Quellen der Menschheit

Suśruta-Saṃhitā · Sutrasthana

Adhyāya 26: pranaṣṭaśalyavijñānīyo Das Erkennen verborgener Fremdkörper

Das sechsundzwanzigste Kapitel, „Über das Erkennen verborgener Fremdkörper“ (*praṇaṣṭaśalyavijñāna*), definiert den Fremdkörper (*śalya*) als körpereigen oder von außen eindringend und widmet sich vor allem metallenen Pfeilspitzen als schwierigstem Fall, mit fünf möglichen Bewegungsrichtungen im Körper. Für jede betroffene Gewebeschicht – Haut, Fleisch, Vene, Sehne, Knochen, Gelenk, lebenswichtiger Punkt (*marman*) – werden spezifische Erkennungszeichen genannt, ergänzt um praktische Untersuchungsmethoden wie Erdauflagen, Transport über holprige Wege oder gezielte Bewegung der betroffenen Gliedmaße, um den verborgenen Fremdkörper durch Schmerzreaktion zu lokalisieren. Abschließend wird das unterschiedliche Verhalten verschiedener Materialien im Körper beschrieben: Holz und Bambus zersetzen sich rasch, Blei und Zinn zerfließen durch die Hitze des *Pitta*, während Knochen, Zahn und Stein unverändert bleiben.

Kennzeichen eines verborgenen Fremdkörpers nach Gewebe (Vers 10)
Gewebe/OrtKennzeichen
Hautausgedehnte, verfärbte, harte Schwellung
Fleischübermäßige Schwellung, verwachsener Fremdkörperkanal, Berührungsunverträglichkeit, Jucken
zwischen Muskelschichtenwie bei Fleisch, jedoch ohne Jucken und Schwellung
VeneVenenaufblähung, -schmerz und -schwellung
SehneAnschwellen des Sehnengeflechts, Verspannung, heftiger Schmerz
Körperkanal (srotas)Verlust der eigentlichen Funktion und Eigenschaft
Gefäßbahn (dhamanī)schäumendes, hörbar entweichendes Blut, Gliederschmerz, Durst, Übelkeit
Knochenmancherlei Schmerzen und Schwellung
KnochenhöhleVöllegefühl, stechender Schmerz, Gänsehaut, Kraftlosigkeit
Gelenkeingeschränkte Bewegung wie bei Knochenleiden
BauchraumBlähungen, Verstopfung, Sichtbarwerden von Harn, Kot oder Nahrung an der Wundöffnung
Vitaler Punkt (marman)Verhalten wie bei einer Marman-Verletzung

athātaḥ pranaṣṭaśalyavijñānīyamadhyāyaṃ vyākhyāsyāmaḥ

Nun wollen wir das Kapitel über das Erkennen verborgener Fremdkörper erklären.

yathovāca bhagavān dhanvantariḥ

So wie es der erhabene Dhanvantari gesagt hat.

śala śvala āśugamane dhātū tayorādyasya śalyamitirūpam

Die Wurzel 'śal' oder 'śval' bedeutet 'sich rasch bewegen'; von der ersten dieser beiden Wurzeln stammt die Form 'śalya' (der Fremdkörper, wörtlich 'das rasch Eindringende').

taddvividhaṃ śārīramāgantukaṃ ca

Dieser ist zweifacher Art: körpereigen (*śārīra*) und von außen eindringend (*āgantuka*).

sarvaśarīrābādhakaraṃ śalyaṃ tadihopadiśyata ityataḥ śalyaśāstram

Ein Fremdkörper, der den ganzen Körper beeinträchtigen kann, wird hier gelehrt; daher der Name 'Fremdkörper-Wissenschaft' (*śalyaśāstra*).

tatra śārīraṃ dantaromanakhādi dhātavo'nnamalā doṣāśca duṣṭāḥ āgantvapi śārīraśalyavyatirekeṇa yāvanto bhāvā duḥkhamutpādayanti

