Den Śāda [?] verbindet er mit den Zähnen; die Avakā [eine Wasserpflanze, ?] mit dem Zahnfleisch (den Zahnwurzeln); die Erde (mṛd) mit den Kiefern (Backen, barsva); die Tegā [?] mit den beiden Hauern; die Sarasvatī mit der Zungenspitze; die Erhebung der Zunge mit dem Wiehern; den Gaumen und die Kraft (vāja) mit den beiden Kiefern; die Gewässer mit dem Maul; den Hoden mit den beiden Hoden(-eiern); die Āditya mit den Barthaaren; den Weg mit den beiden Augenbrauen; Himmel-und-Erde mit den beiden Augenlidern; den Blitz mit den beiden Pupillen. Dem Weißen svāhā! Dem Schwarzen svāhā! Die diesseitigen Wimpern sind die nicht-hinüberführenden Zuckerrohre; die jenseitigen Wimpern sind die diesseitigen Zuckerrohre.
Wort für Wort
śādaṃ
Śāda [?] (Akk. Sg.)
dadbhiravakāṃ
mit den Zähnen (dadbhiḥ, Instr. Pl.) + die Avakā (avakāṃ, Akk. Sg.) [Wasserpflanze, ?] [Sandhi]
dantamūlairmṛdaṃ
mit den Zahnwurzeln/dem Zahnfleisch (dantamūlaiḥ, Instr. Pl.) + die Erde (mṛdaṃ, Akk. Sg.) [Sandhi]
barsvaistegāndaṃṣṭrābhyāṃ
mit den Kiefern/Backen (barsvaiḥ, Instr. Pl.) + die Tegā [?] (tegān, Akk. Pl.) + mit den beiden Hauern (daṃṣṭrābhyāṃ, Instr. Du.) [Sandhi]
sarasvatyā
mit Sarasvatī (Instr. Sg.)
agrajihvaṃ
die Zungenspitze (agra-jihva, Akk. Sg.)
jihvāyā
der Zunge (Gen. Sg.)
utsādamavakrandena
die Erhebung (utsādam, Akk. Sg.) + mit dem Wiehern (avakrandena, Instr. Sg.) [Sandhi]
tālu
den Gaumen (Akk. Sg. Ntr.)
vājaṃ
die Kraft (vāja, Akk. Sg.)
hanubhyāmapa
mit den beiden Kiefern (hanubhyām, Instr. Du.) + die Gewässer (apaḥ, Akk. Pl.) [Sandhi]
āsyena
mit dem Maul (Instr. Sg.)
vṛṣaṇamāṇḍābhyāmādityāṃ
den Hoden (vṛṣaṇam, Akk. Sg.) + mit den beiden Hoden/Eiern (āṇḍābhyām, Instr. Du.) + die Āditya (ādityān, Akk. Pl.) [Sandhi]
śmaśrubhiḥ
mit den Barthaaren (Instr. Pl.)
panthānaṃ
den Weg (Akk. Sg.)
bhrūbhyāṃ
mit den beiden Augenbrauen (Instr. Du.)
dyāvāpṛthivī
Himmel-und-Erde (dyāvāpṛthivī, Dvandva, Akk. Du.)
vartobhyāṃ
mit den beiden Augenlidern (Instr. Du.) [?]
vidyutaṃ
den Blitz (Akk. Sg.)
kanīnakābhyāṃ
mit den beiden Pupillen (Instr. Du.)
śuklāya
dem Weißen (Dat. Sg.)
svāhā
svāhā! (Opferruf)
kṛṣṇāya
dem Schwarzen (Dat. Sg.)
svāhā
svāhā! (Opferruf)
pāryāṇi
die jenseitigen/hinüberführenden (pārya, Nom. Pl. Ntr.)
pakṣmāṇyavāryā
Wimpern (pakṣmāṇi, Nom. Pl. Ntr.) + die diesseitigen/nicht-hinüberführenden (avāryāḥ, Nom. Pl.) [Sandhi]
ikṣavo'vāryāṇi
Zuckerrohre (ikṣavaḥ, Nom. Pl.) + die diesseitigen (avāryāṇi, Nom. Pl. Ntr.) [Sandhi-Elision von a]
Den Wind identifiziert er mit dem Ein- und Ausatem, an den beiden Nasenlöchern; das Zurückhalten (upayāma) mit der Unterlippe; das Bestehende mit der Oberlippe; das Innere mit dem Glanz; das Äußere mit dem Widerschein; das von außen her Eingelegte mit dem Scheitel; den Donner mit dem Unwiderstehlichen [?]; den Blitzstrahl mit dem Gehirn; den Blitz mit den beiden Pupillen, mit den beiden Ohren das Gehör, mit dem Gehör die beiden Ohren; jetzt mit der unteren Kehle die Gewässer, mit der trockenen Kehle das Denken; mit den Nackensehnen die Aditi, mit dem Kopf die Nirṛti; mit dem zuckenden [?] Kopf, durch Zurufe, die Atemzüge; das Krachen (reṣman) mit dem Haarschopf.
Wort für Wort
vātaṃ
den Wind (Akk. Sg.)
prāṇenāpānena
mit dem Einatem (prāṇena, Instr. Sg.) + mit dem Ausatem (apānena, Instr. Sg.) [Sandhi]
nāsike
an den beiden Nasenlöchern (Du.)
upayāmamadhareṇauṣṭhena
das Zurückhalten (upayāmam, Akk. Sg.) + mit der Unterlippe (adhareṇa oṣṭhena, Instr. Sg.) [Sandhi]
saduttareṇa
das Bestehende (sat, Akk. Sg.) + mit der oberen [Lippe] (uttareṇa, Instr. Sg.) [Sandhi]
prakāśenāntaramanūkāśena
mit dem Glanz (prakāśena, Instr. Sg.) + das Innere (antaram, Akk. Sg.) + mit dem Widerschein (anukāśena, Instr. Sg.) [Sandhi]
bāhyaṃ
das Äußere (Akk. Sg.)
niveṣyaṃ
das von außen her Eingelegte (niveṣya, Akk. Sg.)
mūrdhnā
mit dem Scheitel (Instr. Sg.)
stanayitnuṃ
den Donner (Akk. Sg.)
nirbādhenāśaniṃ
mit dem Unwiderstehlichen [?] (nirbādhena, Instr. Sg.) + den Blitzstrahl (aśaniṃ, Akk. Sg.) [Sandhi]
mastiṣkeṇa
mit dem Gehirn (Instr. Sg.)
vidyutaṃ
den Blitz (Akk. Sg.)
kanīnakābhyāṃ
mit den beiden Pupillen (Instr. Du.)
karṇābhyāṃ
mit den beiden Ohren (Instr. Du.)
śrotraṃ
das Gehör (Akk. Sg.)
śrotrābhyāṃ
mit dem Gehör (Instr. Du.)
karṇau
die beiden Ohren (Akk. Du.)
tedanīmadharakaṇṭhenāpaḥ
jetzt (tadānīm, Adv.) [?] + mit der unteren Kehle (adharakaṇṭhena, Instr. Sg.) + die Gewässer (āpaḥ, Akk. Pl.) [Sandhi]
śuṣkakaṇṭhena
mit der trockenen Kehle (Instr. Sg.)
cittaṃ
das Denken (Akk. Sg.)
manyābhiraditiṃ
mit den Nackensehnen (manyābhiḥ, Instr. Pl.) + die Aditi (aditiṃ, Akk. Sg.) [Sandhi]
Die Mücken identifiziert er mit den Haaren; Indra mit dem gutwirkenden Zuggespann [?]; Bṛhaspati mit dem Vogelsitz [?]; die Schildkröten mit den Hufen; das Schreiten mit den beiden Schienbeinen; die Kapiñjala-Vögel mit den Ṛkṣalā [?]; die Schnelligkeit (java) mit den beiden Waden; den Weg mit den beiden Armen; den Wald (Araṇya) mit dem Jāmbīla [?]; Agni mit den beiden Atirujā [?]; Pūṣan mit den beiden Unterarmen; die beiden Aśvin mit den beiden Schultern; Rudra mit den beiden Rora [?].
Wort für Wort
maśakān
die Mücken (Akk. Pl.)
keśairindraṃ
mit den Haaren (keśaiḥ, Instr. Pl.) + Indra (indraṃ, Akk. Sg.) [Sandhi]
svapasā
mit dem gutwirkenden (Instr. Sg., zu vahena)
vahena
Zuggespann [?] (vaha, Instr. Sg.)
bṛhaspatiṃ
Bṛhaspati (Akk. Sg.)
