upayāmagṛhīto'syādityebhyastvā viṣṇa urugāyaiṣa te somastaṃ rakṣasva mā tvā dabhan
Du bist mit dem Upayāma ergriffen; dich für die Ādityas. O Viṣṇu, Weitschreitender, dies ist dein Soma; ihn beschütze – sie sollen dich nicht schädigen.
Wort für Wort
upayāmagṛhīto'syādityebhyastvā
upayāmagṛhītaḥ 'mit dem Upayāma ergriffen' + asi 'du bist' + ādityebhyaḥ 'für die Ādityas' + tvā 'dich' (Sandhi-Kette)
Niemals bist du eine Unfruchtbare, o Indra; du hältst dich zum Opferer. Immer wieder, o Gabenreicher, möge deine Gabe, des Gottes, sich mehren. Dich für die Ādityas.
Wort für Wort
kadā
je (Adv.)
cana
irgend (Partikel; kadā cana = niemals, mit Neg.)
starīrasi
starīḥ 'eine Unfruchtbare' (Nom.) + asi 'du bist' (Sandhi)
nendra
na 'nicht' + indra 'o Indra' (Sandhi)
saścasi
du hältst dich (2.Sg.Präs. von √sac)
dāśuṣe
zum Opferer (Dat.Sg.)
upopennu
upa 'immer' + upa 'wieder' + id 'eben' + nu 'nun' (Sandhi-Kette, Verstärkung) → immer wieder
maghavan
o Gabenreicher (Vok.Sg.)
bhūya
mehr, weiter (Adv., bhūyaḥ)
innu
id 'eben' + nu 'nun' (Sandhi)
te
deine (Nom.Sg.)
dānaṃ
Gabe (Nom.Sg.)
devasya
des Gottes (Gen.Sg.)
pṛcyata
möge sich mehren (3.Sg.Impv.Pass. von √pṛc)
ādityebhyastvā
ādityebhyaḥ 'für die Ādityas' + tvā 'dich' (Sandhi)
kadā cana pra yucchasyubhe ni pāsi janmanī turīyāditya savanaṃ ta indriyamātasthāvamṛtaṃ divyādityebhyastvā
Niemals wirst du nachlässig; du beschützt beide Geschlechter [Götter und Menschen]. Das vierte, o Āditya, ist die Somapressung; deine indrische Kraft ist darin eingetreten, unsterblich im Himmel. Dich für die Ādityas.
Das Opfer geht der Huld der Götter entgegen; seid gnädig, o Ādityas. Euer herwärtsgewandtes Wohlwollen möge sich zu uns kehren, das auch heute das meiste an Freiraum verschaffende sei [?]. Dich für die Ādityas.
Wort für Wort
yajño
das Opfer (Nom.Sg.)
devānāṃ
der Götter (Gen.Pl.)
pratyeti
geht entgegen (3.Sg.Präs., prati-i)
sumnamādityāso
sumnam 'der Huld' (Akk.) + ādityāsaḥ 'o Ādityas' (Vok.Pl.) (Sandhi)
O Vivasvat, Āditya, dies ist dein Somatrunk; daran berausche dich. Schenkt, ihr Männer, dieser Rede Glauben. Wenn, milchmischtrankgebend, das Ehepaar Gutes erlangt, wird ein männlicher Sohn geboren, er findet Reichtum; sodann gedeiht er alle Tage unversehrt im Haus.
Wort für Wort
vivasvannādityaiṣa
vivasvan 'o Vivasvat' (Vok.) + āditya 'o Āditya' (Vok.) + eṣa 'dies' (Sandhi-Kette)
vāmamadya savitarvāmamu śvo dive dive vāmamasmabhyaṃ sāvīḥ vāmasya hi kṣayasya deva bhūrerayā dhiyā vāmabhājaḥ syāma
Gutes heute, o Savitṛ, Gutes auch morgen, Tag für Tag mögest du uns Gutes gewähren. Denn des guten, reichlichen Besitzes, o Gott, mögen wir durch diese Andacht Anteilhaber sein.
Wort für Wort
vāmamadya
vāmam 'Gutes' (Akk.) + adya 'heute' (Sandhi)
savitarvāmamu
savitar 'o Savitṛ' (Vok.) + vāmam 'Gutes' (Akk.) + u 'auch' (Sandhi)
Du bist mit dem Upayāma ergriffen; du bist der zu Savitṛ Gehörige. Du bist der Labungsspender, der Labungsspender bist du. Lege Labung in mich. Belebe das Opfer, belebe den Opferherrn. Dich für Bhaga, für den Gott Savitṛ.
Wort für Wort
upayāmagṛhīto'si
Du bist mit dem Upayāma ergriffen
sāvitro'si
sāvitraḥ 'der zu Savitṛ Gehörige' (Nom.) + asi 'du bist' (Sandhi)
Du bist mit dem Upayāma ergriffen; du bist guter Schutz, gut feststehend. Dem großen Stier sei Verehrung. Dich für alle Götter. Dies ist dein Schoß; dich für alle Götter.