Zu den körpereigenen zählen Zähne, Haare, Nägel und dergleichen, die Gewebe, die Nahrungsabfallstoffe sowie die verdorbenen Doṣas; zu den von außen eindringenden zählen, abgesehen von den körpereigenen Fremdkörpern, alle Dinge, die Schmerz verursachen können.

adhikāro hi lohaveṇuvṛkṣatṛṇaśṛṅgāsthimayeṣu tatrāpi viśeṣato loheṣveva viśasanārthopapannatvāllohasya lohānāmapi durvāratvādaṇumukhatvāddūraprayoja-nakaratvācca śara evādhikṛtaḥ sa ca dvividhaḥ karṇī ślakṣṇaśca prāyeṇa vividhavṛkṣapatrapuṣpaphalatulyākṛtayo vyākhyātāḥ vyālamṛgapakṣivaktrasadṛśāśca

Es geht dabei vor allem um Fremdkörper aus Metall, Bambus, Holz, Gras, Horn und Knochen, unter diesen wiederum besonders um solche aus Metall – weil Metall sich am besten zum Durchbohren eignet, weil metallene Geschosse am schwersten abzuwehren sind, weil sie eine feine Spitze haben und weil sie aus großer Entfernung wirken; deshalb wird hier vor allem der Pfeil (*śara*) behandelt. Dieser ist zweifacher Art: mit Widerhaken (*karṇin*) und glatt; meist sind sie, wie beschrieben, nach der Gestalt verschiedener Baumblätter, Blüten und Früchte geformt, und manche gleichen dem Maul wilder Tiere, Vögel oder Raubtiere.

sarvaśalyānāṃ tu mahatāmaṇūnāṃ vā pañcavidho gativiśeṣaūrdhvamadho'vācīnastiryagṛjuriti

Bei allen Fremdkörpern, ob groß oder klein, gibt es fünf Arten von Bewegungsrichtung: nach oben, nach unten, gerade hindurch, schräg und geradeaus.

tāni vegakṣayāt pratighātādvātvagādiṣu vraṇavastuṣvavatiṣṭhante dhamanīsroto'sthivivarapeśīprabhṛtiṣu vā śarīrapradeśeṣu

Sie kommen, wenn ihre Wucht erschöpft ist oder durch ein Hindernis aufgehalten wird, in den Wundbereichen von Haut und dergleichen oder an Körperstellen wie Gefäßbahnen (*dhamanī*), Körperkanälen (*srotas*, der Körperkanal), Knochenhöhlen und Muskeln zum Stillstand.

tatra śalyalakṣaṇamucyamānamupadhāraya taddvividhaṃ sāmānyaṃ vaiśeṣikaṃ ca śyāvaṃ piḍakācitaṃ śophavedanāvantaṃ muhurmuhuḥ śoṇitāsrāviṇaṃ budbudavadunnataṃ mṛdumāṃsaṃ ca vraṇaṃ jānīyāt saśalyo'yamiti sāmānyametallakṣaṇamuktam vai-śeṣikaṃ tutvaggate vivarṇaḥ śopho bhavatyāyataḥ kaṭhinaśca māṃsagate śophābhivṛddhiḥ śalyamārgānupasaṃrohaḥ pīḍanāsahiṣṇutā coṣapākau ca peśyantara-sthe'pyetadeva coṣaśophavarjaṃ sirāgate sirādhmānaṃ sirāśūlaṃ sirāśophaśca snāyugate snāyujālotkṣepaṇaṃ saṃrambhaścogrā ruk ca srotogate srotasāṃ svakarma-guṇahāniḥ dhamanīsthe saphenaṃ raktamīrayannanilaḥ saśabdo nirgacchatyaṅgamardaḥ pipāsā hṛllāsaśca asthigate vividhavedanāprādurbhāvaḥ śophaśca asthivivaraga-te'sthipūrṇatā'sthitodaḥ saṃharṣo balavāṃśca sandhigate'sthivacceṣṭoparamaśca koṣṭhagata āṭopānāhau mūtrapurīṣāhāradarśanaṃ ca vraṇamukhāt marmagate marmaviddhavacceṣṭate sūkṣmagatiṣu śalyeṣvetānyeva lakṣaṇānyaspaṣṭāni bhavanti

