde, nach Agni suche
Der Himmel ist dein Rücken, die Erde dein Versammlungsort, der Luftraum dein Selbst, der Ozean dein Schoß; nachdem du mit dem Auge rundum geschaut hast, tritt den Angreifenden entgegen.
Schreite empor zu großem Glück von diesem Standort, o Reichtumgeber, Preisgewinner; in der Gunst der Erde möchten wir sein, indem wir Agni in ihrem Schoß ausgraben.
Wort für Wort
utkrāma
schreite empor (2.Sg.Impv.)
mahate
zu großem (Dat.)
saubhagāyāsmādāsthānād
saubhagāya 'zu Glück' + asmāt 'von diesem' + āsthānāt 'Standort' → zu Glück, von diesem Standort
Der reichtumgebende, preisgewinnende, herabgewandte [?] Opferheld schritt empor zum guten Raum, zum wohlgetanen Ort auf der Erde; von dort wollen wir Agni mit dem schönen Antlitz ausgraben, zum Himmel emporsteigend, hinauf zum höchsten Firmament.
Ich besprenge dich mit Gedanke und Schmelzbutter, dich, der über alle Wesen gebietet, den Breiten, den mit Kraft querhin Ausgedehnten, den Erhabenen, den weit sich Ausdehnenden, den durch Speisen Ungestümen, den so Erscheinenden.
Wort für Wort
ā
herbei (Präverb)
tvā
dich (Akk.)
jigharmi
ich besprenge (1.Sg.Präs.)
manasā
mit Gedanke (Instr.)
ghṛtena
mit Schmelzbutter (Instr.)
pratikṣiyantaṃ
über ... gebietend (Akk.Sg.Part.)
bhuvanāni
über die Wesen (Akk.Pl.)
viśvā
alle (Akk.Pl.)
pṛthuṃ
den Breiten (Akk.)
tiraścā
querhin (Adv.)
vayasā
mit Kraft (Instr.)
bṛhantaṃ
den Erhabenen (Akk.)
vyaciṣṭhamannai
vyaciṣṭham 'den weit sich Ausdehnenden' + annaiḥ 'durch Speisen' → den weit sich Ausdehnenden, durch Speisen
Von allen Seiten besprenge ich dich, den Entgegengewandten, mit unbeschädigtem Sinn; das möge er gern annehmen, der jugendlich Schöne, der begehrenswert Farbige; Agni ist nicht mit der Hand zu berühren, unablässig mit seinem Leib zuckend.
Wort für Wort
ā
herbei (Präverb)
viśvataḥ
von allen Seiten (Adv.)
pratyañcaṃ
den Entgegengewandten (Akk.)
jigharmyarakṣasā
jigharmi 'ich besprenge' + arakṣasā 'unbeschädigt' → ich besprenge, mit unbeschädigtem
manasā
Sinn (Instr.)
tajjuṣeta
tat 'das' + juṣeta 'möge er gern annehmen' → das möge er gern annehmen
maryaśrī
marya- 'jugendlich' + śrī- 'Schönheit' → der jugendlich Schöne (Nom.)
spṛhayadvarṇo
spṛhayat- 'begehrenswert' + varṇaḥ 'Farbe' → der begehrenswert Farbige (Nom.)
agnirnābhimṛśe
agniḥ 'Agni' + na 'nicht' + abhimṛśe 'ist zu berühren' → Agni ist nicht zu berühren
Ringsum wollen wir dich, o Agni, wie eine Burg schützend einsetzen, o Gewaltiger, den Begeisterten, den kühn Farbigen, Tag für Tag den Töter der Ränkevollen.
Wort für Wort
pari
ringsum (Präverb)
tvā'gne
tvā 'dich' + agne 'o Agni' → dich, o Agni
puraṃ
wie eine Burg (Akk.)
vayaṃ
wir (Nom.Pl.)
vipraṃ
den Begeisterten (Akk.)
sahasya
o Gewaltiger (Vok.)
dhīmahi
wollen einsetzen (1.Pl.Opt.)
dhṛṣadvarṇaṃ
dhṛṣat- 'kühn' + varṇam 'Farbe' → den kühn Farbigen (Akk.)
Du, o Agni, entstehst aus den Tagen, du, der schnell Flammende, du aus den Wassern, du aus dem Stein heraus, du aus den Wäldern, du aus den Pflanzen – du, o Herr der Männer, wirst rein geboren.
Wort für Wort
tvamagne
tvam 'du' + agne 'o Agni' → du, o Agni
dyubhistvamāśuśukṣaṇistvamadbhyastvamaśmanaspari
dyubhiḥ 'aus den Tagen' + tvam 'du' + āśuśukṣaṇiḥ 'der schnell Flammende' + tvam 'du' + adbhyaḥ 'aus den Wassern' + tvam 'du' + aśmanaḥ 'aus dem Stein' + pari 'heraus' → aus den Tagen, du, der schnell Flammende, du, aus den Wassern, du, aus dem Stein heraus
tvaṃ
du (Nom.)
vanebhyastvamoṣadhībhyastvaṃ
vanebhyaḥ 'aus den Wäldern' + tvam 'du' + oṣadhībhyaḥ 'aus den Pflanzen' + tvam 'du' → aus den Wäldern, du, aus den Pflanzen, du
Auf Antrieb des Gottes Savitṛ, mit den Armen der Aśvin, mit den Händen des Pūṣan grabe ich dich, das im Erdreich befindliche Feuer, aus der Wohnstätte der Erde aus, so wie einst die Aṅgiras – dich, o Agni, den Lichtvollen, den schön Antlitzigen, den mit unaufhörlichem Glanz Leuchtenden, den den Geschöpfen Heilbringenden, Nichtschädigenden: das im Erdreich befindliche Feuer graben wir aus der Wohnstätte der Erde aus, so wie einst die Aṅgiras.