Wort für Wort
upayāmagṛhīto'si
Du bist mit dem Upayāma ergriffen
suśarmā'si
suśarmā 'guter Schutz' (Nom.) + asi 'du bist' (Sandhi)
upayāmagṛhīto'si bṛhaspatisutasya deva soma ta indorindriyāvataḥ patnīvato grahāṃ2 ṛdhyāsam ahaṃ parastādahamavastādyadantarikṣaṃ tadu me pitā'bhūt ahaṃ sūryamubhayato dadarśāhaṃ devānāṃ paramaṃ guhā yat
Du bist mit dem Upayāma ergriffen, Schöpfgefäß des von Bṛhaspati gepressten Soma. O Gott Soma, deines indrakräftigen, gattinbegleiteten Trankes Schöpfgefäß möge mir gelingen. Ich bin oberhalb, ich bin unterhalb; was der Luftraum ist, das ist mir zum Vater geworden. Ich sah die Sonne von beiden Seiten; ich kenne, was der Götter Höchstes im Verborgenen ist.
Wort für Wort
upayāmagṛhīto'si
Du bist mit dem Upayāma ergriffen
bṛhaspatisutasya
des von Bṛhaspati gepressten (Gen.Sg., bṛhaspati+suta)
O Agni, gattinbegleitet, einträchtig mit dem Gott Tvaṣṭṛ, trinke den Soma. Svāhā! Du bist Prajāpati, der Bulle, der Samen-Setzende; lege Samen in mich. O Prajāpati, deines samenspendenden Bullen Samenspende möge ich erlangen.
Du bist mit dem Upayāma ergriffen; du bist der Falbe, der die Falben anschirrt. Dich für die beiden Falben [Indras Rosse]. Ihr seid die Körner der beiden Falben; zusammen seid ihr Somasäfte für Indra.
yaste aśvasanirbhakṣo yo gosanistasya ta iṣṭayajuṣa stutasomasya śastokthasyopahūtasyopahūto bhakṣayāmi
Welcher dein rossgewinnender Trankanteil ist, welcher rindgewinnende – von diesem deinem wohlgeopferten, gepriesenen Soma, des rezitierten Lobgesangs, des herbeigerufenen Anteils, selbst herbeigerufen, genieße ich.
Du bist die Abbüßung der von den Göttern verursachten Schuld. Du bist die Abbüßung der von den Menschen verursachten Schuld. Du bist die Abbüßung der von den Vätern verursachten Schuld. Du bist die Abbüßung der von mir selbst verursachten Schuld. Du bist die Abbüßung der Schuld von aller Schuld. Und was ich an Schuld wissentlich begangen habe, und was unwissentlich – du bist die Abbüßung all dieser Schuld.
Wort für Wort
devakṛtasyainaso'vayajanamasi
devakṛtasya 'der von den Göttern verursachten' (Gen.) + enasaḥ 'Schuld' (Gen.) + avayajanam 'Abbüßung' (Nom.) + asi 'du bist' (Sandhi-Kette)
manuṣyakṛtasyainaso'vayajanamasi
manuṣyakṛtasya 'der von den Menschen verursachten' (Gen.) + enasaḥ 'Schuld' + avayajanam 'Abbüßung' + asi 'du bist' (Sandhi-Kette)
Mit Glanz, mit Nahrungssaft, mit den Leibern sind wir zusammengekommen, im Geiste, mit dem Heilsamen. Tvaṣṭṛ, der Gutgebende, verteile Reichtümer; er wische ab, was am Leib verletzt ist.
Wort für Wort
saṃ
zusammen (Verbalpräfix)
varcasā
mit Glanz (Instr.Sg.)
payasā
mit Nahrungssaft (Instr.Sg.)
saṃ
zusammen (Verbalpräfix)
tanūbhiraganmahi
tanūbhiḥ 'mit den Leibern' (Instr.Pl.) + aganmahi 'wir sind gekommen' (1.Pl.Aor.Med. von √gam) (Sandhi)
manasā
im Geiste (Instr.Sg.)
saṃ
zusammen (Verbalpräfix)
śivena
mit dem Heilsamen (Instr.Sg.)
tvaṣṭā
Tvaṣṭṛ (Nom.Sg.)
sudatro
der Gutgebende (Nom.Sg., su+datra)
vi
ver- (Verbalpräfix)
dadhātu
möge verteilen (3.Sg.Impv. von √dhā)
rāyo'numārṣṭu
rāyaḥ 'Reichtümer' (Akk.Pl.) + anu 'entlang' + mārṣṭu 'wische ab' (3.Sg.Impv. von √mṛj) (Sandhi)
Vereint, o Indra, leite uns im Geiste, mit den Kühen; vereint mit den Weisen, o Gabenreicher; vereint mit Wohlergehen; vereint mit der Gebetskraft, was auch immer von den Göttern gemacht ist; vereint mit der Gunst der opferwürdigen Götter. Svāhā!
