Für die Aśvin schwill an, für Sarasvatī schwill an, für Indra schwill an — svāhā, mit Indra zusammen, svāhā, mit Indra zusammen, svāhā, mit Indra zusammen.
Deine Brust, die ruhende [?] (śaśayaḥ), die wonnebringende, die schätzespendende, güterfindende, die gute Gabe spendende, durch die du alle begehrenswerten Dinge nährst — Sarasvatī, diese hast du hier zum Trinken bereitet; ich gehe dem weiten Luftraum entlang.
Wort für Wort
yaste
yaḥ 'die' (Nom.Sg.f.) + te 'deine' (Gen.Sg.) → Sandhi
stanaḥ
Brust (Nom.Sg.)
śaśayo
die ruhende [?] (Nom.Sg.f., sandhi-verkürzt für śaśayaḥ)
Du bist das Gāyatrī-Metrum, du bist das Triṣṭubh-Metrum; mit Himmel und Erde umfasse ich dich, mit dem Luftraum reiche ich dich dar; Indra und Aśvin, trinkt den Gharma-Trank des bienensüßen Honigs; ihr Vasus, opfert, vāṭ, svāhā; für den Strahl der Sonne, den Regen bringenden.
Wort für Wort
gāyatraṃ
Gāyatrī- (Akk.Sg.n., attr.)
chando'si
chandaḥ 'Metrum' (Nom.Sg.n.) + asi 'du bist' (2.Sg.Präs.) → Sandhi
traiṣṭubhaṃ
Triṣṭubh- (Akk.Sg.n., attr.)
chando'si
chandaḥ 'Metrum' + asi 'du bist' → Sandhi
dyāvāpṛthivībhyāṃ
mit Himmel und Erde (Instr.Du.)
tvā
dich (Akk.Sg.)
pari
rings herum (Präverb zu gṛhṇāmi)
gṛhṇāmyantarikṣeṇopa
gṛhṇāmi 'umfasse ich' (1.Sg.Präs. von √grah) + antarikṣeṇa 'mit dem Luftraum' (Instr.) + upa 'dar-' → Sandhi
Dich für den Ozean, für den Wind — svāhā; dich für das Meer, für den Wind — svāhā; dich für den Unangreifbaren, für den Wind — svāhā; dich für den Unwiderstehlichen, für den Wind — svāhā; dich für den Hilfesuchenden, für den Wind — svāhā; dich für Aśimida [?], für den Wind — svāhā.
Wort für Wort
samudrāya
für den Ozean (Dat.Sg.)
tvā
dich (Akk.Sg.)
vātāya
für den Wind (Dat.Sg.)
svāhā
Opferruf
sarirāya
für das Meer (Dat.Sg.)
tvā
dich (Akk.Sg.)
vātāya
für den Wind (Dat.Sg.)
svāhā
Opferruf
anādhṛṣyāya
für den Unangreifbaren (Dat.Sg.)
tvā
dich (Akk.Sg.)
vātāya
für den Wind (Dat.Sg.)
svāhā
Opferruf
'pratidhṛṣyāya
für den Unwiderstehlichen (Dat.Sg., sandhi-verkürzt für apratidhṛṣyāya)
Dich für Indra, den mit den Vasus, den mit den Rudras — svāhā; dich für Indra, den mit den Ādityas — svāhā; dich für Indra, den Feinde-Vernichtenden — svāhā; dich für Savitṛ, den mit den Ṛbhus, den Weitreichenden, den Kraftreichen — svāhā; dich für Bṛhaspati, den mit allen Göttern — svāhā.
Wort für Wort
indrāya
für Indra (Dat.Sg.)
tvā
dich (Akk.Sg.)
vasumate
den mit den Vasus (Dat.Sg.)
rudravate
den mit den Rudras (Dat.Sg.)
svāhendrāya
svāhā 'Opferruf' + indrāya 'für Indra' → Sandhi
tvā''dityavate
tvā 'dich' (Akk.) + ādityavate 'den mit den Ādityas' (Dat.Sg.) → Sandhi
Für Labung schwill an, für Kraft schwill an, für das Brahman schwill an, für die Herrschermacht schwill an, für Himmel und Erde schwill an; du bist die Ordnung, gutgesetzt, ohne Tadel [?]; in uns halte männliche Kräfte fest, halte das Brahman fest, halte die Herrschermacht fest, halte den Stamm fest.
Svāhā für Pūṣan, den mit dem Geschoss; svāhā für die Presssteine; svāhā für die Widerhall-Gebenden; svāhā für die Väter mit aufgerichtetem Barhis, die Gharma-Trinker; svāhā für Himmel und Erde; svāhā für alle Götter.
Wort für Wort
svāhā
Opferruf
pūṣṇe
für Pūṣan (Dat.Sg.)
śarase
den mit dem Geschoss (Dat.Sg.)
svāhā
Opferruf
grāvabhyaḥ
für die Presssteine (Dat.Pl.)
svāhā
Opferruf
pratiravebhyaḥ
für die Widerhall-Gebenden (Dat.Pl.)
svāhā
Opferruf
pitṛbhya
für die Väter (Dat.Pl., sandhi-verkürzt für pitṛbhyaḥ)
ūrdhvabarhirbhyo
die mit aufgerichtetem Barhis (Dat.Pl., Kompositum ūrdhva 'aufgerichtet' + barhis 'Opferstreu')
gharmapāvabhyaḥ
die Gharma-Trinker (Dat.Pl., Kompositum gharma + pāvan 'Trinkend')
Svāhā für Rudra, für den Rudra-Ruf; svāhā; Licht mit Licht vereint; der Tag möge sich mit seinem Banner erfreuen, der schönlichte, mit seinem Licht — svāhā; die Nacht möge sich mit ihrem Banner erfreuen, die schönlichte, mit ihrem Licht — svāhā; der Honig ist geopfert im indra-mächtigsten Feuer; wir möchten dich, göttlicher Gharma, erlangen; Verehrung sei dir, schade mir nicht.
