Quellen der Menschheit

Suśruta-Saṃhitā · Sutrasthana

Adhyāya 13: jalaukāvacāraṇīyo Die Anwendung der Blutegel

Das dreizehnte Kapitel, „Über die Anwendung der Blutegel“ (*jalaukāvacāraṇa*), stellt den Blutegel als schonendste Methode des Aderlasses für Kinder, Alte und Zartveranlagte vor, neben Horn (bei *Vāta*-Störungen) und Kürbisgefäß (bei *Kapha*-Störungen). Ausführlich werden zwölf Blutegelarten unterschieden – sechs giftige wie Kṛṣṇā und Alagardā, sechs giftlose wie Kapilā und Piṅgalā –, mit genauer Beschreibung von Farbe, Form und Lebensraum sowie der Behandlung bei giftigem Biss. Es folgen praktische Anweisungen zu Fang, Haltung und Fütterung der Tiere mit getrocknetem Fleisch und Wasserpflanzen sowie zur eigentlichen Anwendungstechnik: Ansetzen an die vorbereitete Hautstelle, Erkennen des vollständigen Saugens am charakteristischen „Pferdehuf“-Maul, Auslösen des Erbrechens nach der Behandlung und Versorgung der Bisswunde. Das Kapitel zeigt exemplarisch die enge Verbindung von naturkundlicher Beobachtung und therapeutischer Technik in der klassischen Chirurgie.

Die zwölf Blutegelarten (Jalaukā) (Vers 10–12)
NameArtMerkmale
KṛṣṇāgiftigFarbe des Augensalbenpulvers (añjana), breiter Kopf
Karburāgiftiglang wie ein gepanzerter Fisch, eingeschnittener, erhabener Bauch
Alagardāgiftigbehaart, große Flanken, schwarzes Maul
Indrāyudhāgiftigbunt, Streifen wie ein Regenbogen; ihr Biss gilt als unheilbar
Sāmudrikāgiftigleicht bläulich-gelb, bunt gefleckt wie mannigfaltige Blüten
Gocandanāgiftigzweigeteilte Unterseite, feines Maul
Kapilāgiftlosglänzend, Farbe der Mungbohne, mit Realgar gefärbte Flanken
Piṅgalāgiftlosleicht rötlich, rundleibig, schnell saugend
ŚaṅkumukhīgiftlosFarbe der Leber, langes, spitzes Maul, saugt rasch
MūṣikāgiftlosGestalt und Farbe einer Maus, unangenehmer Geruch
PuṇḍarīkamukhīgiftlosFarbe der Mungbohne, Maul wie eine weiße Lotosblüte
Sāvarikāgiftlosglänzend, Farbe eines Lotosblattes, achtzehn Fingerbreiten lang; wird für Tiere verwendet
Zum Aderlass dienen daneben auch Horn (bei vāta-Störung), Blutegel (bei pitta) und Kürbisgefäß (bei kapha), Vers 5–7. Bei Biss der giftigen Arten ist das große Gegengift (mahāgada) anzuwenden.

athāto jalaukāvacāraṇīyamadhyāyaṃ vyākhyāsyāmaḥ

Nun werden wir das Kapitel über die Anwendung der *jalaukā* (der Blutegel) erklären.

yathovāca bhagavān dhanvantariḥ

So wie der erhabene Dhanvantari sprach:

nṛpāḍhyabālasthavirabhīrudurbala nārī sukumārāṇā manugrahārthaṃ paramasukumāro'ya śoṇitāvasecanopāyo'bhihito jalaukasaḥ

Um Königen, Reichen, Kindern, Greisen, Ängstlichen, Schwachen, Frauen und zart veranlagten Menschen entgegenzukommen, wurde der Blutegel als überaus sanftes Verfahren zum Blutablassen (*śoṇitāvasecana*) genannt.

tatra vātapittakaphaduṣṭaśoṇitaṃ yathāsaṃkhyaṃ śṛṅgajalaukālā bubhiravasecayet sarvāṇi sarvairvā viśeṣastu visrāvyaṃ śṛṅgajalaukālābubhirgṛhṇīyāt