Wort für Wort
samindra
sam 'vereint' (Verbalpräfix) + indra 'o Indra' (Vok.) (Sandhi)
ṇo
uns (Akk.Pl., naḥ)
manasā
im Geiste (Instr.Sg.)
neṣi
leite (2.Sg.Impv./Präs. von √nī)
gobhiḥ
mit den Kühen (Instr.Pl.)
saṃ
vereint (Verbalpräfix)
sūribhirmaghavantsaṃ
sūribhiḥ 'mit den Weisen' (Instr.Pl.) + maghavan 'o Gabenreicher' (Vok.) + sam 'vereint' (Sandhi-Kette)
Mit Glanz, mit Nahrungssaft, mit den Leibern sind wir zusammengekommen, im Geiste, mit dem Heilsamen. Tvaṣṭṛ, der Gutgebende, verteile Reichtümer; er wische ab, was am Leib verletzt ist.
Wort für Wort
saṃ
zusammen (Verbalpräfix)
varcasā
mit Glanz (Instr.Sg.)
payasā
mit Nahrungssaft (Instr.Sg.)
saṃ
zusammen (Verbalpräfix)
tanūbhiraganmahi
tanūbhiḥ 'mit den Leibern' + aganmahi 'wir sind gekommen' (Sandhi)
manasā
im Geiste (Instr.Sg.)
saṃ
zusammen (Verbalpräfix)
śivena
mit dem Heilsamen (Instr.Sg.)
tvaṣṭā
Tvaṣṭṛ (Nom.Sg.)
sudatro
der Gutgebende (Nom.Sg.)
vi
ver- (Verbalpräfix)
dadhātu
möge verteilen (3.Sg.Impv.)
rāyo'numārṣṭu
rāyaḥ 'Reichtümer' + anu + mārṣṭu 'wische ab' (Sandhi)
Dhātṛ, Rāti, Savitṛ mögen an diesem Gefallen finden, Prajāpati, der Schatzhüter, der Gott Agni, Tvaṣṭṛ und Viṣṇu, sich mit Nachkommenschaft uns mitteilend – gebt dem Opferherrn Reichtum! Svāhā!
Wort für Wort
dhātā
Dhātṛ (Nom.Sg.)
rātiḥ
Rāti (Nom.Sg.)
savitedaṃ
savitā 'Savitṛ' (Nom.) + idam 'an diesem' (Akk.) (Sandhi)
sugā vo devāḥ sadanā akarma ya ājagmedaṃ savanaṃ juṣāṇāḥ bharamāṇā vahamānā havīṃṣyasme dhatta vasavo vasūni svāhā
Leicht zugänglich haben wir, o Götter, eure Sitze gemacht, die ihr herbeigekommen seid, an dieser Pressung Gefallen findend, die Opfergaben tragend und herbeiführend. Gebt uns, o Vasus, Güter. Svāhā!
Wort für Wort
sugā
leicht zugänglich (Akk.Pl., su+ga)
vo
euch (Gen.Pl.)
devāḥ
o Götter (Vok.Pl.)
sadanā
Sitze (Akk.Pl.)
akarma
wir haben gemacht (1.Pl.Aor. von √kar)
ya
die ihr (Nom.Pl.m., ye)
ājagmedaṃ
ājagma 'seid herbeigekommen' (2.Pl.Perf.) + idam 'diese' (Akk.) (Sandhi)
yāṃ2 ā'vaha uśato deva devāṃstān preraya sve agne sadhasthe jakṣivāṃsaḥ papivāṃsaśca viśve'suṃ gharmaṃ svarātiṣṭhatānu svāhā
Welche begierigen Götter du herbeigeführt hast, o Gott, diese treibe an, o Agni, an ihrer eigenen Versammlungsstätte; gegessen und getrunken habend, besteigt alle den Lebenshauch, den Gharma-Trank, den Himmel [?]. Svāhā!
Wir haben ja dich, o Agni, während dieses Opfer voranschreitet, hier zum Hotṛ erwählt. Gesondert bist du gegangen, gesondert auch am schnellsten angelangt [?]. Wissend, kundig komme zum Opfer. Svāhā!
Wort für Wort
vayaṃ
wir (Nom.Pl.)
hi
ja
tvā
dich (Akk.Sg.)
prayati
während es voranschreitet (Lok.Sg.Part.Präs.)
yajñe
Opfer (Lok.Sg.)
asminnagne
asmin 'diesem' (Lok.) + agne 'o Agni' (Vok.) (Sandhi)
O Opfer, gehe zum Opfer, gehe zum Opferherrn, gehe zu deinem eigenen Schoß. Svāhā! Dies ist dein Opfer, o Opferherr, verbunden mit dem Hymnenspruch, mit allen Helden versehen; an ihm habe Gefallen. Svāhā!
