Hierher sind wir zur Opferstätte der Erde gekommen, wo alle Götter sie gerne hatten. Mit Ṛc und Sāman hinüberschreitend, mit den Yajus-Sprüchen, mit dem Gedeihen des Reichtums, wollen wir uns mit Labung erfreuen. Diese Wasser sollen mir Heil sein. O göttliche Pflanze, beschütze mich! O Beil, verletze ihn nicht!
Wort für Wort
edamaganma
ā 'her' + idam 'hierher' + aganma 'wir sind gekommen' (1.Pl.) [Sandhi]
devayajanaṃ
zur Opferstätte der Götter (Akk., Kompositum deva+yajana)
pṛthivyā
der Erde (Gen.)
yatra
wo
devāso
die Götter (Nom.Pl., Sandhi)
ajuṣanta
sie gerne hatten (3.Pl.Impf.Med.)
viśve
alle (Nom.Pl.)
ṛksāmābhyāṃ
mit Ṛc und Sāman (Instr.Du.)
saṃtaranto
hinüberschreitend (Nom.Pl.Part.)
yajurbhī
yajurbhiḥ 'mit den Yajus-Sprüchen' (Instr.Pl., Sandhi)
rāyaspoṣeṇa
mit dem Gedeihen des Reichtums (Instr.)
samiṣā
mit Labung (Instr.)
madema
wollen wir uns erfreuen (1.Pl.Opt.)
imā
diese (Nom.Pl.f.)
āpaḥ
Wasser (Nom.Pl.)
śamu
śam 'Heil' + u 'doch' [Sandhi]
me
mir (Dat.)
santu
sollen sein (3.Pl.Impv.)
devī
o göttliche (Vok.f., ursprünglich devīḥ, Visarga vor Vokal → r im nächsten Wort)
roṣadhe
[r-Sandhi-Rest von devīḥ] + oṣadhe 'o Pflanze' (Vok.)
āpo asmānmātaraḥ śundhayantu ghṛtena no ghṛtapvaḥ punantu viśvaṃ hi ripraṃ pravahanti devīrudidābhyaḥ śucirā pūta emi dīkṣātapasostanūrasi tāṃ tvā śivāṃ śagmāṃ pari dadhe bhadraṃ varṇaṃ puṣyan
Die Wasser, unsere Mütter, sollen uns reinigen; mit Schmalz sollen die Schmalz-Trinkenden uns läutern. Denn alle Unreinheit tragen sie, die göttlichen, fort. Rein und geläutert steige ich aus ihnen hervor. Du bist der Leib von Weihe (dīkṣā) und Glut (tapas); dich, die Holde, die Kräftige, lege ich an, gute Farbe, Gesundheit, gedeihend.
citpatirmā punātu vākpatirmā punātu devo mā savitā punātvacchidreṇa pavitreṇa sūryasya raśmibhiḥ tasya te pavitrapate pavitrapūtasya yatkāmaḥ pune tacchakeyam
Der Herr des Denkens möge mich läutern, der Herr der Rede möge mich läutern, der Gott Savitṛ möge mich läutern mit dem lückenlosen Läuterungsmittel, mit den Strahlen der Sonne. Was auch immer ich von dir, o Herr des Läuterungsmittels, des vom Läuterungsmittel Gereinigten, zu läutern wünsche, das möge ich vermögen.
Wort für Wort
citpatirmā
citpatiḥ 'der Herr des Denkens' (Nom.) + mā 'mich' [Sandhi]
punātu
möge läutern (3.Sg.Impv.)
vākpatirmā
vākpatiḥ 'der Herr der Rede' (Nom.) + mā 'mich' [Sandhi]
punātu
möge läutern
devo
der Gott (Nom., Sandhi)
mā
mich (Akk.)
savitā
Savitṛ (Nom.)
punātvacchidreṇa
punātu 'möge läutern' + acchidreṇa 'mit dem lückenlosen' (Instr.) [Sandhi]
pavitreṇa
Läuterungsmittel (Instr.)
sūryasya
der Sonne (Gen.)
raśmibhiḥ
mit den Strahlen (Instr.Pl.)
tasya
von dir (Gen.)
te
dein (Gen.)
pavitrapate
o Herr des Läuterungsmittels (Vok.)
pavitrapūtasya
des vom Läuterungsmittel Gereinigten (Gen.)