śakunisādena
mit dem Vogelsitz [?] (Instr. Sg.)
kūrmāñchaphairākramaṇaṃ
die Schildkröten (kūrmān, Akk. Pl.) + mit den Hufen (śaphaiḥ, Instr. Pl.) + das Schreiten (ākramaṇaṃ, Akk. Sg.) [Sandhi]
sthūrābhyāmṛkṣalābhiḥ
mit den beiden Schienbeinen (sthūrābhyām, Instr. Du.) + mit den Ṛkṣalā [?] (ṛkṣalābhiḥ, Instr. Pl.) [Sandhi]
kapiñjalāñjavaṃ
die Kapiñjala-Vögel (kapiñjalān, Akk. Pl.) + die Schnelligkeit (javaṃ, Akk. Sg.) [Sandhi]
jaṅghābhyāmadhvānaṃ
mit den beiden Waden (jaṅghābhyām, Instr. Du.) + den Weg (adhvānaṃ, Akk. Sg.) [Sandhi]
bāhubhyāṃ
mit den beiden Armen (Instr. Du.)
jāmbīlenāraṇyamagnimatirugbhyāṃ
mit dem Jāmbīla [?] (jāmbīlena, Instr. Sg.) + den Wald (araṇyam, Akk. Sg.) + Agni (agnim, Akk. Sg.) + mit den beiden Atirujā [?] (atirugbhyāṃ, Instr. Du.) [Sandhi]
pūṣaṇaṃ
Pūṣan (Akk. Sg.)
dorbhyāmaśvināvaṃsābhyāṃ
mit den beiden Unterarmen (dorbhyām, Instr. Du.) + die beiden Aśvin (aśvinau, Akk. Du.) + mit den beiden Schultern (aṃsābhyāṃ, Instr. Du.) [Sandhi]
Des Agni ist die Flügelrippe (pakṣati); des Vāyu die Neben-Flügelrippe; des Indra die dritte; des Soma die vierte; der Aditi die fünfte; der Indrāṇī die sechste; der Marut die siebte; des Bṛhaspati die achte; des Aryaman die neunte; des Dhātṛ die zehnte; des Indra die elfte; des Varuṇa die zwölfte; des Yama die dreizehnte.
Wort für Wort
agneḥ
des Agni (Gen. Sg.)
pakṣatirvāyornipakṣatirindrasya
die Flügelrippe (pakṣatiḥ, Nom. Sg.) + des Vāyu (vāyoḥ, Gen. Sg.) + die Neben-Flügelrippe (nipakṣatiḥ, Nom. Sg.) + des Indra (indrasya, Gen. Sg.) [Sandhi]
tṛtīyā
die dritte (Nom. Sg.)
somasya
des Soma (Gen. Sg.)
caturthyadityai
die vierte (caturthī, Nom. Sg.) + der Aditi (adityai, Dat. Sg.) [Sandhi]
pañcamīndrāṇyai
die fünfte (pañcamī, Nom. Sg.) + der Indrāṇī (indrāṇyai, Dat. Sg.) [Sandhi]
ṣaṣṭhī
die sechste (Nom. Sg.)
marutāṃ
der Marut (Gen. Pl.)
saptamī
die siebte (Nom. Sg.)
bṛhaspateraṣṭamyaryamṇo
des Bṛhaspati (bṛhaspateḥ, Gen. Sg.) + die achte (aṣṭamī, Nom. Sg.) + des Aryaman (aryamṇaḥ, Gen. Sg.) [Sandhi]
navamī
die neunte (Nom. Sg.)
dhāturdaśamīndrasyaikādaśī
des Dhātṛ (dhātuḥ, Gen. Sg.) + die zehnte (daśamī, Nom. Sg.) + des Indra (indrasya, Gen. Sg.) + die elfte (ekādaśī, Nom. Sg.) [Sandhi]
Von Indra-und-Agni ist die Flügelrippe; der Sarasvatī die Neben-Flügelrippe; des Mitra die dritte; der Gewässer die vierte; der Nirṛti die fünfte; von Agni-und-Soma die sechste; der Schlangen die siebte; des Viṣṇu die achte; des Pūṣan die neunte; des Tvaṣṭṛ die zehnte; des Indra die elfte; des Varuṇa die zwölfte; der Yamī die dreizehnte; von Himmel-und-Erde ist die rechte Flanke, der Viśvedevas die linke (nördliche).
Wort für Wort
indrāgnyoḥ
von Indra-und-Agni (Gen. Du.)
pakṣatiḥ
die Flügelrippe (Nom. Sg.)
sarasvatyai
der Sarasvatī (Dat. Sg.)
nipakṣatirmitrasya
die Neben-Flügelrippe (nipakṣatiḥ, Nom. Sg.) + des Mitra (mitrasya, Gen. Sg.) [Sandhi]
tṛtīyāpāṃ
die dritte (tṛtīyā, Nom. Sg.) + der Gewässer (apāṃ, Gen. Pl.) [Sandhi]
caturthī
die vierte (Nom. Sg.)
nirṛtyai
der Nirṛti (Dat. Sg.)
pañcamyagnīṣomayoḥ
die fünfte (pañcamī, Nom. Sg.) + von Agni-und-Soma (agnīṣomayoḥ, Gen. Du.) [Sandhi]
ṣaṣṭhī
die sechste (Nom. Sg.)
sarpāṇāṃ
der Schlangen (Gen. Pl.)
saptamī
die siebte (Nom. Sg.)
viṣṇoraṣṭamī
des Viṣṇu (viṣṇoḥ, Gen. Sg.) + die achte (aṣṭamī, Nom. Sg.) [Sandhi]
pūṣṇo
des Pūṣan (Gen. Sg.) [Sandhi-verkürzt]
navamī
die neunte (Nom. Sg.)
tvaṣṭurdaśamīndrasyaikādaśī
des Tvaṣṭṛ (tvaṣṭuḥ, Gen. Sg.) + die zehnte (daśamī, Nom. Sg.) + des Indra (indrasya, Gen. Sg.) + die elfte (ekādaśī, Nom. Sg.) [Sandhi]
varuṇasya
des Varuṇa (Gen. Sg.)
dvādaśī
die zwölfte (Nom. Sg.)
yamyai
der Yamī (Dat. Sg.)
trayodaśī
die dreizehnte (Nom. Sg.)
dyāvāpṛthivyordakṣiṇaṃ
von Himmel-und-Erde (dyāvāpṛthivyoḥ, Gen. Du.) + die rechte (dakṣiṇaṃ, Nom. Sg.) [Sandhi]
pārśvaṃ
Flanke (Nom. Sg.)
viśveṣāṃ
der Viśvedevas/aller (Gen. Pl.)
devānāmuttaram
der Götter (devānām, Gen. Pl.) + die obere/linke [nördliche] (uttaram, Nom. Sg.) [Sandhi]
Der Marut sind die Schultern; der Viśvedevas ist das erste Wirbelbein; der Rudra das zweite; der Āditya das dritte; des Vāyu ist der Schwanz; von Agni-und-Soma sind die beiden Steißbeine [?]; die beiden Kruñca-Kraniche gehören zu den beiden Hüften; Indra-und-Bṛhaspati zu den beiden Schenkeln; Mitra-und-Varuṇa zu den beiden Weichen [?]; das Schreiten zu den beiden Schienbeinen; die Kraft zu den beiden Kniekehlen [?].
Wort für Wort
marutāṃ
der Marut (Gen. Pl.)
skandhā
Schultern (Nom. Pl.)
viśveṣāṃ
der Viśvedevas/aller (Gen. Pl.)
devānāṃ
der Götter (Gen. Pl.)
prathamā
das erste (prathamā, Nom. Sg.)
kīkasā
Wirbelbein (Nom. Sg.)
rudrāṇāṃ
der Rudra (Gen. Pl.)
dvitīyā''dityānāṃ
die zweite (dvitīyā, Nom. Sg.) + der Āditya (ādityānāṃ, Gen. Pl.) [Sandhi]
tṛtīyā
die dritte (Nom. Sg.)
vāyoḥ
des Vāyu (Gen. Sg.)
pucchamagnīṣomayorbhāsadau
der Schwanz (puccham, Nom. Sg.) + von Agni-und-Soma (agnīṣomayoḥ, Gen. Du.) + die beiden Steißbeine [?] (bhāsadau, Nom. Du.) [Sandhi]
kruñcau
die beiden Kruñca-Kraniche (Nom. Du.)
