Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 17

Hymne 17.16 Von der Vaśā-Kuh (I)

dadāmīty eva brūyād / anu cainām abhutsata | / vaśāṃ brahmabhyo yācadbhyas / tat prajāvad apatyavat ||

‚Ich gebe [sie]‘ soll man sagen, / und dann [sie] auch wirklich hingeben: / die Vaśā-Kuh den Brahmanen, die [sie] erbitten; / das ist kinderreich, nachkommenreich.

prajayā sa vi krīṇīte Bhatt. su / paśubhiś copa dasyati | / ya ārṣeyebhyo yācadbhyo / devānāṃ gāṃ na ditsati ||

Mit Nachkommen verkauft er sich, / und um sein Vieh kommt er [?], / der den Ārṣeya-Nachfahren der Seher, die bitten, / die Kuh der Götter nicht geben will.

kūṭayāsya saṃ śīryante / śroṇayā kāṭam ardati | / baṇḍayā dahyante gṛhāḥ / kāṇayā jīyate svam ||

Durch die Verstümmelte [an den Hörnern?] zerfallen ihm [seine Sachen], / durch die Hüftlahme reißt er ein Rohr [?] ein; / durch die Baṇḍā [Verstümmelte] brennen seine Häuser, / durch die Einäugige wird sein Besitz verspielt.

vilohito adhiṣṭhānāc / chakno vindati gopatim | / tathā vaśāyāḥ sāṃvidyaṃ / duradabhnā hy ucyase ||

Der Rotgesichtige, vom Stall her, / der Dung findet den Kuh-Herrn: / So [ergeht es] bei der Vaśā-Sache, / denn du wirst „schwer zu täuschen“ genannt.

yo asyāḥ karṇāv āskunoty / ā sa deveṣu vṛścate | / lakṣma kurva iti manyate / kanīyaḥ kṛṇute svam ||

Wer ihre beiden Ohren ritzt, / der wird unter den Göttern [ab]geschnitten: / ‚Ich mache ein Zeichen‘, meint er; / geringer macht er seinen Besitz.

pador asyā adhiṣṭhānād / viklindur nāma vindati | / anāmanāt saṃ śīryante / yā mukhenopajighrati ||

Von ihrem Fuß, von dem Stall her, / findet der, der Viklindu heißt [Nässe?], [das]: / Ohne Neigung verfallen die, / die [ihr] mit dem Maul zuschnüffeln.

yad asyā gopatau satyā / loma dhvāṅkṣo ajīhiḍat | / tataḥ kiśorā mriyante / vatsāṃś ca ghātuko vṛkaḥ ||

Wenn dem Kuh-Herrn ihrer, dem wahrhaften, / ein Rabe [ihr] Haar [ver]spottet, / dann sterben Fohlen/Kälber, / und die Jungtiere [tötet] der mörderische Wolf.

yad asyāḥ kasmai cid bhogāya / bālān kaś cit pra kṛntati | / tataḥ kumārā mriyante / yakṣmaś chantsaty anāmanāt ||

Wenn von ihr für irgendeinen Genuss / jemand Haare [Schwanzhaar] abschneidet: / dann sterben Kinder, / und Yakṣma [Schwindsucht] wird das ‚Unbeugsame‘ zerschneiden.

yad asyāḥ palpulanāya / śakṛd dāsī samasyati | Bhatt. sa(⟨ śa)kṛd / tato 'pirūpaṃ jāyate / tasmād avyeṣyad enasaḥ ||

Wenn ihren [Boden/Bett] zum Reinigen / die Dienerin den Dung zusammenkehrt: / dann wird [Kind] missgestaltet geboren; / davon [kommt] künftige Sünde.

jāyamānābhi jāyate / devān sabrāhmaṇān vaśā | / tasmād brahmabhyo deyaiṣā / tad āhuḥ svasya gopanam ||

Als sie geboren wird, besiegt sie [alles]; / die Götter samt den Brahmanen [erlangt] die Vaśā: / daher ist sie den Brahmanen zu geben. / Das nennen sie das Bewahren des Eigenen.