Läutere dich für Vācaspati, mit den beiden Somastengeln des Bullen, durch die Hände gereinigt. Läutere dich als Gott für die Götter, deren Anteil du bist.
Wort für Wort
vācaspataye
vācas 'der Rede' (Gen.) + pati 'Herr' → für Vācaspati (Herrn des Wortes) (Dat.Sg.)
pavasva
läutere dich (2.Sg.Impv.Med.)
vṛṣṇo
des Bullen (Gen.Sg.)
aṃśubhyāṃ
mit den beiden Somastengeln (Instr.Dual)
gabhastipūtaḥ
gabhasti 'Hand' + pūta 'gereinigt' → durch die Hände gereinigt (Nom.Sg.)
devo
als Gott (Nom.Sg., devaḥ)
devebhyaḥ
für die Götter (Dat.Pl.)
pavasva
läutere dich (2.Sg.Impv.Med.)
yeṣāṃ
deren (Gen.Pl.)
bhāgo'si
bhāgaḥ 'Anteil' + asi 'du bist' (Sandhi) → Anteil du bist
Schaffe uns honigreiche Labungen. Dein unbetrüglicher, wachsamer Name, o Soma – ihm, o Soma, für den Soma: svāhā! Svāhā! Ich folge dem weiten Luftraum.
Wort für Wort
madhumatīrna
madhumatīḥ 'honigreiche' + naḥ 'uns' (Sandhi) → honigreiche (Labungen) für uns
Du bist wohlbereitet [?] für alle indrischen, himmlischen und irdischen Kräfte; das Denken erreiche dich [?]. Svāhā! Dich, o Wohlentstandener, für Sūrya; dich für die strahlentrinkenden Götter, o göttlicher Aṃśu. Wozu ich dich anrufe, das ist wahr. Von oben hinweggeflossen [?], durch Zerbrechen getötet ist jener – phaṭ (Sprengformel)! Dich für den Einatem, dich für den Zwischenatem.
Wort für Wort
svāṅkṛto'si
su 'gut' + kṛta 'bereitet, gemacht' → wohlbereitet [?] (Nom.Sg.) + asi 'du bist' (Sandhi)
viśvebhya
für alle (Dat.Pl., viśvebhyaḥ)
indriyebhyo
für die indrischen Kräfte (Dat.Pl.)
divyebhyaḥ
für die himmlischen (Dat.Pl.)
pārthivebhyo
für die irdischen (Dat.Pl.)
manastvāṣṭu
manas 'Denken' (Nom.) + tvā 'dich' (Akk.) + aṣṭu 'erreiche' (3.Sg.Impv. von √aś) (Sandhi) → das Denken erreiche dich [?]
svāhā
Svāhā! (Opferruf)
tvā
dich (Akk.Sg.)
subhava
su 'gut' + bhava 'entstanden' → o Wohlentstandener (Vok.Sg.)
sūryāya
für Sūrya (Dat.Sg.)
devebhyastvā
devebhyaḥ 'für die Götter' + tvā 'dich' (Sandhi)
marīcipebhyo
marīci 'Lichtstrahl' + pa 'trinkend' → für die strahlentrinkenden Götter (Dat.Pl.)
devāṃśo
deva 'göttlich' + aṃśo 'o Aṃśu' (Vok., Somapflanzen-Gottheit) → o göttlicher Aṃśu
Dazwischen setze ich dir Himmel und Erde, dazwischen setze ich dir den weiten Luftraum – einträchtig mit den Göttern, den niederen wie den höheren. Berausche dich in der Antaryāma-Schale, o Gabenreicher.
Du bist wohlbereitet [?] für alle indrischen, himmlischen und irdischen Kräfte; das Denken erreiche dich [?]. Svāhā! Dich, o Wohlentstandener, für Sūrya; dich für die strahlentrinkenden Götter, dich für den Aufatem [udāna].