śroṇibhyāmindrābṛhaspatī
zu den beiden Hüften (śroṇibhyām, Dat. Du.) + Indra-und-Bṛhaspati (indrābṛhaspatī, Nom. Du.) [Sandhi]
ūrubhyāṃ
zu den beiden Schenkeln (Dat. Du.)
mitrāvaruṇāvalgābhyāmākramaṇaṃ
Mitra-und-Varuṇa (mitrāvaruṇau, Nom. Du.) + zu den beiden Weichen [?] (valgābhyām, Dat. Du.) + das Schreiten (ākramaṇaṃ, Nom. Sg.) [Sandhi]
Pūṣan identifiziert er mit dem Mastdarm; die Blinddärme mit dem Dickdarm; die Schlangen mit den Gedärmen; den Vihruta [?] mit den Eingeweiden; die Gewässer mit der Harnblase; den Hoden mit den beiden Hoden(-Testikeln); den Vājin (das kraftvolle Glied) mit dem Penis; die Nachkommenschaft mit dem Samen; die Blauracken mit der Galle; die Risse (Wunden) mit dem After; die Kürbisse [bildlich, ?] mit den Kotklumpen.
Wort für Wort
pūṣaṇaṃ
Pūṣan (Akk. Sg.)
vaniṣṭhunā'ndhāhīntsthūlagudayā
mit dem Mastdarm (vaniṣṭhunā, Instr. Sg.) + die Blinddärme (andhāhīn, Akk. Pl.) + mit dem Dickdarm (sthūlagudayā, Instr. Sg.) [Sandhi]
sarpāngudābhirvihruta
die Schlangen (sarpān, Akk. Pl.) + mit den Gedärmen (gudābhiḥ, Instr. Pl.) + den Vihruta [?] (vihrutaḥ, Akk. Sg.) [Sandhi]
āntrairapo
mit den Eingeweiden (āntraiḥ, Instr. Pl.) + die Gewässer (apaḥ, Akk. Pl.) [Sandhi]
vastinā
mit der Harnblase (Instr. Sg.)
vṛṣaṇamāṇḍābhyāṃ
den Hoden (vṛṣaṇam, Akk. Sg.) + mit den beiden Hoden/Testikeln (āṇḍābhyām, Instr. Du.) [Sandhi]
vājinaṃ
den Vājin [das kraftvolle Glied] (Akk. Sg.)
śepena
mit dem Penis (Instr. Sg.)
prajāṃ
die Nachkommenschaft (Akk. Sg.)
retasā
mit dem Samen (Instr. Sg.)
cāṣān
die Blauracken (Akk. Pl.)
pittena
mit der Galle (Instr. Sg.)
pradarān
die Risse/Wunden (Akk. Pl.)
pāyunā
mit dem After (Instr. Sg.)
kūśmāñchakapiṇḍaiḥ
die Kürbisse [bildlich, ?] (kūśmān, Akk. Pl.) + mit den Kotklumpen (śakapiṇḍaiḥ, Instr. Pl.) [Sandhi]
Des Indra ist der Schlund [?]; der Aditi ist die Brustseite; der Himmelsrichtungen sind die Schlüsselbeine; der Aditi gehört das 'Bhasat' [?] - die Wolken mit dem Herzumhüllenden; den Luftraum mit dem Bauchfell; die Wolken mit dem Bauchinneren; die beiden Cakravāka-Enten mit den beiden Nierenfettgeweben; den Himmel mit den beiden Nieren; die Berge mit den Rippenknorpeln; die Steine mit der Milz; die Ameisenhaufen mit den Lungenflügeln; die Gebüsche mit den Herzgefäßen (Adern); die fließenden Ströme mit den Seen; mit den beiden Weichen das Meer; mit dem Bauch den Vaiśvānara (das Feuer), mit der Asche.
Wort für Wort
indrasya
des Indra (Gen. Sg.)
krīḍo'dityai
der Schlund [?] (krīḍaḥ, Nom. Sg.) + der Aditi (adityai, Dat. Sg.) [Sandhi]
pājasyaṃ
die Brustseite (Nom. Sg.)
diśāṃ
der Himmelsrichtungen (Gen. Pl.)
jatravo'dityai
die Schlüsselbeine (jatravaḥ, Nom. Pl.) + der Aditi (adityai, Dat. Sg.) [Sandhi]
bhasajjīmūtān
das 'Bhasat' [?] (bhasat, Nom. Sg.) + die Wolken (jīmūtān, Akk. Pl.) [Sandhi]
hṛdayaupaśenāntarikṣaṃ
mit dem Herzumhüllenden (hṛdayaupaśena, Instr. Sg.) + den Luftraum (antarikṣaṃ, Akk. Sg.) [Sandhi]
purītatā
mit dem Bauchfell (Instr. Sg.)
nabha
die Wolken (nabhaḥ, Akk. Pl.) [verkürzt]
udaryeṇa
mit dem Bauchinneren (Instr. Sg.)
cakravākau
die beiden Cakravāka-Enten (Nom./Akk. Du.)
matasnābhyāṃ
mit den beiden Nierenfettgeweben (Instr. Du.)
divaṃ
den Himmel (Akk. Sg.)
vṛkkābhyāṃ
mit den beiden Nieren (Instr. Du.)
girīn
die Berge (Akk. Pl.)
plāśibhirupalān
mit den Rippenknorpeln (plāśibhiḥ, Instr. Pl.) + die Steine (upalān, Akk. Pl.) [Sandhi]
plīhnā
mit der Milz (Instr. Sg.)
valmīkān
die Ameisenhaufen (Akk. Pl.)
klomabhirglaubhirgulmān
mit den Lungenflügeln (klomabhiḥ, Instr. Pl.) + [?] (glau-, unklares Element) + die Gebüsche (gulmān, Akk. Pl.) [Sandhi]
hirābhiḥ
mit den Herzgefäßen/Adern (Instr. Pl.)
sravantīrhradān
die fließenden Ströme (sravantīḥ, Akk. Pl.) + die Seen (hradān, Akk. Pl.) [Sandhi]
kukṣibhyāṃ
mit den beiden Weichen (Instr. Du.)
samudramudareṇa
das Meer (samudram, Akk. Sg.) + mit dem Bauch (udareṇa, Instr. Sg.) [Sandhi]
Den Zusammenhalt (vidhṛti) verbindet er mit dem Nabel; das Geronnene (dhṛta) mit dem Saft; die Gewässer mit der Brühe; die Sonnenstrahlen mit den Spritztropfen; den Nebel mit der Hitze; das Fett [?] mit dem Fett (vasā); die Tautropfen mit den Tränen; die Hrādunī [?] mit den Augenbutzen; mit dem Blut die Rakṣas; mit den Gliedern die bunten (Sterne); die Sternbilder mit der Gestalt; die Erde mit der Haut. Für den Jumbaka [?] svāhā!
Wort für Wort
vidhṛtiṃ
den Zusammenhalt (vidhṛti, Akk. Sg.)
nābhyā
mit dem Nabel (Instr. Sg.)
dhṛtaṃ
das Geronnene (dhṛta, Akk. Sg.)
rasenāpo
mit dem Saft (rasena, Instr. Sg.) + die Gewässer (apaḥ, Akk. Pl.) [Sandhi]
yūṣṇā
mit der Brühe (Instr. Sg.)
marīcīrvipruḍbhirnīhāramūṣmaṇā
die Sonnenstrahlen (marīcīḥ, Akk. Pl.) + mit den Spritztropfen (vipruḍbhiḥ, Instr. Pl.) + den Nebel (nīhāram, Akk. Sg.) + mit der Hitze (ūṣmaṇā, Instr. Sg.) [Sandhi]
śīnaṃ
das Fett [?] (śīna, Akk. Sg.)
vasayā
mit dem Fett (vasā, Instr. Sg.)
pruṣvā
die Tautropfen (pruṣvāḥ, Akk. Pl.)
aśrubhirhrādunīrdūṣīkābhirasnā
mit den Tränen (aśrubhiḥ, Instr. Pl.) + die Hrādunī [?] (hrādunīḥ, Akk. Pl.) + mit den Augenbutzen (dūṣīkābhiḥ, Instr. Pl.) + mit dem Blut (asnā, Instr. Sg.) [Sandhi]
rakṣāṃsi
die Rakṣas (Akk. Pl. Ntr.)
citrāṇyaṅgairnakṣatrāṇi
die bunten [Sterne] (citrāṇi, Akk. Pl. Ntr.) + mit den Gliedern (aṅgaiḥ, Instr. Pl.) + die Sternbilder (nakṣatrāṇi, Akk. Pl. Ntr.) [Sandhi]
Hiraṇyagarbha, der goldene Keim, entstand am Anfang; er war der einzige Herr alles Gewordenen (Seienden). Er stützte die Erde und diesen Himmel. Welchem Gott sollen wir mit der Opferspende huldigen?