Wort für Wort
devasya
des Gottes (Gen.)
tvā
dich (Akk.)
savituḥ
Savitṛ (Gen.)
prasave'śvinorbāhubhyāṃ
prasave 'im Antrieb' + aśvinoḥ 'der beiden Aśvin' + bāhubhyāṃ 'mit den Armen' → im Antrieb, der beiden Aśvin, mit den Armen
pūṣṇo
des Pūṣan (Gen., verkürzt für pūṣṇaḥ)
hastābhyām
mit den Händen (Instr.Du.)
pṛthivyāḥ
der Erde (Gen.)
sadhasthādagniṃ
sadhasthāt 'aus der Wohnstätte' + agniṃ 'das Feuer' → aus der Wohnstätte, das Feuer
purīṣyamaṅgirasvatkhanāmi
purīṣyam 'im Erdreich befindliche' + aṅgirasvat 'so wie einst die Aṅgiras' + khanāmi 'grabe ich aus' → das im Erdreich befindliche, so wie einst die Aṅgiras, grabe ich aus
jyotiṣmantaṃ
den Lichtvollen (Akk.)
tvā'gne
tvā 'dich' + agne 'o Agni' → dich, o Agni
supratīkamajasreṇa
supratīkam 'schön antlitzig' + ajasreṇa 'mit unaufhörlichem' → den schön Antlitzigen, mit unaufhörlichem
bhānunā
Glanz (Instr.)
dīdyatam
den Leuchtenden (Akk.Sg.Part.Intens.)
śivaṃ
den Heilbringenden (Akk.)
prajābhyo'hiṃsantaṃ
prajābhyaḥ 'den Geschöpfen' + ahiṃsantam 'den Nichtschädigenden' → den Geschöpfen, den Nichtschädigenden
pṛthivyāḥ
der Erde (Gen.)
sadhasthādagniṃ
sadhasthāt 'aus der Wohnstätte' + agniṃ 'das Feuer' → aus der Wohnstätte, das Feuer
purīṣyamaṅgirasvatkhanāmaḥ
purīṣyam 'im Erdreich befindliche' + aṅgirasvat 'so wie einst die Aṅgiras' + khanāmaḥ 'graben wir aus' → das im Erdreich befindliche, so wie einst die Aṅgiras, graben wir aus
Du bist der Rücken der Wasser, der Schoß Agnis, der ringsum den Ozean anschwellen macht; wachsend, groß, breite dich aus im Lotusteich des Himmels, nach Maß und Weite.
Wort für Wort
apāṃ
der Wasser (Gen.Pl.)
pṛṣṭhamasi
pṛṣṭham 'Rücken' + asi 'du bist' → du bist der Rücken
yoniragneḥ
yoniḥ 'der Schoß' + agneḥ 'Agnis' → der Schoß Agnis
samudramabhitaḥ
samudram 'den Ozean' + abhitaḥ 'ringsum' → den Ozean ringsum
Umkleidet ihn gemeinsam, ihr beide, die den Himmelslohn Findenden, vereint, mit Brust und eigenem Leib, ihr, die ihr Agni in euch tragen werdet, den Lichtvollen, den unaufhörlichen.
Wort für Wort
saṃ
gemeinsam (Präverb)
vasāthāṃ
umkleidet (2.Du.Impv.Med.)
svarvidā
svar- 'Himmelslohn' + vidā 'die Findenden' → die den Himmelslohn Findenden (Nom.Du.)
samīcī
vereint (Nom.Du.fem.)
urasā
mit Brust (Instr.)
tmanā
mit eigenem Leib (Instr.)
agnimantarbhariṣyantī
agnim 'Agni' + antaḥ 'in sich' + bhariṣyantī 'tragen werdend' → Agni in sich tragen werdend
jyotiṣmantamajasramit
jyotiṣmantam 'den Lichtvollen' + ajasram 'den unaufhörlichen' + it 'eben' → den Lichtvollen, den unaufhörlichen eben
Du bist im Erdreich befindlich, die Alles-Tragende; Atharvan hat dich als Erster herausgerieben, o Agni; dich, o Agni, hat Atharvan aus dem Lotusteich herausgequirlt, vom Haupt des ganzen Priesters.
Wort für Wort
purīṣyo'si
purīṣyaḥ 'im Erdreich befindlich' + asi 'du bist' → du bist im Erdreich befindlich
viśvabharā
viśva- 'alles' + bharā 'Tragende' → die Alles-Tragende (Nom.fem.)
atharvā
Atharvan (Nom.)
tvā
dich (Akk.)
prathamo
als Erster (Nom.)
niramanthadagne
niramanthat 'hat herausgerieben' + agne 'o Agni' → hat herausgerieben, o Agni
tvāmagne
tvām 'dich' + agne 'o Agni' → dich, o Agni
puṣkarādadhyatharvā
puṣkarāt 'aus dem Lotusteich' + adhi 'von ... her' + atharvā 'Atharvan' → aus dem Lotusteich, Atharvan
sīda hotaḥ sva u loke cikitvānsādayā yajñaṃ sukṛtasya yonau devāvīrdevānhaviṣā yajāsyagne bṛhadyajamāne vayo dhāḥ
Setze dich, o Hotṛ-Priester, an deinen eigenen Ort, kundig; setze das Opfer im Schoß des Wohlgetanen ein; als Götter-Geleiter sollst du die Götter mit der Opfergabe verehren, o Agni; verleih dem Opferherrn langes Leben.
Wort für Wort
sīda
setze dich (2.Sg.Impv.)
hotaḥ
o Hotṛ-Priester (Vok.)
sva
eigenen (Akk., verkürzt für svam)
u
doch (Partikel)
loke
an deinem Ort (Lok.)
cikitvānsādayā
cikitvān 'kundig' + sādaya 'setze ein' → kundig, setze ein
yajñaṃ
das Opfer (Akk.)
sukṛtasya
des Wohlgetanen (Gen.)
yonau
im Schoß (Lok.)
devāvīrdevānhaviṣā
devāvīḥ 'Götter-Geleiter' + devān 'die Götter' + haviṣā 'mit der Opfergabe' → Götter-Geleiter, die Götter, mit der Opfergabe
yajāsyagne
yajāsi 'du sollst verehren' + agne 'o Agni' → du sollst verehren, o Agni
ni hotā hotṛṣadane vidānastveṣo dīdivāṃ2 asadatsudakṣaḥ adabdhavratapramatirvasiṣṭhaḥ sahasrambharaḥ śucijihvo agniḥ
Als Hotṛ hat sich, kundig, am Hotṛ-Sitz niedergesetzt der Glänzende, Strahlende, sehr Tüchtige, der mit unbetrogenem Gebotssinn, der Beste, der Tausendfach-Nährende, der mit reiner Zunge – Agni.