Wort für Wort
svāṅkṛto'si
su 'gut' + kṛta 'bereitet' → wohlbereitet [?] (Nom.Sg.) + asi 'du bist' (Sandhi)
ā vāyo bhūṣa śucipā upa naḥ sahasraṃ te niyuto viśvavāra upo te andho madyamayāmi yasya deva dadhiṣe pūrvapeyaṃ vāyave tvā
O Vāyu, komm herbei zu uns, du Reintrinkender; tausend sind deine Gespanne, o Allbegehrenswerter. Dir bringe ich den berauschenden Trank nahe, von dem du, o Gott, den ersten Trunk hast. Dich für Vāyu.
indravāyū ime sutā upa prayobhirāgatam indavo vāmuśanti hi upayāmagṛhīto'si vāyava indravāyubhyāṃ tvaiṣa te yoniḥ sajoṣobhyāṃ tvā
Indra und Vāyu, kommt herbei zu diesen ausgepressten Somasäften mit Labungen; die Somatropfen begehren euch ja. Du bist mit dem Upayāma ergriffen, für Vāyu. Dich für Indra und Vāyu – dies ist dein Schoß. Dich für die beiden Einträchtigen.
Wort für Wort
indravāyū
Indra + Vāyū (Dvandva-Kompositum) → o Indra und Vāyu (Vok.Dual)
Dieser ausgepresste Soma ist für euch, o Mitra und Varuṇa, ihr Mehrer der Weltordnung; höret hier eben meinen Ruf. Du bist mit dem Upayāma ergriffen; dich für Mitra und Varuṇa.
Wort für Wort
ayaṃ
dieser (Nom.Sg.m.)
vāṃ
für euch beide (Dat.Dual)
mitrāvaruṇā
o Mitra und Varuṇa (Vok.Dual, Dvandva-Kompositum)
sutaḥ
ausgepresst (Nom.Sg., von √su 'pressen')
soma
o Soma (Vok.Sg.)
ṛtāvṛdhā
ṛta 'Weltordnung' + vṛdh 'mehrend' → o Mehrer der Weltordnung (Vok.Dual)
rāyā vayaṃ sasavāṃso madema havyena devā yavasena gāvaḥ tāṃ dhenuṃ mitrāvaruṇā yuvaṃ no viśvāhā dhattamanapaspha़urantīmeṣa te yonirṛtāyubhyāṃ tvā
Wir, die wir den Soma ausgepresst haben, wollen uns an Reichtum freuen, die Götter an der Opfergabe, die Kühe an der Weide. Diese nicht widerspenstige Milchkuh gebt ihr beide, Mitra und Varuṇa, uns allezeit. Dies ist dein Schoß; dich für die beiden Ordnungliebenden.
Wort für Wort
rāyā
an Reichtum (Instr.Sg., rai)
vayaṃ
wir (Nom.Pl.)
sasavāṃso
die ausgepresst haben (Nom.Pl.Perf.Part., von √su)
Die Peitsche, die euch, o Aśvin, honigreich und huldvoll ist – mit ihr besprengt das Opfer. Du bist mit dem Upayāma ergriffen; dich für die Aśvins. Dies ist dein Schoß; dich für die beiden Honigreichen.
Wort für Wort
yā
die (Nom.Sg.f., Relativpron.)
vāṃ
euch beiden (Gen.Dual)
kaśā
Peitsche (Nom.Sg.)
madhumatyaśvinā
madhumatī 'honigreiche' (Nom.Sg.f.) + aśvinā 'o Aśvin' (Vok.Dual) (Sandhi)
Ihn preisen wir wie einst, wie zuvor, wie stets, wie jetzt als den, der die Erstlingswürde innehat, auf dem Barhis sitzend, das Himmelslicht findend, das entgegengerichtete Kraftfeld [?] zum Melken, den ungestümen, raschen, siegenden Soma, in denen du dich mehrst [?]. Du bist mit dem Upayāma ergriffen; dich für Śaṇḍa [?]. Dies ist dein Schoß; schütze die Heldenschaft. Abgewischt und gereinigt ist Śaṇḍa; die reintrinkenden Götter mögen dich geleiten; du bist unbezwungen.