Wort für Wort
hiraṇyagarbhaḥ
der Goldkeim/Hiraṇyagarbha (Nom. Sg.)
samavartatāgre
entstand (samavartata, 3.Sg.Impf.Med.) + am Anfang (agre, Lok. Sg.) [Sandhi]
bhūtasya
des Gewordenen/Seienden (Gen. Sg.)
jātaḥ
geboren/entstanden (Nom. Sg., Ptz.)
patireka
der Herr (patiḥ, Nom. Sg.) + der einzige (ekaḥ, Nom. Sg.) [Sandhi]
āsīt
er war (3.Sg.Impf.)
sa
er (Nom. Sg.)
dādhāra
stützte (3.Sg.Perf.)
pṛthivīṃ
die Erde (Akk. Sg.)
dyāmutemāṃ
den Himmel (dyām, Akk. Sg.) + und (uta) + diesen (imāṃ, Akk. Sg.) [Sandhi]
yaḥ prāṇato nimiṣato mahitvaika idrājā jagato babhūva ya īśe asya dvipadaścatuṣpadaḥ kasmai devāya haviṣā vidhema
Der durch seine Größe der alleinige König des Atmenden und Blinzelnden - der lebendigen Wesen - wurde, der über dieses Zwei- und Vierfüßige gebietet: welchem Gott sollen wir mit der Opferspende huldigen?
Wort für Wort
yaḥ
der (Rel.Pron., Nom. Sg.)
prāṇato
des Atmenden (prāṇataḥ, Gen. Sg.)
nimiṣato
des Blinzelnden (nimiṣataḥ, Gen. Sg.)
mahitvaika
durch [seine] Größe (mahitvā, Instr. Sg.) + der alleinige (ekaḥ, Nom. Sg.) [Sandhi]
idrājā
fürwahr (it, Partikel) + König (rājā, Nom. Sg.) [Sandhi]
jagato
des Beweglichen/der Wesen (jagataḥ, Gen. Sg.)
babhūva
wurde (3.Sg.Perf.)
ya
der (yaḥ, Rel.Pron. Nom. Sg.) [Sandhi-verkürzt]
īśe
gebietet (3.Sg.Präs.Med.)
asya
über dieses (Gen. Sg.)
dvipadaścatuṣpadaḥ
des Zweifüßigen (dvipadaḥ, Gen. Sg.) + des Vierfüßigen (catuṣpadaḥ, Gen. Sg.) [Sandhi]
Dessen Größe diese schneereichen Berge bezeugen, dessen Meer man zusammen mit dem Strom Rasā nennt, dessen sind diese Himmelsrichtungen, dessen sind die beiden Arme: welchem Gott sollen wir mit der Opferspende huldigen?
Wort für Wort
yasyeme
dessen (yasya, Gen. Sg.) + diese (ime, Nom. Pl.) [Sandhi]
himavanto
schneereiche [Berge] (himavantaḥ, Nom. Pl.)
mahitvā
Größe (Instr. Sg.)
yasya
dessen (Gen. Sg.)
samudraṃ
das Meer (Akk. Sg.)
rasayā
mit [dem Strom] Rasā (Instr. Sg.)
sahāhuḥ
zusammen (saha, Adv.) + sie nennen (āhuḥ, 3.Pl.Perf.) [Sandhi]
yasyemāḥ
dessen (yasya, Gen. Sg.) + diese (imāḥ, Nom. Pl.) [Sandhi]
Der Selbst-Geber, der Kraft-Geber, dessen Gebot alle Wesen, dessen Gebot die Götter befolgen, dessen Schatten die Unsterblichkeit, dessen Schatten der Tod ist: welchem Gott sollen wir mit der Opferspende huldigen?
ā no bhadrāḥ kratavo yantu viśvato'dabdhāso aparītāsa udbhidaḥ devā no yathā sadamid vṛdhe asannaprāyuvo rakṣitāro dive – dive
Gute Entschlüsse mögen uns von allen Seiten zukommen, unbetrogene, unumgängliche, aufsprießende; auf dass die Götter uns immerdar zum Gedeihen seien, nicht ermüdende Beschützer, Tag für Tag.
Wort für Wort
ā
herbei (Präverb)
no
uns (Dat. Pl., enklit.)
bhadrāḥ
gute (Nom. Pl.)
kratavo
Entschlüsse (kratavaḥ, Nom. Pl.)
yantu
sie mögen kommen (3.Pl.Imp.)
viśvato'dabdhāso
von allen Seiten (viśvataḥ, Adv.) + unbetrogene (adabdhāsaḥ, Nom. Pl.) [Sandhi]
devānāṃ bhadrā sumatirṛjūyatāṃ devānāṃ rātirabhi no nivartatām devānāṃ sakhyamupasedimā vayaṃ devā na āyuḥ pratirantu jīvase
Der Götter, der rechtschaffen wandelnden, gütige Gunst, und der Götter Gabe mögen sich uns zuwenden; der Götter Freundschaft haben wir gesucht; die Götter mögen uns das Leben verlängern, auf dass wir weiterleben.
Wort für Wort
devānāṃ
der Götter (Gen. Pl.)
bhadrā
gütige (Nom. Sg. Fem.)
sumatirṛjūyatāṃ
Gunst/Wohlwollen (sumatiḥ, Nom. Sg.) + der rechtschaffen wandelnden (ṛjūyatāṃ, Gen. Pl. Ptz.) [Sandhi]
devānāṃ
der Götter (Gen. Pl.)
rātirabhi
Gabe (rātiḥ, Nom. Sg.) + hin zu (abhi, Präverb) [Sandhi]
no
uns (Akk. Pl.)
nivartatām
möge sich zuwenden (3.Sg.Imp.Med.)
devānāṃ
der Götter (Gen. Pl.)
sakhyamupasedimā
Freundschaft (sakhyam, Akk. Sg.) + wir haben aufgesucht (upasedima, 1.Pl.Perf.) [Sandhi]
Diese rufen wir mit altehrwürdiger Anrufungsformel: Bhaga, Mitra, Aditi, den untrüglichen Dakṣa, Aryaman, Varuṇa, Soma, die beiden Aśvin; Sarasvatī, die Glückhafte, möge uns Wohlergehen schaffen.
Wort für Wort
tānpūrvayā
diese (tān, Akk. Pl.) + mit altehrwürdiger (pūrvayā, Instr. Sg.) [Sandhi]
nividā
Anrufungsformel (Instr. Sg.)
hūmahe
wir rufen (1.Pl.Präs.Med.)
vayaṃ
wir (Nom. Pl.)
bhagaṃ
Bhaga (Akk. Sg.)
mitramaditiṃ
Mitra (Akk. Sg.) + Aditi (Akk. Sg.) [Sandhi]
dakṣamasridham
Dakṣa (Akk. Sg.) + den untrüglichen (asridham, Akk. Sg.) [Sandhi]
aryamaṇaṃ
Aryaman (Akk. Sg.)
varuṇaṃ
Varuṇa (Akk. Sg.)
somamaśvinā
Soma (Akk. Sg.) + die beiden Aśvin (aśvinā, Akk. Du.) [Sandhi]
Das erquickende Heilmittel möge uns der Wind wehen, das gewähre Mutter Erde, das Vater Himmel, das die erquickenden, Soma auspressenden Steine; das höret ihr beiden andächtigen Aśvin!
Wort für Wort
tanno
das (tat, Akk. Sg.) + uns (naḥ, Dat. Pl.) [Sandhi]
vāto
der Wind (vātaḥ, Nom. Sg.)
mayobhu
erquickende (mayobhu, Akk. Sg. Ntr., Adj. zu bheṣajam)
vātu
möge wehen (3.Sg.Imp.)
bheṣajaṃ
das Heilmittel (Akk. Sg.)
tanmātā
das (tat, Akk. Sg.) + Mutter (mātā, Nom. Sg.) [Sandhi]
pṛthivī
Erde (Nom. Sg.)
tatpitā
das (tat, Akk. Sg.) + Vater (pitā, Nom. Sg.) [Sandhi]
Den Herrschenden, den Herrn des Beweglichen und Unbeweglichen, den Gedanken-Anregenden rufen wir zur Hilfe; auf dass Pūṣan uns zum Gedeihen der Güter sei, ein unbetrogener Beschützer und Hüter, zum Heil.