Wort für Wort
yajña
o Opfer (Vok.Sg.)
yajñaṃ
zum Opfer (Akk.Sg.)
gaccha
gehe! (2.Sg.Impv.)
yajñapatiṃ
zum Opferherrn (Akk.Sg.)
gaccha
gehe! (2.Sg.Impv.)
svāṃ
deinen eigenen (Akk.Sg.f.)
yoniṃ
Schoß (Akk.Sg.)
gaccha
gehe! (2.Sg.Impv.)
svāhā
Svāhā! (Opferruf)
eṣa
dies (Nom.Sg.)
te
dein (Gen.Sg.)
yajño
Opfer (Nom.Sg.)
yajñapate
o Opferherr (Vok.Sg.)
sahasūktavākaḥ
verbunden mit dem Hymnenspruch (Nom.Sg., saha+sūkta+vāka)
sarvavīrastaṃ
sarvavīraḥ 'mit allen Helden versehen' (Nom.) + tam 'an ihm' (Akk.) (Sandhi)
māhirbhūrmā pṛdākuḥ uruṃ hi rājā varuṇaścakāra sūryāya panthāmanvetavā u apade pādā pratidhātave'karutāpavaktā hṛdayāvidhaścit namo varuṇāyābhiṣṭhito varuṇasya pāśaḥ
Sei nicht eine Schlange, sei nicht eine gefleckte Giftschlange; denn weit hat König Varuṇa den Weg gemacht, damit Sūrya dem Pfad folge; und der Füßlosen [Schlange] hat er Füße zum Auftreten gemacht [?]. Der Abwehrer, auch der Herzdurchbohrer [?] – Verehrung sei Varuṇa; aufgestellt ist Varuṇas Fessel.
agneranīkamapa ā viveśāpāṃ napāt pratirakṣannasuryam damedame samidhaṃ yakṣyagne prati te jihvā ghṛtamuccaraṇyat svāhā
Des Agni Antlitz ist eingedrungen [in die Gewässer], der Sohn der Gewässer, die Herrschergewalt schützend. In jedem Haus opfere dem Brennscheit. O Agni, dir entgegen möge deine Zunge das Schmalz erfreulich emporlecken [?]. Svāhā!
Im Meer, in den Wassern ist dein Herz; es mögen dich die Pflanzen und die Wasser durchdringen. Dir, o Opferherr, wollen wir bei der Rezitation des Hymnenspruchs des Opfers, bei der Verehrungsrede dienen, was wir tun mit svāhā.
devīrāpa eṣa vo garbhastaṃ suprītaṃ subhṛtaṃ bibhṛta deva somaiṣa te lokastasmiñchaṃ ca vakṣva pari ca vakṣva
Ihr göttlichen Gewässer, dies ist euer Keim; den wohlerfreuten, wohlgetragenen tragt. O Gott Soma, dies ist dein Ort; in ihm gedeihe wohl, und gedeihe ringsum.
avabhṛtha nicumpuṇa nicerurasi nicumpuṇaḥ ava devairdevakṛtameno'yāsiṣamava martyairmartyakṛtaṃ pururāvṇo deva riṣaspāhi devānāṃ samidasi
O Abwaschungswasser, Nicumpuṇa – du bist der Umherschleichende [?], Nicumpuṇa. Mit den Göttern bin ich von der götterverursachten Schuld herabgestiegen [abgewaschen]; mit den Sterblichen von der menschenverursachten Schuld. O vielgerufener [?] Gott, beschütze vor Schaden; du bist das Brennscheit der Götter.
Wort für Wort
avabhṛtha
o Abwaschungswasser (Vok.Sg.)
nicumpuṇa
o Nicumpuṇa (Vok.Sg., Ritualname des Abwaschwassers)
nicerurasi
niceruḥ 'der Umherschleichende [?]' (Nom.) + asi 'du bist' (Sandhi)
nicumpuṇaḥ
Nicumpuṇa (Nom.Sg.)
ava
herab (Verbalpräfix)
devairdevakṛtameno'yāsiṣamava
devaiḥ 'mit den Göttern' (Instr.) + devakṛtam 'götterverursachte' (Akk.) + enaḥ 'Schuld' (Akk.) + ayāsiṣam 'bin ich herabgestiegen' (1.Sg.Aor.) + ava 'herab' (Sandhi-Kette)
martyairmartyakṛtaṃ
martyaiḥ 'mit den Sterblichen' (Instr.) + martyakṛtam 'menschenverursachte' (Akk.) (Sandhi)
ejatu daśamāsyo garbho jarāyuṇā saha yathā'yaṃ vāyurejati yathā samudra ejati evāyaṃ daśamāsyo asrajjarāyuṇā saha
Es bewege sich das zehnmonatige Kind samt der Eihaut, wie sich dieser Wind bewegt, wie sich das Meer bewegt – so löste sich dieses zehnmonatige Kind samt der Eihaut.
Der vielwundervolle, verschiedengestaltige Indu [Soma-Trank] – innerlich hat der Weise seine Größe geschmückt. Die einfüßige, zweifüßige, dreifüßige, vierfüßige, achtfüßige Ordnung [?] möge sich über die Welten ausbreiten. Svāhā!
