aśmannūrjaṃ parvate śiśriyāṇāmadbhya oṣadhībhyo vanaspatibhyo adhi sambhṛtaṃ payaḥ tāṃ na iṣamūrjaṃ dhatta marutaḥ saṃrarāṇāḥ aśmaṃste kṣunmayi ta ūrgyaṃ dviṣmastaṃ te śugṛcchatu
O Stein [aśman], du am Berge ruhende [?] Kraft - aus den Gewässern, den Pflanzen, den Bäumen ist die Milch zusammengetragen. Verleiht uns, o Maruts, diese Speisekraft und Stärkung, sie uns reichlich schenkend. Dein Stein sei in deinem Hunger [?]; dein Nährendes hassen wir [?] - dessen Schmerz soll dich treffen. [Der ganze Spruch bleibt im Detail unsicher, ?]
Wort für Wort
aśmannūrjaṃ
o Stein, die Kraft (aśman Vok. + ūrjam Akk.)
parvate
am Berge (Lok.)
śiśriyāṇāmadbhya
der ruhenden [?], aus den Gewässern (śiśriyāṇām Gen.Pl.f. + adbhyaḥ Abl.Pl. 'aus den Wassern')
oṣadhībhyo
aus den Pflanzen (Abl. Pl.)
vanaspatibhyo
aus den Bäumen (Abl. Pl., vanaspati 'Baumherr')
adhi
daraus, darüber
sambhṛtaṃ
zusammengetragen (Nom. Sg. n., Part.)
payaḥ
die Milch (Nom. Sg.)
tāṃ
diese (Akk. Sg. f.)
na
uns (Akk. Pl.)
iṣamūrjaṃ
Speisekraft und Stärkung (iṣam Akk. + ūrjam Akk.)
dhatta
verleiht (Imp. 2. Pl.)
marutaḥ
o Maruts (Vok.)
saṃrarāṇāḥ
reichlich schenkend (Nom. Pl. m., Part.)
aśmaṃste
dein Stein (aśmam Akk./Nom. + te Gen.)
kṣunmayi
im Hunger [?] (Lok. Sg. f.)
ta
dein/dir (Gen.)
ūrgyaṃ
das Nährende (Akk. Sg. n.)
dviṣmastaṃ
wir hassen, den (dviṣmaḥ 1.Pl. + tam Akk.)
te
dich/dir (Akk./Dat.)
śugṛcchatu
der Schmerz soll treffen (śuk 'Schmerz' + ṛcchatu 3.Sg.Imp. von ṛ)
imā me agna iṣṭakā dhenavaḥ santvekā ca daśa ca daśa ca śataṃ ca śataṃ ca sahasraṃ ca sahasraṃ cāyutaṃ cāyutaṃ ca niyutaṃ ca niyutaṃ ca prayutaṃ cārbudaṃ ca nyarbudaṃ samudraśca madhyaṃ cāntaśca parārdhaścaitā me agna iṣṭakā dhenavaḥ santvamutrāmuṣmiṃlloke
Diese meine Opferziegel, Agni, sollen Milchkühe sein: eins und zehn, und zehn und hundert, und hundert und tausend, und tausend und Ayuta ('Zehntausend'), und Ayuta und Niyuta ('Hunderttausend'), und Niyuta und Prayuta ('Million'), und Arbuda ('Zehn Millionen') und Nyarbuda ('Hundert Millionen'), und Samudra ('Meer', eine noch höhere Zahl), und Madhya ('Mitte'), und Anta ('Ende'), und Parārdha ('die höchste Hälfte', die größte Zahl) - diese meine Opferziegel, Agni, sollen Milchkühe sein, dort und in jener Welt.
Wort für Wort
imā
diese (Nom. Pl. f.)
me
meine (Gen.)
agna
o Agni (Vok.)
iṣṭakā
Opferziegel (Nom. Pl.)
dhenavaḥ
Milchkühe (Nom. Pl.)
santvekā
sollen sein, eins (santu 3.Pl.Imp. + ekā Nom.Sg.f. 'eine')
ca
und
daśa
zehn
ca
und
daśa
zehn
ca
und
śataṃ
hundert
ca
und
śataṃ
hundert
ca
und
sahasraṃ
tausend
ca
und
sahasraṃ
tausend
cāyutaṃ
und Ayuta 'Zehntausend' (ca + ayutam)
cāyutaṃ
und Ayuta
ca
und
niyutaṃ
Niyuta 'Hunderttausend'
ca
und
niyutaṃ
Niyuta
ca
und
prayutaṃ
Prayuta 'Million'
cārbudaṃ
und Arbuda 'Zehn Millionen' (ca + arbudam)
ca
und
nyarbudaṃ
Nyarbuda 'Hundert Millionen' (Akk.)
samudraśca
und Samudra 'Meer, höhere Zahl' (samudraḥ + ca)
madhyaṃ
Madhya 'Mitte' (Akk.)
cāntaśca
und Anta 'Ende', und (ca + antaḥ + ca)
parārdhaścaitā
Parārdha 'die höchste Hälfte', und diese (parārdhaḥ + ca + etāḥ Nom.Pl.f.)
me
meine (Gen.)
agna
o Agni (Vok.)
iṣṭakā
Opferziegel (Nom. Pl.)
dhenavaḥ
Milchkühe (Nom. Pl.)
santvamutrāmuṣmiṃlloke
sollen sein, dort, in jener Welt (santu + amutra 'dort' + amuṣmin loke 'in jener Welt')
Ihr seid die Jahreszeiten, die Wahrheitsordnung-Mehrenden; ihr steht in den Jahreszeiten, seid die Wahrheitsordnung-Mehrenden, schmalzträufelnd, honigträufelnd; 'Virāj' ist euer Name, die Wunsch-Melkenden, die Unerschöpflichen.
Wort für Wort
ṛtava
Jahreszeiten (Nom. Pl.)
stha
ihr seid (2. Pl.)
ṛtāvṛdha
die Wahrheitsordnung-Mehrenden (Nom. Pl., ṛta 'Wahrheitsordnung' + vṛdh 'mehren')
Zur Erde hin, zum Schilfrohr hin, steig herab in den Flüssen, Agni; du bist die Galle der Gewässer, o Frosch [?] - mit diesen komm her und mach dieses unser Opfer reinigungsfarben, heilvoll.
Wort für Wort
upa
hin (Verbalpräfix zu tara)
jmannupa
zur Erde, hin (jman Akk. 'zur Erde' + upa Präfix)
vetase'va
zum Schilfrohr, herab (vetase Dat. + ava Präfix)
tara
steig (Imp. 2. Sg.)
nadīṣvā
in den Flüssen, heran (nadīṣu Lok.Pl. + ā Präfix)
agne
o Agni (Vok.)
pittamapāmasi
die Galle der Gewässer bist du (pittam 'Galle' Nom./Akk. + apām Gen.Pl. 'der Gewässer' + asi 2.Sg. 'bist')
Dies ist der Zufluss der Gewässer, die Ruhestätte des Meeres. Andere Wesen sollen deine Geschosse statt uns verbrennen; sei uns, du Reiniger, heilvoll.
Wort für Wort
apāmidaṃ
der Gewässer, dies (apām Gen.Pl. + idam Nom.Sg.n.)
pāvakayā yaścitayantyā kṛpā kṣāman ruruca uṣaso na bhānunā tūrvan na yāmannetaśasya nū raṇa ā yo ghṛṇe na tatṛṣāṇo ajaraḥ
Der mit reinigender, wahrnehmbarer Gestalt auf der Erde erstrahlt ist, wie die Morgenröte mit ihrem Strahl; wie der Etaśa (mythisches Ross) auf der Wettlaufbahn - freu dich jetzt an diesem Opfer, der du, wie im Glutschein dürstend, alterslos bist.
Wort für Wort
pāvakayā
mit reinigender (Instr. Sg. f.)
yaścitayantyā
der mit wahrnehmbarer (yaḥ + citayantyā Instr.Sg.f., Part.)
kṛpā
Gestalt (Instr.)
kṣāman
auf der Erde (Lok.)
ruruca
erstrahlt ist (3. Sg. Perf. von ruc)
uṣaso
der Morgenröte (Gen.)
na
wie
bhānunā
mit ihrem Strahl (Instr.)
tūrvan
überwindend, eilend (Nom. Sg. m., Part.)
na
wie
yāmannetaśasya
auf der Bahn des Etaśa (yāman Lok. + etaśasya Gen., mythisches Ross)
Verehrung sei deiner Zorneswut, deiner Flamme; Verehrung sei deinem Lichtglanz. Andere Wesen sollen deine Geschosse statt uns verbrennen; sei uns, du Reiniger, heilvoll.
Für den Männer-Sitzenden ist 'Veṭ'; für den Wasser-Sitzenden ist 'Veṭ'; für den Barhis-Sitzenden ist 'Veṭ'; für den Wald-Sitzenden ist 'Veṭ'; für den Sonnenlicht-Wissenden ist 'Veṭ'. [Veṭ: rituelle Interjektion unklarer Bedeutung, ?]
Wort für Wort
nṛṣade
für den Männer-Sitzenden (Dat.)
veḍapsuṣade
'Veṭ' (rituelle Interjektion); für den Wasser-Sitzenden (veṭ + apsu-ṣade Dat.)
Die Götter, die opferwürdigsten der opferwürdigen Götter, die den jährlichen Anteil erwarten, die die Opferspeise ohne vorherigen Guss Verzehrenden - sie sollen bei diesem Opfer selbst von dem Honig und Schmalz trinken.