Wort für Wort
tamīśānaṃ
den (tam, Akk. Sg.) + Herrschenden (īśānam, Akk. Sg.) [Sandhi]
jagatastasthuṣaspatiṃ
des Beweglichen (jagataḥ, Gen. Sg.) + des Unbeweglichen (tasthuṣaḥ, Gen. Sg.) + den Herrn (patiṃ, Akk. Sg.) [Sandhi]
dhiyañjinvamavase
den Gedanken-Anregenden (dhiyaṃjinvam, Akk. Sg.) + zur Hilfe (avase, Dat. Sg.) [Sandhi]
hūmahe
wir rufen (1.Pl.Präs.Med.)
vayam
wir (Nom. Pl.)
pūṣā
Pūṣan (Nom. Sg.)
no
uns (Dat. Pl.)
yathā
auf dass (Konj.)
vedasāmasad
der Güter (vedasām, Gen. Pl.) + er sei (asat, 3.Sg.Inj.) [Sandhi]
svasti na indro vṛddhaśravāḥ svasti naḥ pūṣā viśvavedāḥ svasti nastārkṣyo ariṣṭanemiḥ svasti no bṛhaspatirdadhātu
Heil gebe uns Indra von altberühmtem Ruhm, Heil uns Pūṣan, der Allwissende, Heil uns Tārkṣya mit unversehrter Radfelge, Heil uns möge Bṛhaspati verleihen.
Wort für Wort
svasti
Heil (Akk. Sg.)
na
uns (Dat. Pl., enklit.)
indro
Indra (Nom. Sg.)
vṛddhaśravāḥ
von altberühmtem Ruhm (Nom. Sg.)
svasti
Heil (Akk. Sg.)
naḥ
uns (Dat. Pl.)
pūṣā
Pūṣan (Nom. Sg.)
viśvavedāḥ
der Allwissende (Nom. Sg.)
svasti
Heil (Akk. Sg.)
nastārkṣyo
uns (naḥ, Dat. Pl.) + Tārkṣya (tārkṣyaḥ, Nom. Sg.) [Sandhi]
Die Marut mit scheckigen Rossen, deren Mutter Pṛśni ist, die schönhin ziehenden, die zu den Opferversammlungen kommen, mit Agni als Zunge, weise (menschenkundig), mit dem Auge der Sonne - alle Götter mögen uns hier zur Hilfe kommen.
Wort für Wort
pṛṣadaśvā
mit scheckigen Rossen (Nom. Pl.)
marutaḥ
die Marut (Nom. Pl.)
pṛśnimātaraḥ
deren Mutter Pṛśni ist (Nom. Pl.)
śubhaṃyāvāno
die schönhin ziehenden (Nom. Pl.)
vidatheṣu
in den Opferversammlungen (Lok. Pl.)
jagmayaḥ
die kommen (Nom. Pl., Perf.-Ptz.)
agnijihvā
mit Agni als Zunge (Nom. Pl.)
manavaḥ
weise/menschenkundig (Nom. Pl.)
sūracakṣaso
mit dem Auge der Sonne (Nom. Pl.)
viśve
alle (Nom. Pl.)
no
uns (Akk./Dat. Pl.)
devā
Götter (devāḥ, Nom. Pl.)
avasāgamanniha
mit Hilfe (avasā, Instr. Sg.) + sie mögen kommen (gaman, 3.Pl.Inj.Aor.) + hier (iha, Adv.) [Sandhi]
Gutes mögen wir mit den Ohren hören, ihr Götter, Gutes mögen wir mit den Augen sehen, ihr Verehrungswürdigen; mit festen Gliedern, mit unseren Leibern preisend, mögen wir das von den Göttern bestimmte Lebensalter erlangen.
Wort für Wort
bhadraṃ
Gutes (Akk. Sg.)
karṇebhiḥ
mit den Ohren (Instr. Pl.)
śṛṇuyāma
mögen wir hören (1.Pl.Opt.)
devā
Götter (devāḥ, Vok. Pl.)
bhadraṃ
Gutes (Akk. Sg.)
paśyemākṣabhiryajatrāḥ
mögen wir sehen (paśyema, 1.Pl.Opt.) + mit den Augen (akṣabhiḥ, Instr. Pl.) + ihr Verehrungswürdigen (yajatrāḥ, Vok. Pl.) [Sandhi]
sthirairaṅgaistuṣṭuvāṃsastanūbhirvyaśemahi
mit festen (sthiraiḥ, Instr. Pl.) + Gliedern (aṅgaiḥ, Instr. Pl.) + preisend (tuṣṭuvāṃsaḥ, Nom. Pl. Perf.Ptz.) + mit den Leibern (tanūbhiḥ, Instr. Pl.) + mögen wir erlangen (vyaśemahi, 1.Pl.Opt.) [Sandhi]
devahitaṃ
das von den Göttern bestimmte (Akk. Sg.)
yadāyuḥ
das (yat, Akk. Sg.) + Lebensalter (āyuḥ, Akk. Sg.) [Sandhi]
śataminnu śarado anti devā yatrā naścakrā jarasaṃ tanūnām putrāso yatra pitaro bhavanti mā no madhyā rīriṣatāyurgantoḥ
Hundert Herbste fürwahr liegen nahe, ihr Götter, in denen ihr das Altern unserer Leiber bewirkt habt, in denen die Söhne zu Vätern werden - möget ihr uns nicht in der Mitte des Lebensganges das Leben schädigen.
aditirdyauraditirantarikṣamaditirmātā sa pitā sa putraḥ viśve devā aditiḥ pañca janā aditirjātamaditirjanitvam
Aditi ist der Himmel, Aditi der Luftraum, Aditi die Mutter, sie der Vater, sie der Sohn; alle Götter sind Aditi, die fünf Stämme sind Aditi; Aditi ist das Geborene, Aditi das Zukünftige.
Wort für Wort
aditirdyauraditirantarikṣamaditirmātā
Aditi [ist] (aditiḥ, Nom. Sg.) + der Himmel (dyauḥ, Nom. Sg.) + Aditi (aditiḥ, Nom. Sg.) + der Luftraum (antarikṣam, Nom. Sg.) + Aditi (aditiḥ, Nom. Sg.) + die Mutter (mātā, Nom. Sg.) [mehrfache Sandhi]
mā no mitro varuṇo aryamāyurindra ṛbhukṣā marutaḥ pari khyan yadvājino devajātasya sapteḥ pravakṣyāmo vidathe vīryāṇi
Nicht mögen uns Mitra, Varuṇa, Aryaman, Āyu, Indra Ṛbhukṣan, die Marut übersehen, wenn wir des rennstarken, gottentsprossenen Rosses Heldentaten in der Opferversammlung verkünden wollen.
Wenn sie das mit dem Prachtgewand als Erbgut Bedeckte, die ergriffene Opfergabe, vom Kopfende her führen, dann blökt der wohlvorwärtsschreitende, allgestaltige Ziegenbock; er geht ein in den lieben Bereich von Indra-und-Pūṣan.
Wort für Wort
yannirṇijā
wenn (yat) + mit dem Prachtgewand (nirṇijā, Instr. Sg.) [Sandhi]
Dieser Ziegenbock wird vor dem rennstarken Ross her geführt, der allen Göttern gehörige Anteil des Pūṣan; wenn er zusammen mit dem geliebten Opferkuchen zu dem Renner geführt wird, belebt ihn Tvaṣṭṛ zu berühmtem Ruhm.
Wort für Wort
eṣa
dieser (Nom. Sg.)
chāgaḥ
Ziegenbock (Nom. Sg.)
puro
vor- (Adv./Präverb)
aśvena
mit dem Ross (Instr. Sg.)
vājinā
dem rennstarken (Instr. Sg.)
pūṣṇo
des Pūṣan (Gen. Sg.)
bhāgo
der Anteil (Nom. Sg.)
nīyate
wird geführt (3.Sg.Präs.Pass.)
viśvadevyaḥ
der allen Göttern gehörige (Nom. Sg.)
abhipriyaṃ
das geliebte (Akk. Sg.)
yatpuroḍāśamarvatā
wenn (yat) + den Opferkuchen (puroḍāśam, Akk. Sg.) + zu dem Renner (arvatā, Instr. Sg.) [Sandhi]
Wenn die Menschen die Opfergabe, die zur rechten Jahreszeit den Göttern zugehende, dreimal um das Ross herumführen, dann geht dabei der erste Anteil des Pūṣan voran - der Ziegenbock, der das Opfer den Göttern ankündigt.
Wort für Wort
yaddhaviṣyamṛtuśo
was (yat, Akk. Sg.) + Opfergabe (haviṣyam, Akk. Sg.) + zur rechten Jahreszeit (ṛtuśaḥ, Adv.) [Sandhi]
devayānaṃ
die den Göttern zugehende (Akk. Sg.)
trirmānuṣāḥ
dreimal (triḥ, Adv.) + die Menschen (mānuṣāḥ, Nom. Pl.) [Sandhi]
paryaśvaṃ
um...herum (pari, Präverb) + das Ross (aśvam, Akk. Sg.) [Sandhi]
Der Hotṛ, der Adhvaryu, der Feueranzündende (Āvayāj), der die Presssteine Ergreifende und der wohlberedte Vorsänger (Śaṃstṛ) - mit diesem wohlbereiteten, wohlgeopferten Opfer füllet die Höhlungen (Bäuche)!