ā tiṣṭha vṛtrahanrathaṃ yuktā te brahmaṇā harī arvācīnaṃ su te mano grāvā kṛṇotu vagnunā upayāmagṛhīto'sīndrāya tvā ṣoḍaśina eṣa te yonirindrāya tvā ṣoḍaśine
Besteige, o Vṛtratöter, den Wagen; angeschirrt sind dir durch das Gebet die beiden Falben. Wohl herwärts gewandt sei dein Sinn; der Presstein bewirke es mit seinem Getön. Du bist mit dem Upayāma ergriffen; dich für Indra, den Ṣoḍaśin [den „Sechzehnten“, Name einer Somaschale]. Dies ist dein Schoß; dich für Indra, den Ṣoḍaśin.
Wort für Wort
ā
auf (Verbalpräfix)
tiṣṭha
besteige! (2.Sg.Impv. von √sthā)
vṛtrahanrathaṃ
vṛtrahan 'o Vṛtratöter' (Vok.) + ratham 'den Wagen' (Akk.) (Sandhi)
yukṣvā hi keśinā harī vṛṣaṇā kakṣyaprā athā na indra somapā girāmupaśrutiṃ cara upayāmagṛhīto'sīndrāya tvā ṣoḍaśina eṣa te yonirindrāya tvā ṣoḍaśine
Schirre ja die beiden mähnigen, bullenhaften Falben an, die den Gurt Füllenden [?]. So, o Indra, Somatrinker, komm, um die Lobreden zu hören. Du bist mit dem Upayāma ergriffen; dich für Indra, den Ṣoḍaśin. Dies ist dein Schoß; dich für Indra, den Ṣoḍaśin.
indramiddharī vahato'pratidhṛṣṭaśavasam ṛṣīṇāṃ ca stutīrupa yajñaṃ ca mānuṣāṇām upayāmagṛhīto sīndrāya tvā ṣoḍaśine eṣa te yonirindrāya tvā ṣoḍaśine
Indra tragen fürwahr die beiden Falben, ihn von unwiderstehlicher Kraft, hin zu der Seher Lobpreisungen und zum Opfer der Menschen. Du bist mit dem Upayāma ergriffen; dich für Indra, den Ṣoḍaśin. Dies ist dein Schoß; dich für Indra, den Ṣoḍaśin.
Wort für Wort
indramiddharī
indram 'Indra' (Akk.) + it 'fürwahr' + harī 'die beiden Falben' (Nom.Dual) (Sandhi)
yasmānna jātaḥ paro anyo asti ya āviveśa bhuvanāni viśvā prajāpatiḥ prajayā saṃrarāṇastrīṇi jyotīṃṣi sacate sa ṣoḍaśī
Als der kein anderer, höherer geboren ist, der in alle Welten eingedrungen ist, Prajāpati, mit Nachkommenschaft sich uns mitteilend – er begleitet die drei Lichter; er ist der Ṣoḍaśin.
indraśca samrāḍvaruṇaśca rājā tau te bhakṣaṃ cakraturagra etam tayorahamanu bhakṣaṃ bhakṣayāmi vāgdevī juṣāṇā somasya tṛpyatu saha prāṇena svāhā
Indra, der Allherrscher, und Varuṇa, der König – die beiden haben diesen Trankanteil zuerst bereitet; ihnen nach genieße ich den Trankanteil. Die Göttin Rede möge, daran Gefallen findend, sich am Soma sättigen, zusammen mit dem Atem. Svāhā!
O Agni, läutere dich, guter Wirker; leg auf uns Glanz und gute Heldenkraft, Reichtum verleihend, mir Gedeihen. Du bist mit dem Upayāma ergriffen; dich für Agni, für den Glanz. Dies ist dein Schoß; dich für Agni, für den Glanz. O glanzreicher Agni, glanzreich bist du unter den Göttern; glanzreich möge ich unter den Menschen sein.
uttiṣṭhannojasā saha pītvī śipre avepayaḥ somamindra camū sutam upayāmagṛhīto'sīndrāya tvaujasa eṣa te yonirindrāya tvaujase indraujiṣṭhaujiṣṭhastvaṃ deveṣvasyojiṣṭho'haṃ manuṣyeṣu bhūyāsam
Aufstehend, mit Kraft, nachdem du getrunken hast, ließest du deine beiden Kinnbacken erbeben, den Soma, o Indra, im Camū-Becher ausgepresst. Du bist mit dem Upayāma ergriffen; dich für Indra, für die Kraft. Dies ist dein Schoß; dich für Indra, für die Kraft. O Indra, Stärkster, der Stärkste bist du unter den Göttern; der Stärkste möge ich unter den Menschen sein.
adṛśramasya ketavo vi raśmayo janāṃ2 anu bhrājanto agnayo yathā upayāmagṛhīto'si sūryāya tvā bhrājāyaiṣa te yoniḥ sūryāya tvā bhrājāya sūrya bhrājiṣṭha bhrājiṣṭhastvaṃ deveṣvasi bhrājiṣṭho'haṃ manuṣyeṣu bhūyāsam
Sichtbar wurden seine Erscheinungen, die Strahlen, den Menschen entlang, leuchtend wie Feuer. Du bist mit dem Upayāma ergriffen; dich für Sūrya, für den Glanz. Dies ist dein Schoß; dich für Sūrya, für den Glanz. O Sūrya, Glänzendster, der Glänzendste bist du unter den Göttern; der Glänzendste möge ich unter den Menschen sein.