Wort für Wort
ye
die (Nom. Pl. m.)
devā
Götter (Nom. Pl.)
devānāṃ
der Götter (Gen. Pl.)
yajñiyā
opferwürdigsten (Nom. Pl.)
yajñiyānāṃ
der opferwürdigen (Gen. Pl.)
saṃvatsarīṇamupa
den jährlichen, erwarten (saṃvatsarīṇam Akk. + upa Präfix zu āsate)
bhāgamāsate
den Anteil erwarten (bhāgam Akk. + āsate 3.Pl.Med. 'sitzen, warten')
ahutādo
die ohne vorherigen Guss Verzehrenden (Nom. Pl., a-huta 'ungegossen' + adaḥ 'Esser')
ye devā deveṣvadhi devatvamāyan ye brahmaṇaḥ pura etāro asya yebhyo na ṛte pavate dhāma kiñcana na te divo na pṛthivyā adhi snuṣu
Die Götter, die unter den Göttern zur Göttlichkeit gelangten, die Vorangeher dieses heiligen Wortes (Brahma), ohne die nichts an Wesenheit sich reinigt - sie sind nicht nur auf den Höhen des Himmels oder der Erde.
Wort für Wort
ye
die (Nom. Pl. m.)
devā
Götter (Nom. Pl.)
deveṣvadhi
unter den Göttern (deveṣu Lok.Pl. + adhi)
devatvamāyan
zur Göttlichkeit gelangten (devatvam Akk. + āyan 3.Pl.Impf.)
Der Einatem-Geber, der Ausatem-Geber, der Zwischenatem-Geber, der Glanz-Geber, der Weite-Geber - andere Wesen sollen deine Geschosse statt uns verbrennen; sei uns, du Reiniger, heilvoll.
ya imā viśvā bhuvanāni juhvadṛṣirhotā nyasīdat pitā naḥ sa āśiṣā draviṇamicchamānaḥ prathamacchadavarāṃ2 ā viveśa
Der, der all diese Welten opfernd, als Ṛṣi und Hotṛ, sich niedersetzte, unser Vater - er, mit seinem Segenswunsch nach Reichtum verlangend, ist als der zuerst Verhüllte [?] in die späteren Welten eingegangen.
Wort für Wort
ya
der (Nom. Sg. m., Relativ)
imā
diese (Akk. Pl. n.)
viśvā
alle (Akk. Pl. n.)
bhuvanāni
Welten (Akk. Pl.)
juhvadṛṣirhotā
opfernd, als Ṛṣi und Hotṛ (juhvat Part. 'opfernd' + ṛṣiḥ + hotā)
nyasīdat
sich niedersetzte (ni + asīdat 3.Sg.Impf.)
pitā
Vater (Nom.)
naḥ
unser (Gen.)
sa
er (Nom. Sg. m.)
āśiṣā
mit Segenswunsch (Instr.)
draviṇamicchamānaḥ
nach Reichtum verlangend (draviṇam Akk. + icchamānaḥ Nom.Sg.m., Part.)
prathamacchadavarāṃ2
als der zuerst Verhüllte [?], in die späteren Welten (prathama-cchada Nom. 'zuerst verhüllt' + avarām Akk.Pl.f. 'in die späteren')
kiṃsvidāsīdadhiṣṭhānamārambhaṇaṃ katamatsvitkathā''sīt yato bhūmiṃ janayan viśvakarmā vi dyāmaurṇonmahinā viśvacakṣāḥ
Was war da wohl der Standort, der Ausgangspunkt? Welcher war er, und wie war er, aus dem heraus, die Erde erzeugend, Viśvakarman ('der Allwirkende') den Himmel enthüllte, mit seiner Macht, der Allsehende?
Wort für Wort
kiṃsvidāsīdadhiṣṭhānamārambhaṇaṃ
was war wohl der Standort, der Ausgangspunkt (kiṃ svit āsīt 'was war wohl' + adhiṣṭhānam 'Standort' + ārambhaṇam 'Ausgangspunkt')
katamatsvitkathā''sīt
welcher war es wohl, und wie war er (katamat 'welcher' + svit + kathā 'wie' + āsīt 'war')
yato
von dem aus (Abl./Adv.)
bhūmiṃ
die Erde (Akk.)
janayan
erzeugend (Nom. Sg. m., Part.)
viśvakarmā
Viśvakarman 'der Allwirkende' (Nom.)
vi
auseinander (Verbalpräfix zu aurṇot)
dyāmaurṇonmahinā
den Himmel enthüllte, mit seiner Macht (dyām Akk. + aurṇot 3.Sg.Impf. 'enthüllte' + mahinā Instr. 'mit Macht')
Der nach allen Seiten Blickende und nach allen Seiten Gewandte, nach allen Seiten mit Armen und nach allen Seiten mit Füßen Versehene - er facht die Welt an mit seinen Armen und mit seinen Flügeln zusammen, Himmel und Erde erzeugend, der eine Gott.
Wort für Wort
viśvataścakṣuruta
nach allen Seiten Blickend, und (viśvataḥ-cakṣuḥ Nom. + uta 'und')
viśvatomukho
nach allen Seiten Gewandte (Nom. Sg.)
viśvatobāhuruta
nach allen Seiten mit Armen, und (viśvataḥ-bāhuḥ + uta)
viśvataspāt
nach allen Seiten mit Füßen (Nom. Sg.)
saṃ
zusammen (Verbalpräfix zu dhamati)
bāhubhyāṃ
mit den Armen (Instr. Du.)
dhamati
facht an (3. Sg.)
saṃ
zusammen
patatrairdyāvābhūmī
mit den Flügeln, Himmel und Erde (patatraiḥ Instr.Pl. + dyāvābhūmī Akk.Du.)
kiṃsvidvanaṃ ka u sa vṛkṣa āsa yato dyāvāpṛthivī niṣṭatakṣuḥ manīṣiṇo manasā pṛcchatedu tadyadadhyatiṣṭhadbhuvanāni dhārayan
Was war wohl das Holz, und welcher Baum war es, aus dem heraus sie Himmel und Erde herausschnitzten? Fragt doch, ihr Weisen, in eurem Geist nach jenem, worauf er stand, die Welten tragend.
Wort für Wort
kiṃsvidvanaṃ
was war wohl das Holz (kiṃ svit vanam)
ka
welcher (Nom. Sg. m.)
u
denn, wohl
sa
der (Nom. Sg. m.)
vṛkṣa
Baum (Nom.)
āsa
war (3. Sg. Perf.)
yato
aus dem heraus (Abl./Adv.)
dyāvāpṛthivī
Himmel und Erde (Akk. Du.)
niṣṭatakṣuḥ
sie herausschnitzten (3. Pl. Perf.)
manīṣiṇo
ihr Weisen (Vok. Pl.)
manasā
mit dem Geist (Instr.)
pṛcchatedu
fragt doch, denn (pṛcchata Imp.2.Pl. + it + u)
tadyadadhyatiṣṭhadbhuvanāni
nach jenem, worauf er stand, die Welten (tat 'jenes' + yat 'was' + adhi-atiṣṭhat 3.Sg.Impf. 'er darauf stand' + bhuvanāni Akk.Pl. 'Welten')
Deine Stätten, die höchsten, die niedrigsten, die mittleren, und diese hier auch, Viśvakarman - lehre sie den Freunden bei der Opferspende, du mit eigener Kraft; opfere selbst, deinen Leib mehrend.
Wort für Wort
yā
die (Nom. Pl. n., Relativ)
te
deine (Gen.)
dhāmāni
Stätten (Nom. Pl. n.)
paramāṇi
die höchsten (Nom. Pl. n.)
yā'vamā
die niedrigsten (yā + avamā Nom.Pl.n.)
yā
die (Nom. Pl. n.)
madhyamā
die mittleren (Nom. Pl. n.)
viśvakarmannutemā
Viśvakarman, und diese hier (viśvakarman Vok. + uta 'auch' + imā Nom.Pl.n. 'diese')
Viśvakarman, durch die Opferspende gestärkt, opfere selbst die Erde und den Himmel; die anderen, die Nebenbuhler, sollen ringsum in Verwirrung geraten; hier soll für uns der Freigebige, der Herr, sein.
Wort für Wort
viśvakarman
o Viśvakarman (Vok.)
haviṣā
durch die Opferspende (Instr.)
vāvṛdhānaḥ
gestärkt (Nom. Sg. m., Part. Perf. Med.)
svayaṃ
selbst
yajasva
opfere (Imp. 2. Sg. Med.)
pṛthivīmuta
die Erde, und (pṛthivīm Akk. + uta)
dyām
den Himmel (Akk.)
muhyantvanye
sollen in Verwirrung geraten, die anderen (muhyantu 3.Pl.Imp. + anye Nom.Pl.m.)
vācaspatiṃ viśvakarmāṇamūtaye manojuvaṃ vāje adyā huvema sa no viśvāni havanāni joṣadviśvaśambhūravase sādhukarmā
Den Herrn der Rede, Viśvakarman, zum Beistand, den Geist-Schnellen, wollen wir heute im Wettstreit anrufen; er soll sich an allen unseren Anrufungen erfreuen, der Allen-Heilbringende, uns zur Hilfe, der Guttätige.
Wort für Wort
vācaspatiṃ
den Herrn der Rede (Akk.)
viśvakarmāṇamūtaye
Viśvakarman, zum Beistand (viśvakarmāṇam Akk. + ūtaye Dat.)
manojuvaṃ
den Geist-Schnellen (Akk.)
vāje
im Wettstreit (Lok.)
adyā
heute (Adv.)
huvema
wollen wir anrufen (1. Pl. Opt.)
sa
er (Nom. Sg. m.)
no
unseren (Gen.)
viśvāni
allen (Akk. Pl. n.)
havanāni
Anrufungen (Akk. Pl. n.)
joṣadviśvaśambhūravase
soll sich erfreuen, der Allen-Heilbringende, uns zur Hilfe (joṣat 3.Sg.Aor.Subj. 'soll sich erfreuen' + viśva-śambhūḥ Nom. + avase Dat. 'zur Hilfe')
Viśvakarman machte durch die stärkende Opferspende den Indra zum unverletzlichen Retter; ihm haben sich viele Stämme gebeugt, auf dass dieser Schreckliche der zu allen Zeiten Anzurufende sei.