Wort für Wort
ni
nieder (Präverb)
hotā
als Hotṛ (Nom.)
hotṛṣadane
am Hotṛ-Sitz (Lok.)
vidānastveṣo
vidānaḥ 'kundig' + tveṣaḥ 'der Glänzende' → kundig, der Glänzende
dīdivāṃ2
der Strahlende (Nom.Sg.Part.Perf., mit Vedendehnung)
asadatsudakṣaḥ
asadat 'hat sich niedergesetzt' + sudakṣaḥ 'der sehr Tüchtige' → hat sich niedergesetzt, der sehr Tüchtige
adabdhavratapramatirvasiṣṭhaḥ
adabdha- 'unbetrogen' + vrata- 'Gebot' + pramatiḥ 'Sinn' + vasiṣṭhaḥ 'der Beste' → der mit unbetrogenem Gebotssinn, der Beste
sahasrambharaḥ
sahasram 'Tausendfach' + bharaḥ 'Nährende' → der Tausendfach-Nährende (Nom.)
śucijihvo
śuci- 'rein' + jihvaḥ 'Zunge' → der mit reiner Zunge (Nom.)
apo devīrupa sṛja madhumatīrayakṣmāya prajābhyaḥ tāsāmāsthānādujjihatāmoṣadhayaḥ supippalāḥ
Entsende die göttlichen Wasser, die honigsüßen, zur Krankheitsfreiheit für die Geschöpfe; aus ihrem Standort sollen die Pflanzen mit guten Früchten emporsteigen.
Wort für Wort
apo
die Wasser (Akk.Pl., verkürzt für āpaḥ)
devīrupa
devīḥ 'die göttlichen' + upa 'her' → die göttlichen, her
sṛja
entsende (2.Sg.Impv.)
madhumatīrayakṣmāya
madhumatīḥ 'die honigsüßen' + ayakṣmāya 'zur Krankheitsfreiheit' → die honigsüßen, zur Krankheitsfreiheit
prajābhyaḥ
für die Geschöpfe (Dat.Pl.)
tāsāmāsthānādujjihatāmoṣadhayaḥ
tāsām 'ihrem' + āsthānāt 'aus dem Standort' + ujjihatām 'sollen emporsteigen' + oṣadhayaḥ 'die Pflanzen' → aus ihrem Standort sollen die Pflanzen emporsteigen
saṃ te vāyurmātariśvā dadhātūttānāyā hṛdayaṃ yadvikastam yo devānāṃ carasi prāṇathena kasmai deva vaṣaḍastu tubhyam
Vāyu-Mātariśvan möge dir das Herz zusammenfügen, das der Ausgestreckten [?], das auseinandergerissen war; der du unter den Göttern wandelst durch deinen Atem – welchem Gott soll 'Vaṣaṭ!' gelten? Dir!
Wohlgeboren, zusammen mit dem Licht, hat er sich in Schutzhütte und Umhegung, im Himmel, niedergesetzt; das allgestaltige Gewand, o Agni, umkleide dich damit, o Glanzreicher.
Wort für Wort
sujāto
wohlgeboren (Nom.)
jyotiṣā
mit dem Licht (Instr.)
saha
zusammen (Postposition)
śarma
Schutzhütte (Akk.)
varūthamā'sadatsvaḥ
varūtham 'Umhegung' + āsadat 'hat sich niedergesetzt' + svaḥ 'im Himmel' → Umhegung, hat sich niedergesetzt, im Himmel
udu tiṣṭha svadhvarāvā no devyā dhiyā dṛśe ca bhāsā bṛhatā suśukvanirāgne yāhi suśastibhiḥ
Steh auf, du guter Opfervollzieher, komm zu uns mit göttlicher Weisheit und zum Sehen, mit großem Glanz; gut lodernd komm, o Agni, mit guten Lobsprüchen.
Wort für Wort
udu
ud 'auf' + u 'doch' → auf, doch (Präverb+Partikel)
tiṣṭha
steh (2.Sg.Impv.)
svadhvarāvā
svadhvara- 'guter Opfervollzieher' + āvā 'komm her' [?] → du guter Opfervollzieher, komm her [?]
no
zu uns (Akk.Pl., verkürzt für naḥ)
devyā
göttlicher (Instr.fem.)
dhiyā
mit Weisheit (Instr.)
dṛśe
zum Sehen (Dat.Inf.)
ca
und
bhāsā
mit Glanz (Instr.)
bṛhatā
großem (Instr.)
suśukvanirāgne
suśukvaniḥ 'gut lodernd' + agne 'o Agni' → gut lodernd, o Agni
Aufrecht steh doch fürwahr uns zum Beistand, wie der Gott Savitṛ aufrecht steht, der Erwerber der Kraft, wenn wir dich mit Salbungen [?], mit den Priestern herbeirufen.
Wort für Wort
ūrdhva
aufrecht (Nom.)
ū
fürwahr (Partikel)
ṣu
doch (Partikel)
ṇa
uns (Dat.Pl., verkürzt für naḥ)
ūtaye
zum Beistand (Dat.)
tiṣṭhā
steh (2.Sg.Impv.)
devo
der Gott (Nom.)
na
wie (Partikel)
savitā
Savitṛ (Nom.)
ūrdhvo
aufrecht (Nom.)
vājasya
der Kraft (Gen.)
sanitā
der Erwerber (Nom.)
yadañjibhirvāghadbhirvihvayāmahe
yat 'wenn' + añjibhiḥ 'mit Salbungen' + vāghadbhiḥ 'mit den Priestern' + vihvayāmahe 'wir herbeirufen' → wenn wir mit Salbungen, mit den Priestern herbeirufen
sa jāto garbho asi rodasyoragne cārurvibhṛta oṣadhīṣu citraḥ śiśuḥ pari tamāṃsyaktūnpra mātṛbhyo adhi kanikradadgāḥ
Als Geborener bist du der Keim der beiden Welthälften, o Agni, der Liebliche, in den Pflanzen bewahrt, das leuchtende Kind; um die Dunkelheiten und Nächte her bist du von den Müttern fort hervorgegangen, laut brüllend.