yatkāmaḥ
yat 'was' + kāmaḥ 'Wunsch' [Sandhi]
pune
zu läutern (Dat.Inf.)
tacchakeyam
tat 'das' + śakeyam 'möge ich vermögen' (1.Sg.Opt.) [Sandhi]
Der Absicht, dem Antrieb, dem Agni – svāhā! Der Einsicht, dem Geist, dem Agni – svāhā! Der Weihe, der Glut, dem Agni – svāhā! Der Sarasvatī, dem Pūṣan, dem Agni – svāhā! Den göttlichen Wassern, den großen, allheilsamen, Himmel und Erde, der Brust, dem Luftraum, dem Bṛhaspati wollen wir mit Opfergabe dienen – svāhā!
Jeder Sterbliche möchte die Freundschaft des göttlichen Führers erwählen; jeder trachtet nach Reichtum – er möge Glanz erwählen, um zu gedeihen – svāhā!
ṛksāmayoḥ śilpe sthaste vāmārabhe te mā pātamāsya yajñasyodṛcaḥ śarmāsi śarma me yaccha namaste astu mā mā hiṃsīḥ
Ihr beide seid die Kunstwerke von Ṛc und Sāman; euch beide fasse ich an – schützt mich bei diesem Opfer, beim Aufsagen der Ṛc-Verse! Du bist Schutz – gewähre mir Schutz! Verehrung sei dir; verletze mich nicht!
Du bist Kraft, die Aṅgiras-Kraft, wollweich; lege Kraft in mich! Du bist der Kleidbausch des Soma. Du bist Viṣṇus Schutz – sei Schutz des Opferherrn! Du bist Indras Schoß. Bringe gutgesäten Ackerbau hervor! Erhebe dich, o Baumherr; hoch aufgerichtet, beschütze mich vor Bedrängnis, bei diesem Opfer, beim Aufsagen der Ṛc-Verse!
vrataṃ kṛṇutāgnirbrahmāgniryajño vanaspatiryajñiyaḥ daivīṃ dhiyaṃ manāmahe sumṛḍīkāmabhiṣṭaye varcodhāṃ yajñavāhasaṃ sutīrthā no asadvaśe ye devā manojātā manoyujo dakṣakratavaste no'vantu te naḥ pāntu tebhyaḥ svāhā
Vollzieht das Gelübde! Agni ist das Segenswort, Agni ist das Opfer, der Baumherr ist opferwürdig. Wir erdenken den göttlichen Gedanken, den gnadenreichen, zur Hilfe, den glanzverleihenden, opfertragenden – gute Furt sei uns in seiner Macht. Die Götter, die geistgeboren, geistgespannt, von tüchtiger Willenskraft sind – die mögen uns helfen, die mögen uns schützen; ihnen – svāhā!
Als Erquickende, getrunken, seid ihr, o Wasser, in unserem Inneren, im Bauch, wohlfreundlich. Diese, die göttlichen, unsterblichen, die Wahrheit mehrenden, sollen uns munden, frei von Auszehrung, frei von Krankheit, schuldlos.
iyaṃ te yajñiyā tanūrapo muñcāmi na prajām aṃhomucaḥ svāhākṛtāḥ pṛthivīmā viśata pṛthivyā sambhava
Dies ist dein opferwürdiger Leib; ich löse [ihn] ab – nicht aber die Nachkommenschaft, ihr Bedrängnis-Löser. Svāhā-gemacht, geht ein in die Erde; entsteht aus der Erde.
Wort für Wort
iyaṃ
dies (Nom.)
te
dein (Gen.)
yajñiyā
opferwürdiger (Nom.f.)
tanūrapo
tanūḥ 'Leib' (Nom.) + apaḥ 'ab' [Sandhi]
muñcāmi
ich löse (1.Sg.)
na
nicht
prajām
die Nachkommenschaft (Akk.)
aṃhomucaḥ
ihr Bedrängnis-Löser (Vok.Pl.)
svāhākṛtāḥ
svāhā-gemacht (Nom.Pl.)
pṛthivīmā
pṛthivīm 'in die Erde' (Akk.) + ā 'hinein' [Sandhi]
punarmanaḥ punarāyurma ā'gan punaḥ prāṇaḥ punarātmā ma ā'gan punaścakṣuḥ punaḥ śrotraṃ ma ā'gan vaiśvānaro adabdhastanūpā agnirnaḥ pātu duritādavadyāt
Wieder komme mir der Geist, wieder das Leben; wieder komme mir der Atem, wieder das Selbst; wieder komme mir das Auge, wieder das Gehör. Der unbetrogene Vaiśvānara, der leibhütende Agni, möge uns vor Fehltritt und Tadel schützen.