Wort für Wort
adṛśramasya
adṛśram 'sichtbar wurden' (3.Pl.Aor.Pass.) + asya 'seine' (Gen.) (Sandhi)
ketavo
Erscheinungen (Nom.Pl., ketavaḥ)
vi
fort, aus (Verbalpräfix)
raśmayo
die Strahlen (Nom.Pl., raśmayaḥ)
janāṃ2
die Menschen entlang (Akk.Pl., janān)
anu
entlang
bhrājanto
leuchtend (Nom.Pl.Part.Präs.)
agnayo
Feuer (Nom.Pl., agnayaḥ)
yathā
wie
upayāmagṛhīto'si
Du bist mit dem Upayāma ergriffen
sūryāya
für Sūrya (Dat.Sg.)
tvā
dich (Akk.Sg.)
bhrājāyaiṣa
bhrājāya 'für den Glanz' (Dat.) + eṣa 'dies' (Sandhi)
Empor tragen fürwahr die Lichtstrahlen jenen Gott Jātavedas, die Sonne, zum Anblick für die ganze Welt. Du bist mit dem Upayāma ergriffen; dich für Sūrya, für den Glanz. Dies ist dein Schoß; dich für Sūrya, für den Glanz.
Rieche an dem Krug; kräftig [?] mögen dich die Somatropfen betreten. Kehre wieder zurück mit Kraft. Sie melke uns Tausendfaches, mit weitem Strahl, milchreich. Wieder möge der Reichtum in mich eingehen.
O Iḍā, o Erfreuende, o Anrufenswerte, o Begehrenswerte, o Glänzende, o Lichte, o Aditi, o Sarasvatī, o Große, o Weitberühmte – dies sind deine Namen, o Unverletzliche [heilige Kuh]. Verkünde den Göttern Gutes von mir.
Wort für Wort
iḍe
o Iḍā (Vok.Sg.)
rante
o Erfreuende (Vok.Sg.)
havye
o Anrufenswerte (Vok.Sg.)
kāmye
o Begehrenswerte (Vok.Sg.)
candre
o Glänzende (Vok.Sg.)
jyote'dite
jyote 'o Lichte' (Vok.) + adite 'o Aditi' (Vok.) (Sandhi)
sarasvati
o Sarasvatī (Vok.Sg.)
mahi
o Große (Vok.Sg.)
viśruti
o Weitberühmte (Vok.Sg.)
etā
dies (Nom.Pl.Neutr.)
te
deine (Nom.Pl.)
aghnye
o Unverletzliche (Vok.Sg., heilige Kuh)
nāmāni
Namen (Nom.Pl.)
devebhyo
den Göttern (Dat.Pl.)
mā
mich / über mich (Akk.Sg., Bezugsobjekt zu brūtāt; kein Instr.)
vi na indra mṛdho jahi nīcā yaccha pṛtanyataḥ yo asmāṃ2 abhidāsatyadharaṃ gamayā tamaḥ upayāmagṛhīto'sīndrāya tvā vimṛdhe eṣa te yonirindrāya tvā vimṛdhe
Zerschlage uns, o Indra, die Verächter; drücke die Angreifenden nieder. Wer uns nachstellt, den lass in die untere Finsternis gehen. Du bist mit dem Upayāma ergriffen; dich für Indra, den Feindzertrümmerer [Vimṛdh]. Dies ist dein Schoß; dich für Indra, den Feindzertrümmerer.
vācaspatiṃ viśvakarmāṇamūtaye manojuvaṃ vāje adyā huvema sa no viśvāni havanāni joṣadviśvaśambhūravase sādhukarmā upayāmagṛhīto'sīndrāya tvā viśvakarmaṇe eṣa te yonirindrāya tvā viśvakarmaṇe
Den Vācaspati, den Allwirker, zum Beistand, den geistesschnellen, möchten wir heute beim Wettstreit anrufen. Er möge sich an all unseren Anrufungen erfreuen, der Allheilbringende, guttätige, zum Schutz. Du bist mit dem Upayāma ergriffen; dich für Indra, den Allwirker. Dies ist dein Schoß; dich für Indra, den Allwirker.
O Allwirker, durch die Opfergabe, das mehrende Mittel, machten sie Indra, den Beschützer, unverletzlich; ihm verneigten sich die vielen Stämme, damit dieser Gewaltige vielangerufen sei. Du bist mit dem Upayāma ergriffen; dich für Indra, den Allwirker. Dies ist dein Schoß; dich für Indra, den Allwirker.
Du bist mit dem Upayāma ergriffen; dich für Agni ergreife ich im Gāyatrī-Versmaß. Dich für Indra ergreife ich im Triṣṭubh-Versmaß. Dich für alle Götter ergreife ich im Jagatī-Versmaß. Anuṣṭubh ist dein Begleitgesang.
