Entflammt, den Kṛśara-Brei [?] der Andachten salbend, das Ghee honigreich schwellen lassend, o Agni: als der Starke, der den Starken fährt, bringe ihn, o Jātavedas, hin zum lieben Sitz der Götter.
Wort für Wort
samiddho
entflammt (Nom.Sg.)
añjan
salbend (Nom.Sg.Part.Präs.)
kṛdaraṃ
Kṛśara-Brei (Akk.Sg.) [?]
matīnāṃ
der Andachten (Gen.Pl., matī)
ghṛtamagne
ghṛta 'Ghee' (Akk.) + agne 'o Agni' (Vok.) [Sandhi]
Mit Ghee salbend, die gottgeleiteten Pfade wohl kennend, möge der Starke, das Roß, zu den Göttern gelangen; dir mögen die sieben Himmelsrichtungen folgen; verleih diesem Opferherrn die rechte Eigenkraft (svadhā).
Anzurufen bist du und zu preisen, o Renner, schnell bist du und opferwürdig, o Gespannpferd; Agni, der Jātavedas, einträchtig mit den Göttern, den Vasus, möge dich, das willkommene Zugtier, fahren.
Wort für Wort
īḍyaścāsi
īḍyaḥ 'anzurufen' (Nom.) + ca 'und' + asi 'du bist' (2.Sg.) [Sandhi]
vandyaśca
vandyaḥ 'zu preisen' (Nom.) + ca 'und' [Sandhi]
vājinnāśuścāsi
vājin 'o Renner' (Vok.) + āśuḥ 'schnell' (Nom.) + ca 'und' + asi 'du bist' [Sandhi]
medhyaśca
medhyaḥ 'opferwürdig' (Nom.) + ca 'und' [Sandhi]
sapte
o Gespannpferd (Vok., sapti)
agniṣṭvā
agniḥ 'Agni' (Nom.) + tvā 'dich' (Akk.) [Sandhi]
devairvasubhiḥ
devaiḥ 'mit den Göttern' + vasubhiḥ 'den Vasus' (Instr.Pl.) [Sandhi]
Das ausgebreitete Barhis, gut hingestreut, gern angenommen, das weite, breite, sich auf der Erde ausdehnende, mit den Göttern verbundene — Aditi, mit ihnen einträchtig, möge es, indem sie es angenehm macht, zum Wohlergehen niederlegen.
etā u vaḥ subhagā viśvarūpā vi pakṣobhiḥ śrayamāṇā udātaiḥ ṛṣvāḥ satīḥ kavaṣaḥ śumbhamānā dvāro devīḥ suprāyaṇā bhavantu
Diese eure holdseligen, allgestaltigen Türflügel, die sich mit den Seitenpfosten [?] ausbreiten, an den Enden emporragend [?], hoch aufragend, sich am Kavaṣa [?, wohl ein Trog o. ä.] schmückend — die göttlichen Tore mögen gut zu durchschreiten sein.
Zwischen Mitra und Varuṇa wandelnd, dem Antlitz der Opfer zugewandt, einander zugetan — euch beide, Nacht und Morgenröte, die schönhaltigen, kunstvoll geschmückten, setze ich hier im Schoß der Opferordnung (ṛta) nieder.
Die ersten von euch, wagengefährtig, schönfarben, ihr beiden Götter, die ihr alle Welten schaut — antreibend, euch messend, ihr beiden Hotṛ-Priester, weist mit Weisung das Licht.
ādityairno bhāratī vaṣṭu yajñaṃ sarasvatī saha rudrairna āvīt iḍopahūtā vasubhiḥ sajoṣā yajñaṃ no devīramṛteṣu dhatta
Mit den Ādityas möge Bhāratī unser Opfer wollen; Sarasvatī möge mit den Rudras uns beistehen; Iḍā, herbeigerufen, einträchtig mit den Vasus — ihr Göttinnen, gewährt unserem Opfer Anteil unter den Unsterblichen.