Wort für Wort
hotādhvaryurāvayā
der Hotṛ (hotā, Nom. Sg.) + der Adhvaryu (adhvaryuḥ, Nom. Sg.) + der Feueranzündende/Āvayāj (āvayāḥ, Nom. Sg.) [Sandhi]
agnimindho
das Feuer (agnim, Akk. Sg.) + er entzündet (indhe, 3.Sg.Präs.Med.) [Sandhi]
grāvagrābha
der die Presssteine Ergreifende (grāvagrābhaḥ, Nom. Sg.) [Sandhi-verkürzt]
yūpavraskā uta ye yūpavāhāścaṣālaṃ ye aśvayūpāya takṣati ye cārvate pacanaṃ sambharantyuto teṣāmabhigūrtirna invatu
Die den Opferpfahl Fällenden und die den Opferpfahl Tragenden, und die den Pflock für den Rosspfahl zurechtzimmern, und die für den Renner das Kochgerät zusammentragen - auch von diesen möge der Zuruf uns fördern, nicht schaden.
Wort für Wort
yūpavraskā
die den Opferpfahl Fällenden (Nom. Pl.)
uta
und (Konj.)
ye
die (Rel.Pron., Nom. Pl.)
yūpavāhāścaṣālaṃ
die den Opferpfahl Tragenden (yūpavāhāḥ, Nom. Pl.) + den Pflock (caṣālaṃ, Akk. Sg.) [Sandhi]
ye
die (Nom. Pl.)
aśvayūpāya
für den Rosspfahl (Dat. Sg.)
takṣati
sie zurechtzimmern (3.Pl.Präs., Vedisch)
ye
die (Nom. Pl.)
cārvate
und (ca) + für den Renner (arvate, Dat. Sg.) [Sandhi]
pacanaṃ
das Kochgerät (Akk. Sg.)
sambharantyuto
sie zusammentragen (sambharanti, 3.Pl.Präs.) + auch (uta) [Sandhi]
teṣāmabhigūrtirna
von diesen (teṣām, Gen. Pl.) + der Zuruf (abhigūrtiḥ, Nom. Sg.) + nicht (na) [Sandhi]
Wohlgesinnt ist es herangetreten, ein Gedicht wurde eingegeben, dem Wunsch der Götter gemäß, das Ross mit geglättetem Rücken; ihm jubeln die redekundigen Ṛṣis nach; wir haben es zum guten Genossen bei der Nahrung der Götter gemacht.
Wort für Wort
upa
heran- (Präverb)
prāgātsumanme'dhāyi
trat heran (prāgāt, 3.Sg.Impf.) + wohlgesinnt (sumat-, unklare Form) [?] + wurde eingegeben (adhāyi, 3.Sg.Aor.Pass.) [Sandhi, Segmentierung unsicher]
manma
ein Gedicht/Gebet (Nom. Sg.)
devānāmāśā
der Götter (devānām, Gen. Pl.) + dem Wunsch gemäß (āśā, Instr. Sg.) [Sandhi]
upa
heran- (Präverb, wiederholt)
vītapṛṣṭhaḥ
mit geglättetem Rücken (Nom. Sg., das Ross)
anvenaṃ
nach- (anu, Präverb) + ihm (enam, Akk. Sg.) [Sandhi]
yadvājino dāma sandānamarvato yā śīrṣaṇyā raśanā rajjurasya yadvā ghāsya prabhṛtamāsye tṛṇaṃ sarvā tā te api deveṣvastu
Was auch des rennstarken Renners Fessel und Strick ist, was der Kopfriemen und der Zügel des Rosses ist, und was ihm als Futter, das Gras, ins Maul gebracht wurde - all das sei bei dir auch unter den Göttern.
Wort für Wort
yadvājino
was (yat) + des rennstarken (vājinaḥ, Gen. Sg.) [Sandhi]
dāma
Fessel (Nom. Sg.)
sandānamarvato
Strick (sandānam, Nom. Sg.) + des Renners (arvataḥ, Gen. Sg.) [Sandhi]
yā
was (Nom. Sg. Fem., Rel.Pron.)
śīrṣaṇyā
Kopfriemen (Nom. Sg.)
raśanā
Zügel (Nom. Sg.)
rajjurasya
Strick (rajjuḥ, Nom. Sg.) + des Rosses (asya, Gen. Sg.) [Sandhi]
yadaśvasya kraviṣo makṣikāśa yadvā svarau svadhitau riptamasti yaddhastayoḥ śamituryannakheṣu sarvā tā te api deveṣvastu
Was vom rohen Fleisch des Rosses an den Fliegen haftet, oder was am Bratspieß und am Beil beschmiert ist, was an den Händen und was an den Nägeln des Schlachters haftet - all das sei bei dir auch unter den Göttern.
Wort für Wort
yadaśvasya
was (yat) + des Rosses (aśvasya, Gen. Sg.) [Sandhi]
kraviṣo
vom rohen Fleisch (kraviṣaḥ, Gen. Sg.)
makṣikāśa
an den Fliegen (makṣikāsu, Lok. Pl.) [?, Form unklar]
yadvā
was (yat) + oder (vā) [Sandhi]
svarau
am Bratspieß (Lok. Sg.)
svadhitau
am Beil (Lok. Sg.)
riptamasti
beschmiert (riptam, Nom. Sg.) + ist (asti, 3.Sg.Präs.) [Sandhi]
yaddhastayoḥ
was (yat) + an den beiden Händen (hastayoḥ, Lok. Du.) [Sandhi]
śamituryannakheṣu
des Schlachters (śamituḥ, Gen. Sg.) + was (yat) + an den Nägeln (nakheṣu, Lok. Pl.) [Sandhi]
sarvā
all das (Nom. Pl. Ntr.)
tā
das (Nom. Pl. Ntr.)
te
dir (Dat. Sg.)
api
auch (Partikel)
deveṣvastu
unter den Göttern (deveṣu, Lok. Pl.) + sei (astu, 3.Sg.Imp.) [Sandhi]
yadūvadhyamudarasyāpavāti ya āmasya kraviṣo gandho asti sukṛtā tacchamitāraḥ kṛṇvantūta medhaṃ śṛtapākaṃ pacantu
Was an Unverdautem aus dem Bauch entweicht, was für ein Geruch von dem rohen Fleisch ausgeht - das mögen die Schlachter wohlbereitet machen, und das Opfermahl wohlgar gekocht kochen.
Wort für Wort
yadūvadhyamudarasyāpavāti
was (yat) + Unverdautes (ūvadhyam, Nom. Sg.) + des Bauches (udarasya, Gen. Sg.) + entweicht (apavāti, 3.Sg.Präs.) [Sandhi]
ya
was (yat, Rel.Pron. Nom. Sg.) [Sandhi-verkürzt]
āmasya
des rohen (Gen. Sg.)
kraviṣo
Fleisches (kraviṣaḥ, Gen. Sg.)
gandho
Geruch (gandhaḥ, Nom. Sg.)
asti
ist (3.Sg.Präs.)
sukṛtā
wohlbereitet (Akk. Sg. Ntr., adverbial)
tacchamitāraḥ
das (tat, Akk. Sg.) + die Schlachter (śamitāraḥ, Nom. Pl.) [Sandhi]
kṛṇvantūta
sie mögen machen (kṛṇvantu, 3.Pl.Imp.) + und (uta) [Sandhi]
Was von deinem am Feuer gebratenen Glied, das auf dem Bratspieß steckt, herabtropft, das soll nicht an der Erde noch am Gras kleben bleiben; den begehrenden Göttern sei das dargebracht.
Wort für Wort
yatte
was (yat, Nom. Sg.) + deinem (te, Gen. Sg.) [Sandhi]
gātrādagninā
vom Glied (gātrāt, Abl. Sg.) + mit dem Feuer (agninā, Instr. Sg.) [Sandhi]
pacyamānādabhi
vom gebratenen (pacyamānāt, Abl. Sg.) + herab (abhi, Präverb) [Sandhi]
śūlaṃ
auf dem Bratspieß (Akk. Sg.)
nihatasyāvadhāvati
des Erschlagenen/Getöteten (nihatasya, Gen. Sg.) + herabtropft (avadhāvati, 3.Sg.Präs.) [Sandhi]
mā
nicht (Vetitiv-Partikel, mit Injunktiv)
tadbhūmyāmāśriṣanmā
das (tat, Nom. Sg.) + an der Erde (bhūmyām, Lok. Sg.) + soll haften (āśriṣat, 3.Sg.Inj.Aor.) + nicht (mā, Vetitiv-Partikel) [Sandhi]
tṛṇeṣu
am Gras (Lok. Pl.)
devebhyastaduśadbhyo
den Göttern (devebhyaḥ, Dat. Pl.) + das (tat, Nom. Sg.) + den begehrenden (uśadbhyaḥ, Dat. Pl.) [Sandhi]
rātamastu
dargebracht (rātam, Nom. Sg.) + sei (astu, 3.Sg.Imp.) [Sandhi]
ye vājinaṃ paripaśyanti pakvaṃ ya īmāhuḥ surabhirnirhareti ye cārvato māṃsabhikṣāmupāsata uto teṣāmabhigūrtirna invatu
Die den gebratenen Renner betrachten, und die sagen: 'Es duftet, trag es heraus!', und die auf ein Almosen vom Fleisch des Renners warten - auch von diesen möge der Zuruf uns fördern, nicht schaden.