Wort für Wort
sa
als (Nom., 'so, dieser')
jāto
geboren (Nom.)
garbho
Keim (Nom.)
asi
du bist (2.Sg.Präs.)
rodasyoragne
rodasyoḥ 'der beiden Welthälften' + agne 'o Agni' → der beiden Welthälften, o Agni
cārurvibhṛta
cāruḥ 'der Liebliche' + vibhṛtaḥ 'bewahrt' → der Liebliche, bewahrt
oṣadhīṣu
in den Pflanzen (Lok.Pl.)
citraḥ
leuchtend (Nom.)
śiśuḥ
Kind (Nom.)
pari
um ... her (Präverb/Postposition)
tamāṃsyaktūnpra
tamāṃsi 'die Dunkelheiten' + aktūn 'die Nächte' + pra 'fort' → die Dunkelheiten, die Nächte, fort
mātṛbhyo
von den Müttern (Abl.Pl.)
adhi
her (Präverb/Postposition)
kanikradadgāḥ
kanikradat 'laut brüllend' + gāḥ 'bist gegangen' → laut brüllend bist du gegangen
Werde fest, o du mit starken Gliedern; werde schnell, o Preisgewinner, Renner; werde breit, sei gut sitzend, du Träger des im Erdreich befindlichen Agni.
Wort für Wort
sthiro
fest (Nom.)
bhava
werde (2.Sg.Impv.)
vīḍvaṅga
vīḍu- 'stark' + aṅga 'o Glied' → o du mit starken Gliedern (Vok.)
āśurbhava
āśuḥ 'schnell' + bhava 'werde' → schnell, werde
vājyarvan
vājin 'o Preisgewinner' + arvan 'o Renner' → o Preisgewinner, Renner (Vok.)
pṛthurbhava
pṛthuḥ 'breit' + bhava 'werde' → breit, werde
suṣadastvamagneḥ
suṣadaḥ 'gut sitzend' + tvam 'du' + agneḥ 'des Agni' → gut sitzend, du, des Agni
purīṣavāhaṇaḥ
purīṣa- 'im Erdreich befindlich' + vāhaṇaḥ 'Träger' → der Träger des im Erdreich Befindlichen (Nom.)
Vorwärts schreite der Preisgewinner, laut brüllend, immer wieder schreiend, der Esel; im Fluge das im Erdreich befindliche Feuer tragend, möge er nicht vor Ablauf seiner Lebenszeit fallen; der stierhafte Agni, den Stier tragend, den Keim der Wasser, den ozeanischen – o Agni, komm zum Genuß.
Wort für Wort
praitu
vorwärts schreite (3.Sg.Impv.)
vājī
der Preisgewinner (Nom.)
kanikradannānadadrāsabhaḥ
kanikradan 'laut brüllend' + nānadat 'immer wieder schreiend' + rāsabhaḥ 'der Esel' → laut brüllend, immer wieder schreiend, der Esel
patvā
im Fluge (Instr./Adv.)
bharannagniṃ
bharan 'tragend' + agniṃ 'das Feuer' → tragend, das Feuer
purīṣyaṃ
im Erdreich befindliche (Akk.)
mā
nicht (Vetitivpartikel, mā + Injunktiv)
pādyāyuṣaḥ
pādi 'möge fallen' (mā+Inj., Vetitiv) + āyuṣaḥ 'vor Ablauf der Lebenszeit' → möge nicht fallen, vor Ablauf der Lebenszeit
ṛtaṃ satyamṛtaṃ satyamagniṃ purīṣyamaṅgirasvadbharāmaḥ oṣadhayaḥ prati modadhvamagnimetaṃ śivamāyantamabhyatra yuṣmāḥ vyasyan viśvā anirā amīvā niṣīdanno apa durmatiṃ jahi
Wahre Ordnung, Wahrheit, wahre Ordnung, Wahrheit – das im Erdreich befindliche Feuer bringen wir, so wie einst die Aṅgiras; ihr Pflanzen, freut euch diesem Agni entgegen, dem heilbringenden, der zu euch hierher kommt; alle Kraftlosigkeit und Krankheit vertreibend, sich bei uns niedersetzend, verjage von uns den bösen Sinn.
satyam 'Wahrheit' + agniṃ 'das Feuer' → Wahrheit, das Feuer
purīṣyamaṅgirasvadbharāmaḥ
purīṣyam 'im Erdreich befindliche' + aṅgirasvat 'so wie einst die Aṅgiras' + bharāmaḥ 'bringen wir' → das im Erdreich befindliche, so wie einst die Aṅgiras, bringen wir
Mit weiter Erscheinung hell lodernd, vertreibe die Feinde, die Unholde, die Krankheiten; im Schutz des gut schützenden, großen Agni möchte ich sein, unter der Führung des gut anzurufenden Agni.
Wort für Wort
vi
weg (Präverb, zu bādhasva)
pājasā
mit Erscheinung (Instr.)
pṛthunā
weiter (Instr.)
śośucāno
hell lodernd (Nom.Sg.Part.Intens.)
bādhasva
vertreibe (2.Sg.Impv.Med.)
dviṣo
die Feinde (Akk.Pl., verkürzt für dviṣaḥ)
rakṣaso
die Unholde (Akk.Pl., verkürzt für rakṣasaḥ)
amīvāḥ
die Krankheiten (Akk.Pl.)
suśarmaṇo
des gut schützenden (Gen., verkürzt für suśarmaṇaḥ)
bṛhataḥ
des großen (Gen.)
śarmaṇi
im Schutz (Lok.)
syāmagnerahaṃ
syām 'möchte ich sein' + agneḥ 'des Agni' + aham 'ich' → möchte ich sein, des Agni, ich
mitraḥ saṃsṛjya pṛthivīṃ bhūmiṃ ca jyotiṣā saha sujātaṃ jātavedasamayakṣmāya tvā saṃ sṛjāmi prajābhyaḥ
Mitra, nachdem er Erde und Boden mit dem Licht vereinigt hat – dich, den Wohlgeborenen, den Jātavedas, vereinige ich zur Krankheitsfreiheit für die Geschöpfe.