Wort für Wort
ādityairno
ādityaiḥ 'mit den Ādityas' (Instr.Pl.) + naḥ 'unser' [Sandhi]
bhāratī
Bhāratī (Nom.Sg., Göttin)
vaṣṭu
sie möge wollen (3.Sg.Impv.Wunschf.)
yajñaṃ
das Opfer (Akk.Sg.)
sarasvatī
Sarasvatī (Nom.Sg.)
saha
zusammen mit (Präp.)
rudrairna
rudraiḥ 'mit den Rudras' (Instr.Pl.) + naḥ 'uns' [Sandhi]
Tvaṣṭṛ zeugte den Helden, den gottliebenden; von Tvaṣṭṛ wird das schnelle Rennpferd geboren; Tvaṣṭṛ zeugte diese ganze Welt; opfere hier, o Hotṛ, dem Schöpfer der Fülle.
Das Roß, mit Ghee sich selbst gesalbt, gehe zeitgerecht zum Trank der Götter; der Baumherr (vanaspati), die Götterwelt kennend, möge mit Agni die gewürzten Opfergaben hintragen.
Durch Prajāpatis Glut (tapas) erstarkt, sogleich geboren, hast du, Agni, das Opfer übernommen; fahre mit der „svāhā“-gesprochenen Opferspende als Vorangehender hin — es geschehe (sādhya); die Götter mögen die Opfergabe verzehren.
Als du, zuerst wiehernd geboren, aus dem Meer emporstiegst oder aus der Urflut, mit des Falken Schwingen und des Hirsches Vorderläufen — groß ist deine Geburt, preisenswert, o Renner.
Von Yama gegeben, spannte dich Trita an; Indra bestieg dich als Erster, o Antilopenhafter; der Gandharva ergriff deinen Zügel; aus der Sonne zimmerten dich die Vasus heraus, das Roß.
asi yamo asyādityo arvannasi trito guhyena vratena asi somena samayā vipṛkta āhuste trīṇi divi bandhanāni
Yama bist du, Āditya bist du, o Renner; Trita bist du durch geheimes Gesetz; durch Soma bist du zur Hälfte geschieden [?]; man sagt, drei seien deine Fesseln im Himmel.
Wort für Wort
asi
du bist (2.Sg.)
yamo
Yama (Nom.Sg.)
asyādityo
asi 'du bist' + ādityaḥ 'Āditya' (Nom.) [Sandhi]
arvannasi
arvan 'o Renner' (Vok.) + asi 'du bist' [Sandhi]
trito
Trita (Nom.Sg.)
guhyena
durch geheimes (Instr.Sg.)
vratena
Gesetz, Gelübde (Instr.Sg., vrata)
asi
du bist (2.Sg.)
somena
durch Soma (Instr.Sg.)
samayā
zur Hälfte, gleichmäßig (Adv.)
vipṛkta
geschieden (Nom.Sg.Part.Perf.Pass.) [?]
āhuste
āhuḥ 'man sagt' (3.Pl.Perf.) + te 'deine' (Gen.Sg.) [Sandhi]
trīṇi ta āhurdivi bandhanāni trīṇyapsu trīṇyantaḥ samudre uteva me varuṇaśchantsyarvan yatrā ta āhuḥ paramaṃ janitram
Drei, sagt man, sind deine Fesseln im Himmel, drei im Wasser, drei innen im Meer; auch, wie mir scheint, wird Varuṇa dir gefallen, o Renner, dort, wo man sagt, sei dein höchster Geburtsort.
Wort für Wort
trīṇi
drei (Nom.Pl.)
ta
deine (Gen.Sg., te)
āhurdivi
āhuḥ 'man sagt' (3.Pl.Perf.) + divi 'im Himmel' (Lok.) [Sandhi]
imā te vājinnavamārjanānīmā śaphānāṃ saniturnidhānā atrā te bhadrā raśanā apaśyamṛtasya yā abhirakṣanti gopāḥ
Dies sind, o Renner, deine Abstreif-Stellen (avamārjana, Reinigungsorte); dies die Niederlegungen der Hufe des Gewinners; hier sah ich deine glückbringenden Zügel, die die Hüter der Opferordnung behüten.