Wort für Wort
upayāmagṛhīto'syagnaye
upayāmagṛhītaḥ + asi + agnaye 'für Agni' (Dat.) (Sandhi-Kette)
Dich, einen der Fließenden, schüttle ich im Lauf. Dich, einen der Klangvollen [?], schüttle ich im Lauf. Dich, einen der Lobenswerten, schüttle ich im Lauf. Dich, einen der Berauschendsten, schüttle ich im Lauf. Dich, einen der Süßesten, schüttle ich im Lauf. Dich, den Lichten, o Lichter, schüttle ich, in der Gestalt des Tages, in den Strahlen der Sonne.
Die erhabene Gestalt des Bullen leuchtet – groß, der Lichte, der Vorangeher des Lichten, Soma, der Vorangeher des Soma. Dein unbetrüglicher, wachsamer Name, o Soma – für diesen ergreife ich dich; diesem deinem Namen, o Soma, für den Soma: svāhā!
uśik tvaṃ deva somāgneḥ priyaṃ pātho'pīhi vaśī tvaṃ deva somendrasya priyaṃ pātho'pīhyasmatsakhā tvaṃ deva soma viśveṣāṃ devānāṃ priyaṃ pātho'pīhi
Begierig bist du, o Gott Soma; geh ein in des Agni liebe Trinkstätte. Gebieterisch bist du, o Gott Soma; geh ein in des Indra liebe Trinkstätte. Unser Freund bist du, o Gott Soma; geh ein in die liebe Trinkstätte aller Götter.
Wort für Wort
uśik
begierig (Nom.Sg.)
tvaṃ
du (Nom.Sg.)
deva
o Gott (Vok.Sg.)
somāgneḥ
soma 'o Soma' (Vok.) + agneḥ 'des Agni' (Gen.) (Sandhi)
Hier sei Freude, hier ergötzt euch; hier sei Festigkeit, hier Selbstfestigkeit. Svāhā! Die Stütze zur Mutter hinsendend, als Stütze die Mutter saugend, möge er die Reichtumsfülle in uns festigen. Svāhā!
Du bist das Gedeihen der Opfersitzung. Wir sind zum Lichte gelangt, wir sind unsterblich geworden. Wir sind von der Erde zum Himmel emporgestiegen; wir haben die Götter gefunden, das Himmelslicht.
Wort für Wort
satrasya
der Opfersitzung (Gen.Sg.)
ṛddhirasyaganma
ṛddhiḥ 'Gedeihen' (Nom.) + asi 'du bist' + aganma 'wir sind gelangt' (1.Pl.Aor. von √gam) (Sandhi)
Ihr beide, Indra und Parvata, die Vorkämpfer – wer uns bekriegen möchte, den und den vertreibt, erschlagt mit der Keule, den und den erschlagt; in die Ferne, damit er dort vertilgt werde, möge er ihn im Dickicht treffen, wenn er sich naht [?]. Unsere Feinde ringsum, o Held, möge der Zerspalter von allen Seiten zerspalten. Bhūr, Bhuvaḥ, Svaḥ (die drei Welten). Möge ich guten Nachwuchs an Nachkommen haben, gute Helden an Helden, gutes Gedeihen an Fülle.
Wort für Wort
yuvaṃ
ihr beide (Nom.Dual)
tamindrāparvatā
tam 'diesen' (Akk.) + indrāparvatā 'Indra und Parvata' (Vok.Dual, Dvandva) (Sandhi)
puroyudhā
die Vorkämpfer (Vok.Dual)
yo
wer (Nom.Sg.m., yaḥ)
naḥ
uns (Akk.Pl.)
pṛtanyādapa
pṛtanyāt 'bekriegen möchte' (3.Sg.Opt.) + apa 'weg' (Sandhi)
taṃ
den (Akk.Sg.)
tamiddhataṃ
tam 'den' (Akk.) + it 'eben' + hatam 'erschlagt!' (2.Dual.Impv.) (Sandhi)
vajreṇa
mit der Keule (Instr.Sg.)
taṃ
den (Akk.Sg.)
tamiddhatam
tam 'den' + it 'eben' + hatam 'erschlagt!' (Sandhi)
Parameṣṭhin waltet bei der Anrede [?], Prajāpati bei der ausgesprochenen Rede, [der Somatrank] beim Nichtabschneiden [?], Savitṛ bei der Gewinnung [?], Viśvakarman bei der Weihe [Dīkṣā], Pūṣan bei der Somakrayaṇī, der für den Somakauf gegebenen Kuh.
Wort für Wort
parameṣṭhyabhidhītaḥ
parameṣṭhī 'Parameṣṭhin' (Nom.) + abhidhītaḥ 'waltet bei der Anrede [?]' (Nom.) (Sandhi)
prajāpatirvāci
prajāpatiḥ 'Prajāpati' (Nom.) + vāci 'bei der Rede' (Lok.) (Sandhi)
Indra und die Maruts stehen bereit zum Kauf; als Herr wird Mitra feilgeboten; gekauft ist Viṣṇu Śipiviṣṭa; in der Weite sitzend ist Viṣṇu Narandhiṣa [?].