Durch *vāta*, *pitta* oder *kapha* verdorbenes Blut lasse man jeweils der Reihe nach mit dem Horn (*śṛṅga*), dem Blutegel oder dem Kürbisgefäß (*alābu*) abfließen; oder man lasse mit jedem beliebigen dieser Mittel abfließen. Der Unterschied liegt jedoch darin, welche Blutmenge mit Horn, Blutegel oder Kürbisgefäß jeweils entnommen werden soll.

bhavanti cātra ślokāḥ uṣṇaṃ samadhuraṃ snigdhaṃ gavāṃ śṛṅgaṃ prakīrtitam tasmādvātopasṛṣṭe tu hitaṃ tadavasecane

Dazu gibt es folgende Verse: Das Horn der Kuh gilt als warm, süßlich und fettig; deshalb ist es zum Blutablassen bei einer von *vāta* verursachten Störung heilsam.

śītādhivāsā madhurā jalaukā vārisaṃbhavā tasmāt pittopasṛṣṭe tu hitā sā tvavasecane

Der aus dem Wasser stammende Blutegel ist in seiner Wirkung kühl und süß; deshalb ist er zum Blutablassen bei einer von *pitta* verursachten Störung heilsam.

alābu kaṭukaṃ rūkṣaṃ tīkṣṇaṃ ca parikīrtitam tasmācchleṣmopasṛṣṭe tu hitaṃ tadavasecane

Das Kürbisgefäß (*alābu*) gilt als scharf, trocken und durchdringend; deshalb ist es zum Blutablassen bei einer von *kapha* verursachten Störung heilsam.

tatra pracchite tanubastipaṭalāvanaddhena śṛṅgeṇa śoṇitamavasecayedācūṣaṇāt sāntardīpayā'lābvā jalāyukā vakṣyante

Nach dem Einritzen (*pracchāna*) lasse man mit einem Horn, das mit einer dünnen Blasenhaut umbunden ist, das Blut bis zum Aufsaugen abfließen, oder mit einem innen ausgehöhlten Kürbisgefäß. Nun wollen wir von den Blutegeln (*jalaukā*) sprechen.

jalamāsāmāyuriti jalāyukāḥ jalamāsāmoka iti jalaukasaḥ

Weil das Wasser ihre Lebensdauer (*āyus*) bestimmt, heißen sie *jalāyukā*; weil das Wasser ihre Heimstatt (*oka*) ist, heißen sie *jalaukā*.

tā dvādaśa tāsāṃ saviṣāḥ ṣaṭ tāvatya eva nirviṣāḥ

Es gibt zwölf Arten von ihnen; davon sind sechs giftig (*saviṣa*) und ebenso viele giftlos (*nirviṣa*).

tatra saviṣāḥkṛṣṇā karburā alagardā indrā yudhā sāmudri kā gocandanā ceti tāsu añjanacūrṇavarṇā pṛthuśirāḥ kṛṣṇā varmimatsyavadāyatā chinnonnatakukṣiḥ karburā romaśā mahāpārśvā kṛṣṇamukhī alagardā indrā yudhavadūrdhvarājibhiścitrā indrā yudhā īṣadasitapītikā vicitrapuṣpākṛticitrā sāmudri kāḥ govṛṣaṇava-dadhobhāge dvidhābhūtākṛtiraṇumukhī gocandaneti tābhirdaṣṭe puruṣe daṃśe śvayathura-timātraṃ kaṇḍūrmūrcchā jvaro dāhaśchardirmadaḥ sadanamiti liṅgāni bhavanti tatra mahāgadaḥ pānālepananasyakarmādiṣūpayojyaḥ indrā yudhādaṣṭamasādhyam ityetāḥ saviṣāḥ sacikitsitā vyākhyātāḥ