Deine Seele erkannte ich von ferne im Geiste, den unten am Himmel fliegenden Vogel; ich sah das Haupt, das geflügelte Wesen, das auf staublosen, guten Wegen dahineilt.
atrā te rūpamuttamamapaśyaṃ jigīṣamāṇamiṣa ā pade goḥ yadā te marto anu bhogamānaḍādid grasiṣṭha oṣadhīrajīgaḥ
Hier sah ich deine höchste Gestalt, siegbegierig nach Speise, an der Spur der Kuh(-Weide); als der Sterbliche deinem Genuss nachkam, da hast du gierig die Kräuter gefressen [?].
anu tvā ratho anu maryo arvannanu gāvo'nu bhagaḥ kanīnām anu vrātāsastava sakhyamīyuranu devā mamire vīryaṃ te
Dir folgt der Wagen, dir der junge Mann, o Renner, dir die Kühe, dir das Liebesglück der Mädchen; dir folgten die Scharen in deiner Freundschaft; die Götter maßen deine Heldenkraft nach.
hiraṇyaśṛṅgo'yo asya pādā manojavā avara indra āsīt devā idasya haviradyamāyan yo arvantaṃ prathamo adhyatiṣṭhat
Goldgehörnt, aus Erz waren seine Füße, geistesschnell; ihm untergeordnet war Indra; die Götter kamen, um seine Opferspeise zu essen — er, der als Erster das Rennpferd bestieg.
Mit schlanken Gliedmaßen [?], mit glattem Rumpf [?], ungestüm sind sie, die himmlischen Renner — wie Lachende reihen sie sich aneinander, wenn die Rosse die himmlische Bahn durcheilen.
Dein Leib fliegt dahin, o Renner, dein Sinn ist wie der stürmende Wind; deine Enden [Hörner/Hufe, ?] sind vielerorts ausgebreitet, im Wald umherschweifend wandeln sie zuckend.
Hervor trat der starke Renner zur Kampf-/Opferstätte [?], mit gottgerichtetem Sinn nachsinnend; der Bock, das Führtier, wird vorangeführt, sein Nabelverwandter; danach folgen die Seher, die Sänger.
upa prāgātparamaṃ yatsadhasthamarvāṃ2 acchā pitaraṃ mātaraṃ ca adyā devāñjuṣṭatamo hi gamyā athā śāste dāśuṣe vāryāṇi
Er ging hin zu dem höchsten Sammelplatz, der Renner, hin zu Vater und Mutter; heute wird er, der Liebste, gewiss zu den Göttern gehen; dann verkündet er dem Opferspender die begehrenswerten Güter.
Entflammt heute im Hause des Manu, opferst du, Gott, den Göttern, o Jātavedas; bring sie her, o an Freundschaft Großer, wissend; du bist der Bote, der weise, verständige Seher.
Wort für Wort
samiddho
entflammt (Nom.Sg.)
adya
heute (Adv.)
manuṣo
des Manu (Gen.Sg.)
duroṇe
im Hause (Lok.Sg.)
devo
Gott (Nom.Sg.)
devān
den Göttern (Akk.Pl.)
yajasi
du opferst (2.Sg.Präs.)
jātavedaḥ
o Jātavedas (Vok.Sg.)
ā
her- (Verbalpräfix, zu vaha)
ca
und (Partikel)
vaha
bring, fahre her (2.Sg.Impv.)
mitramahaścikitvāntvaṃ
mitramahaḥ 'o an Freundschaft Großer' (Vok.) + cikitvān 'wissend' (Nom.Part.Perf.) + tvam 'du' [Sandhi]
Tanūnapāt, der du die Wege der Opferordnung befährst, mit Süßem salbend, schmackhaft machend, o Schönzüngiger — die Gedanken durch Einsichten fördernd und das Opfer nicht schädigend, richte unser Opfer zu den Göttern hin.
Die Größe des Narāśaṃsa unter diesen wollen wir mit Opfern preisen, des Verehrungswürdigen; die Götter, die wohlwirkenden, reinen, andachtstragenden, machen die Opfergaben beiderlei Art schmackhaft.
Angerufen, anzurufen und zu preisen, komm, Agni, einträchtig mit den Vasus; du bist der jugendliche Hotṛ der Götter; als solcher opfere ihnen, gesandt, du bester Opferer.
Wort für Wort
ājuhvāna
angerufen (Nom.Sg.Part.Perf.Med.)