Wort für Wort
viśvakarman
o Viśvakarman (Vok.)
haviṣā
durch die Opferspende (Instr.)
vardhanena
durch die stärkende (Instr.)
trātāramindramakṛṇoravadhyam
zum Retter machte er Indra, unverletzlich (trātāram Akk. + indram Akk. + akṛṇot 3.Sg.Impf. 'machte' + avadhyam Akk. 'unverletzlich')
Der Vater des Auges (der Sonne), der Weise, hat mit seinem Geist die beiden schmalzglänzenden Welten, die sich beugenden, erzeugt; als deren Ränder zuerst festgemacht wurden, da erst breiteten sich Himmel und Erde aus.
Wort für Wort
cakṣuṣaḥ
des Auges, der Sonne (Gen.)
pitā
der Vater (Nom.)
manasā
mit seinem Geist (Instr.)
hi
denn
dhīro
der Weise (Nom.)
ghṛtamene
die beiden schmalzglänzenden (Akk. Du. f.)
ajanannamnamāne
hat erzeugt, die sich beugenden (ajanat 3.Sg.Impf. 'erzeugte' + namnamāne Akk.Du.f. 'sich beugend')
yadedantā
als deren Ränder (yat + ime + antā Nom.Du.m. 'diese Ränder')
Viśvakarman, der Weitsichtige, der Großgewaltige, der Ordner, der Verteiler und zugleich der höchste Anblick - deren Wünsche erfreuen sich mit gemeinsamem Verlangen dort, wo man den Einen jenseits der sieben Ṛṣis nennt.
Wort für Wort
viśvakarmā
Viśvakarman (Nom.)
vimanā
der Weitsichtige (Nom. Sg.)
ādvihāyā
und der Großgewaltige (āt + vihāyāḥ Nom.Sg.)
dhātā
der Ordner (Nom.)
vidhātā
der Verteiler (Nom.)
paramota
und zugleich der höchste (paramaḥ + uta)
sandṛk
der Anblick (Nom.)
teṣāmiṣṭāni
deren Wünsche (teṣām Gen.Pl. + iṣṭāni Nom.Pl.n.)
samiṣā
mit gemeinsamem Verlangen (Instr.)
madanti
erfreuen sich (3. Pl.)
yatrā
dort, wo
sapta
sieben
ṛṣīn
Ṛṣis (Akk. Pl.)
para
jenseits (Adv.)
ekamāhuḥ
den Einen nennen sie (ekam Akk. + āhuḥ 3.Pl.Perf.)
yo naḥ pitā janitā yo vidhātā dhāmāni veda bhuvanāni viśvā yo devānāṃ nāmadhā eka eva taṃ sampraśnaṃ bhuvanā yantyanyā
Der unser Vater, Erzeuger, Verteiler ist, der die Stätten kennt, alle Welten, der der Götter Namengeber, der Eine allein - zu ihm gehen die anderen Welten mit ihren Fragen.
Wort für Wort
yo
der (Nom. Sg. m., Relativ)
naḥ
unser (Gen.)
pitā
Vater (Nom.)
janitā
Erzeuger (Nom.)
yo
der (Nom. Sg. m.)
vidhātā
Verteiler (Nom.)
dhāmāni
die Stätten (Akk. Pl.)
veda
kennt (3. Sg. Perf.)
bhuvanāni
Welten (Akk. Pl.)
viśvā
alle (Akk. Pl. n.)
yo
der (Nom. Sg. m.)
devānāṃ
der Götter (Gen. Pl.)
nāmadhā
Namengeber (Nom. Sg.)
eka
der Eine (Nom.)
eva
allein
taṃ
zu ihm (Akk.)
sampraśnaṃ
mit Fragen (Akk.)
bhuvanā
Welten (Nom. Pl. n.)
yantyanyā
gehen, die anderen (yanti 3.Pl. + anyāḥ Nom.Pl.n. 'die anderen')
ta ā'yajanta draviṇaṃ samasmā ṛṣayaḥ pūrve jaritāro na bhūnā asūrte sūrte rajasi niṣatte ye bhūtāni samakṛṇvannimāni
Ihm opferten die früheren Ṛṣis, wie die Sänger, mit reichem Gut, im ungeschiedenen und geschiedenen Zustand, im niedergelassenen Weltraum, sie, die diese Wesen zusammen schufen.
Wort für Wort
ta
ihm (Dat.)
ā'yajanta
opferten (ā + ayajanta 3.Pl.Impf.Med.)
draviṇaṃ
mit Gut (Akk., adverbial 'reichlich Gut')
samasmā
zusammen, ihm (sam + asmai Dat.)
ṛṣayaḥ
Ṛṣis (Nom. Pl.)
pūrve
die früheren (Nom. Pl.)
jaritāro
die Sänger (Nom. Pl.)
na
wie
bhūnā
mit reichem Gut (Instr.)
asūrte
im ungeschiedenen (Lok. Sg. n.)
sūrte
im geschiedenen (Lok. Sg. n.)
rajasi
Weltraum (Lok.)
niṣatte
im niedergelassenen (Lok. Sg. n., Part.)
ye
die (Nom. Pl. m., Relativ)
bhūtāni
Wesen (Akk. Pl.)
samakṛṇvannimāni
zusammen schufen, diese (samakṛṇvan 3.Pl.Impf. 'schufen zusammen' + imāni Akk.Pl.n. 'diese')
Jenseits des Himmels, jenseits dieser Erde, jenseits der Götter und Asuras, was auch immer ist - welchen Keim trugen wohl zuerst die Gewässer, in dem die Götter, die früheren, zusammen erblickten?
Wort für Wort
paro
jenseits
divā
des Himmels (Instr./Abl.)
para
jenseits
enā
dieser (Instr. Sg. f.)
pṛthivyā
Erde (Instr./Abl.)
paro
jenseits
devebhirasurairyadasti
der Götter und Asuras, was auch ist (devebhiḥ Instr.Pl. + asuraiḥ Instr.Pl. + yat 'was' + asti '3.Sg. ist')
Eben diesen Keim trugen zuerst die Gewässer, in dem alle Götter zusammenkamen; am Nabel des Ungeborenen war der Eine niedergelegt, in dem alle Welten standen.
Wort für Wort
tamidgarbhaṃ
eben diesen Keim (tam + id + garbham Akk.)
prathamaṃ
zuerst (Adv.)
dadhra
trugen (3. Pl. Perf. Med.)
āpo
die Gewässer (Nom. Pl.)
yatra
in dem, wo
devāḥ
Götter (Nom. Pl.)
samagacchanta
zusammenkamen (3. Pl. Impf. Med.)
viśve
alle (Nom. Pl.)
ajasya
des Ungeborenen (Gen.)
nābhāvadhyekamarpitaṃ
am Nabel war der Eine niedergelegt (nābhau Lok. 'am Nabel' + adhi + ekam Nom. 'der Eine' + arpitam Nom. 'niedergelegt')
na taṃ vidātha ya imā jajānānyadyuṣmākamantaraṃ babhūva nīhāreṇa prāvṛtā jalpyā cāsutṛpa ukthaśāsaścaranti
Ihr könnt den nicht erkennen, der diese Welten erzeugte; ein anderes ist zwischen euch entstanden. In Nebel gehüllt und geschwätzig, die Lebenshauch-Genießenden, wandeln die Lobsprüche-Verkünder umher.
Wort für Wort
na
nicht
taṃ
den (Akk. Sg. m.)
vidātha
könnt ihr erkennen (2. Pl.)
ya
der (Nom. Sg. m., Relativ)
imā
diese (Akk. Pl. n.)
jajānānyadyuṣmākamantaraṃ
erzeugte; ein anderes ist zwischen euch (jajāna 3.Sg.Perf. 'erzeugte' + anyat Nom.Sg.n. 'ein anderes' + yuṣmākam Gen.Pl. 'euer' + antaram Nom. 'dazwischen')
babhūva
ist entstanden (3. Sg. Perf.)
nīhāreṇa
in Nebel (Instr.)
prāvṛtā
gehüllt (Nom. Pl. m.)
jalpyā
geschwätzig (Nom. Pl. m.)
cāsutṛpa
und die Lebenshauch-Genießenden (ca + asu-tṛpaḥ Nom.Pl. 'Lebenshauch-Genießende')
ukthaśāsaścaranti
die Lobsprüche-Verkünder wandeln umher (uktha-śāsaḥ Nom.Pl. 'Lobsprüche-Verkünder' + caranti 3.Pl.)
Denn Viśvakarman ward geboren als Gott; da wurde der Gandharva der zweite; der dritte war der Vater, Erzeuger der Pflanzen; er verteilte den Keim der Gewässer vielerorts.
Wort für Wort
viśvakarmā
Viśvakarman (Nom.)
hyajaniṣṭa
denn ward geboren (hi + ajaniṣṭa 3.Sg.Aor.Med.)
deva
als Gott (Nom.)
ādidgandharvo
da wurde der Gandharva (āt + it + gandharvaḥ Nom.)
abhavad
wurde (3. Sg. Impf.)
dvitīyaḥ
der zweite (Nom.)
tṛtīyaḥ
der dritte (Nom.)
pitā
der Vater (Nom.)
janitauṣadhīnāmapāṃ
Erzeuger der Pflanzen, der Gewässer (janitā Nom. + oṣadhīnām Gen.Pl. 'der Pflanzen' + apām Gen.Pl. 'der Gewässer')
Der Schnelle, sich Schärfende, wie ein furchtbarer Bulle, der Schläger der Schläger, der Erschütterer der Völker, der Anbrüllende, der Unblinzelnde, der Einzelheld - hundert Heerscharen besiegte zugleich Indra.