Wort für Wort
mitraḥ
Mitra (Nom.)
saṃsṛjya
nachdem er vereinigt hat (Gerundium)
pṛthivīṃ
Erde (Akk.)
bhūmiṃ
Boden (Akk.)
ca
und
jyotiṣā
mit dem Licht (Instr.)
saha
zusammen (Postposition)
sujātaṃ
den Wohlgeborenen (Akk.)
jātavedasamayakṣmāya
jātavedasam 'den Jātavedas' + ayakṣmāya 'zur Krankheitsfreiheit' → den Jātavedas, zur Krankheitsfreiheit
Die Rudras haben, nachdem sie die Erde vereinigt haben, das große Licht entzündet; ihr Glanz, der unaufhörliche, leuchtende, strahlt unter den Göttern.
Wort für Wort
rudrāḥ
die Rudras (Nom.Pl.)
saṃsṛjya
nachdem sie vereinigt haben (Gerundium)
pṛthivīṃ
die Erde (Akk.)
bṛhajjyotiḥ
das große Licht (Akk., bṛhat+jyotiḥ)
samīdhire
haben entzündet (3.Pl.Perf.Med.)
teṣāṃ
ihr (Gen.Pl.)
bhānurajasra
bhānuḥ 'Glanz' + ajasraḥ 'unaufhörlich' → Glanz, der unaufhörliche
icchukro
it 'eben' + śukraḥ 'leuchtend' → eben der Leuchtende
Vereint mit den Vasus, mit den weisen Rudras – den Lehm, tauglich zur rituellen Arbeit: nachdem sie ihn mit den Händen weich gemacht hat, möge Sinīvālī ihn weiter bereiten.
Wort für Wort
saṃsṛṣṭā
vereint (Akk.fem., modifiziert mṛdam)
vasubhī
mit den Vasus (Instr.Pl.)
rudrairdhīraiḥ
rudraiḥ 'mit den Rudras' + dhīraiḥ 'weisen' → mit den Rudras, den weisen
Den Feuertopf möge Aditi mit Kraft, mit ihren Armen, mit Weisheit bereiten; wie eine Mutter ihren Sohn im Schoß, so möge sie Agni tragen, als Keim; du bist das Haupt des Opfers.
Wort für Wort
ukhāṃ
den Feuertopf (Akk.)
kṛṇotu
möge bereiten (3.Sg.Impv.)
śaktyā
mit Kraft (Instr.)
bāhubhyāmaditirdhiyā
bāhubhyām 'mit den Armen' + aditiḥ 'Aditi' + dhiyā 'mit Weisheit' → mit den Armen, Aditi, mit Weisheit
Die Vasus mögen dich bereiten mit dem Gāyatrī-Metrum, so wie einst die Aṅgiras; fest bist du, du bist die Erde – halte in mir durch deine Festigkeit Nachkommenschaft, Reichtumsfülle, Rinderbesitz, gute Mannschaft und Verwandte, für den Opferherrn. Die Rudras mögen dich bereiten mit dem Triṣṭubh-Metrum, so wie einst die Aṅgiras; fest bist du, du bist der Luftraum – halte in mir durch deine Festigkeit Nachkommenschaft, Reichtumsfülle, Rinderbesitz, gute Mannschaft und Verwandte, für den Opferherrn. Die Ādityas mögen dich bereiten mit dem Jagatī-Metrum, so wie einst die Aṅgiras; fest bist du, du bist der Himmel – halte in mir durch deine Festigkeit Nachkommenschaft, Reichtumsfülle, Rinderbesitz, gute Mannschaft und Verwandte, für den Opferherrn. Alle Götter, die Vaiśvānara-Götter, mögen dich bereiten mit dem Anuṣṭubh-Metrum, so wie einst die Aṅgiras; fest bist du, du bist die Himmelsrichtungen – halte in mir durch deine Festigkeit Nachkommenschaft, Reichtumsfülle, Rinderbesitz, gute Mannschaft und Verwandte, für den Opferherrn.
Wort für Wort
vasavastvā
vasavaḥ 'die Vasus' + tvā 'dich' → die Vasus, dich
kṛṇvantu
mögen bereiten (3.Pl.Impv.)
gāyatreṇa
mit dem Gāyatrī-Metrum (Instr.)
chandasā'ṅgirasvaddhruvā'si
chandasā 'mit dem Metrum' + aṅgirasvat 'so wie einst die Aṅgiras' + dhruvā 'fest' + asi 'du bist' → mit dem Metrum, so wie einst die Aṅgiras; fest bist du
pṛthivyasi
pṛthivī 'die Erde' + asi 'du bist' → du bist die Erde
sajātān 'Verwandte' + yajamānāya 'für den Opferherrn' → Verwandte, für den Opferherrn
rudrāstvā
rudrāḥ 'die Rudras' + tvā 'dich' → die Rudras, dich
kṛṇvantu
mögen bereiten (3.Pl.Impv.)
traiṣṭubhena
mit dem Triṣṭubh-Metrum (Instr.)
chandasā'ṅgirasvaddhruvā'syantarikṣamasi
chandasā 'mit dem Metrum' + aṅgirasvat 'so wie einst die Aṅgiras' + dhruvā 'fest' + asi 'du bist' + antarikṣam 'der Luftraum' + asi 'du bist' → mit dem Metrum, so wie einst die Aṅgiras; fest bist du, der Luftraum bist du
dhārayā
durch deine Festigkeit (Instr.)
mayi
in mir (Lok.)
prajāṃ
Nachkommenschaft (Akk.)
rāyaspoṣaṃ
Reichtumsfülle (Akk.)
gaupatyaṃ
Rinderbesitz (Akk.)
suvīryaṃ
gute Mannschaft (Akk.)
sajātānyajamānāyādityāstvā
sajātān 'Verwandte' + yajamānāya 'für den Opferherrn' + ādityāḥ 'die Ādityas' + tvā 'dich' → Verwandte, für den Opferherrn; die Ādityas, dich
kṛṇvantu
mögen bereiten (3.Pl.Impv.)
jāgatena
mit dem Jagatī-Metrum (Instr.)
chandasā'ṅgirasvaddhruvāsi
chandasā 'mit dem Metrum' + aṅgirasvat 'so wie einst die Aṅgiras' + dhruvā 'fest' + asi 'du bist' → mit dem Metrum, so wie einst die Aṅgiras; fest bist du
dyaurasi
dyauḥ 'der Himmel' + asi 'du bist' → du bist der Himmel
dhārayā
durch deine Festigkeit (Instr.)
mayi
in mir (Lok.)
prajāṃ
Nachkommenschaft (Akk.)