īḍyo
anzurufen (Nom.Sg.)
vandyaścā
vandyaḥ 'zu preisen' (Nom.) + ca 'und' [Sandhi]
yāhyagne
yāhi 'komm' (2.Sg.Impv.) + agne 'o Agni' (Vok.) [Sandhi]
vasubhiḥ
mit den Vasus (Instr.Pl.)
sajoṣāḥ
einträchtig (Nom.Sg.)
tvaṃ
du (Nom.Sg.)
devānāmasi
devānām 'der Götter' (Gen.Pl.) + asi 'du bist' [Sandhi]
Ostwärts gerichtet wird das Barhis nach der Weisung der Erde, an ihrem Wohnsitz, am Beginn der Tage, hingestreut; es breitet sich weiter, umfassender aus, für die Götter, für Aditi, angenehm.
vyacasvatīrurviyā vi śrayantāṃ patibhyo na janayaḥ śumbhamānāḥ devīrdvāro bṛhatīrviśvaminvā devebhyo bhavata suprāyaṇāḥ
Die weiträumigen, breiten Tore mögen sich öffnen, wie Ehefrauen, die sich für ihre Gatten schmücken — ihr göttlichen Tore, hohe, allbelebende, seid den Göttern gut zu durchschreiten.
Wohlgebärend, nahe beieinander opfernd, mögen sich Uṣas und Nacht im Schoß niedersetzen, die zwei himmlischen Frauen, die hohen, schönstrahlenden, die die Herrlichkeit mit hellem Schmuck tragen.
Die beiden göttlichen Hotṛ, die ersten, wohlredenden, das Opfer des Manu abmessend, um zu opfern, die beiden Sänger in den Opferversammlungen antreibend, weisen mit Weisung das östliche Licht.
Zu unserem Opfer möge Bhāratī eilig kommen; Iḍā, wie beim Manu, hier aufmerksam machend; die drei Göttinnen mögen sich auf dieses angenehme Barhis setzen, Sarasvatī, die guthandelnden.
ya ime dyāvāpṛthivī janitrī rūpairapiṃśadbhuvanāni viśvā tamadya hotariṣito yajīyān devaṃ tvaṣṭāramiha yakṣi vidvān
Der diese beiden Erzeuger, Himmel und Erde, mit Gestalten alle Welten geschmückt hat — den, o Hotṛ, gesandt, du bester Opferer, opfere heute hier wissend, den Gott Tvaṣṭṛ.
Entlasse das Opfertier, dich selbst salbend, zeitgerecht zum Trank der Götter, die Opferspenden; der Baumherr, der Schlachtpriester (śamitṛ), der Gott Agni — sie mögen die Opfergabe mit Honig, mit Ghee schmackhaft machen.
Sogleich geboren, maß er das Opfer ab; Agni wurde der Vorangeher der Götter; nach der Weisung dieses Hotṛ, in der Stimme der Opferordnung — die mit „svāhā“ bereitete Opfergabe mögen die Götter verzehren.
Wie das Antlitz einer Gewitterwolke ist es, wenn der Gepanzerte in den Schoß der Schlachten zieht; siege du mit unversehrtem Leib; die Größe der Rüstung möge dich hinübertragen.
Mit dem Bogen mögen wir Kühe, mit dem Bogen den Kampf gewinnen; mit dem Bogen mögen wir die heftigen Gefechte gewinnen; der Bogen nimmt dem Feind die Kampfeslust [?]; mit dem Bogen mögen wir alle Himmelsrichtungen gewinnen.
Wort für Wort
dhanvanā
mit dem Bogen (Instr.Sg.)
gā
Kühe (Akk.Pl.)
dhanvanā''jiṃ
dhanvanā 'mit dem Bogen' + ājiṃ 'den Kampf' (Akk.) [Sandhi]
Wie redend nähert sie sich immer wieder dem Ohr, den lieben Freund umarmend; wie eine Frau flüstert sie [?], gespannt auf dem Bogen — diese Bogensehne, die im Kampf hinüberrettet.
te ācarantī samaneva yoṣā māteva putraṃ bibhṛtāmupasthe apa śatrūn vidhyatāṃ saṃvidāne ārtnī ime viṣphurantī amitrān
Diese beiden Bogenenden, sich verhaltend wie eine Frau im Kampf, mögen wie eine Mutter den Sohn im Schoß tragen; die Feinde mögen sie durchbohren, einträchtig — diese beiden Bogenenden, die die Widersacher hinwegschleudern [?].