Wort für Wort
taṃ
ihn (Akk.Sg.)
pratnathā
wie einst (Adv.)
pūrvathā
wie zuvor (Adv.)
viśvathemathā
viśvathā 'wie stets' + iva? + imathā 'wie jetzt' (Sandhi-Kette) → wie stets, wie jetzt
jyeṣṭhatātiṃ
die Erstlingswürde (Akk.Sg., jyeṣṭha 'erster'+tāti 'Zustand')
barhiṣadaṃ
auf dem Barhis sitzend (Akk.Sg., barhis+sad, Kompositum)
svarvidam
das Himmelslicht findend (Akk.Sg., svar+vid, Kompositum)
Guten Nachwuchs an Helden erzeugend, umschreite den Opferherrn mit Reichtumsfülle, mit Himmel und Erde zusammengekommen, der Lichte mit lichtem Glanz. Hinausgeschleudert ist Śaṇḍa. Du bist die Grundlage des Lichten [Śukra].
acchinnasya te deva soma suvīryasya rāyaspoṣasya daditāraḥ syāma sā prathamā saṃskṛtirviśvavārā sa prathamo varuṇo mitro agniḥ
Deiner ungebrochenen Heldenkraft, o Gott Soma, und deiner Reichtumsfülle mögen wir die Geber sein. Das ist die erste, allbegehrenswerte Weihe – die ersten sind: Varuṇa, Mitra, Agni.
Der erste ist Bṛhaspati, der Verständige. Für diesen Indra opfert den ausgepressten Soma dar – svāhā! Es mögen sich die Hotra-Spenden am Süßtrank sättigen, die wohldargebrachten, wohlgefälligen, wohlgeopferten – sofern svāhā zum Agni ging [?].
Dieser Vena trieb an; die bunten [Wolken/Kühe] tragen das Licht als Keim [?], die beiden Hüllen im Ausmessen des Dunstkreises. Diesen lecken beim Zusammentreffen der Gewässer, wie der Sonne Kind, die Redekundigen mit ihren Andachten. Du bist mit dem Upayāma ergriffen; dich für Marka [?].
mano na yeṣu havaneṣu tigmaṃ vipaḥ śacyā vanutho dravantā ā yaḥ śaryābhistuvinṛmṇo asyāśrīṇītādiśaṃ gabhastāveṣa te yoniḥ prajāḥ pāhyapamṛṣṭo marko devāstvā manthipāḥ pra ṇayantvanādhṛṣṭāsi
In welchen Anrufungen es scharf ist wie der Gedanke, gewinnen mit Macht [?] die beiden Eilenden die Redekundigen; der mit Geschossen sehr Mannhafte mischte [?] dessen Richtung in der Hand [?]. Dies ist dein Schoß; schütze die Nachkommenschaft. Abgewischt ist Marka; die Rührtrank-trinkenden Götter mögen dich geleiten; du bist unbezwungen.
Wort für Wort
mano
wie der Gedanke (Nom.Sg., manaḥ)
na
wie
yeṣu
in welchen (Lok.Pl.)
havaneṣu
Anrufungen (Lok.Pl.)
tigmaṃ
scharf (Nom.Sg.Neutr.)
vipaḥ
die Redekundigen (Akk.Pl.)
śacyā
mit Macht [?] (Instr.Sg.)
vanutho
gewinnen ihr beide (2.Dual.Präs. von √van)
dravantā
die beiden Eilenden (Nom.Dual.Part.Präs., von √dru)
Guten Nachwuchs erzeugend, umschreite den Opferherrn mit Reichtumsfülle, mit Himmel und Erde zusammengekommen, der Rührtrank-Habende mit seinem eigentümlichen Glanz. Hinausgeschleudert ist Marka. Du bist die Grundlage des Rührtrank-Habenden.
ye devāso divyekādaśa stha pṛthivyāmadhyekādaśa stha apsukṣito mahinaikādaśa stha te devāso yajñamimaṃ juṣadhvam
Ihr Götter, die ihr im Himmel elf seid, die ihr auf der Erde elf seid, die ihr, in den Wassern wohnend, an Macht elf seid – ihr Götter, habt an diesem Opfer Gefallen.