Die giftigen sind: Kṛṣṇā, Karburā, Alagardā, Indrāyudhā, Sāmudrikā und Gocandanā. Von ihnen ist die Kṛṣṇā von der Farbe des Augensalbenpulvers (*añjana*) und hat einen breiten Kopf; die Karburā ist lang wie ein gepanzerter Fisch, mit eingeschnittenem, erhabenem Bauch; die Alagardā ist behaart, hat große Flanken und ein schwarzes Maul; die Indrāyudhā ist bunt, mit aufwärtslaufenden Streifen wie ein Regenbogen; die Sāmudrikā ist leicht bläulich-gelb und bunt gefleckt wie mannigfaltige Blüten; die Gocandanā hat an ihrer Unterseite eine zweigeteilte Form wie die Hoden eines Stieres und ein feines Maul. Wird ein Mensch von ihnen gebissen, so zeigen sich als Krankheitszeichen an der Bissstelle: übermäßige Schwellung, Juckreiz, Ohnmacht, Fieber, Brennen, Erbrechen, Rauschzustand und Mattigkeit. Dabei ist das große Gegengift (*mahāgada*) anzuwenden, sei es zum Trinken, als Salbe, als Nasenmittel oder auf andere Weise; ein Biss der Indrāyudhā jedoch ist unheilbar. Damit sind die giftigen Blutegel samt ihrer Behandlung erklärt.

atha nirviṣāḥkapilā piṅgalā śaṅkumukhī mūṣikā puṇḍarīka mukhī sāva-rikā ceti tatra manaḥ śilārañjitābhyāmiva pārśvābhyāṃ pṛṣṭhe snigdhā mudgavarṇā kapilā kiṃcidra ktā vṛttakāyā piṅgā'śugā ca piṅgalā yakṛdvarṇā śīghrapāyi-nī dīrghatīkṣṇamukhī śaṅkumukhī mūṣikākṛtivarṇā'niṣṭagandhā ca mūṣikā mudgavarṇā puṇḍarīkatulyavaktrā puṇḍarīkamukhī snigdhā padma patravarṇā'ṣṭādaśāṅgula pramāṇā sāvarikā sā ca paśvarthe ityetā aviṣā vyākhyātāḥ

Die giftlosen sind: Kapilā, Piṅgalā, Śaṅkumukhī, Mūṣikā, Puṇḍarīkamukhī und Sāvarikā. Von ihnen ist die Kapilā glänzend, von der Farbe der Mungbohne, mit Flanken, die wie mit Realgar (*manaḥśilā*) gefärbt scheinen; die Piṅgalā ist leicht rötlich, rundleibig, bräunlich und schnell; die Śaṅkumukhī hat die Farbe der Leber, saugt rasch und hat ein langes, spitzes Maul; die Mūṣikā gleicht in Gestalt und Farbe einer Maus und hat einen unangenehmen Geruch; die Puṇḍarīkamukhī ist von der Farbe der Mungbohne mit einem Maul wie eine weiße Lotosblüte; die Sāvarikā ist glänzend, von der Farbe eines Lotosblattes und achtzehn Fingerbreiten lang; sie wird für Tiere verwendet. Damit sind die giftlosen Blutegel erklärt.

tāsā yavanapāṇḍyasahyapautanādīni kṣetrāṇi teṣu mahāśarīrā balavatyaḥ śīghrapāyinyo mahāśanā nirviṣāśca viśeṣeṇa bhavanti

Ihre Lebensräume sind die Länder der Yavanas und Pāṇḍyas, das Sahya-Gebirge, Pautana und weitere; dort sind sie besonders großkörperig, kräftig, saugen rasch, sind gefräßig und vor allem giftlos.

tatra saviṣamatsyakīṭadarduramūtrapurīṣakothajātāḥ kaluṣeṣvambhasu ca saviṣāḥ pa-dmotpalanalinakumudasaugandhikakuvalaya puṇḍarīkaśaivalakothajātā vileṣvambhaḥ su ca nirviṣāḥ