Wort für Wort
ye
die (Rel.Pron. Nom. Pl.)
vājinaṃ
den rennstarken [Renner] (Akk. Sg.)
paripaśyanti
sie betrachten (3.Pl.Präs.)
pakvaṃ
den gebratenen (Akk. Sg.)
ya
die (ye, Nom. Pl.) [Sandhi-verkürzt]
īmāhuḥ
es (īm, enklit. Akk.) + sie sagen (āhuḥ, 3.Pl.Perf.) [Sandhi]
Was der Bratspieß des Fleischkochtopfes ist, was die Schüsseln sind, in die die Brühe eingegossen wird, die Deckel gegen den Dampf der Kochtöpfe, die Haken und Bratspieße - all das umgibt (schmückt) das Ross.
Wort für Wort
yannīkṣaṇaṃ
was (yat) + der Bratspieß [?] (nīkṣaṇaṃ, Nom. Sg.) [Sandhi]
māṃspacanyā
des Fleischkochtopfes (Gen. Sg.)
ukhāyā
des Kochtopfes (Gen. Sg.)
yā
was (Nom. Pl. Ntr., archaisch für yāni)
pātrāṇi
Schüsseln (Nom. Pl. Ntr.)
yūṣṇa
der Brühe (yūṣṇaḥ, Gen. Sg.)
āsecanāni
Einguss-Gefäße (Nom. Pl. Ntr.)
ūṣmaṇyāpidhānā
gegen den Dampf (ūṣmaṇi, Lok. Sg.) + die Deckel (apidhānāni, Nom. Pl. Ntr.) [Sandhi]
carūṇāmaṅkāḥ
der Kochtöpfe (carūṇām, Gen. Pl.) + die Haken (aṅkāḥ, Nom. Pl.) [Sandhi]
sūnāḥ
Bratspieße (Nom. Pl.)
pari
um-herum (Präverb)
bhūṣantyaśvam
sie schmücken/umgeben (bhūṣanti, 3.Pl.Präs.) + das Ross (aśvam, Akk. Sg.) [Sandhi]
Nicht soll dich das nach Rauch riechende Feuer knistern lassen, nicht soll der glänzende Kochtopf dich, sichtbar, mit üblem Geruch verlassen - das geopferte, geschätzte, bejubelte, mit Vaṣaṭ-Ruf versehene Ross nehmen die Götter an.
Wort für Wort
mā
nicht (Vetitiv-Partikel, mit Injunktiv)
tvā'gnirdhvanayīddhūmagandhirmokhā
dich (tvā, Akk. Sg.) + das Feuer (agniḥ, Nom. Sg.) + soll knistern lassen (dhvanayīt, 3.Sg.Inj.Aor.) + nach Rauch riechend (dhūmagandhiḥ, Nom. Sg.) + nicht (mā) + der Kochtopf (ukhā, Nom. Sg.) [mehrfache Sandhi]
nikramaṇaṃ niṣadanaṃ vivartanaṃ yacca paḍvīśamarvataḥ yacca papau yacca ghāsiṃ jaghāsa sarvā tā te api deveṣvastu
Das Ausschreiten, das Sich-Niedersetzen, das Sich-Wälzen, und was die Fußfessel des Renners ist, und was er getrunken hat, und was er an Futter gefressen hat - all das sei bei dir auch unter den Göttern.
Wort für Wort
nikramaṇaṃ
das Ausschreiten (Nom. Sg.)
niṣadanaṃ
das Sich-Niedersetzen (Nom. Sg.)
vivartanaṃ
das Sich-Wälzen (Nom. Sg.)
yacca
und was (yat ca) [Sandhi]
paḍvīśamarvataḥ
die Fußfessel (paḍvīśam, Nom. Sg.) + des Renners (arvataḥ, Gen. Sg.) [Sandhi]
yacca
und was (yat ca) [Sandhi]
papau
er getrunken hat (3.Sg.Perf.)
yacca
und was (yat ca) [Sandhi]
ghāsiṃ
an Futter (Akk. Sg.)
jaghāsa
er gefressen hat (3.Sg.Perf.)
sarvā
all das (Nom. Pl. Ntr.)
tā
das (Nom. Pl. Ntr.)
te
dir (Dat. Sg.)
api
auch (Partikel)
deveṣvastu
unter den Göttern (deveṣu, Lok. Pl.) + sei (astu, 3.Sg.Imp.) [Sandhi]
Was sie dem Ross als Decke unterbreiten, das Obergewand, und die goldenen Schmuckstücke für ihn, die Fessel des Renners, die Fußfessel - all das Liebe legen sie ihm unter den Göttern an.
Wort für Wort
yadaśvāya
was (yat) + dem Ross (aśvāya, Dat. Sg.) [Sandhi]
vāsa
als Decke (vāsaḥ, Akk. Sg.) [Sandhi-verkürzt]
upastṛṇantyadhīvāsaṃ
sie unterbreiten (upastṛṇanti, 3.Pl.Präs.) + das Obergewand (adhīvāsaṃ, Akk. Sg.) [Sandhi]
yā
und was (Nom. Pl. Ntr., archaisch)
hiraṇyānyasmai
die goldenen [Schmuckstücke] (hiraṇyāni, Nom. Pl. Ntr.) + für ihn (asmai, Dat. Sg.) [Sandhi]
sandānamarvantaṃ
die Fessel (sandānam, Nom. Sg.) + den Renner (arvantaṃ, Akk. Sg.) [Sandhi]
paḍvīśaṃ
die Fußfessel (Nom. Sg.)
priyā
die lieben [Dinge] (Akk. Pl. Ntr., archaisch für priyāṇi)
deveṣvā
unter den Göttern (deveṣu, Lok. Pl.) + an- (ā, Präverb) [Sandhi]
yatte sāde mahasā śūkṛtasya pārṣṇyā vā kaśayā vā tutoda sruceva tā haviṣo adhvareṣu sarvā tā te brahmaṇā sūdayāmi
Was dich beim Sitzen, aus Kraft des tüchtig Getanen, mit der Ferse oder mit der Peitsche gestoßen hat - wie mit dem Opferlöffel bei den Opfergaben in den Opferhandlungen - all das mache ich dir durch das Zauberwort (Gebet) gut.
Wort für Wort
yatte
was (yat, Nom. Sg.) + dich/dein (te, Gen. Sg.) [Sandhi]
sāde
beim Sitzen (Lok. Sg.)
mahasā
aus Kraft (Instr. Sg.)
śūkṛtasya
des tüchtig Getanen (Gen. Sg.)
pārṣṇyā
mit der Ferse (Instr. Sg.)
vā
oder (Konj.)
kaśayā
mit der Peitsche (Instr. Sg.)
vā
oder (Konj.)
tutoda
gestoßen hat (3.Sg.Perf.)
sruceva
mit dem Opferlöffel (sruca, Instr. Sg.) + wie (iva) [Sandhi]
Vierunddreißig Rippen des rennstarken, den Göttern verwandten Rosses trifft das Beil; unversehrt möget ihr die Glieder nach der rechten Weise bereiten, Glied für Glied unter Zuruf zerlegend.
Wort für Wort
catustriṃśadvājino
vierunddreißig (catustriṃśat, Nom. Sg.) + des rennstarken (vājinaḥ, Gen. Sg.) [Sandhi]
devabandhorvaṅkrīraśvasya
des göttervrwandten (devabandhoḥ, Gen. Sg.) + Rippen (vaṅkrīḥ, Nom. Pl.) + des Rosses (aśvasya, Gen. Sg.) [Sandhi]
svadhitiḥ
das Beil (Nom. Sg.)
sameti
trifft (3.Sg.Präs.)
acchidrā
unversehrt (Akk. Pl. Ntr.)
gātrā
die Glieder (Akk. Pl. Ntr., archaisch für gātrāṇi)
vayunā
nach der rechten Weise (Instr. Sg.)
kṛṇota
möget ihr bereiten (2.Pl.Imp., Vedisch)
paruṣparuranughuṣyā
Glied für Glied (paruḥ-paruḥ, Adv.) + unter Zuruf (anughuṣya, Gerundium) [Sandhi]
ekastvaṣṭuraśvasyā viśastā dvā yantārā bhavatastatha ṛtuḥ yā te gātrāṇāmṛtuthā kṛṇomi tā-tā piṇḍānāṃ pra juhomyagnau
Einer ist des Tvaṣṭṛ-Rosses Zerleger, zwei sind die Lenker, so ist es der rechte Brauch; was ich von deinen Gliedern nach dem rechten Brauch bereite - Stück für Stück davon opfere ich als Klumpen ins Feuer.