Wort für Wort
punarmanaḥ
punar 'wieder' + manaḥ 'der Geist' [Sandhi]
punarāyurma
punar 'wieder' + āyuḥ 'das Leben' + ma 'mir' [Sandhi]
tvamagne vratapā asi deva ā martyeṣvā tvaṃ yajñeṣvīḍyaḥ rāsveyatsomā bhūyo bhara devo naḥ savitā vasordātā vasvadāt
Du, o Agni, bist der Gelübdehüter, o Gott, unter den Sterblichen; du bist bei den Opfern anzurufen. Gewähre soviel; o Soma-Reichtum, bring mehr! Der Gott Savitṛ, unser Geber des Guten, hat Gutes gegeben.
Wort für Wort
tvamagne
tvam 'du' + agne 'o Agni' [Sandhi]
vratapā
der Gelübdehüter (Nom.)
asi
du bist
deva
o Gott (Vok.)
ā
unter (Präverb) [?]
martyeṣvā
martyeṣu 'unter den Sterblichen' (Lok.Pl.) + ā [Sandhi]
tvaṃ
du (Nom.)
yajñeṣvīḍyaḥ
yajñeṣu 'bei den Opfern' (Lok.Pl.) + īḍyaḥ 'anzurufen' (Nom.) [Sandhi]
In deinem Antrieb, o Wahrantreibender, möchte ich das Steuer-Instrument meines Leibes erlangen – svāhā! Du bist Glanz, du bist Mondglanz, du bist Unsterblichkeit, du bist der Allgötter zugehörig.
Du bist Denkkraft, du bist Sinn, du bist Einsicht, du bist die Dakṣiṇā, du bist herrschaftlich, du bist opferwürdig, du bist Aditi, die Zweiköpfige – sei uns gut nach vorn und gut nach hinten gewandt! Mitra möge dich am Fuß binden; Pūṣan möge dich auf dem Weg beschützen, für Indra, den Aufseher.
Wort für Wort
cidasi
cit 'Denkkraft' + asi 'du bist' [Sandhi]
manāsi
manaḥ 'Sinn' + asi 'du bist' [Sandhi]
dhīrasi
dhīḥ 'Einsicht' + asi 'du bist' [Sandhi]
dakṣiṇāsi
dakṣiṇā 'die Dakṣiṇā' + asi 'du bist' [Sandhi]
kṣatriyāsi
kṣatriyā 'herrschaftlich' + asi 'du bist' [Sandhi]
yajñiyāsyaditirasyubhayataḥśīrṣṇī
yajñiyā 'opferwürdig' + asi 'du bist' + Aditiḥ 'Aditi' + asi 'du bist' + ubhayataḥśīrṣṇī 'die Zweiköpfige' [Sandhi-Verschmelzung]
Dir möge die Mutter zustimmen, der Vater, der leibliche Bruder, der Genoss-Freund; du, o Göttin, geh hin zum Gott, zum Soma für Indra. Rudra möge dich heil geleiten; kehre wohlbehalten zurück, o Soma-Gefährtin.
Wort für Wort
anu
zustimmend (Präverb)
tvā
dir (Akk.)
mātā
die Mutter (Nom.)
manyatāmanu
manyatām 'möge zustimmen' (3.Sg.Impv.) + anu 'gemäß' [Sandhi]
pitā'nu
pitā 'der Vater' + anu 'zustimmend' [Sandhi]
bhrātā
der Bruder (Nom.)
sagarbhyo'nu
sagarbhyaḥ 'der leibliche' (Nom.) + anu 'zustimmend' [Sandhi]
Du bist die Gute, du bist Aditi, du bist die Āditya-Zugehörige, du bist die Rudra-Zugehörige, du bist die Glänzende. Bṛhaspati möge dich in Gnade zur Ruhe bringen; Rudra habe ich mit den Vasus herbeigewünscht.