Der Vater vieler Pfeile, zahlreich sind seine Söhne; er macht ein Zischen [?], wenn er im Kampf angekommen ist; der Köcher übersteht Angriff [?] und alle Schlachten; auf den Rücken gebunden, siegt er, angetrieben.
Wort für Wort
bahvīnāṃ
vieler (Gen.Pl.fem.)
pitā
der Vater (Nom.Sg.)
bahurasya
bahur 'zahlreich' (Nom.) + asya 'seine' (Gen.) [Sandhi]
Auf dem Wagen stehend, führt der gute Wagenlenker die Rennpferde voran, wohin auch immer er will; bewundert wird die Größe der Zügel; der Sinn des Rosses folgt hinterher, ihm geben die Zügel nach.
Heftige Kampfrufe erheben die stiergesinnten [?] Rosse, mit den Wagen zusammen um den Sieg kämpfend; mit den Vorderhufen niedertretend, vernichten sie die Feinde, die Widersacher zerreibend [?].
„Wagenträger“ heißt seine Opfergabe, dort, wo seine Waffe niedergelegt ist, seine Rüstung; dort mögen wir uns bei dem starken Wagen niedersetzen, alle Tage, wohlgesinnt.
Wort für Wort
rathavāhaṇaṃ
Wagenträger (Nom.Sg., ratha+vāhaṇa)
havirasya
havir 'die Opfergabe' (Nom.) + asya 'seine' (Gen.) [Sandhi]
nāma
heißt, Name (Nom./Adv.)
yatrāyudhaṃ
yatra 'wo' + āyudhaṃ 'die Waffe' (Nom.) [Sandhi]
nihitamasya
nihitam 'niedergelegt' (Nom.) + asya 'seine' (Gen.) [Sandhi]
Die Väter, süß beisammensitzend, Lebenskraft verleihend, in Not Zuflucht bietend, fähig, tiefgründig, mit glänzenden Heerscharen, an Pfeilkraft mächtig, unnachgiebig, wahrhaft heldenhaft, weiträumig, Scharen überwindend.
Die Brahmanen, die Väter, die somahaften — Himmel und Erde seien uns beide gütig, makellos; Pūṣan schütze uns vor Übel, er, der die Opferordnung mehrt; behüte uns, dass kein Übelredner Macht über uns habe.
suparṇaṃ vaste mṛgo asyā danto gobhiḥ sannaddhā patati prasūtā yatrā naraḥ saṃ ca vi ca dravanti tatrāsmabhyamiṣavaḥ śarma yaṃsan
Adlergefieder trägt der Pfeil, das Wildtierhorn ist sein Zahn; mit Riemen zusammengeschnürt fliegt er, angetrieben; wo die Männer zusammen- und auseinanderlaufen, dort mögen uns die Pfeile Schutz gewähren.
Wie eine Schlange mit ihren Windungen umgibt die Bogensehne den Arm, das Geschoss der Sehne abwehrend; der Handschützer, alle Kunstgriffe kennend — der Mann schütze den Mann von allen Seiten.
vanaspate vīḍvaṅgo hi bhūyā asmatsakhā prataraṇaḥ suvīraḥ gobhiḥ sannaddho asi vīḍayasvāsthātā te jayatu jetvāni
O Baumherr, fest an Gliedern mögest du werden, unser Freund, ein Hinüberretter, wohltapfer; mit Riemen bist du zusammengeschnürt — festige dich; wer auf dir steht, möge das Siegbare erringen.
Von Himmel und Erde ringsum die Kraft entnommen, von den Bäumen ringsum die Stärke herbeigebracht, der Wasser Antrieb ringsum mit Riemen umhüllt — Indras Keule, diesen Wagen, opfere mit der Opferspende.
upa śvāsaya pṛthivīmuta dyāṃ purutrā te manutāṃ viṣṭhitaṃ jagat sa dundubhe sajūrindreṇa devairdūrāddavīyo apa sedha śatrūn
Bringe die Erde und den Himmel zum Erbeben; an vielen Orten möge dich die verbreitete lebende Welt erkennen; du, o Kriegstrommel, einträchtig mit Indra und den Göttern, verjage die Feinde weit, weit weg.