Wort für Wort
ekastvaṣṭuraśvasyā
einer (ekaḥ, Nom. Sg.) + des Tvaṣṭṛ (tvaṣṭuḥ, Gen. Sg.) + Rosses (aśvasya, Gen. Sg.) [Sandhi]
viśastā
der Zerleger (Nom. Sg.)
dvā
zwei (Nom. Du.)
yantārā
die Lenker (Nom. Du.)
bhavatastatha
sie sind (bhavataḥ, 3.Du.Präs.) + so (tathā, Adv.) [Sandhi]
ṛtuḥ
der rechte Brauch (Nom. Sg.)
yā
was (Akk. Pl. Ntr., archaisch für yāni)
te
deiner/deinen (Gen. Sg.)
gātrāṇāmṛtuthā
der Glieder (gātrāṇām, Gen. Pl.) + nach dem rechten Brauch (ṛtuthā, Adv.) [Sandhi]
kṛṇomi
ich bereite (1.Sg.Präs.)
tā-tā
Stück für Stück (Akk. Pl. Ntr., Wiederholung)
piṇḍānāṃ
der Klumpen (Gen. Pl.)
pra
vor- (Präverb)
juhomyagnau
ich opfere (juhomi, 1.Sg.Präs.) + ins Feuer (agnau, Lok. Sg.) [Sandhi]
Nicht soll dich, den Hingehenden, die liebe Seele quälen, nicht soll das Beil in deinem Leib verweilend dir schaden; nicht soll ein gieriger, ungeschickter Zerleger dich verfehlend mit dem Messer die Glieder falsch zerstückeln.
Wort für Wort
mā
nicht (Vetitiv-Partikel, mit Injunktiv)
tvā
dich (Akk. Sg.)
tapatpriya
soll quälen (tapat, 3.Sg.Inj.) + die liebe (priyaḥ, Nom. Sg.) [Sandhi]
na vā u etanmriyase na riṣyasi devāṃ2 ideṣi pathibhiḥ sugebhiḥ harī te yuñjā pṛṣatī abhūtāmupāsthādvājī dhuri rāsabhasya
Fürwahr, du stirbst hier nicht, du nimmst keinen Schaden; zu den Göttern gehst du auf leicht gangbaren Wegen; deine beiden Falben sind zu Gespannen, die gesprenkelten Stuten geworden; der Renner ist an die Deichsel des Esels getreten.
Wort für Wort
na
nicht (Neg.)
vā
fürwahr (Partikel)
u
ja/wahrlich (Partikel)
etanmriyase
hier/dies (etat, Akk. Sg.) + du stirbst (mriyase, 2.Sg.Präs.Med.) [Sandhi]
na
nicht (Neg.)
riṣyasi
du nimmst Schaden (2.Sg.Präs.)
devāṃ2
zu den Göttern (devān, Akk. Pl.)
ideṣi
ja/eben (it) + du gehst (eṣi, 2.Sg.Präs.) [Sandhi]
pathibhiḥ
auf Wegen (Instr. Pl.)
sugebhiḥ
leicht gangbaren (Instr. Pl.)
harī
die beiden Falben (Nom. Du.)
te
deine (Gen. Sg.)
yuñjā
zu Gespannen (Nom. Du.)
pṛṣatī
die gesprenkelten Stuten (Nom. Du.)
abhūtāmupāsthādvājī
sie wurden (abhūtām, 3.Du.Impf.) + er trat heran (upāsthāt, 3.Sg.Impf.) + der Renner (vājī, Nom. Sg.) [Sandhi]
sugavyaṃ no vājī svaśvyaṃ puṃsaḥ putrāṃ2 uta viśvāpuṣaṃ rayim anāgāstvaṃ no aditiḥ kṛṇotu kṣatraṃ no aśvo vanatāṃ haviṣmān
Guten Rinderbesitz verschaffe uns der Renner, guten Pferdebesitz, männliche Söhne und allernährenden Reichtum; Schuldlosigkeit möge uns Aditi verschaffen; die Herrschaft möge uns das geopferte Ross gewinnen.
imā nu kaṃ bhuvanā sīṣadhāmendraśca viśve ca devāḥ ādityairindraḥ sagaṇo marudbhirasmabhyaṃ bheṣajā karat yajñaṃ ca nastanvaṃ ca prajāṃ cādityairindraḥ saha sīṣadhāti
Diese Welten mögen wir jetzt fürwahr bezwingen, Indra und alle Götter; Indra, zusammen mit den Āditya, mit seiner Schar, mit den Marut, möge uns Heilmittel bereiten; das Opfer und unseren Leib und die Nachkommenschaft möge Indra zusammen mit den Āditya fürwahr gewinnen.
Wort für Wort
imā
diese (Akk. Pl. Ntr., archaisch für imāni)
nu
nun (Partikel)
kaṃ
fürwahr (Partikel)
bhuvanā
Welten (Akk. Pl. Ntr., archaisch für bhuvanāni)
sīṣadhāmendraśca
wir möchten bezwingen (sīṣadhāma, 1.Pl.Präs.Desid.) + Indra (indraḥ, Nom. Sg.) + und (ca) [Sandhi]
viśve
alle (Nom. Pl.)
ca
und (Konj.)
devāḥ
Götter (devāḥ, Nom. Pl.)
ādityairindraḥ
mit den Āditya (ādityaiḥ, Instr. Pl.) + Indra (indraḥ, Nom. Sg.) [Sandhi]
sagaṇo
mit seiner Schar (sagaṇaḥ, Nom. Sg.)
marudbhirasmabhyaṃ
mit den Marut (marudbhiḥ, Instr. Pl.) + uns (asmabhyaṃ, Dat. Pl.) [Sandhi]
bheṣajā
Heilmittel (Akk. Pl. Ntr.)
karat
möge bereiten (3.Sg.Inj.Aor.)
yajñaṃ
das Opfer (Akk. Sg.)
ca
und (Konj.)
nastanvaṃ
unseren (naḥ, Gen. Pl.) + Leib (tanvaṃ, Akk. Sg.) [Sandhi]
ca
und (Konj.)
prajāṃ
die Nachkommenschaft (Akk. Sg.)
cādityairindraḥ
und (ca) + mit den Āditya (ādityaiḥ, Instr. Pl.) + Indra (indraḥ, Nom. Sg.) [Sandhi]
Agni, sei du uns der Nächste und auch der Retter, sei gnädig, ein schützender Beschirmer; als der gute Agni, der güterberühmte, nahe dich uns, den glanzvollsten Reichtum gib. Dich, den Hellstleuchtenden, Strahlenden, bitten wir jetzt um Gunst für unsere Freunde.
Wort für Wort
agne
Agni (Vok. Sg.)
tvaṃ
du (Nom. Sg.)
no
uns (Dat. Pl.)
antama
der Nächste (antamaḥ, Nom. Sg.) [Sandhi-verkürzt]
uta
und (Konj.)
trātā
der Retter (Nom. Sg.)
śivo
gnädig (śivaḥ, Nom. Sg.)
bhava
sei (2.Sg.Imp.)
varūthyaḥ
ein schützender Beschirmer (Nom. Sg.)
vasuragnirvasuśravā
der gute (vasuḥ, Nom. Sg.) + Agni (agniḥ, Nom. Sg.) + der güterberühmte (vasuśravāḥ, Nom. Sg.) [Sandhi]
acchā
heran/hin zu (Präverb/Adv.)
nakṣi
nahe dich (2.Sg.Imp.)
dyumattamaṃ
den glanzvollsten (Akk. Sg.)
rayiṃ
Reichtum (Akk. Sg.)
dāḥ
gib (2.Sg.Imp.Aor.)
taṃ
den/dich (Akk. Sg.)
tvā
dich (Akk. Sg.)
śociṣṭha
den Hellstleuchtenden (Vok./Akk. Sg.)
dīdivaḥ
den Strahlenden (Vok./Akk. Sg.)
sumnāya
um Gunst (Dat. Sg.)
nūnamīmahe
jetzt (nūnam, Adv.) + wir bitten (īmahe, 1.Pl.Präs.Med.) [Sandhi]