rāyaspoṣaṃ
Reichtumsfülle (Akk.)
gaupatyaṃ
Rinderbesitz (Akk.)
suvīryaṃ
gute Mannschaft (Akk.)
sajātānyajamānāya
Verwandte, für den Opferherrn (Akk.+Dat.)
viśve
alle (Nom.Pl.)
tvā
dich (Akk.)
devā
Götter (Nom.Pl.)
vaiśvānarāḥ
die Vaiśvānara-Götter (Nom.Pl.)
kṛṇvantvānuṣṭubhena
kṛṇvantu 'mögen bereiten' + anuṣṭubhena 'mit dem Anuṣṭubh-Metrum' → mögen bereiten, mit dem Anuṣṭubh-Metrum
chandasā'ṅgirasvaddhruvā'si
chandasā 'mit dem Metrum' + aṅgirasvat 'so wie einst die Aṅgiras' + dhruvā 'fest' + asi 'du bist' → mit dem Metrum, so wie einst die Aṅgiras; fest bist du
diśo'si
diśaḥ 'die Himmelsrichtungen' + asi 'du bist' → du bist die Himmelsrichtungen
Für Aditi bist du der Gurt; Aditi möge deine Öffnung fassen, nachdem sie dich bereitet hat; sie hat den großen, aus Lehm bestehenden Feuertopf als Schoß dem Agni für die Söhne übergeben – Aditi, mit den Worten: 'Ich will ihn erwärmen.'
Wort für Wort
adityai
für Aditi (Dat.)
rāsnāsyaditiṣṭe
rāsnā 'Gurt' + asi 'du bist' + aditiḥ 'Aditi' + te 'deine' → du bist der Gurt; Aditi, deine
bilaṃ
Öffnung (Akk.)
gṛbhṇātu
möge fassen (3.Sg.Impv.)
kṛtvāya
nachdem sie bereitet hat (Gerundium)
sā
sie (Nom.)
mahīmukhāṃ
mahīm 'den großen' + ukhāṃ 'Feuertopf' → den großen Feuertopf (Akk.)
mṛnmayīṃ
aus Lehm bestehenden (Akk.fem.)
yonimagnaye
yonim 'als Schoß' + agnaye 'dem Agni' → als Schoß, dem Agni
putrebhyaḥ
für die Söhne (Dat.Pl.)
prāyacchadaditiḥ
prāyacchat 'hat übergeben' + aditiḥ 'Aditi' → hat übergeben, Aditi
śrapayāniti
śrapayāni 'ich will erwärmen' + iti 'so' (Zitatpartikel) → 'ich will erwärmen', so
Die Vasus mögen dich beräuchern mit dem Gāyatrī-Metrum, so wie einst die Aṅgiras; die Rudras mögen dich beräuchern mit dem Triṣṭubh-Metrum, so wie einst die Aṅgiras; die Ādityas mögen dich beräuchern mit dem Jagatī-Metrum, so wie einst die Aṅgiras; alle Götter, die Vaiśvānara-Götter, mögen dich beräuchern mit dem Anuṣṭubh-Metrum, so wie einst die Aṅgiras; Indra möge dich beräuchern, Varuṇa möge dich beräuchern, Viṣṇu möge dich beräuchern.
Wort für Wort
vasavastvā
vasavaḥ 'die Vasus' + tvā 'dich' → die Vasus, dich
dhūpayantu
mögen beräuchern (3.Pl.Impv.)
gāyatreṇa
mit dem Gāyatrī-Metrum (Instr.)
chandasā'ṅgirasvadrudrāstvā
chandasā 'mit dem Metrum' + aṅgirasvat 'so wie einst die Aṅgiras' + rudrāḥ 'die Rudras' + tvā 'dich' → mit dem Metrum, so wie einst die Aṅgiras; die Rudras, dich
dhūpayantu
mögen beräuchern (3.Pl.Impv.)
traiṣṭubhena
mit dem Triṣṭubh-Metrum (Instr.)
chandasā'ṅgirasvadādityāstvā
chandasā 'mit dem Metrum' + aṅgirasvat 'so wie einst die Aṅgiras' + ādityāḥ 'die Ādityas' + tvā 'dich' → mit dem Metrum, so wie einst die Aṅgiras; die Ādityas, dich
dhūpayantu
mögen beräuchern (3.Pl.Impv.)
jāgatena
mit dem Jagatī-Metrum (Instr.)
chandasā'ṅgirasvadviśve
chandasā 'mit dem Metrum' + aṅgirasvat 'so wie einst die Aṅgiras' + viśve 'alle' → mit dem Metrum, so wie einst die Aṅgiras; alle
tvā
dich (Akk.)
devā
Götter (Nom.Pl.)
vaiśvānarā
die Vaiśvānara-Götter (Nom.Pl.)
dhūpayantvānuṣṭubhena
dhūpayantu 'mögen beräuchern' + anuṣṭubhena 'mit dem Anuṣṭubh-Metrum' → mögen beräuchern, mit dem Anuṣṭubh-Metrum
chandasā'ṅgirasvadindrastvā
chandasā 'mit dem Metrum' + aṅgirasvat 'so wie einst die Aṅgiras' + indraḥ 'Indra' + tvā 'dich' → mit dem Metrum, so wie einst die Aṅgiras; Indra, dich
Aditi, die Göttin, die Allgöttliche in sich tragende, möge dich an der Wohnstätte der Erde, so wie einst die Aṅgiras, aus der Grube ausgraben; die Gattinnen der Götter, die Göttinnen, die Allgöttliche in sich tragenden, mögen dich an der Wohnstätte der Erde, so wie einst die Aṅgiras, in den Feuertopf legen; die Dhiṣaṇās, die Göttinnen, die Allgöttliche in sich tragenden, mögen dich an der Wohnstätte der Erde, so wie einst die Aṅgiras, im Feuertopf entzünden; die Varūtrīs, die Göttinnen, die Allgöttliche in sich tragenden, mögen dich an der Wohnstätte der Erde, so wie einst die Aṅgiras, im Feuertopf erwärmen; die Gnās, die Göttinnen, die Allgöttliche in sich tragenden, mögen dich an der Wohnstätte der Erde, so wie einst die Aṅgiras, im Feuertopf kochen; die Frauen mit abgeschnittenem Blatt [?], die Göttinnen, die Allgöttliche in sich tragenden, mögen dich an der Wohnstätte der Erde, so wie einst die Aṅgiras, im Feuertopf kochen.