Nun sollst du die Kennzeichen eines Fremdkörpers verstehen: Sie sind zweifacher Art, allgemein und besonders. Man erkenne eine Wunde als einen Fremdkörper enthaltend, wenn sie bläulich, mit Pusteln übersät, geschwollen und schmerzhaft ist, wiederholt Blut absondert und mit weichem Fleisch blasenartig aufgeworfen erscheint – dies sind die allgemeinen Kennzeichen. Die besonderen sind: Sitzt er in der Haut, entsteht eine ausgedehnte, verfärbte und harte Schwellung; sitzt er im Fleisch, kommt es zu übermäßiger Schwellung, zum Verwachsen des Fremdkörperkanals, zu Berührungsunverträglichkeit sowie zu Jucken und Nachreifen der Wunde; sitzt er zwischen den Muskelschichten, gilt dasselbe, außer Jucken und Schwellung; sitzt er in einer Vene, kommt es zu Venenaufblähung, Venenschmerz und Venenschwellung; sitzt er in einer Sehne, kommt es zum Anschwellen des Sehnengeflechts, zu Verspannung und heftigem Schmerz; sitzt er in einem Körperkanal, geht dessen eigentliche Funktion und Eigenschaft verloren; sitzt er in einer Gefäßbahn, entweicht schäumendes, vom Wind bewegtes Blut mit hörbarem Geräusch, begleitet von Gliederschmerz, Durst und Übelkeit; sitzt er im Knochen, treten mancherlei Schmerzen und Schwellung auf; sitzt er in einer Knochenhöhle, kommt es zu einem Völlegefühl im Knochen, zu stechendem Knochenschmerz, zu Gänsehaut und großer Kraftlosigkeit; sitzt er in einem Gelenk, wird die Bewegung wie bei einem Knochenleiden eingeschränkt; sitzt er im Bauchraum, kommt es zu Blähungen und Verstopfung sowie zum Sichtbarwerden von Harn, Kot und unverdauter Nahrung an der Wundöffnung; sitzt er an einem vitalen Punkt, verhält sich der Betroffene wie bei einer Verletzung eines vitalen Punktes. Bei sehr fein sitzenden Fremdkörpern sind diese Kennzeichen weniger deutlich ausgeprägt.

mahāntyalpāni vā śuddhadehānāmanulomasanniviṣṭāni rohanti viśeṣataḥ ka-ṇṭhasrotaḥsirātvakpeśyasthivivareṣu doṣaprako pavyāyāmābhighātājīrṇebhyaḥ pracalitāni punarbādhante

Große wie kleine Fremdkörper wachsen bei Menschen mit gesundem Körper, wenn sie mit der Faserrichtung übereinstimmend liegen, gewöhnlich in die Wunde ein – besonders in den Wundbereichen von Rachen, Körperkanal, Vene, Haut, Muskel und Knochenhöhle; durch Erregung der Doṣas, Überanstrengung, äußere Verletzung oder Verdauungsstörung geraten sie jedoch wieder in Bewegung und verursachen von neuem Beschwerden.