Wort für Wort
indraśca
indraḥ 'Indra' (Nom.) + ca 'und' (Sandhi)
marutaśca
marutaḥ 'die Maruts' (Nom.Pl.) + ca 'und' (Sandhi)
Fortgetragen ist Soma, angekommen als Varuṇa; auf dem Sitz [Āsandī] sitzend ist er als Agni im Āgnīdhra-Raum; Indra ist er im Havirdhāna-Wagen; Atharvan, während er herangebracht wird.
Alle Götter ist er, in die Stengel eingelegt; Viṣṇu Āprītapa, während er anschwillt; Yama, während er ausgepresst wird; Viṣṇu, während er zusammengetragen wird; Vāyu, während er geläutert wird; der Lichte, geläutert; der Lichte, mit Milch geschmückt; der Rührtrank-Habende, mit Mehlschrot geschmückt.
Alle Götter ist er, in die Becher emporgehoben; als Herr, zum Opfergießen erhoben; Rudra, während er geopfert wird; Vāta, umgewendet; 'Männeraugen' [Nṛcakṣas], erblickt; Trankanteil, während er genossen wird; die Väter der Nārāśaṃsa-Art.
Als Strom, gesunken [?], zum Abschlussbad [Avabhṛtha] erhoben; als Meer, während er herbeigebracht wird; als Gewässer, davongeschwommen – durch deren beider Kraft die Räume gestützt sind, durch Heldentaten die heldenhaftesten, mächtigsten, die unwidersprochen mit ihren Kräften herrschen: Viṣṇu und Varuṇa kamen beim ersten Anruf.
devāndivamaganyajñastato mā draviṇamaṣṭu manuṣyānantarikṣamaganyajñastato mā draviṇamaṣṭu pitṝnpṛthivīmaganyajñastato mā draviṇamaṣṭu yaṃ kaṃ ca lokamaganyajñastato me bhadraṃmabhūt
Zu den Göttern, zum Himmel ist das Opfer gegangen; von dort möge mich Reichtum erreichen. Zu den Menschen, zum Luftraum ist das Opfer gegangen; von dort möge mich Reichtum erreichen. Zu den Vätern, zur Erde ist das Opfer gegangen; von dort möge mich Reichtum erreichen. Zu welcher Welt auch immer das Opfer gegangen ist, von dort ist mir Glück geworden.
catustriṃśattantavo ye vitatnire ya imaṃ yajñaṃ svadhayā dadante teṣāṃ chinnaṃ samvetaddadhāmi svāhā gharmo apyetu devān
Die vierunddreißig Fäden, die ausgespannt sind, die dieses Opfer aus eigener Kraft tragen – von diesen füge ich eben das Zerrissene zusammen. Svāhā! Der Gharma-Trank möge zu den Göttern gelangen.
Wort für Wort
catustriṃśattantavo
die vierunddreißig Fäden (Nom.Pl., catustriṃśat+tantu)
ye
die (Nom.Pl.m., Relativpron.)
vitatnire
sind ausgespannt (3.Pl.Perf.Med., vi-tan)
ya
die (Nom.Pl.m., ye)
imaṃ
dieses (Akk.Sg.)
yajñaṃ
Opfer (Akk.Sg.)
svadhayā
aus eigener Kraft (Instr.Sg.)
dadante
tragen (3.Pl.Präs.Med., von √dā/dhā)
teṣāṃ
von diesen (Gen.Pl.)
chinnaṃ
das Zerrissene (Akk.Sg.)
samvetaddadhāmi
sam 'zusammen' + vā 'eben' [?] + tat 'dieses' (Akk.) + dadhāmi 'ich füge' (1.Sg.Präs. von √dhā) (Sandhi-Kette)
yajñasya doho vitataḥ purutrā so aṣṭadhā divamanvātatāna sa yajña dhukṣva mahi me prajā yāṃ rāyaspoṣaṃ viśvamāyuraśīya svāhā
Des Opfers Melkung [Ertrag] ist vielerorts ausgebreitet; achtfach hat sie sich über den Himmel erstreckt. O Opfer, melke mir große Nachkommenschaft und Reichtumsfülle, damit ich die volle Lebensdauer erlange. Svāhā!
Wort für Wort
yajñasya
des Opfers (Gen.Sg.)
doho
Melkung (Nom.Sg., dohaḥ)
vitataḥ
ausgebreitet (Nom.Sg.)
purutrā
vielerorts (Adv.)
so
er/sie/es [bez. auf 'doha'] (Nom.Sg.m., saḥ, Sandhi vor Vokal a-)
aṣṭadhā
achtfach (Adv.)
divamanvātatāna
divam 'über den Himmel' (Akk.) + anu 'entlang' + ātatāna 'hat sich erstreckt' (3.Sg.Perf. von ā-tan) (Sandhi)