Wort für Wort
vasvyasyaditirasyādityāsi
vasvī 'die Gute' + asi 'du bist' + Aditiḥ 'Aditi' + asi 'du bist' + Ādityā 'die Āditya-Zugehörige' + asi 'du bist' [Sandhi-Verschmelzung]
rudrāsi
Rudrā 'die Rudra-Zugehörige' + asi 'du bist' [Sandhi]
adityāstvā mūrdhannājigharmi devayajane pṛthivyā iḍāyāspadamāsi ghṛtavat svāhā asme ramasvāsme te bandhustve rā yo me rāyo mā vayaṃ rāyaspoṣeṇa viyauṣma toto rāyaḥ
Auf das Haupt der Aditi träufle ich dich, auf der Opferstätte der Erde. Du bist die Stätte der Iḍā, schmalzreich – svāhā! Bei uns ruhe; bei uns ist deine Verwandtschaft, bei dir sind die Reichtümer. Von dem, was mein Reichtum ist, möchten wir uns nicht trennen – vom Gedeihen des Reichtums, von jenem Reichtum.
Ich habe dich erblickt mit göttlichem Sinn, zusammen mit der weitblickenden Dakṣiṇā. Raube mir nicht das Leben; nicht möchte ich deinen Helden [?] entbehren müssen, o Göttin, in deinem Anblick.
Wort für Wort
samakhye
ich habe erblickt (1.Sg.Perf.Med.)
devyā
mit göttlichem (Instr.)
dhiyā
Sinn (Instr.)
saṃ
zusammen (Präverb)
dakṣiṇayorucakṣasā
dakṣiṇayā 'mit der Dakṣiṇā' (Instr.) + urucakṣasā 'mit der weitblickenden' (Instr.) [Sandhi]
mā
nicht (Vetitiv)
ma
mir (Dat.)
āyuḥ
das Leben (Akk.)
pramoṣīrmo
pramoṣīḥ 'raube!' (2.Sg.Inj.) + mo 'nicht' [Sandhi, Vetitiv wiederholt]
eṣa te gāyatro bhāga iti me somāya brūtādeṣa te traiṣṭubho bhāga iti me somāya brūtādeṣa te jāgato bhāga iti me somāya brūtācchandonāmānāṃ sāmrājyaṃ gaccheti me somāya brūtādāsmāko'si śukraste grahyo vicitastvā vi cinvantu
'Dies ist dein Gāyatrī-Anteil' – so saget für mich zum Soma! 'Dies ist dein Triṣṭubh-Anteil' – so saget für mich zum Soma! 'Dies ist dein Jagatī-Anteil' – so saget für mich zum Soma! 'Geh zur Allherrschaft der versmaßnamigen Götter' – so saget für mich zum Soma. Unser bist du; dein Glanztrank ist zu schöpfen; ausgewählt sollen sie dich auswählen.
Wort für Wort
eṣa
dies (Nom.)
te
dein (Gen.)
gāyatro
Gāyatrī-Anteil (Nom., Sandhi)
bhāga
Anteil (Nom., Sandhi)
iti
so (Zitatpartikel)
me
für mich (Dat.)
somāya
zum Soma (Dat.)
brūtādeṣa
brūta 'saget!' (2.Pl.Impv.) + it 'eben' + eṣa 'dies' [Sandhi]
Jenen Gott Savitṛ preise ich, den [?], den Seherwillen habenden, wahrhaft antreibenden, den Kleinodspender, den lieben, weisen Gedanken, dessen aufwärts gerichtetes Denken bei seinem Antrieb als Lichtglanz erstrahlt ist. Den Goldhändigen hat der Guttätige mit Kunstfertigkeit gestaltet, wie die Sonne. Für die Geschöpfe bringe ich dich dar; die Geschöpfe mögen dir nachatmen, atme du den Geschöpfen nach.