Wort für Wort
āśuḥ
der Schnelle (Nom.)
śiśāno
sich schärfende (Nom. Sg., Part.)
vṛṣabho
wie ein Bulle (Nom.)
na
wie
bhīmo
furchtbarer (Nom.)
ghanāghanaḥ
der Schläger der Schläger (Nom.)
kṣobhaṇaścarṣaṇīnām
der Erschütterer der Völker (kṣobhaṇaḥ Nom. + carṣaṇīnām Gen.Pl.)
saṃkrandano'nimiṣa
der Anbrüllende, der Unblinzelnde (saṃkrandanaḥ Nom. + animiṣaḥ Nom.)
Mit dem Anbrüllenden, Unblinzelnden, Siegreichen, Kampf-Erregenden, Schwer-zu-Erschütternden, Kühnen - mit diesem Indra siegt, das haltet stand, ihr Kampfmänner, mit dem Pfeilbewaffneten, dem Bullenhaften.
Wort für Wort
saṃkrandanenānimiṣeṇa
mit dem Anbrüllenden, Unblinzelnden (saṃkrandanena Instr. + animiṣeṇa Instr.)
jiṣṇunā
mit dem Siegreichen (Instr.)
yutkāreṇa
mit dem Kampf-Erregenden (Instr.)
duścyavanena
mit dem Schwer-zu-Erschütternden (Instr.)
dhṛṣṇunā
mit dem Kühnen (Instr.)
tadindreṇa
mit diesem Indra (tat Adv. + indreṇa Instr.)
jayata
siegt (Imp. 2. Pl.)
tatsahadhvaṃ
das haltet stand (tat Akk. + sahadhvam Imp.2.Pl.Med.)
sa iṣuhastaiḥ sa niṣaṅgibhirvaśī saṃsraṣṭā sa yudha indro gaṇena saṃsṛṣṭajitsomapā bāhuśardhyugradhanvā pratihitābhirastā
Er, mit den Pfeilbewaffneten, er, mit den Köchertragenden, der Herrschende, der Verbinder im Kampf - er, Indra, mit seiner Schar, der im Kampfgetümmel Siegende, der Somatrinker, der mit den Armen Kämpfende, der mit schrecklichem Bogen, der mit angelegten Pfeilen Schießende.
Wort für Wort
sa
er (Nom. Sg. m.)
iṣuhastaiḥ
mit den Pfeilbewaffneten (Instr. Pl.)
sa
er (Nom. Sg. m.)
niṣaṅgibhirvaśī
mit den Köchertragenden, der Herrschende (niṣaṅgibhiḥ Instr.Pl. + vaśī Nom.)
saṃsraṣṭā
der Verbinder (Nom.)
sa
er (Nom. Sg. m.)
yudha
im Kampf (Lok./Gen.)
indro
Indra (Nom.)
gaṇena
mit seiner Schar (Instr.)
saṃsṛṣṭajitsomapā
der im Kampfgetümmel Siegende, der Somatrinker (saṃsṛṣṭa-jit Nom. + soma-pāḥ Nom.)
bāhuśardhyugradhanvā
der mit den Armen Kämpfende, der mit schrecklichem Bogen (bāhu-śardhi Nom. + ugra-dhanvā Nom.)
pratihitābhirastā
der mit angelegten Pfeilen Schießende (pratihitābhiḥ Instr.Pl. 'mit angelegten' + astā Nom. 'Schütze')
Bṛhaspati, fliege ringsum mit dem Wagen, als Rakṣas-Töter, die Feinde verdrängend, die Heerscharen zerschmetternd, im Kampf zermalmend, siegend - sei du unser Opferschützer und Beschützer der Wagen.
Wort für Wort
bṛhaspate
o Bṛhaspati (Vok.)
pari
ringsum (Verbalpräfix zu dīya)
dīyā
fliege (Imp. 2. Sg. Med.)
rathena
mit dem Wagen (Instr.)
rakṣohā'mitrāṃ2
als Rakṣas-Töter, die Feinde (rakṣaḥ-hā Nom. + amitrān Akk.Pl.)
apabādhamānaḥ
verdrängend (Nom. Sg. m., Part.)
prabhañjantsenāḥ
zerschmetternd die Heerscharen (prabhañjan Nom.Sg.m., Part. + senāḥ Akk.Pl.)
Die Kraft des Feindes erkennend, der Erfahrene, der Vor-Held, der Kraftvolle, der Kampfrossbesitzende, der Überwältigende, der Schreckliche, der die Helden Überragende, der die Krieger Überragende, der aus Kraft Geborene - besteige den siegreichen Wagen, Indra, du Rinderfinder.
Wort für Wort
balavijñāya
die Kraft erkennend (bala Akk. 'Kraft' + vijñāya Ger. 'erkennend')
sthaviraḥ
der Erfahrene (Nom.)
pravīraḥ
der Vor-Held (Nom.)
sahasvān
der Kraftvolle (Nom.)
vājī
der Kampfrossbesitzende (Nom.)
sahamāna
der Überwältigende (Nom. Sg., Part.)
ugraḥ
der Schreckliche (Nom.)
abhivīro
der die Helden Überragende (Nom.)
abhisatvā
der die Krieger Überragende (Nom.)
sahojā
der aus Kraft Geborene (Nom.)
jaitramindra
den siegreichen, Indra (jaitram Akk. + indra Vok.)
gotrabhidaṃ govidaṃ vajrabāhuṃ jayantamajma pramṛṇantamojasā imaṃ sajātā anu vīrayadhvamindraṃ sakhāyo anu saṃ rabhadhvam
Diesen Höhlenspalter, Rinderfinder, Keulenarmigen, im Ansturm Siegenden, mit Kraft Zermalmenden - ihm, o Stammesgenossen, eifert heldenhaft nach; ihm, o Freunde, schließt euch fest an.
Wort für Wort
gotrabhidaṃ
den Höhlenspalter (Akk.)
govidaṃ
den Rinderfinder (Akk.)
vajrabāhuṃ
den Keulenarmigen (Akk.)
jayantamajma
den Siegenden, im Ansturm (jayantam Akk. + ajma Lok.)
pramṛṇantamojasā
den Zermalmenden, mit Kraft (pramṛṇantam Akk. + ojasā Instr.)
Der mit Gewalt in die Höhlen Eindringende, der mitleidlose Held, der hundertfach Zürnende, Indra, der Schwer-zu-Erschütternde, der Heer-Bezwingende, der Unbekämpfbare - er möge unsere Heerscharen im Kampf beschützen.
Wort für Wort
abhi
hinein (Verbalpräfix zu gāhamānaḥ)
gotrāṇi
in die Höhlen (Akk. Pl.)
sahasā
mit Gewalt (Instr.)
gāhamāno'dayo
eindringend, der mitleidlose (gāhamānaḥ Nom.Sg.m., Part. + adayaḥ Nom. 'mitleidlos')
vīraḥ
der Held (Nom.)
śatamanyurindraḥ
der hundertfach Zürnende, Indra (śata-manyuḥ Nom. + indraḥ Nom.)
duścyavanaḥ
der Schwer-zu-Erschütternde (Nom.)
pṛtanāṣāḍayudhyo'smākaṃ
der Heer-Bezwingende, der Unbekämpfbare, unsere (pṛtanā-ṣāṭ Nom. + ayudhyaḥ Nom. + asmākam Gen.Pl.)
Indra sei deren Führer, Bṛhaspati und die Opfergabe, das Opfer soll vorangehen, Soma - der Götterheerscharen, der zerschmetternden, siegenden; die Maruts sollen an der Spitze gehen.
Wort für Wort
indra
Indra (Nom.)
āsāṃ
von diesen (Gen. Pl. f.)
netā
sei Führer (Nom.)
bṛhaspatirdakṣiṇā
Bṛhaspati, die Opfergabe (bṛhaspatiḥ Nom. + dakṣiṇā Nom.)
yajñaḥ
das Opfer (Nom.)
pura
voran (Adv.)
etu
soll gehen (Imp. 3. Sg.)
somaḥ
Soma (Nom.)
devasenānāmabhibhañjatīnāṃ
der Götterheerscharen, der zerschmetternden (deva-senānām Gen.Pl. + abhibhañjatīnām Gen.Pl.f., Part.)
jayantīnāṃ
der siegenden (Gen. Pl. f.)
maruto
die Maruts (Nom. Pl.)
yantvagram
sollen gehen, an die Spitze (yantu Imp.3.Pl. + agram Akk.)
Des Bullen Indra, des Königs Varuṇa, der Ādityas, der Maruts schreckliche Schar, der Großgesinnten, der Welt-Erschütternden - der Kampfruf der siegenden Götter ist erschollen.
Wort für Wort
indrasya
des Indra (Gen.)
vṛṣṇo
des Bullen (Gen.)
varuṇasya
des Varuṇa (Gen.)
rājña
des Königs (Gen.)
ādityānāṃ
der Ādityas (Gen. Pl.)
marutāṃ
der Maruts (Gen. Pl.)
śardha
die Schar (Nom.)
ugram
schreckliche (Nom. Sg. n.)
mahāmanasāṃ
der Großgesinnten (Gen. Pl.)
bhuvanacyavānāṃ
der Welt-Erschütternden (Gen. Pl.)
ghoṣo
der Kampfruf (Nom.)
devānāṃ
der Götter (Gen. Pl.)
jayatāmudasthāt
der siegenden, ist erschollen (jayatām Gen.Pl. + udasthāt 3.Sg.Impf. 'erhob sich')
Errege, o Freigebiger, die Waffen; errege den Geist meiner Krieger; errege, o Vṛtra-Töter, die Kampfeskräfte der Kampfrosse; die Kampfrufe der siegenden Wagen sollen erschallen.