Du bist mit dem Upayāma ergriffen; du bist der Erstlingstrank [Āgrayaṇa], der gute Erstlingstrank. Schütze das Opfer, schütze den Opferherrn. Viṣṇu möge dich mit indrischer Kraft schützen; du schütze Viṣṇu; schütze die Somapressungen.
Wort für Wort
upayāmagṛhīto'syāgrayaṇo'si
upayāmagṛhītaḥ 'mit dem Upayāma ergriffen' + asi 'du bist' + āgrayaṇaḥ 'Erstlingstrank' (Nom.) + asi 'du bist' (Sandhi-Kette)
svāgrayaṇaḥ
su 'gut' + āgrayaṇaḥ 'Erstlingstrank' → der gute Erstlingstrank (Nom.Sg.)
Soma läutert sich, Soma läutert sich für dieses Priestertum, für diese Herrschermacht; für diesen pressenden Opferherrn läutert er sich, für Labung und Kraft läutert er sich, für die Gewässer und die Pflanzen läutert er sich, für Himmel und Erde läutert er sich, für gutes Gedeihen läutert er sich. Dich für alle Götter – dies ist dein Schoß; dich für alle Götter.
Du bist mit dem Upayāma ergriffen; dich für Indra, den Erhabenen, den Kraftvollen. Ich ergreife das lobgesangfördernde Gefäß. Was dein erhabenes Leben ist, o Indra – für dieses dich, für Viṣṇu dich. Dies ist dein Schoß; dich für die Lobgesänge, dich für die Götter. Ich ergreife das götterfördernde Gefäß für die Lebensdauer des Opfers.
Wort für Wort
upayāmagṛhīto'sīndrāya
upayāmagṛhītaḥ 'mit dem Upayāma ergriffen' + asi 'du bist' + indrāya 'für Indra' (Sandhi)
tvā
dich (Akk.Sg.)
bṛhadvate
für den Erhabenen (Dat.Sg., bṛhat+vat)
vayasvata
für den Kraftvollen (Dat.Sg., vayasvate, von vayas 'Kraft')
ukthāvyaṃ
das lobgesangfördernde (Gefäß) (Akk.Sg., uktha+avya)
Dich für Mitra und Varuṇa ergreife ich als das götterfördernde Gefäß für die Lebensdauer des Opfers; dich für Indra ergreife ich als das götterfördernde Gefäß für die Lebensdauer des Opfers; dich für Indra und Agni ergreife ich als das götterfördernde Gefäß für die Lebensdauer des Opfers; dich für Indra und Varuṇa ergreife ich als das götterfördernde Gefäß für die Lebensdauer des Opfers; dich für Indra und Bṛhaspati ergreife ich als das götterfördernde Gefäß für die Lebensdauer des Opfers; dich für Indra und Viṣṇu ergreife ich als das götterfördernde Gefäß für die Lebensdauer des Opfers.
Wort für Wort
mitrāvaruṇābhyāṃ
für Mitra und Varuṇa (Dat.Dual)
tvā
dich (Akk.Sg.)
devāvyaṃ
das götterfördernde (Gefäß) (Akk.Sg.)
yajñasyāyuṣe
des Opfers (Gen.) + für die Lebensdauer (Dat.) (Sandhi)
Das Haupt des Himmels, den Wagenlenker der Erde, den Vaiśvānara, den in der Wahrheit geborenen Agni, den Seher, den Allherrscher, den Gast der Menschen – ihn erzeugten die Götter als Gefäß für den Mund [der Götter] [?].