Giftige Blutegel entstehen aus der Verwesung giftiger Fische, Insekten, Frösche, sowie aus Urin und Kot, und leben in trübem Wasser; giftlose entstehen aus der Verwesung von Lotos, Seerosen, Nalina-, Kumuda-, Saugandhika-, Kuvalaya- und Puṇḍarīka-Lotos sowie Wasserpflanzen (*śaivala*) und leben in klarem, höhlenreichem Wasser.

bhavati cātra kṣetreṣu vicarantyetāḥ salilāḍhyasugandhiṣu na ca saṃkīrṇacāriṇyo na ca paṅkeśayāḥ sukhāḥ

Dazu heißt es: Diese giftlosen Blutegel bewegen sich in wasserreichen, wohlriechenden Gebieten; solche hingegen, die in verunreinigtem Wasser umherziehen oder im Schlamm liegen, gelten nicht als geeignet.

tāsāṃ grahaṇamārdra carmaṇā anyairvā prayogairgṛhṇīyāt

Man fange sie mit feuchter Tierhaut oder mit anderen geeigneten Mitteln.

athaināṃ nave mahati ghaṭe sarastaḍāgodakapaṅkamāvāpya nidadhyāt bhakṣyārthe cāsāmupaharecchaivalaṃ vallūramaudakāṃśca kandāṃścūrṇīkṛtya śayyārthaṃ tṛṇamaudakāni ca patrāṇi tryahāttryahāccābhyo'nyajjalaṃ bhakṣyaṃ ca dadyāt saptarātrāt saptarātrācca ghaṭamanyaṃ saṃkrāmayet

Dann setze man sie in einem neuen, großen Krug an, in den man Wasser samt Schlamm aus einem See oder Teich gegeben hat. Als Nahrung reiche man ihnen zerkleinertes getrocknetes Fleisch und zu Pulver zerriebene Wasserwurzeln (*kanda*), als Lager Gras und Wasserpflanzenblätter; alle drei Tage gebe man ihnen frisches Wasser und neue Nahrung, und alle sieben Tage versetze man sie in einen anderen Krug.

bhavati cātra sthūlamadhyāḥ parikliṣṭāḥ pṛthvyo mandaviceṣṭitāḥ agrāhiṇyo'lpapāyinyaḥ saviṣāśca na pūjitāḥ

Dazu heißt es: Blutegel mit dickem Mittelteil, geschwächte, breite und träge Blutegel, die nicht gut zubeißen, wenig saugen oder giftig sind, gelten nicht als geeignet.

atha jalaukovasekasādhyavyādhitamupaveśya saveśya vā virūkṣya cāsya ta-mavakāśaṃ mṛdgomayacūrṇairyadyarujaḥ syāt gṛhītāśca tāḥ sarṣaparajanīkalkodaka-pradigdhagātrīḥ salilasarakamadhye muhūrtasthitā vigataklamā jñātvā tābhī rogaṃ grāhayet ślakṣṇaśuklārdra picu protāvacchannāṃ kṛtvā mukhamapāvṛṇuyāt agṛhṇa-ntyai kṣīrabinduṃ śoṇitabinduṃ vādadyāt śastrapadāni vā kurvīta yadyevamapi na gṛhṇīyāttadānyāṃ grāhayet

Man setze oder lege den Patienten, dessen Krankheit sich durch Blutegel-Aderlass behandeln lässt, hin und trockne die betreffende, sofern schmerzfreie Körperstelle mit Erde und Kuhdungpulver ab. Die gefangenen Blutegel, deren Körper mit einer Paste aus Senf, Kurkuma (*rajanī*) und Wasser bestrichen ist, lasse man eine Weile in einem Wassergefäß verweilen, bis sie ihre Ermattung verloren haben; dann setze man sie zum Blutsaugen an die kranke Stelle. Man bedecke sie mit einem feinen, weißen, feuchten Wattebausch und öffne das Maul frei. Beißt ein Blutegel nicht an, gebe man einen Tropfen Milch oder einen Tropfen Blut darauf oder mache mit dem Messer kleine Einstiche; beißt er auch dann nicht an, lasse man einen anderen ansetzen.