Wort für Wort
uddharṣaya
errege (Imp. 2. Sg. Kaus.)
maghavannāyudhānyutsatvanāṃ
o Freigebiger, die Waffen der Krieger (maghavan Vok. + āyudhāni Akk.Pl. + ut- + satvanām Gen.Pl. 'der Krieger')
māmakānāṃ
meiner (Gen. Pl.)
manāṃsi
den Geist (Akk. Pl. n.)
udvṛtrahan
errege, o Vṛtra-Töter (ud- + vṛtrahan Vok.)
vājināṃ
der Kampfrosse (Gen. Pl.)
vājinānyudrathānāṃ
die Kampfeskräfte, der Wagen (vājināni Akk.Pl.n. + ud- + rathānām Gen.Pl.)
Indra sei unser bei den zusammenstoßenden Feldzeichen; unsere Pfeile, die es gibt, sollen siegen; unsere Helden sollen die Überlegenen sein; und ihr Götter, steht uns bei bei den Anrufungen.
Jener Feinde Denken verwirrend, ergreife ihre Glieder, o Apvā (Dämonin der Kampfangst) - geh hin, greif an, verbrenne sie; in ihren Herzen mit Schmerz - mit Blindheit sollen die Feinde in Finsternis verstrickt sein.
Wort für Wort
amīṣāṃ
jener (Gen. Pl. m.)
cittaṃ
Denken (Akk.)
pratilobhayantī
verwirrend (Nom. Sg. f., Part.)
gṛhāṇāṅgānyapve
ergreife die Glieder, o Apvā (gṛhāṇa Imp.2.Sg. + aṅgāni Akk.Pl.n. 'Glieder' + apve Vok. 'Apvā, Dämonin der Kampfangst')
parehi
geh hin (Imp. 2. Sg.)
abhi
hin, an (Verbalpräfix zu prehi)
prehi
geh voran, greif an (Imp. 2. Sg.)
nirdaha
verbrenne (Imp. 2. Sg.)
hṛtsu
in den Herzen (Lok. Pl.)
śokairandhenāmitrāstamasā
mit Schmerz, mit Blindheit die Feinde in Finsternis (śokaiḥ Instr.Pl. + andhena Instr. 'mit Blindheit' + amitrāḥ Nom.Pl. 'die Feinde' + tamasā Instr. 'in Finsternis')
asau yā senā marutaḥ pareṣāmabhyaiti na ojasā spardhamānā tāṃ gūhata tamasā'pavratena yathā'mī anyo anyaṃ na jānan
Jenes Heer, o Maruts, das der Gegner mit Kraft heranstürmend heranzieht - verhüllt es mit Finsternis, mit gesetzloser Finsternis, auf dass jene einander nicht mehr erkennen.
Wort für Wort
asau
jenes (Nom. Sg. n.)
yā
das (Nom. Sg. n., Relativ)
senā
Heer (Nom.)
marutaḥ
o Maruts (Vok. Pl.)
pareṣāmabhyaiti
der Gegner, heranzieht (pareṣām Gen.Pl. + abhyeti 3.Sg. 'zieht heran')
na
mit (verstärkend, wie)
ojasā
mit Kraft (Instr.)
spardhamānā
heranstürmend (Nom. Sg. n., Part.)
tāṃ
dieses (Akk. Sg. n.)
gūhata
verhüllt (Imp. 2. Pl.)
tamasā'pavratena
mit Finsternis, mit gesetzloser (tamasā Instr. + apavratena Instr.)
Deine verwundbaren Stellen bedecke ich mit Panzer; König Soma soll dich mit Unsterblichkeit umkleiden; ins Weitere, Breitere soll Varuṇa dich führen; dir, dem Sieger, sollen die Götter nachjubeln.
Wort für Wort
marmāṇi
die verwundbaren Stellen (Akk. Pl.)
te
deine (Gen.)
varmaṇā
mit Panzer (Instr.)
chādayāmi
ich bedecke (1. Sg.)
somastvā
Soma dich (somaḥ Nom. + tvā Akk.)
rājā'mṛtenānuvastām
der König, mit Unsterblichkeit soll umkleiden (rājā Nom. + amṛtena Instr. + anuvastām 3.Sg.Opt. 'soll umkleiden')
urorvarīyo
ins Weitere, Breitere (uroḥ Abl./Adv. + varīyaḥ Akk. 'breiter, Komparativ')
Die fünf göttlichen Himmelsrichtungen sollen das Opfer schützen, die göttlichen Richtungen, die Feindschaft und Missgunst abwehrend; den Opferherrn am Reichtumszuwachs teilhaben lassend - am Reichtumszuwachs ist das Opfer gegründet.
Wort für Wort
pañca
fünf
diśo
Himmelsrichtungen (Nom. Pl.)
daivīryajñamavantu
göttliche, das Opfer sollen sie schützen (daivīḥ Nom.Pl.f. + yajñam Akk. + avantu Imp.3.Pl.)
devīrapāmatiṃ
die göttlichen, Feindschaft (devīḥ Nom.Pl.f. + apa-matim Akk. 'Feindschaft, Missgunst')
durmatiṃ
Missgunst (Akk.)
bādhamānāḥ
abwehrend (Nom. Pl. f., Part.)
rāyaspoṣe
am Reichtumszuwachs (Lok.)
yajñapatimābhajantī
den Opferherrn teilhaben lassend (yajña-patim Akk. + ābhajantī Nom.Sg.f., Part.)
Bei entzündetem Agni sich großmütig zeigend, der Uktha-Behälter [?], der Anzurufende, ist ergriffen worden; den heißen Gharma-Kessel umfassend, opferten sie mit Stärkung, als die Götter das Opfer opferten.
Wort für Wort
samiddhe
bei entzündetem (Lok. Sg. m.)
agnāvadhi
Agni, sich zeigend (agnau Lok. + adhi Verbalpräfix zu māmahānaḥ)
māmahāna
großmütig sich zeigend (Nom. Sg. m., Part. Perf. Med.)
Für den göttlichen Träger, den Erfreuenden, mit göttlichem Glanz, herrlichgesinnt, hundertströmig [?] - ihn umfassend gingen die Götter zum Opfer; die Götter standen den Göttern als Adhvaryu-Priester dienend.
vītaṃ haviḥ śamitaṃ śamitā yajadhyai turīyo yajño yatra havyameti tato vākā āśiṣo no juṣantām
Verzehrt ist die Opfergabe, beruhigt vom Beruhiger (Śamitṛ-Priester), zum Opfern; das vierte Opfer, wohin die Opfergabe geht - von dort sollen uns die Worte und Segenswünsche gefallen.
Wort für Wort
vītaṃ
verzehrt (Nom. Sg. n.)
haviḥ
die Opfergabe (Nom.)
śamitaṃ
beruhigt (Nom. Sg. n.)
śamitā
vom Beruhiger, Śamitṛ-Priester (Instr./Nom.)
yajadhyai
zum Opfern (Dat. Inf.)
turīyo
das vierte (Nom.)
yajño
Opfer (Nom.)
yatra
wohin
havyameti
die Opfergabe geht (havyam Nom. + eti 3.Sg. 'geht')
Der Sonnenstrahl, der Goldhaarige, im Osten - Savitṛ bringt unaufhörlich das Licht empor; auf sein Geheiß geht Pūṣan, wissend, alle Welten überschauend, als Hirte.
Wort für Wort
sūryaraśmirharikeśaḥ
der Sonnenstrahl, der Goldhaarige (sūrya-raśmiḥ Nom. + hari-keśaḥ Nom.)
purastātsavitā
im Osten, Savitṛ (purastāt Adv. + savitā Nom.)
jyotirudayāṃ2
das Licht empor (jyotiḥ Akk. + udayān Akk. 'empor, aufwärts')
vimāna eṣa divo madhya āsta āpaprivān rodasī antarikṣam sa viśvācīrabhi caṣṭe ghṛtācīrantarā pūrvamaparaṃ ca ketum
Er sitzt, alles ausmessend, in der Mitte des Himmels, nachdem er Himmel-und-Erde und den Luftraum erfüllt hat; er überschaut die allumfassenden, schmalzglänzenden Richtungen, zwischen dem früheren und dem späteren Zeichen.
Wort für Wort
vimāna
alles ausmessend (Nom. Sg.)
eṣa
dieser (Nom. Sg. m.)
divo
des Himmels (Gen.)
madhya
in der Mitte (Lok.)
āsta
sitzt (3. Sg. Med.)
āpaprivān
nachdem er erfüllt hat (Nom. Sg. m., Part. Perf.)
rodasī
Himmel-und-Erde (Akk. Du.)
antarikṣam
den Luftraum (Akk.)
sa
er (Nom. Sg. m.)
viśvācīrabhi
die allumfassenden, hin (viśvācīḥ Akk.Pl.f. + abhi Verbalpräfix zu caṣṭe)
caṣṭe
überschaut (3. Sg. Med.)
ghṛtācīrantarā
die schmalzglänzenden, zwischen (ghṛtācīḥ Akk.Pl.f. + antarā Präp.)
pūrvamaparaṃ
das frühere, das spätere (pūrvam Akk. + aparam Akk.)
Der Stier, das Meer, der rötliche, schöngeflügelte, ist in den Schoß seines früheren Vaters eingegangen; in der Mitte des Himmels niedergelegt, schritt der gescheckte Fels aus, an den Enden des Luftraums herrschend.