Diese Größe reicht bis zum Himmel; der Begeisterte ist weitreichend geworden und erfüllt mit seinem Ruhm die Erde; setz dich nieder, du bist groß; erstrahle, du bester Göttergast.
Wort für Wort
abhīmaṃ
abhi 'bis' + imam 'diese' → Sandhi
mahimā
Größe (Nom.Sg.)
divaṃ
zum Himmel (Akk.Sg.)
vipro
der Begeisterte (Nom.Sg.)
babhūva
ist geworden (3.Sg.Perf. von √bhū)
saprathāḥ
weitreichend (Nom.Sg.)
uta
und
śravasā
mit seinem Ruhm (Instr.Sg.)
pṛthivīṃ
die Erde (Akk.Sg.)
saṃ
nieder- (Präverb zu sīdasva)
sīdasva
setz dich nieder (2.Sg.Impv.Med. von √sad)
mahāṃ2
du bist groß (Nom.Sg., mit Vedendehnung notiert, sandhi-verkürzt für mahān)
yā te gharma divyā śugyā gāyatryāṃ havirdhāne sā ta ā pyāyatāṃ niṣṭayāyatāṃ tasyai te svāhā yā te gharmāntarikṣe śugyā triṣṭubhyāgnīdhre sā ta ā pyāyatāṃ niṣṭayāyatāṃ tasyai te svāhā yā te gharma pṛthivyāṃ śugyā jagatyāṃ sadasyā sā ta ā pyāyatāṃ niṣṭayāyatāṃ tasyai te svāhā
Was deine, o Gharma, himmlische Glut ist, die im Gāyatrī-Metrum am Havirdhāna wohnt — die möge dir anschwellen, sich niederlassen; dafür dir svāhā. Was deine, Gharma, Glut im Luftraum ist, die im Triṣṭubh-Metrum am Āgnīdhra wohnt — die möge dir anschwellen, sich niederlassen; dafür dir svāhā. Was deine, Gharma, Glut auf der Erde ist, die im Jagatī-Metrum am Opfersitz wohnt — die möge dir anschwellen, sich niederlassen; dafür dir svāhā.
Dich für die höchste Bewahrung der Herrschermacht; beschütze den Leib des Brahman(-Priestertums); dich für den Stamm mit rechter Ordnung; wir wollen dir folgen zu neuem Wohlergehen.
catuḥ sraktirnābhirṛtasya saprathāḥ sa no viśvāyuḥ saprathāḥ sa naḥ sarvāyuḥ saprathāḥ apa dveṣo apa hvaro'nyavratasya saścima
Der vierkantige, weitreichende Nabel der Weltordnung — er sei uns der weitreichende Vollleben-Spender, er sei uns der weitreichende Ganzleben-Spender; wir wollen der Feindschaft fernbleiben, der Tücke des andersartig Gesinnten fern.
So groß wie Himmel und Erde, und so groß wie sich die sieben Ströme ausgebreitet haben, so groß sei, Indra, dein Trunk; mit Kraft ergreife ich ihn, den unerschöpflichen; in mich ergreife ich ihn, den unerschöpflichen.
Wort für Wort
yāvatī
so groß wie (Nom.Sg.f.)
dyāvāpṛthivī
Himmel und Erde (Nom.Du.)
yāvacca
yāvat 'so groß wie' + ca 'und' → Sandhi
sapta
sieben
sindhavo
Ströme (Nom.Pl., sandhi-verkürzt für sindhavaḥ)
vitasthire
sich ausgebreitet haben (3.Pl.Perf.Med. von vi-sthā)
mayi tyadindriyaṃ bṛhanmayi dakṣo mayi kratuḥ gharmastriśugvi rājati virājā jyotiṣā saha brahmaṇā tejasā saha
In mir sei jene große Indra-Kraft, in mir Geschicklichkeit, in mir Tatkraft; der dreifach glühende [?] Gharma herrscht, mit dem herrschenden Licht zusammen, mit dem Brahman, mit Glanz zusammen.
payaso reta ābhṛtaṃ tasya dohamaśīmahyuttarāmuttarāṃ samām tviṣaḥ saṃvṛk kratve dakṣasya te suṣumṇasya te suṣumṇāgnihutaḥ indrapītasya prajāpatibhakṣitasya madhumata upahūta upahūtasya bhakṣayāmi
Der Milch Same ist herbeigebracht; ihr Gemelk wollen wir erlangen, Jahr für Jahr; er ist die Glanzhülle [?]; zu deiner Tatkraft, deinem Geschick, deiner Wohlgesinntheit — mit Wohlgesinntheit dem Feuer geopfert; vom Trank, der von Indra getrunken, von Prajāpati genossen wurde, dem honigreichen, gerufenen — des Gerufenen genieße ich. [Anm.: hochtechnische Pravargya-Formel, mehrere Wendungen unsicher, ?]