ā krandaya balamojo na ādhā niṣṭanihi duritā bādhamānaḥ apa protha dundubhe ducchunā ita indrasya muṣṭirasi vīḍayasva
Lass ertönen; Kraft und Stärke lege uns bei; brülle laut, das Übel abwehrend; schnaube das Unheil von hier fort, o Trommel; du bist Indras Faust — festige dich.
Wort für Wort
ā
her- (Verbalpräfix, zu krandaya)
krandaya
lass ertönen (2.Sg.Impv.Kaus.)
balamojo
balam 'Kraft' (Akk.) + ojo 'Stärke' (Akk.) [Sandhi]
Der zu Agni gehörige Bock mit schwarzem Nacken; das zu Sarasvatī gehörige Mutterschaf; der braune, zu Soma gehörige; der zu Pūṣan gehörige, dunkelbraune; der weißrückige, zu Bṛhaspati gehörige Bock; der bunt gezeichnete [?], zu den Viśvedevas gehörige; der rötliche, zu Indra gehörige; der zu den Maruts gehörige, gescheckte; der zu Indra-und-Agni gehörige, gefleckte [?]; der unten dunkle [?], zu Savitṛ gehörige; der zu Varuṇa gehörige, schwarze; der einfach-weißfüßige, zu Pūṣan [?] gehörige Bock.
Wort für Wort
āgneyaḥ
der zu Agni gehörige (Nom.Sg., Bock)
kṛṣṇagrīvaḥ
mit schwarzem Nacken (Nom.Sg.)
sārasvatī
die zu Sarasvatī gehörige (Nom.Sg.fem.)
meṣī
das Mutterschaf (Nom.Sg.)
babhruḥ
der braune (Nom.Sg.)
saumyaḥ
der zu Soma gehörige (Nom.Sg.)
pauṣṇaḥ
der zu Pūṣan gehörige (Nom.Sg.)
śyāmaḥ
dunkelbraun (Nom.Sg.)
śitipṛṣṭho
weißrückig (Nom.Sg.)
bārhaspatyaḥ
der zu Bṛhaspati gehörige (Nom.Sg.)
śilpo
Bock (Nom.Sg.) [?]
vaiśvadeva
der zu den Viśvedevas gehörige, bunt gezeichnete (Nom.Sg.) [?]
aindro'ruṇo
aindraḥ 'der zu Indra gehörige' + aruṇaḥ 'rötlich' (Nom.) [Sandhi]
Dem bannertragenden [?] Agni der rötlich gescheckte Ziegenbock; das Zugrind; die beiden unten-dunklen [?], zu Savitṛ gehörigen; die beiden zu Pūṣan gehörigen, silbernabeligen; die beiden zu den Viśvedevas gehörigen, rötlichgelben; die beiden Tūpara-Tiere [?]; der zu den Maruts gehörige, gescheckte; der zu Agni gehörige, schwarze Ziegenbock; das zu Sarasvatī gehörige Mutterschaf; der zu Varuṇa gehörige Petva-Bock [?].
Für Agni, den gāyatrischen, den dreifachen (trivṛt), den zum Rāthantara-Sāman gehörigen, ein Achtscherben-Opferkuchen; für Indra, den traiṣṭubhischen, den fünfzehnfachen, den zum Bārhata-Sāman gehörigen, ein Elfscherben-Opferkuchen; für die Allgötter, die jāgatischen, die siebzehnfachen, die zum Vairūpa-Sāman gehörigen, ein Zwölfscherben-Opferkuchen; für Mitra und Varuṇa, die beiden ānuṣṭubhischen, die einundzwanzigfachen, die zum Vairāja-Sāman gehörigen, ein Milchbrei; für Bṛhaspati, den pāṅktischen, den neunundzwanzigfachen, den zum Śākvara-Sāman gehörigen, ein Reisbrei; für Savitṛ, den auṣṇihischen, den dreiunddreißigfachen, den zum Raivata-Sāman gehörigen, ein Zwölfscherben-Opferkuchen; für Prajāpati ein Reisbrei; für Aditi, die Gattin Viṣṇus, ein Reisbrei; für Agni Vaiśvānara ein Zwölfscherben-Opferkuchen; für Anumati ein Achtscherben-Opferkuchen.