Die Erde ist die Kuh, ihr Kalb ist Agni; sie melke mir mit Agni als Kalb Labung, Kraft, Wunscherfüllung, langes Leben zuerst, Nachkommenschaft, Gedeihen, Reichtum – svāhā.
Wort für Wort
pṛthivī
die Erde (Nom.Sg.)
dhenus
die Kuh (Nom.Sg.)
tasyā
ihr (Gen.Sg.)
agnir
Agni (Nom.Sg.)
vatsaḥ
Kalb (Nom.Sg.)
sā
sie (Nom.Sg.)
me
mir (Dat.Sg.)
'gninā
mit Agni (Instr.Sg.)
vatseneṣam
vatsena 'mit dem Kalb' + iṣam 'Labung' → als Kalb Labung (Instr.Sg.+Akk.Sg.)
Der Luftraum ist die Kuh, sein Kalb ist Vāyu; sie melke mir mit Vāyu als Kalb Labung, Kraft, Wunscherfüllung, langes Leben zuerst, Nachkommenschaft, Gedeihen, Reichtum – svāhā.
Wort für Wort
antarikṣaṃ
der Luftraum (Nom.Sg.)
dhenus
die Kuh (Nom.Sg.)
tasyā
sein (Gen.Sg.)
vatsaḥ
Kalb (Nom.Sg.)
sā
sie (Nom.Sg.)
me
mir (Dat.Sg.)
vāyunā
mit Vāyu (Instr.Sg.)
vatseneṣam
vatsena 'mit dem Kalb' + iṣam 'Labung' → als Kalb Labung (Instr.Sg.+Akk.Sg.)
Der Himmel ist die Kuh, ihr Kalb ist Āditya; sie melke mir mit Āditya als Kalb Labung, Kraft, Wunscherfüllung, langes Leben zuerst, Nachkommenschaft, Gedeihen, Reichtum – svāhā.
dikṣu candrāya sam anamant sa ārdhnot yathā dikṣu candrāya samanamann evā mahyaṃ saṃnamaḥ saṃ namantu
In den Himmelsrichtungen verneigten sie sich vor Candra (dem Mond), und er gedieh; wie sie sich in den Himmelsrichtungen vor Candra verneigten, so sollen sich vor mir Verneigungen neigen.
Wort für Wort
dikṣu
in den Himmelsrichtungen (Lok.Pl.)
candrāya
vor Candra (dem Mond) (Dat.Sg.)
sam
nieder- (Präverb)
anamant
sie verneigten sich (3.Pl.Impf.)
sa
er (Nom.Sg., Candra)
ārdhnot
gedieh (3.Sg.Impf.)
yathā
wie
dikṣu
in den Himmelsrichtungen (Lok.Pl.)
candrāya
vor Candra (Dat.Sg.)
samanamann
sie verneigten sich (3.Pl.Impf.)
evā
so, ebenso
mahyaṃ
mir (Dat.Sg.)
saṃnamaḥ
Verneigungen (Nom.Pl., ungewöhnliche Pluralform zu namas, sonst namāṃsi)
diśo dhenavas tāsāṃ candro vatsaḥ tā me candreṇa vatseneṣam ūrjaṃ kāmaṃ duhām āyuḥ prathamaṃ prajāṃ posaṃ rayiṃ svāhā
Die Himmelsrichtungen sind die Kühe, ihr Kalb ist Candra; sie mögen mir mit Candra als Kalb Labung, Kraft, Wunscherfüllung, langes Leben zuerst, Nachkommenschaft, Gedeihen, Reichtum melken – svāhā.
agnāv agniś carati praviṣṭa ṛṣīṇām putro abhiśastipā u namaskāreṇa namasā te juhomi mā devānāṃ mithuyā karma bhāgam
In Agni wandelt Agni, eingegangen, der Sohn der Ṛṣis, der Beschützer vor falscher Anklage; mit Verneigung, mit Verehrung opfere ich dir; nicht soll das Werk der Götter meinen Anteil verkehren.
hṛdā pūtam manasā jātavedo viśvāni deva vayunāni vidvān saptāsyāni tava jātavedas tebhyo juhomi sa juṣasva havyam
Durch Herz gereinigt, durch Sinn, o Jātavedas, alle Weisungen kennend, o Gott; deine sieben Münder, o Jātavedas – ihnen opfere ich; nimm wohlgefällig das Opfer an.
Wort für Wort
hṛdā
durch das Herz (Instr.Sg.)
pūtam
gereinigt (Akk.Sg.)
manasā
durch den Sinn (Instr.Sg.)
jātavedo
o Jātavedas (Epitheton Agnis) (Vok.Sg.)
viśvāni
alle (Akk.Pl.n.)
deva
o Gott (Vok.Sg.)
vayunāni
Weisungen (Akk.Pl.)
vidvān
kennend (Nom.Sg.Ptz.Perf.)
saptāsyāni
sapta 'sieben' + āsya 'Mund' → die sieben Münder (Akk.Pl.n.)