Wort für Wort
aditiṣṭvā
aditiḥ 'Aditi' + tvā 'dich' → Aditi, dich
devī
die Göttin (Nom.)
viśvadevyāvatī
viśvadevyā- 'Allgöttlich' + vatī 'in sich tragend' → die Allgöttliche in sich tragende (Nom.)
pṛthivyāḥ
der Erde (Gen.)
sadhasthe
an der Wohnstätte (Lok.)
aṅgirasvat
so wie einst die Aṅgiras
khanatvavaṭa
khanatu 'möge ausgraben' + avaṭāt 'aus der Grube' → möge ausgraben, aus der Grube
devānāṃ
der Götter (Gen.Pl.)
tvā
dich (Akk.)
patnīrdevīrviśvadevyāvatīḥ
patnīḥ 'die Gattinnen' + devīḥ 'die Göttinnen' + viśvadevyāvatīḥ 'die Allgöttliche in sich tragenden' → die Gattinnen, die Göttinnen, die Allgöttliche in sich tragenden
pṛthivyāḥ
der Erde (Gen.)
sadhasthe
an der Wohnstätte (Lok.)
aṅgirasvaddadhatūkhe
aṅgirasvat 'so wie einst die Aṅgiras' + dadhatu 'mögen legen' + ukhe 'in den Feuertopf' → so wie einst die Aṅgiras, mögen legen, in den Feuertopf
dhiṣaṇāstvā
dhiṣaṇāḥ 'die Dhiṣaṇās' + tvā 'dich' → die Dhiṣaṇās, dich
devīrviśvadevyāvatīḥ
devīḥ 'die Göttinnen' + viśvadevyāvatīḥ 'die Allgöttliche in sich tragenden' → die Göttinnen, die Allgöttliche in sich tragenden
pṛthivyāḥ
der Erde (Gen.)
sadhasthe
an der Wohnstätte (Lok.)
aṅgirasvadabhīndhatāmukhe
aṅgirasvat 'so wie einst die Aṅgiras' + abhīndhatām 'mögen entzünden' + ukhe 'im Feuertopf' → so wie einst die Aṅgiras, mögen entzünden, im Feuertopf
varūtrīṣṭvā
varūtrīḥ 'die Varūtrīs' + tvā 'dich' → die Varūtrīs, dich
devīrviśvadevyāvatīḥ
devīḥ 'die Göttinnen' + viśvadevyāvatīḥ 'die Allgöttliche in sich tragenden' → die Göttinnen, die Allgöttliche in sich tragenden
pṛthivyāḥ
der Erde (Gen.)
sadhasthe
an der Wohnstätte (Lok.)
aṅgirasvacchrapayantūkhe
aṅgirasvat 'so wie einst die Aṅgiras' + śrapayantu 'mögen erwärmen' + ukhe 'im Feuertopf' → so wie einst die Aṅgiras, mögen erwärmen, im Feuertopf
gnāstvā
gnāḥ 'die Gnās' + tvā 'dich' → die Gnās, dich
devīrviśvadevyāvatīḥ
devīḥ 'die Göttinnen' + viśvadevyāvatīḥ 'die Allgöttliche in sich tragenden' → die Göttinnen, die Allgöttliche in sich tragenden
pṛthivyāḥ
der Erde (Gen.)
sadhasthe
an der Wohnstätte (Lok.)
aṅgirasvatpacantūkhe
aṅgirasvat 'so wie einst die Aṅgiras' + pacantu 'mögen kochen' + ukhe 'im Feuertopf' → so wie einst die Aṅgiras, mögen kochen, im Feuertopf
janayastvācchinnapatrā
janayaḥ 'die Frauen' + tvā 'dich' + acchinnapatrāḥ 'mit abgeschnittenem Blatt [?]' → die Frauen, dich, mit abgeschnittenem Blatt [?]
devīrviśvadevyāvatīḥ
devīḥ 'die Göttinnen' + viśvadevyāvatīḥ 'die Allgöttliche in sich tragenden' → die Göttinnen, die Allgöttliche in sich tragenden
pṛthivyāḥ
der Erde (Gen.)
sadhasthe
an der Wohnstätte (Lok.)
aṅgirasvatpacantūkhe
aṅgirasvat 'so wie einst die Aṅgiras' + pacantu 'mögen kochen' + ukhe 'im Feuertopf' → so wie einst die Aṅgiras, mögen kochen, im Feuertopf
Der Gott Savitṛ möge dich emporschaufeln, der Guthändige, der Gutfingrige, der Gutbearmte, mit Kraft; unerschütterlich fülle du, Erde, die Himmelsgegenden, die Richtungen.
utthāya bṛhatī bhavodu tiṣṭha dhruvā tvam mitraitāṃ ta ukhāṃ pari dadāmyabhittyā eṣā mā bhedi
Nachdem du dich erhoben hast, sei groß, steh empor, fest sei du; o Freund, diesen deinen Feuertopf übergebe ich dir unversehrt; er soll nicht zerbrechen.
Wort für Wort
utthāya
nachdem du dich erhoben hast (Gerundium)
bṛhatī
groß (Nom.fem.)
bhavodu
bhava 'sei' + ud 'empor' → sei, empor
tiṣṭha
steh (2.Sg.Impv.)
dhruvā
fest (Nom.fem.)
tvam
du (Nom.)
mitraitāṃ
mitra 'o Freund' + etāṃ 'diesen' → o Freund, diesen
ta
deinen (Gen., verkürzt für te)
ukhāṃ
Feuertopf (Akk.)
pari
über (Präverb, zu dadāmi)
dadāmyabhittyā
dadāmi 'ich übergebe' + abhittyā 'unversehrt' → ich übergebe, unversehrt
Die Vasus mögen dich bedecken [?] mit dem Gāyatrī-Metrum, so wie einst die Aṅgiras; die Rudras mögen dich bedecken mit dem Triṣṭubh-Metrum, so wie einst die Aṅgiras; die Ādityas mögen dich bedecken mit dem Jagatī-Metrum, so wie einst die Aṅgiras; alle Götter, die Vaiśvānara-Götter, mögen dich bedecken mit dem Anuṣṭubh-Metrum, so wie einst die Aṅgiras.