Wort für Wort
ukṣā
der Stier (Nom.)
samudro
das Meer (Nom.)
aruṇaḥ
der rötliche (Nom.)
suparṇaḥ
der schöngeflügelte (Nom.)
pūrvasya
seines früheren (Gen.)
yoniṃ
in den Schoß (Akk.)
piturā
des Vaters, hinein (pituḥ Gen. + ā Verbalpräfix zu viveśa)
viveśa
ist eingegangen (3. Sg. Perf.)
madhye
in der Mitte (Lok.)
divo
des Himmels (Gen.)
nihitaḥ
niedergelegt (Nom.)
pṛśniraśmā
der gescheckte Fels (pṛśniḥ Nom. + aśmā Nom.)
vi
aus (Verbalpräfix zu cakrame)
cakrame
schritt aus (3. Sg. Perf. Med.)
rajasaspātyantau
des Luftraums an den Enden herrschend (rajasas Gen. + pāti 3.Sg. 'herrscht' + antau Lok.Du. 'an den Enden')
Alle Lobreden haben Indra gestärkt, den meerweiten, den besten Wagenlenker der Wagenlenker, den guten Herrn (Satpati), den Herrn der Kampfkräfte (Vāja).
Wort für Wort
indraṃ
Indra (Akk.)
viśvā
alle (Nom. Pl. f.)
avīvṛdhantsamudravyacasaṃ
haben gestärkt, den meerweiten (avīvṛdhan 3.Pl.Impf.Kaus. + samudra-vyacasam Akk. 'meerweit')
devahūryajña ā ca vakṣatsumnahūryajña ā ca vakṣat yakṣadagnirdevo devāṃ2 ā ca vakṣat
Das Opfer soll die Götter herbeibringen als Götteranruf, das Opfer soll sie herbeibringen als Gunst-Anruf; Agni, der Gott, soll opfern und die Götter herbeibringen.
Wort für Wort
devahūryajña
als Götteranruf, das Opfer (deva-hūḥ Nom. 'Götteranruf' + yajñaḥ Nom.)
ā
her (Verbalpräfix zu vakṣat)
ca
und
vakṣatsumnahūryajña
soll herbeibringen, als Gunst-Anruf, das Opfer (vakṣat 3.Sg.Aor.Subj. + sumna-hūḥ Nom. + yajñaḥ Nom.)
ā
her (Verbalpräfix)
ca
und
vakṣat
soll herbeibringen (3. Sg. Aor. Subj.)
yakṣadagnirdevo
soll opfern, Agni, der Gott (yakṣat 3.Sg.Aor.Subj. + agniḥ Nom. + devaḥ Nom.)
vājasya mā prasava udgrābheṇodagrabhīt adhā sapatnānindro me nigrābheṇādharāṃ2 akaḥ
Beim Ansporn der Kampfeskraft hat mich der Priester mit dem Aufwärts-Griff emporgehoben; da hat Indra mit dem Abwärts-Griff meine Nebenbuhler nach unten gebracht.
Wort für Wort
vājasya
beim Ansporn der Kampfeskraft (Gen.)
mā
mich (Akk.)
prasava
beim Ansporn (Lok.)
udgrābheṇodagrabhīt
mit dem Aufwärts-Griff hat emporgehoben (udgrābheṇa Instr. + udagrabhīt 3.Sg.Aor. 'hat emporgehoben')
adhā
da
sapatnānindro
die Nebenbuhler, Indra (sapatnān Akk.Pl. + indraḥ Nom.)
me
meine (Gen.)
nigrābheṇādharāṃ2
mit dem Abwärts-Griff nach unten (nigrābheṇa Instr. + adharān Akk.Pl. 'nach unten')
udgrābhaṃ ca nigrābhaṃ ca brahma devā avīvṛdhan adhā sapatnānindrāgnī me viṣūcīnānvyasyatām
Den Aufwärts-Griff und den Abwärts-Griff hat das heilige Wort, haben die Götter gestärkt; da sollen Indra-und-Agni meine Nebenbuhler nach allen Seiten zerstreuen.
Wort für Wort
udgrābhaṃ
den Aufwärts-Griff (Akk.)
ca
und
nigrābhaṃ
den Abwärts-Griff (Akk.)
ca
und
brahma
das heilige Wort (Nom.)
devā
die Götter (Nom. Pl.)
avīvṛdhan
haben gestärkt (3. Pl. Impf. Kaus.)
adhā
da
sapatnānindrāgnī
die Nebenbuhler, Indra-und-Agni (sapatnān Akk.Pl. + indrāgnī Nom.Du.)
me
meine (Gen.)
viṣūcīnānvyasyatām
nach allen Seiten sollen sie zerstreuen (viṣūcīnān Akk.Pl. 'nach allen Seiten' + vyasyatām 3.Du.Imp. 'sollen zerstreuen')
Schreitet mit Agni voran zum Haupt des Himmelsgewölbes, ihn in den Händen tragend; zum Rücken des Himmels, zum Himmel gegangen, verbindet euch mit den Göttern.
Wort für Wort
kramadhvamagninā
schreitet voran, mit Agni (kramadhvam Imp.2.Pl.Med. + agninā Instr.)
nākamukhyaṃ
zum Haupt des Himmelsgewölbes (Akk.)
hasteṣu
in den Händen (Lok. Pl.)
bibhrataḥ
tragend (Nom. Pl. m., Part.)
divaspṛṣṭhaṃ
zum Rücken des Himmels (Akk.)
svargatvā
zum Himmel gegangen (Ger.)
miśrā
verbunden (Nom. Pl. m.)
devebhirādhvam
mit den Göttern verbindet euch (devebhiḥ Instr.Pl. + ādhvam Imp.2.Pl.Med. 'verbindet euch')
prācīmanu pradiśaṃ prehi vidvānagneragne puro agnirbhaveha viśvā āśā dīdyāno vi bhāhyūrjaṃ no dhehi dvipade catuṣpade
Geh der östlichen Himmelsrichtung entlang, kundig, Agni um Agni voran; sei hier Agni; alle Himmelsrichtungen erleuchtend, erstrahle - gib uns Stärkung, für den Zweifüßer und Vierfüßer.
Von der Erde bin ich zum Luftraum aufgestiegen; vom Luftraum bin ich zum Himmel aufgestiegen; vom Rücken des Himmelsgewölbes bin ich zum Sonnenlicht gegangen.
Wort für Wort
pṛthivyā
von der Erde (Abl.)
ahamudantarikṣamā'ruhamantarikṣāddivamāruham
ich bin, empor, zum Luftraum aufgestiegen; vom Luftraum bin ich zum Himmel aufgestiegen (aham Nom. 'ich' + ud + antarikṣam Akk. + āruham 1.Sg.Aor. 'bin aufgestiegen' + antarikṣāt Abl. + divam Akk. + āruham 1.Sg.Aor.)
divo
vom Himmel (Abl./Gen.)
nākasya
des Himmelsgewölbes (Gen.)
pṛṣṭhāt
vom Rücken (Abl.)
svarjyotiragāmaham
zum Sonnenlicht bin ich gegangen (svaḥ-jyotiḥ Akk. 'Sonnenlicht' + agām 1.Sg.Aor. 'bin gegangen' + aham Nom. 'ich')
Zum Sonnenlicht gehend, sich nicht mehr umschauend, steigen sie zum Himmel empor, zu Himmel-und-Erde, sie, die wohlwissenden, die das nach allen Seiten strömende Opfer ausgebreitet haben.
Wort für Wort
svaryanto
zum Sonnenlicht gehend (Nom. Pl. m., Part.)
nāpekṣanta
sich nicht umschauend (na + apekṣanta 3.Pl.Impf.Med.)
Agni, geh voran, als erster der Gottsuchenden, das Auge der Götter und auch der Sterblichen; opferwillig, mit den Bhṛgus vereint, sollen die Opferherren zum Sonnenlicht gehen, mit Heil.
Wort für Wort
agne
o Agni (Vok.)
prehi
geh voran (Imp. 2. Sg.)
prathamo
als erster (Nom.)
devayatāṃ
der Gottsuchenden (Gen. Pl.)
cakṣurdevānāmuta
das Auge der Götter, und (cakṣuḥ Nom. + devānām Gen.Pl. + uta)
Nacht und Morgenröte, gleichgesinnt, verschiedengestaltig, säugen gemeinsam ein einziges Kind; zwischen Himmel und Erde, den beiden vereinten, erstrahlt er wie ein goldenes Geschmeide; die Götter halten den Agni, den Güterspender.
Wort für Wort
naktoṣāsā
Nacht und Morgenröte (Nom. Du.)
samanasā
gleichgesinnt (Nom. Du.)
virūpe
verschiedengestaltig (Nom. Du. f.)
dhāpayete
säugen (3. Du. Med. Kaus.)
śiśumekaṃ
ein Kind, einziges (śiśum Akk. + ekam Akk.)
samīcī
die beiden vereinten (Nom. Du. f.)
dyāvākṣāmā
Himmel und Erde (Lok. Du. / zwischen)
rukmo
wie ein goldenes Geschmeide (Nom.)
antarvi
dazwischen, hervor (antar + vi Verbalpräfix zu bhāti)
agne sahasrākṣa śatamūrdhañchataṃ te prāṇāḥ sahasraṃ vyānāḥ tvaṃ sāhasrasya rāya īśiṣe tasmai te vidhema vājāya svāhā
Agni, du Tausendäugiger, Hundertköpfiger, hundert sind deine Einatem, tausend deine Zwischenatem; du gebietest über tausendfachen Reichtum - dir wollen wir dafür dienen, für die Kampfeskraft, Svāhā.
Du bist der Schöngeflügelte, der Garutmant (mythischer Vogel); setze dich auf den Rücken der Erde; erfülle mit deinem Glanz den Luftraum; stütze mit deinem Licht den Himmel empor; festige mit deiner Glut die Himmelsrichtungen.