upayāmagṛhīto'si dhruvo'si dhruvakṣitirdhruvāṇāṃ dhruvatamo'cyutānāmacyutakṣittama eṣa te yonirvaiśvānarāya tvā dhruvaṃ dhruveṇa manasā vācā somamava nayāmi athā na indra idviśo'sapatnāḥ samanasaskarat
Du bist mit dem Upayāma ergriffen. Du bist fest, von festem Sitz, der festeste der Festen, der unerschüttertste Sitz-Habende der Unerschütterten. Dies ist dein Schoß; dich für Vaiśvānara. Fest, mit festem Sinn und Wort führe ich den Soma herab. So möge uns, o Indra, unsere Stämme feindlos und einträchtig machen.
yaste drapsa skandati yaste aṃśurgrāvacyuto dhiṣaṇayorupasthāt adhvaryorvā pari vā yaḥ pavitrāttaṃ te juhomi manasā vaṣaṭkṛtaṃ svāhā devānāmutkramaṇamasi
Welcher Tropfen von dir abspringt, welcher Stengel von dir, durch die Presssteine bewegt, aus dem Schoß der beiden Dhiṣaṇā-Bretter, oder rings um den Adhvaryu, welcher vom Seihtuch fällt – diesen opfere ich dir, im Geiste mit 'vaṣaṭ' versehen: svāhā! Du bist der Aufstieg der Götter.
prāṇāya me varcodā varcase pavasva vyānāya me varcodā varcase pavasvodānāya me varcodā varcase pavasva vāce me varcodā varcase pavasva kratūdakṣābhyāṃ me varcodā varcase pavasva śrotrāya me varcodā varcase pavasva cakṣurbhyāṃ me varcodasau varcase pavethām
Für meinen Einatem, du Glanzspender, läutere dich zum Glanz. Für meinen Zwischenatem, du Glanzspender, läutere dich zum Glanz. Für meinen Ausatem, du Glanzspender, läutere dich zum Glanz. Für meine Rede, du Glanzspender, läutere dich zum Glanz. Für meine Einsicht und Tatkraft, du Glanzspender, läutere dich zum Glanz. Für mein Gehör, du Glanzspender, läutere dich zum Glanz. Für meine beiden Augen läutert ihr beide, Glanzspender, euch zum Glanz.
Wort für Wort
prāṇāya
für meinen Einatem (Dat.Sg.)
me
meinen (Gen.Sg.)
varcodā
du Glanzspender (Vok.Sg., varcas+dā)
varcase
zum Glanz (Dat.Sg.)
pavasva
läutere dich (2.Sg.Impv.Med.)
vyānāya
für meinen Zwischenatem (Dat.Sg.)
me
meinen (Gen.Sg.)
varcodā
du Glanzspender (Vok.Sg.)
varcase
zum Glanz (Dat.Sg.)
pavasvodānāya
pavasva 'läutere dich' + udānāya 'für den Ausatem' (Sandhi)
me
meinen (Gen.Sg.)
varcodā
du Glanzspender (Vok.Sg.)
varcase
zum Glanz (Dat.Sg.)
pavasva
läutere dich (2.Sg.Impv.Med.)
vāce
für meine Rede (Dat.Sg.)
me
meine (Gen.Sg.)
varcodā
du Glanzspender (Vok.Sg.)
varcase
zum Glanz (Dat.Sg.)
pavasva
läutere dich (2.Sg.Impv.Med.)
kratūdakṣābhyāṃ
kratu 'Einsicht' + dakṣābhyām 'und Tatkraft' (Instr.Dual, Dvandva) → für meine Einsicht und Tatkraft
ātmane me varcodā varcase pavasvaujase me varcodā varcase pavasvāyuṣe me varcodā varcase pavasva viśvābhyo me prajābhyo varcodasau varcase pavethām
Für mein Selbst, du Glanzspender, läutere dich zum Glanz. Für meine Kraft, du Glanzspender, läutere dich zum Glanz. Für meine Lebensdauer, du Glanzspender, läutere dich zum Glanz. Für all meine Nachkommenschaft läutert ihr beide, Glanzspender, euch zum Glanz.