yadā ca niviśate'śvakhuravadānanaṃ kṛtvonnamya ca skandhaṃ tadā jānīyādgṛhṇātīti gṛhṇantīṃ cārdra vastrāvacchannāṃ kṛtvā dhārayet

Wenn sich der Blutegel festsetzt, indem er sein Maul wie einen Pferdehuf formt und seinen Vorderteil aufrichtet, erkenne man, dass er saugt; den saugenden Blutegel bedecke man mit einem feuchten Tuch und halte ihn so.

daṃśe todakaṇḍuprādurbhāvairjānīyācchuddhamiyamādatta iti śuddha mādadānāmapanayet atha śoṇitagandhena na muñcenmukhamasyāḥ saindhavacūrṇenāvakiret

Wenn an der Bissstelle Stechen und Juckreiz auftreten, erkenne man, dass der Blutegel nun reines Blut saugt; sobald er reines Blut saugt, entferne man ihn. Löst er sich wegen des Blutgeruchs nicht von selbst, bestreue man sein Maul mit Steinsalzpulver (*saindhava*).

atha patitāṃ taṇḍulakaṇḍanapradigdhagātrīṃ tailalavaṇābhyaktamukhīṃ vāmahastā-ṅguṣṭhāṅgulībhyāṃ gṛhītapucchāṃ dakṣiṇahastāṅguṣṭhāṅgulibhyāṃ śanaiḥ śanairanulomamanumārjayedāmukhāt vāmayet tāvadyāvat samyagvāntaliṅgānīti samya-gvāntā salilasarakenyastā bhoktukāmā satī caret yā sīdatī na ceṣṭatesā durvāntā tāṃ punaḥ samyagvāmayet durvāntāyā vyādhirasādhya indra mado nāma bhavati atha suvāntāṃ pūrvavat sannidadhyāt

Ist der Blutegel abgefallen, bestreue man seinen Körper mit Reiskleie, salbe sein Maul mit Öl und Salz, halte mit Daumen und Fingern der linken Hand seinen Schwanz und streiche mit Daumen und Fingern der rechten Hand ganz sanft von hinten nach vorn, dem Maul zu, um ihn zum Erbrechen zu bringen - solange, bis die Zeichen vollständigen Erbrechens erscheinen. Ein vollständig entleerter Blutegel bewegt sich, in ein Wassergefäß gesetzt, munter umher und zeigt Fresslust; einer, der matt daliegt und sich nicht regt, hat unvollständig erbrochen (*durvānta*) - diesen lasse man erneut vollständig erbrechen. Wird ein unvollständig entleerter Blutegel dennoch verwendet, entsteht eine unheilbare Krankheit namens *indramada*. Einen vollständig entleerten Blutegel setze man wie zuvor in den Vorratskrug.

śoṇitasya yogāyogānavekṣya śatadhautaghṛtābhyaṅgaḥ tatpicudhāraṇaṃ vā jalauko-vraṇān madhunā'vaghaṭṭayet śītābhiradbhiḥ pariṣecayedbadhnīta vā kaṣāyamadhurasnigdhaśītaiśca pradehaiḥ pradihyāditi

Je nachdem, ob genug oder zu wenig Blut abgeflossen ist, salbe man die Stelle mit hundertfach gewaschenem Ghee (*śatadhautaghṛta*) ein oder lege einen damit getränkten Wattebausch auf; die Bisswunden des Blutegels reibe man mit Honig ab, übergieße sie mit kaltem Wasser, verbinde sie, oder bestreiche sie mit adstringierenden (*kaṣāya*), süßen, fettigen und kühlenden Umschlägen.

bhavati cātra kṣetrāṇi grahaṇaṃ jātīḥ poṣaṇaṃ sāvacāraṇam jalaukasāṃ ca yo vetti tatsādhyān sa jayedgadān

Dazu heißt es: Wer die Lebensräume, das Fangen, die Arten, die Aufzucht und die richtige Anwendung der Blutegel kennt, der besiegt die Krankheiten, die mit ihnen heilbar sind.

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