Wort für Wort
suparṇo'si
du bist der Schöngeflügelte (suparṇaḥ Nom. + asi 2.Sg.)
garutmān
der Garutmant, mythischer Vogel (Nom.)
pṛṣṭhe
auf den Rücken (Akk./Lok.)
pṛthivyāḥ
der Erde (Gen.)
sīda
setze dich (Imp. 2. Sg.)
bhāsā'ntarikṣamā
mit Glanz den Luftraum, heran (bhāsā Instr. + antarikṣam Akk. + ā Verbalpräfix zu pṛṇa)
Als der mit Opferguss Angerufene, Schönantlitzige, im Osten, Agni, setze dich in deinen eigenen Sitz, in rechter Weise; an diesem Versammlungsort, im oberen Bereich, setzt euch nieder, alle Götter, und der Opferherr.
Wort für Wort
ājuhvānaḥ
der mit Opferguss Angerufene (Nom. Sg. m., Part. Med.)
supratīkaḥ
der Schönantlitzige (Nom.)
purastādagne
im Osten, Agni (purastāt Adv. + agne Vok.)
svaṃ
in deinen eigenen (Akk. Sg. m.)
yonimā
Sitz, heran (yonim Akk. + ā Verbalpräfix zu sīda)
sīda
setze dich (Imp. 2. Sg.)
sādhuyā
in rechter Weise (Adv.)
asmintsadhasthe
an diesem Versammlungsort (asmin Lok. + sadhasthe Lok.)
adhyuttarasminviśve
im oberen Bereich, alle (adhi + uttarasmin Lok. 'im oberen' + viśve Vok.Pl. 'alle')
Diese wunderbare, alle Menschen segnende Wohlgesinnung des erwählenswerten Savitṛ erbitte ich mir, die Wohlgesinnung, die Kaṇva wie eine strotzende, tausendströmige, große Kuh mit Milch gemolken hat.
Wort für Wort
tāṃ
diese (Akk. Sg. f.)
saviturvareṇyasya
des erwählenswerten Savitṛ (savituḥ Gen. + vareṇyasya Gen.)
citrāmā'haṃ
wunderbare, ich (citrām Akk.f. + aham Nom.)
vṛṇe
erbitte mir (1. Sg. Med.)
sumatiṃ
Wohlgesinnung (Akk.)
viśvajanyām
alle Menschen segnende (Akk. Sg. f.)
yāmasya
die, welche Kaṇva (yām Akk.f. + asya Gen. 'des Kaṇva')
kaṇvo
Kaṇva (Nom.)
aduhatprapīnāṃ
gemolken hat, strotzende (aduhat 3.Sg.Impf. 'molk' + prapīnām Akk.f. 'strotzende')
vidhema te parame janmannagne vidhema stomairavare sadhasthe yasmādyonerudārithā yaje taṃ pra tve havīṃṣi juhure samiddhe
Wir wollen dir dienen, Agni, bei deiner höchsten Geburt; wir wollen dir mit Lobliedern dienen an deinem niederen Versammlungsort; den Schoß, aus dem du emporgestiegen bist, den verehre ich; in dich sind die Opfergaben gegossen worden, als du entzündet warst.
Wort für Wort
vidhema
wir wollen dienen (1. Pl. Opt.)
te
dir (Dat.)
parame
bei deiner höchsten (Lok. Sg. n.)
janmannagne
Geburt, Agni (janman Lok. + agne Vok.)
vidhema
wir wollen dienen (1. Pl. Opt.)
stomairavare
mit Lobliedern, am niederen (stomaiḥ Instr.Pl. + avare Lok.)
sadhasthe
Versammlungsort (Lok.)
yasmādyonerudārithā
aus welchem Schoß du emporgestiegen bist (yasmāt Abl. + yoneḥ Abl. + udārithāḥ 2.Sg.Perf. 'du bist emporgestiegen')
Ich opfere Wahrnehmung mit dem Geist und mit Schmalz, auf dass die Götter hierher kommen, dem Opfer folgend, die Wahrheitsordnung-Mehrenden. Dem Herrn alles Werdens opfere ich, dem Viśvakarman, allzeit die unantastbare Opfergabe.
Sieben sind deine Brennhölzer, Agni, sieben Zungen, sieben Ṛṣis, sieben liebe Stätten, sieben Hotṛ-Priesterschaften; siebenfach verehren sie dich; sieben Schöße - fülle sie mit Schmalz, Svāhā.
Wort für Wort
sapta
sieben
te
deine (Gen.)
agne
o Agni (Vok.)
samidhaḥ
Brennhölzer (Nom. Pl.)
sapta
sieben
jihvāḥ
Zungen (Nom. Pl.)
sapta
sieben
ṛṣayaḥ
Ṛṣis (Nom. Pl.)
sapta
sieben
dhāma
Stätten (Nom. Pl. n.)
priyāṇi
liebe (Nom. Pl. n.)
sapta
sieben
hotrāḥ
Hotṛ-Priesterschaften (Nom. Pl.)
saptadhā
siebenfach (Adv.)
tvā
dich (Akk.)
yajanti
verehren (3. Pl.)
sapta
sieben
yonīrā
Schöße, heran (yonīḥ Akk.Pl. + ā Verbalpräfix zu pṛṇasva)
Der mit hellem Licht, und der mit buntem Licht, und der mit wahrem Licht, und der Lichtreiche, und der Helle, und der die Wahrheitsordnung Hütende, und der die Bedrängnis Überwindende.
Wort für Wort
śukrajyotiśca
der mit hellem Licht, und (śukra-jyotiḥ Nom. + ca)
citrajyotiśca
der mit buntem Licht, und (citra-jyotiḥ Nom. + ca)
satyajyotiśca
der mit wahrem Licht, und (satya-jyotiḥ Nom. + ca)
jyotiṣmāṃśca
und der Lichtreiche (jyotiṣmān Nom. + ca)
śukraśca
und der Helle (śukraḥ Nom. + ca)
ṛtapāścātyaṃhāḥ
und der die Wahrheitsordnung Hütende, der die Bedrängnis Überwindende (ṛta-pāḥ Nom. + ca + atyaṃhāḥ Nom. 'die Bedrängnis überwindend')
īdṛṅ cānyādṛṅ ca sadṛṅ ca pratisadṛṅ ca mitaśca sammitaśca sabharāḥ
Der Solchergestaltige und der Andersgestaltige, und der Gleichgestaltige und der Entsprechend-Gestaltige, und der Gemessene und der Zugemessene, und der Mitträger.
Der Wahrheitsordnung-Erobernde, und der Wahrheits-Erobernde, und der Heer-Erobernde, und der Gutbeheerte, und der mit Freund in der Nähe, und die mit Feind in der Ferne befindliche Schar.
Wort für Wort
ṛtajicca
und der Wahrheitsordnung-Erobernde (ṛta-jit Nom. + ca)
satyajicca
und der Wahrheits-Erobernde (satya-jit Nom. + ca)
senajicca
und der Heer-Erobernde (senā-jit Nom. + ca)
suṣeṇaśca
und der Gutbeheerte (suṣeṇaḥ Nom. + ca)
antimitraśca
und der mit Freund in der Nähe (anti-mitraḥ Nom. + ca)
Solchergestaltige, ebensolche - ja, kommt gut zu uns, Gleichgestaltige, Entsprechend-Gestaltige; und die Gemessenen und Zugemessenen, unsere Mitträger, o Maruts, kommt heute zu diesem Opfer.
Wie die göttlichen Stämme, die Maruts, dem Indra Nachfolger wurden - so wie die göttlichen Stämme, die Maruts, dem Indra Nachfolger wurden - so sollen diesem Opferherrn die göttlichen und die menschlichen Stämme Nachfolger werden.
die Maruts, Nachfolger wurden, wie dem Indra (marutaḥ Nom.Pl. + anuvartmānaḥ Nom.Pl. 'Nachfolger' + abhavan 3.Pl.Impf. 'wurden' + yathā 'wie' + indram Akk.)
daivīrviśo
göttlichen Stämme
maruto'nuvartmāno'bhavan
die Maruts, Nachfolger wurden
evamimaṃ
so diesem (evam Adv. + imam Akk./Dat.)
yajamānaṃ
Opferherrn (Akk./Dat.)
daivīśca
und die göttlichen (daivīḥ Nom.Pl.f. + ca)
viśo
Stämme (Nom. Pl.)
mānuṣīścānuvartmāno
und die menschlichen, Nachfolger (mānuṣīḥ Nom.Pl.f. + ca + anuvartmānaḥ Nom.Pl.)
Sauge, Agni, diese kraftvolle, strotzende Brust der Gewässer, inmitten der Flut; erfreue dich an dem honigreichen Quell; geh ein in den meerischen Sitz.
Er ist mit Schmalz vermischt, Schmalz ist sein Ursprung; im Schmalz ruht er, Schmalz ist seine Stätte; nach eigener Kraft bring die Götter her, berausche dich; die mit Svāhā bereitete Opfergabe trage, o Stier.
Wort für Wort
ghṛtaṃ
mit Schmalz (Instr./Nom.)
mimikṣe
ist vermischt (3. Sg. Perf. Med.)
ghṛtamasya
Schmalz ist sein (ghṛtam Nom. + asya Gen.)
yonirghṛte
Ursprung, im Schmalz (yoniḥ Nom. + ghṛte Lok.)
śrito
ruht (Nom. Sg. m., Part.)
ghṛtamvasya
Schmalz ist seine (ghṛtam Nom. + asya Gen.)
dhāma
Stätte (Nom.)
anuṣvadhamā
nach eigener Kraft, her (anuṣvadham Adv. + ā Verbalpräfix zu vaha)
Aus dem Meer stieg die honigreiche Woge empor, zusammen mit dem Somakraut [?] hat sie die Unsterblichkeit erreicht; der geheime Name, der dem Schmalz eigen ist - es ist die Zunge der Götter, der Nabel der Unsterblichkeit.