chandasā 'mit dem Metrum' + aṅgirasvat 'so wie einst die Aṅgiras' + rudrāḥ 'die Rudras' + tvā 'dich' + ācchṛndantu 'mögen bedecken' → mit dem Metrum, so wie einst die Aṅgiras; die Rudras, dich, mögen bedecken
traiṣṭubhena
mit dem Triṣṭubh-Metrum (Instr.)
chandasā'ṅgirasvadādityāstvā''chṛndantu
chandasā 'mit dem Metrum' + aṅgirasvat 'so wie einst die Aṅgiras' + ādityāḥ 'die Ādityas' + tvā 'dich' + ācchṛndantu 'mögen bedecken' → mit dem Metrum, so wie einst die Aṅgiras; die Ādityas, dich, mögen bedecken
jāgatena
mit dem Jagatī-Metrum (Instr.)
chandasā'ṅgirasvadviśve
chandasā 'mit dem Metrum' + aṅgirasvat 'so wie einst die Aṅgiras' + viśve 'alle' → mit dem Metrum, so wie einst die Aṅgiras; alle
tvā
dich (Akk.)
devā
Götter (Nom.Pl.)
vaiśvānarā
die Vaiśvānara-Götter (Nom.Pl.)
āchṛndantvānuṣṭubhena
ācchṛndantu 'mögen bedecken' + anuṣṭubhena 'mit dem Anuṣṭubh-Metrum' → mögen bedecken, mit dem Anuṣṭubh-Metrum
chandasā'ṅgirasvat
chandasā 'mit dem Metrum' + aṅgirasvat 'so wie einst die Aṅgiras' → mit dem Metrum, so wie einst die Aṅgiras
Der Absicht, dem Agni, dem Antreiber – svāhā! Dem Geist, der Einsicht, dem Agni, dem Antreiber – svāhā! Dem Bewusstsein, dem Erkannten, dem Agni, dem Antreiber – svāhā! Der Stütze der Rede, dem Agni, dem Antreiber – svāhā! Dem Prajāpati Manu – svāhā! Dem Agni Vaiśvānara – svāhā!
Jeder Sterbliche möchte die Freundschaft des Gottes, des Führers, erwählen; jeder strebt nach Reichtum [?]; er möge Glanz erwählen, um zu gedeihen – svāhā!
Werde fest, o Göttin Erde, zum Heil; du bist die dämonische Zauberkraft, durch Eigenkraft geschaffen; willkommen soll dieses Opfer den Göttern sein; unversehrt steige du empor bei diesem Opfer.
Wort für Wort
dṛṃhasva
werde fest (2.Sg.Impv.Med.)
devi
o Göttin (Vok.Sg.)
pṛthivi
o Erde (Vok.Sg.)
svastaya
zum Heil (Dat.Sg., svastaye)
āsurī
dämonisch (Nom.Sg.f., Adj. zu asura)
māyā
Zauberkraft (Nom.Sg.f.)
svadhayā
durch Eigenkraft (Instr.Sg.)
kṛtāsi
kṛtā 'geschaffen' (Nom.Sg.f.) + asi 'du bist' (Sandhi)
juṣṭaṃ
willkommen, genehm (Nom.Sg.Nt.)
devebhya
den Göttern (Dat.Pl., devebhyaḥ)
idamastu
idam 'dies' (Nom.) + astu 'soll sein' (3.Sg.Impv.) (Sandhi)
Tag für Tag, unaufhörlich [?], dir Opfergaben bringend, wie einem stehenden Roß Futter bringend, erfreuen wir uns an Reichtumsfülle und Speise; o Agni, wir, deine Nachbarn, mögen keinen Schaden nehmen.
Im Nabel der Erde, im entzündeten Agni, rufen wir ihn zu großer Reichtumsfülle an, den an Erquickung sich Erfreuenden, den des großen Loblieds Würdigen, den Opferwürdigen, den Sieger, Agni, den in Schlachten Überwältigenden.
yāḥ senā abhītvarīrāvyādhinīrugaṇā uta ye stenā ye ca taskarāstāṃste agne'pi dadhāmyāsye
Die Heerscharen, die andrängenden, uns durchbohrenden, mit schrecklichen Scharen, und die Diebe und die Räuber – die lege ich dir, o Agni, in den Rachen.
Mit deinen Fangzähnen die Schleicher, mit deinen Kiefern die Räuber, und mit deinen Kinnbacken die Diebe – sie verzehre du, o Glückreicher, wohlverzehrt.
ye janeṣu malimlava stenāsastaskarā vane ye kakṣeṣvaghāyavastāṃste dadhāmi jambhayoḥ
Die unter den Menschen befindlichen Schleicher, Diebe, Räuber im Wald, die im Dickicht befindlichen Übelwollenden – die lege ich dir zwischen die Kiefer.
yo asmabhyamarātīyādyaśca no dveṣate janaḥ nindādyo asmāndhipsācca sarvaṃ taṃ bhasmasā kuru
Wer uns Feindschaft erweisen will, und wer der Mensch ist, der uns haßt, wer uns schmähen will und wer uns zu schädigen trachtet – die alle mach zu Asche.
Wort für Wort
yo
wer (Nom.Sg., yaḥ)
asmabhyamarātīyādyaśca
asmabhyam 'uns' (Dat.Pl.) + arātīyāt '(er) will Feindschaft erweisen' (3.Sg.Opt.Denom.) + yaḥ 'wer' (Nom.) + ca 'und' (Sandhi-Kette)
Geschärft ist mein Segenswort, geschärft meine Heldenkraft, meine Stärke; geschärft ist die siegreiche Herrschermacht dessen, dessen Hauspriester ich bin.
annapate'nnasya no dehyanamīvasya śuṣmiṇaḥ pra-pra dātāraṃ tāriṣa ūrjaṃ no dhehi dvipade catuṣpade
O Herr der Speise, gib uns von der Speise, der krankheitsfreien, kraftvollen; laß den Geber immer wieder vorwärtskommen; gib uns Kraft, für Zweifüßer und Vierfüßer.
Wort für Wort
annapate'nnasya
annapate 'o Herr der Speise' (Vok.) + annasya 'der Speise' (Gen.) (Sandhi)