tatra tvakpranaṣṭe snigdhasvinnāyāṃ mṛnmāṣayavago dhūmagomayamṛditāyāṃ tvaci yatra saṃrambho vedanā vā bhavati tatra śalyaṃ vijānīyāt styānaghṛtamṛccanda nakalkai-rvā pradigdhāyāṃ śalyoṣmaṇā'śu visarati ghṛtamupaśuṣyati cālepo yatra tatra śalyaṃ vijānīyāt māṃsapranaṣṭe snehasvedādibhiḥ kriyāviśeṣairavi ruddhairātura-mupapādayet karśitasya tu śithilībhūtama navabaddhaṃ kṣubhyamāṇaṃ yatra saṃrambhaṃ ve-danāṃ vā janayati tatra śalyaṃ vijānīyāt koṣṭhāsthisandhipeśīviva reṣvava-sthitamevameva parīkṣeta sirādhamanīsrotaḥ snāyupranaṣṭe khaṇḍacakrasaṃyukte yāne vyādhitamāropyāśu viṣame'dhvani yāyāt yatra saṃrambho vedanā vā bhavati tatra śalyaṃ vijānīyāt asthipranaṣṭe snehasvedopapannānyasthīni bandhanapīḍanābhyāṃ bhṛśamu pācaret yatra saṃrambho vedanā vā bhavati tatra śalyaṃ vijānīyāt sandhi-pranaṣṭe snehasvedopapannān sandhīn prasaraṇākuñcanabandhanapīḍanairbhṛśamupā caret yatra saṃrambho vedanā vā bhavati tatra śalyaṃ vijānīyāt sandhipranaṣṭe snehasvedopapa-nnān sandhīn prasaraṇākuñcana bandhanapīḍanairbhṛśamupācaret yatra saṃrambho vedanā vā bhavati śalyaṃ vijānīyāt marmapranaṣṭe tvananyabhāvānmarmaṇāmuktaṃ parīkṣaṇaṃ bhavati

Ist ein Fremdkörper in der Haut verborgen, so bestreiche man die geölte und gedämpfte Haut mit einem mit Kuhdungrauch durchsetzten Brei aus Erde, schwarzen und weißen Erbsen oder Gerste: Wo dann eine Anspannung oder ein Schmerz entsteht, dort erkenne man den Fremdkörper. Auch bei einer Auflage aus geronnener Butter, Ton oder Sandelpaste zerfließt die Auflage durch die Wärme des Fremdkörpers rasch, das Ghee vertrocknet und die Salbe reißt auf – dort erkenne man den Fremdkörper. Ist ein Fremdkörper im Fleisch verborgen, so behandle man den Kranken mit passenden, nicht widersprechenden Öl- und Dampfanwendungen und dergleichen; wo dann bei einem Abgemagerten die locker gewordene, neu verbundene und geschüttelte Stelle eine Anspannung oder einen Schmerz erzeugt, dort erkenne man den Fremdkörper – sitzt er im Bauchraum, im Knochen, im Gelenk oder zwischen den Muskeln, untersuche man ebenso Vene, Gefäßbahn, Körperkanal und Sehne: Ist ein Fremdkörper in einer Vene, Gefäßbahn, einem Körperkanal oder einer Sehne verborgen, so bringe man den Kranken auf ein Fahrzeug mit unrundem Rad und lasse ihn rasch über einen unebenen Weg fahren; wo dann eine Anspannung oder ein Schmerz entsteht, dort erkenne man den Fremdkörper. Ist ein Fremdkörper im Knochen verborgen, so lasse man die durch Öl- und Dampfanwendung vorbereiteten Knochen durch Fesselung und Druck stark bewegen; wo dann eine Anspannung oder ein Schmerz entsteht, dort erkenne man den Fremdkörper. Ist ein Fremdkörper im Gelenk verborgen, so lasse man die durch Öl- und Dampfanwendung vorbereiteten Gelenke durch Strecken, Beugen, Fesseln und Drücken stark bewegen; wo dann eine Anspannung oder ein Schmerz entsteht, dort erkenne man den Fremdkörper. Ist ein Fremdkörper an einem vitalen Punkt verborgen, so ergibt sich die Untersuchung nach denselben Prüfungen, da die vitalen Punkte sich nicht anders verhalten als der übrige Körper.

sāmānyalakṣaṇamapi ca hastiskandhāśvapṛṣṭhaparvata drumārohaṇadhanurvyāyāmadrutayāna niyuddhādhvagamanalaṅghanaplavanaprataraṇavyāyāmairjṛmbhodgāra kāsakṣavathuṣṭhīvana ha-sanaprāṇāyāmairvātamūtrapurīṣaśukrotsargairvā yatra saṃrambho vedanā vā bhavati tatra śalyaṃ vijānīyāt