ko'si katamo'si kasyāsi ko nāmāsi yasya te nāmāmanmahi yaṃ tvā somenātītṛpāma bhūrbhuvaḥ svaḥ suprajāḥ prajābhiḥ syāṃ suvīro vīraiḥ supoṣaḥ poṣaiḥ
Wer bist du? Welcher bist du? Wessen bist du? Was ist dein Name? – dessen Namen wir gedacht haben, dich, den wir mit Soma übermäßig gesättigt haben. Bhūr, Bhuvaḥ, Svaḥ (die drei Welten). Möge ich guten Nachwuchs an Nachkommen haben, gute Helden an Helden, gutes Gedeihen an Fülle.
Wort für Wort
ko'si
kaḥ 'wer' (Nom.) + asi 'du bist' (Sandhi) → Wer bist du?
Du bist mit dem Upayāma ergriffen; dich für Madhu. Du bist mit dem Upayāma ergriffen; dich für Mādhava. Du bist mit dem Upayāma ergriffen; dich für Śukra. Du bist mit dem Upayāma ergriffen; dich für Śuci. Du bist mit dem Upayāma ergriffen; dich für Nabhas. Du bist mit dem Upayāma ergriffen; dich für Nabhasya. Du bist mit dem Upayāma ergriffen; dich für Iṣa. Du bist mit dem Upayāma ergriffen; dich für Ūrja. Du bist mit dem Upayāma ergriffen; dich für Sahas. Du bist mit dem Upayāma ergriffen; dich für Sahasya. Du bist mit dem Upayāma ergriffen; dich für Tapas. Du bist mit dem Upayāma ergriffen; dich für Tapasya. Du bist mit dem Upayāma ergriffen; dich für Aṃhasaspati, den Herrn der Bedrängnis. [Anm.: Madhu, Mādhava usw. sind die zwölf vedischen Monatsnamen.]
Wort für Wort
upayāmagṛhīto'si
Du bist mit dem Upayāma ergriffen
madhave
für Madhu (Dat.Sg., Name des ersten Frühlingsmonats)
tvopayāmagṛhīto'si
tvā 'dich' + upayāmagṛhītaḥ 'mit dem Upayāma ergriffen' + asi 'du bist' (Sandhi-Kette)
mādhavāya
für Mādhava (Dat.Sg., zweiter Frühlingsmonat)
tvopayāmagṛhīto'si
tvā 'dich' + upayāmagṛhītaḥ + asi (Sandhi-Kette)
śukrāya
für Śukra (Dat.Sg., erster Sommermonat)
tvopayāmagṛhīto'si
tvā 'dich' + upayāmagṛhītaḥ + asi (Sandhi-Kette)
śucaye
für Śuci (Dat.Sg., zweiter Sommermonat)
tvopayāmagṛhīto'si
tvā 'dich' + upayāmagṛhītaḥ + asi (Sandhi-Kette)
nabhase
für Nabhas (Dat.Sg., erster Regenzeitmonat)
tvopayāmagṛhīto'si
tvā 'dich' + upayāmagṛhītaḥ + asi (Sandhi-Kette)
nabhasyāya
für Nabhasya (Dat.Sg., zweiter Regenzeitmonat)
tvopayāmagṛhīto'sīṣe
tvā 'dich' + upayāmagṛhītaḥ + asi + iṣe 'für Iṣa' (Dat., erster Herbstmonat) (Sandhi-Kette)
indrāgnī ā gataṃ sutaṃ gīrbhirnabho vareṇyam asya pātaṃ dhiyeṣitā upayāmagṛhīto'sīndrāgnibhyāṃ tvaiṣa te yonirindrāgnibhyāṃ tvā
Indra und Agni, kommt herbei zum ausgepressten Soma, durch Lobreden zum erwählenswerten Gewölk [?]; trinkt davon, durch Andacht angetrieben. Du bist mit dem Upayāma ergriffen; dich für Indra und Agni. Dies ist dein Schoß; dich für Indra und Agni.
