ajo hy agner ajaniṣṭa śokāt so apaśyaj janitāram agre tena devā devatām agrā āyan tena rohān ruruhur medhyāsaḥ
Der Ziegenbock wurde ja aus der Glut Agnis geboren; er erblickte am Anfang seinen Erzeuger; dadurch gelangten die Götter zuerst zur Gottheit, dadurch erklommen die Opferwürdigen die Aufstiege.
Schreitet mit Agni zum Himmelsgewölbe, ihr Träger der Gefäße in den Händen; zum Rücken des Himmels gelangt, zur Sonnenwelt gegangen, vereinigt euch mit den Göttern.
Vom Rücken der Erde bin ich zum Luftraum emporgestiegen; vom Luftraum bin ich zum Himmel emporgestiegen; vom Rücken des Himmelsgewölbes bin ich zum Licht der Sonnenwelt gegangen.
Zur Sonnenwelt gehend, blicken sie nicht zurück; sie steigen zum Himmel empor, durch die beiden Welthälften – die, wohlwissend, das nach allen Seiten strömende Opfer ausgebreitet haben.
Wort für Wort
svar
zur Sonnenwelt (Akk./Adv.)
yanto
gehend (Nom.Pl.Ptz.)
nāpekṣanta
na 'nicht' + apekṣanta 'blickten zurück' → blicken nicht zurück (3.Pl.Impf.Med.)
ā
herauf (Verbalpräfix)
dyāṃ
zum Himmel (Akk.Sg.)
rohanti
steigen empor (3.Pl.Präs.)
rodasī
durch die beiden Welthälften (Akk.Du.)
yajñaṃ
Opfer (Akk.Sg.)
ye
die (Nom.Pl.)
viśvatodhāraṃ
viśvatas 'nach allen Seiten' + dhāram 'strömend' → nach allen Seiten strömend (Akk.Sg.)
suvidvāṃso
su 'wohl' + vidvāṃsaḥ 'wissend' → wohlwissend (Nom.Pl.)
Geh voran, o Agni, erster unter den Gottheiten, Auge der Götter und der Menschen; opferwillig, im Einklang mit den Bhṛgus, mögen die Opfernden wohlbehalten zur Sonnenwelt gelangen.
Ich salbe den Ziegenbock mit Milch, mit Schmalz, den himmlischen, schönbeflügelten, milchreichen, mächtigen; dadurch mögen wir zur Welt des Rechtschaffenen gelangen, zur Sonnenwelt emporsteigend, zum höchsten Gewölbe.
Wort für Wort
ajam
Ziegenbock (Akk.Sg.)
anajmi
ich salbe (1.Sg.Präs.)
payasā
mit Milch (Instr.Sg.)
ghṛtena
mit Schmalz (Instr.Sg.)
divyaṃ
den himmlischen (Akk.Sg.)
suparnaṃ
su 'schön' + parṇam 'Flügel' → schönbeflügelt (Akk.Sg.)
Mit den fünf Fingern hebe mit der Kelle den fünffachen Reisbrei; teile diesen Reisbrei fünffach; lege das Haupt des Ziegenbocks in die östliche Richtung, lege in die südliche Richtung die rechte Flanke.
Wort für Wort
pañcaudanaṃ
pañca 'fünf' + odanam 'Reisbrei' → den fünffachen Reisbrei (Akk.Sg.)
pañcabhir
mit fünf (Instr.Pl.)
aṅgulibhir
Fingern (Instr.Pl.)
darvyoddhara
darvyā 'mit der Kelle' + uddhara 'hebe heraus' → hebe mit der Kelle (Instr.Sg.+2.Sg.Impv.)
pañcadhaitam
pañcadhā 'fünffach' + etam 'diesen' → fünffach diesen (Adv.+Akk.Sg.)
Lege in die westliche Richtung sein Hinterteil, lege in die nördliche Richtung die linke Flanke; lege in die obere Richtung den Rücken des Ziegenbocks, lege in die feste Richtung die Brust; in die Luftraummitte lege seine Mitte.
śṛtam ajaṃ śṛtayā prorṇuhi tvacā sarvair aṅgaiḥ saṃbhṛtaṃ viśvarūpam sa ut tisṭheto abhi nākam uttamaṃ padbhiś caturbhiḥ prati tiṣṭha dikṣu
Bedecke den gekochten Ziegenbock mit seiner gekochten Haut, mit allen Gliedern zusammengefügt, allgestaltig; er erhebe sich von hier bis zum höchsten Himmelsgewölbe, stehe fest mit seinen vier Füßen in den vier Richtungen.