Auch das allgemeine Kennzeichen sei genannt: Beim Besteigen eines Elefantenrückens, Pferderückens, Berges oder Baumes, beim Bogenspannen, bei körperlicher Anstrengung, bei schnellem Fahren, bei Kampf, beim Gehen auf weiten Wegen, beim Springen, Schwimmen und Durchwaten, bei Anstrengung, Gähnen, Aufstoßen, Husten, Niesen, Ausspucken, Lachen, angehaltenem Atem oder beim Abgehen von Wind, Harn, Kot oder Samen – wo dann eine Anspannung oder ein Schmerz entsteht, dort erkenne man den Fremdkörper.

bhavanti cātra yasmiṃstodādayo deśe suptatā gurutā'pi ca ghaṭṭate bahuśo yatra śūyate rujyate'pi ca

Und hierzu gilt: An der Stelle, wo Stechen und dergleichen auftritt, wo Taubheit oder auch Schweregefühl sich einstellt, die häufig beim Berühren empfindlich ist, wo es juckt und auch schmerzt,

āturaścāpi yaṃ deśamabhīkṣṇaṃ parirakṣati saṃvāhyamāno bahuśastatra śalyaṃ vinirdiśet

und die der Kranke selbst immer wieder schützt, wenn man ihn massiert – dort weise man den Fremdkörper nach.

alpābādhamaśūnaṃ ca nīrujaṃ nirupadra vam prasannaṃ mṛduparyantaṃ nirāghaṭṭamanunnatam

Ist eine Stelle hingegen kaum beeinträchtigt, nicht geschwollen, schmerzlos, ohne Begleitbeschwerden, klar, an den Rändern weich, ohne Berührungsempfindlichkeit und nicht erhaben,

eṣaṇyā sarvato dṛṣṭvā yathāmārgaṃ cikitsakaḥ prasārākuñcanānnūnaṃ niḥśalyamiti nirdiśet

so untersuche der Arzt sie mit der Sonde (*eṣaṇī*) von allen Seiten dem natürlichen Verlauf entlang, und findet sich beim Strecken und Beugen mit Sicherheit nichts, so erkläre er sie für frei von Fremdkörpern.

asthyātmakaṃ bhajyate tu śalyamantaśca śīryate prāyo nirbhujyate śārṅgamāyasaṃ ceti niścayaḥ

Ein knochenartiger Fremdkörper bricht, ein innerer zerfällt; meist wird ein metallener Pfeil aber weder gebrochen noch verzehrt – so lautet die Regel.

vārkṣavaiṇavatārṇāni nirhriyante tu no yadi pacanti raktaṃ māṃsaṃ ca kṣiprametāni dehinām

Fremdkörper aus Holz, Bambus oder Stroh werden, wenn sie nicht entfernt werden, rasch von Blut und Fleisch der Lebewesen zersetzt.

kānakaṃ rājataṃ tāmraṃ raitikaṃ trapusīsakam cirasthānādvilīyante pittatejaḥpratāpanāt

Solche aus Blei, Silber, Kupfer, Messing, Zinn oder Blei zerfließen bei langem Verbleiben durch die Hitzeeinwirkung des Galle-Doṣa.

svabhāvaśītā mṛdavo ye cānye'pīdṛśā matāḥ dra vībhūtāḥ śarīre'sminnekatvaṃ yānti dhātumiḥ

Von Natur aus kühle und weiche Stoffe sowie andere derartige verflüssigen sich im Körper und werden mit den Geweben eins.

viṣāṇadantakeśāsthiveṇudārūpalāni tu śalyāni na viśīryante śarīre mṛnmayāni ca

Fremdkörper aus Horn, Zahn, Haar, Knochen, Bambus, Holz oder Stein sowie solche aus gebranntem Ton zersetzen sich im Körper nicht.

dvividhaṃ pañcagatimattvagādivraṇavastuṣu yo vetti viṣṭitaṃ śalyaṃ sa rājñaḥ kartumarhati

Wer die zweifache Art und die fünffache Bewegungsrichtung der in Haut und den übrigen Wundgeweben verborgenen Fremdkörper kennt, der ist würdig, sogar einen König zu behandeln.

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