ā ghā ye agnimindhate stṛṇanti barhirānuṣak yeṣāmindro yuvā sakhā upayāmagṛhīto'syagnīndrābhyāṃ tvaiṣa te yoniragnīndrābhyāṃ tvā
Die fürwahr, die das Feuer entzünden, die das Barhis der Reihe nach ausbreiten, deren Freund der jugendliche Indra ist, [sollen dieses Opfer genießen]. Du bist mit dem Upayāma ergriffen; dich für Agni und Indra. Dies ist dein Schoß; dich für Agni und Indra.
Ihr Hilfreichen, die Völker Stützenden, alle Götter, kommt herbei, als Gebende zum ausgepressten Soma des Opfernden. Du bist mit dem Upayāma ergriffen; dich für alle Götter. Dies ist dein Schoß; dich für alle Götter.
viśve devāsa ā gata śṛṇutā ma imaṃ havam edaṃ barhirniṣīdata upayāmagṛhīto'si viśvebhyastvā devebhya eṣa te yonirviśvebhyastvā devebhyaḥ
Alle Götter, kommt herbei; hört diesen meinen Ruf; setzt euch auf dieses Barhis. Du bist mit dem Upayāma ergriffen; dich für alle Götter. Dies ist dein Schoß; dich für alle Götter.
O Indra, trinke hier mit den Maruts den Soma, wie du beim Opfer des Śāryāta vom ausgepressten trankst. Unter deiner Führung, in deinem Schutz, o Held, verehren dich die Seher, die guten Opferer. Du bist mit dem Upayāma ergriffen; dich für Indra, den mit den Maruts Begleiteten. Dies ist dein Schoß; dich für Indra, den mit den Maruts Begleiteten.
Wort für Wort
indra
o Indra (Vok.Sg.)
marutva
mit den Maruts (Vok.Sg., marutvant 'die Maruts begleitend')
Den mit den Maruts begleiteten Bullen, den erstarkten, den Unkargen [?], den im Himmel Gebietenden [?] Indra, den Allbezwinger, zum jetzigen Beistand, den gewaltigen, kraftverleihenden – diesen möchten wir hier anrufen. Du bist mit dem Upayāma ergriffen; dich für Indra, den mit den Maruts Begleiteten. Dies ist dein Schoß; dich für Indra, den mit den Maruts Begleiteten. Du bist mit dem Upayāma ergriffen; dich für die Kraft der Maruts.
Einträchtig, o Indra, mit deiner Schar, mit den Maruts, trinke den Soma, du Vṛtratöter, wissender Held; erschlage die Feinde, stoße die Verächter hinweg; so schaffe uns Furchtlosigkeit von allen Seiten. Du bist mit dem Upayāma ergriffen; dich für Indra, den mit den Maruts Begleiteten. Dies ist dein Schoß; dich für Indra, den mit den Maruts Begleiteten.
Wort für Wort
sajoṣā
einträchtig (Nom.Sg.)
indra
o Indra (Vok.Sg.)
sagaṇo
mit deiner Schar (Nom.Sg., sa+gaṇa)
marudbhiḥ
mit den Maruts (Instr.Pl.)
somaṃ
den Soma (Akk.Sg.)
piba
trinke (2.Sg.Impv.)
vṛtrahā
du Vṛtratöter (Vok.Sg., vṛtra+han)
śūra
o Held (Vok.Sg.)
vidvān
wissender (Vok.Sg.Part.Perf.)
jahi
erschlage! (2.Sg.Impv. von √han)
śatrūṃ2rapa
śatrūn 'die Feinde' (Akk.Pl.) + apa 'hinweg' (Verbalpräfix) (Sandhi)
O Indra, mit den Maruts, du Bulle, trinke zum Kampf den Soma nach eigenem Ermessen, zum Rausch; gieße dir in den Bauch die Woge des Süßtranks; du bist der König, der erste Empfänger der ausgepressten Somasäfte. Du bist mit dem Upayāma ergriffen; dich für Indra, den mit den Maruts Begleiteten. Dies ist dein Schoß; dich für Indra, den mit den Maruts Begleiteten.