Wort für Wort
samudrādūrmirmadhumāṃ2
aus dem Meer die Woge, honigreiche (samudrāt Abl. + ūrmiḥ Nom. + madhumān Nom.)
udāradupāṃśunā
stieg empor, mit dem Somakraut [?] (udārat 3.Sg.Aor. 'stieg empor' + upāṃśunā Instr. 'mit dem Somakraut')
samamṛtatvamānaṭ
zusammen die Unsterblichkeit hat erreicht (sam + amṛtatvam Akk. + ānaṭ 3.Sg.Aor. 'hat erreicht')
ghṛtasya
dem Schmalz (Gen.)
nāma
der Name (Nom.)
guhyaṃ
der geheime (Nom. Sg. n.)
yadasti
der ist (yat + asti 3.Sg.)
jihvā
die Zunge (Nom.)
devānāmamṛtasya
der Götter, der Unsterblichkeit (devānām Gen.Pl. + amṛtasya Gen.)
Wir wollen den Namen des Schmalzes aussprechen; in diesem Opfer wollen wir ihn mit Verehrungen halten; der Priester (Brahman) möge dies Gesprochene hören: 'Vierhörnig brüllte dieser wilde Büffel dies.'
Wort für Wort
vayaṃ
wir (Nom. Pl.)
nāma
den Namen (Akk.)
pra
aus (Verbalpräfix zu bravāma)
bravāmā
wollen wir aussprechen (1. Pl. Opt.)
ghṛtasyāsmin
des Schmalzes, in diesem (ghṛtasya Gen. + asmin Lok.)
catvāri śṛṅgā trayo asya pādā dve śīrṣe sapta hastāso asya tridhā baddho vṛṣabho roravīti maho devo martyāṃ2 ā viveśa
Vier sind seine Hörner, drei seine Füße, zwei seine Häupter, sieben seine Hände; dreifach gebunden brüllt der Stier; der große Gott ist in die Sterblichen eingegangen.
Das dreifach Gesetzte, von den Paṇis (geizigen Dämonen) Verborgene fanden die Götter als Schmalz in der Kuh; das eine gebar Indra, das eine Sūrya, das eine haben sie aus dem Seher-Dichter durch Eigenkraft herausgeschnitzt.
Wort für Wort
tridhā
dreifach (Adv.)
hitaṃ
gesetzte (Akk. Sg. n.)
paṇibhirguhyamānaṃ
von den Paṇis, geizigen Dämonen, verborgene (paṇibhiḥ Instr.Pl. + guhyamānam Akk. 'verborgen werdend')
gavi
in der Kuh (Lok.)
devāso
die Götter (Nom. Pl.)
ghṛtamanvavindan
fanden das Schmalz (ghṛtam Akk. + anvavindan 3.Pl.Impf. 'fanden')
indra
Indra (Nom.)
ekaṃ
das eine (Akk. Sg. n.)
sūrya
Sūrya (Nom.)
ekaṃ
das eine (Akk. Sg. n.)
jajāna
gebar (3. Sg. Perf.)
venādekaṃ
aus dem Seher-Dichter, das eine (venāt Abl. + ekam Akk.)
Diese Ströme fließen aus dem Herzensmeer, hundertfach eingehegt, vom Betrüger nicht zu sehen; die Ströme des Schmalzes erblicke ich; ein goldenes Schilfrohr ist in ihrer Mitte.
Wort für Wort
etā
diese (Nom. Pl. f.)
arṣanti
fließen (3. Pl.)
hṛdyātsamudrācchatavrajā
aus dem Herzensmeer, hundertfach eingehegt (hṛdyāt Abl. 'aus dem Herzen' + samudrāt Abl. 'aus dem Meer' + śata-vrajāḥ Nom.Pl. 'hundertfach eingehegt')
Gemeinsam fließen sie wie Flüsse, wie milchgebende Kühe, im Herzen durch den Geist gereinigt; diese Wogen des Schmalzes fließen, wie Wildtiere vor dem Schleuderer [?] dahineilend.
Wort für Wort
samyak
gemeinsam (Adv.)
sravanti
fließen (3. Pl.)
sarito
wie Flüsse (Nom. Pl.)
na
wie
dhenā
wie milchgebende Kühe (Nom. Pl.)
antarhṛdā
im Herzen, dazwischen (antar + hṛdā Instr. 'durch das Herz')
manasā
durch den Geist (Instr.)
pūyamānāḥ
gereinigt (Nom. Pl. f., Part. Pass.)
ete
diese (Nom. Pl. m.)
arṣantyūrmayo
fließen, die Wogen (arṣanti 3.Pl. + ūrmayaḥ Nom.Pl.)
ghṛtasya
des Schmalzes (Gen.)
mṛgā
wie Wildtiere (Nom. Pl.)
iva
wie
kṣipaṇorīṣamāṇāḥ
vor dem Schleuderer [?] dahineilend (kṣipaṇoḥ Abl./Gen. + īṣamāṇāḥ Nom.Pl., Part. 'dahineilend')
Wie eines Stromes Wogen auf seiner Vorwärtsbahn, sturmschnelle [?], windgleich eilende, fliegen die jungen Wogen; die Ströme des Schmalzes, wie ein rötliches Kampfross, die Schranken durchbrechend, mit Wogen anschwellend.
Wort für Wort
sindhoriva
eines Stromes, wie (sindhoḥ Gen. + iva)
prādhvane
auf seiner Vorwärtsbahn (Lok.)
śūghanāso
sturmschnelle [?] (Nom. Pl.)
vātapramiyaḥ
windgleich eilende (Nom. Pl.)
patayanti
fliegen (3. Pl.)
yahvāḥ
die jungen (Nom. Pl.)
ghṛtasya
des Schmalzes (Gen.)
dhārā
die Ströme (Nom. Pl.)
aruṣo
wie ein rötliches (Nom.)
na
wie
vājī
Kampfross (Nom.)
kāṣṭhā
die Schranken (Akk. Pl.)
bhindannūrmibhiḥ
durchbrechend, mit Wogen (bhindan Nom.Sg.m., Part. 'durchbrechend' + ūrmibhiḥ Instr.Pl.)
Sie fließen heran, wie schöne, lächelnde Frauen zu einem Fest, zu Agni; die Ströme des Schmalzes erreichen die Brennhölzer; diese liebend, begehrt sie Jātavedas.
Wie eine Jungfrau, sich mit Salbe salbend, zur Hochzeitsfahrt - so erblicke ich sie; wo der Soma ausgepresst wird, wo das Opfer ist, dorthin läutern sich die Ströme des Schmalzes.
Wort für Wort
kanyā
wie eine Jungfrau (Nom.)
iva
wie
vahatumetavā
zur Hochzeitsfahrt, zu gehen (vahatum Akk. 'Hochzeitsfahrt' + etavai Dat.Inf. 'zu gehen')
u
ja
añjyañjānā
sich mit Salbe salbend (añjī Instr./Akk. + añjānā Nom.Sg.f., Part.)
Strömt herbei zum guten Lobpreis, zum Rinderwettlauf; verleiht uns heilvolle Güter; führt dieses unser Opfer, o Gottheit; die Ströme des Schmalzes läutern sich honigreich.
Wort für Wort
abhyarṣata
strömt herbei (Imp. 2. Pl.)
suṣṭutiṃ
zum guten Lobpreis (Akk.)
gavyamājimasmāsu
zum Rinderwettlauf, in uns (gavyam Akk. 'Rinderwettlauf' + ājim Akk. + asmāsu Lok.Pl. 'in uns')
bhadrā
heilvolle (Akk. Pl. n.)
draviṇāni
Güter (Akk. Pl.)
dhatta
verleiht (Imp. 2. Pl.)
imaṃ
dieses (Akk. Sg. m.)
yajñaṃ
Opfer (Akk.)
nayata
führt (Imp. 2. Pl.)
devatā
o Gottheit (Vok.)
no
unser (Gen.)
ghṛtasya
des Schmalzes (Gen.)
dhārā
die Ströme (Nom. Pl.)
madhumatpavante
läutern sich honigreich (madhumat Adv. + pavante 3.Pl.Med.)
dhāmaṃ te viśvaṃ bhuvanamadhi śritamantaḥ samudre hṛdyantarāyuṣi apāmanīke samithe ya ābhṛtastamaśyāma madhumantaṃ ta ūrmim
Deine Stätte, auf der die ganze Welt ruht, im Innern des Meeres, im Herzen, innerhalb der Lebenszeit, an der Spitze der Gewässer, im Zusammentreffen - den Strom, der dorthin gebracht ist, möchten wir erlangen, deine honigreiche Woge.
Wort für Wort
dhāmaṃ
die Stätte (Akk./Nom. Sg. n.)
te
deine (Gen.)
viśvaṃ
die ganze (Nom. Sg. n.)
bhuvanamadhi
Welt, darauf (bhuvanam Nom. + adhi)
śritamantaḥ
ruht, innerhalb (śritam Nom.Sg.n., Part. + antaḥ 'innerhalb')
samudre
des Meeres (Lok.)
hṛdyantarāyuṣi
im Herzen, innerhalb der Lebenszeit (hṛdi Lok. 'im Herzen' + antar + āyuṣi Lok. 'in der Lebenszeit')
apāmanīke
an der Spitze der Gewässer (apām Gen.Pl. + anīke Lok.)
samithe
im Zusammentreffen (Lok.)
ya
der (Nom. Sg. m., Relativ)
ābhṛtastamaśyāma
dorthin gebracht ist, den möchten wir erlangen (ābhṛtaḥ Nom. 'gebracht' + tam Akk. 'den' + aśyāma 1.Pl.Opt. 'wir möchten erlangen')