śukraṃ tvā śukreṇa krīṇāmi candraṃ candreṇāmṛtamamṛtena sagme te gorasme te candrāṇi tapasastanūrasi prajāpatervarṇaḥ parameṇa krīyase sahasrapoṣaṃ puṣeyam
Den Glänzenden kaufe ich mit Glänzendem, den Mondgleichen mit Mondgleichem, den Unsterblichen mit Unsterblichem. Vereint sei dir die Gabe der Kuh; bei uns seien deine mondgleichen Gaben. Du bist der Leib der Glut, die Farbe Prajāpatis; um den höchsten Preis wirst du gekauft. Tausendfaches Gedeihen möchte ich gedeihen.
mitro na ehi sumitradha indrasyorumā viśa dakṣiṇamuśannuśantaṃ syonaḥ syonam svāna bhrājāṅghāre bambhāre hasta suhasta kṛśānavete vaḥ somakrayaṇāstānrakṣadhvaṃ mā vo dabhan
Als Freund komm zu uns, guter Freundschaftsstifter; in Indras Weite gehe ich ein, zur Rechten, begehrend den Begehrenden, der Angenehme dem Angenehmen, tönend, glänzend – o Aṅghāra, Bambhāra, Hasta, Suhasta, für Kṛśānu sind dies eure Soma-Kaufpreise; beschützt sie, sie sollen euch nicht betrügen.
pari māgne duścaritādbādhasvā mā sucarite bhaja udāyuṣā svāyuṣodasthāmamṛtāṃ2 anu
Halte mich fern, o Agni, von üblem Wandel; laß mich am guten Wandel teilhaben. Mit erhobenem Leben, mit eigenem Leben bin ich aufgestanden, den Unsterblichen nach.
Du bist die Haut der Aditi; setze dich auf den Sitz der Aditi! Gestützt hat der Stier den Himmel, gemessen den Luftraum, die Weite der Erde; niedergesetzt hat er sich bei allen Wesen, der Allherrscher – dies alles sind die Ordnungen des Varuṇa.
In den Wäldern hat er den Luftraum ausgespannt, Kraft in die Rosse, Milch in die Kühe, Willenskraft in die Herzen, Varuṇa unter die Stämme; Agni hat er im Himmel gesetzt, die Sonne, und Soma auf den Berg.
Wort für Wort
vaneṣu
in den Wäldern (Lok.Pl.)
vyantarikṣaṃ
vi 'aus' + antarikṣam 'den Luftraum' [Sandhi]
tatāna
hat ausgespannt (3.Sg.Perf.)
vājamarvatsu
vājam 'Kraft' (Akk.) + arvatsu 'in die Rosse' (Lok.Pl.) [Sandhi]
paya
payaḥ 'Milch' (Akk., Sandhi)
usriyāsu
in die Kühe (Lok.Pl.)
hṛtsu
in die Herzen (Lok.Pl.)
kratuṃ
Willenskraft (Akk.)
varuṇo
Varuṇa (Akk., Sandhi)
vikṣvagniṃ
vikṣu 'unter die Stämme' (Lok.Pl.) + agnim 'Agni' (Akk.) [Sandhi]
Ihr beiden roten Stiere, lasset euch anjochen an diesen, die Deichsel tragend, tränenlos, nicht heldenmordend, das Segenswort antreibend; wohlbehalten gehet zu des Opferherrn Häusern.
Wort für Wort
usrāvetaṃ
usrau 'ihr beiden roten (Stiere)' + etam 'an diesen' [Sandhi]
Du bist mir hold – bewege dich fort, o Herr des Daseins, hin zu allen Stätten! Nicht sollen dich die Herumtreiber finden, nicht sollen dich die Wegelagerer finden, nicht sollen dich die übelwollenden Wölfe finden. Werde zum Falken und fliege fort, geh zu des Opferherrn Häusern – das sei uns beiden bereitet.
Verehrung dem Auge von Mitra und Varuṇa! Dienet dem großen Gott in Wahrheit; dem fernhin Sichtbaren, dem gottgeborenen Zeichen, dem Sohn des Himmels, der Sonne, singet Lob!
Du bist Varuṇas Stütze; ihr beide seid Varuṇas Pfeiler-Entlaßvorrichtung [?]; du bist Varuṇas Wahrheitssitz-Herrin; du bist Varuṇas Wahrheitssitz. Setz dich auf Varuṇas Wahrheitssitz!
yā te dhāmāni haviṣā yajanti tā te viśvā paribhūrastu yajñam gayaspha़ānaḥ prataraṇaḥ suvīro'vīrahā pra carā soma duryān
Deine Stätten, die man mit Opfergabe verehrt, sie alle sollen dein Opfer umfassend beschützen. Als Hausgedeihen-Mehrer, Weiterführer, guter Helden-Besitzer, nicht-Heldentötender schreite voran, o Soma, zu den Haustüren.