Groß ist Indra, mannhaft, die Völker erfüllend, und doppelt erhaben, unermesslich an Kräften. Von uns wuchs der Reichtum zur Heldenkraft; weit, breit, wohlgemacht ist er geworden durch die, die ihn verehren. Du bist mit dem Upayāma ergriffen; dich für Mahendra [den großen Indra]. Dies ist dein Schoß; dich für Mahendra.
mahāṃ2 indro ya ojasā parjanyo vṛṣṭimāṃ2 iva stomairvatsasya vāvṛdhe upayāmagṛhīto'si mahendrāya tvaiṣa te yonirmahendrāya tvā
Groß ist Indra, der durch seine Kraft, wie der regenreiche Parjanya, durch die Lobgesänge des Soma-Kalbes gewachsen ist. Du bist mit dem Upayāma ergriffen; dich für Mahendra. Dies ist dein Schoß; dich für Mahendra.
Das strahlende Antlitz der Götter ist aufgestiegen, das Auge des Mitra, des Varuṇa, des Agni; er erfüllte Himmel und Erde und den Luftraum. Die Sonne ist die Seele des Beweglichen und des Unbeweglichen. Svāhā!
agne naya supathā rāye asmānviśvāni deva vayunāni vidvān yuyodhyasmajjuhurāṇameno bhūyiṣṭhāṃ te nama uktiṃ vidhema svāhā
O Agni, führe uns auf gutem Weg zum Reichtum, alle Weisungen kennend, o Gott. Halte von uns die sich krümmende Sünde fern. Die reichlichste Huldigungsrede wollen wir dir darbringen. Svāhā!
Dieser unser Agni schaffe uns Freiraum; dieser gehe voran, die Verächter [oder: Feindesburgen] zerspaltend; dieser gewinne die Kampfpreise im Wettstreit; dieser besiege, freudig erregt, die Feinde. Svāhā!
rūpeṇa vo rūpamabhyāgāṃ tutho vo viśvavedā vi bhajatu ṛtasya pathā preta candradakṣiṇā vi svaḥ paśya vyantarikṣaṃ yatasva sadasyaiḥ
Mit meiner Gestalt bin ich zu eurer Gestalt gekommen; der Allwissende [?] teile euch zu; geht auf dem Pfad der Weltordnung voran, mit glänzenden Opferlöhnen [?]; schaue weithin den Himmel; erstrecke dich über den Luftraum mit den Sitzenden [Sadasya-Priestern].
Einen Brahmanen möge ich heute finden, einen mit gutem Vater versehenen, väterlicher Abkunft, einen Seher von Sehergeschlecht, mit wohlbeschaffenen Opferlöhnen. Von uns gegeben, geht zu den Göttern; geht ein in den Geber.
Für Agni möge Varuṇa dich mir geben; dadurch möge ich Unsterblichkeit erlangen. Sei Lebenskraft für den Geber, Wohlsein mir, dem Empfänger. Für Rudra möge Varuṇa dich mir geben; dadurch möge ich Unsterblichkeit erlangen. Sei Atem für den Geber, Wohlstand mir, dem Empfänger. Für Bṛhaspati möge Varuṇa dich mir geben; dadurch möge ich Unsterblichkeit erlangen. Sei Haut für den Geber, Wohlsein mir, dem Empfänger. Für Yama möge Varuṇa dich mir geben; dadurch möge ich Unsterblichkeit erlangen. Sei [Antrieb? [?]] für den Geber, Wohlstand mir, dem Empfänger.