Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 17

Hymne 17.9 Skambha (III): Der Weltpfeiler und das Brahman

yasmād ṛco apātakṣaṃ / yajur yasmād apākaṣan | Bhatt. apākaṣaṃ / chandāṃsi yasya lomāni / skambhaṃ taṃ brūhi katamaḥ svid eva saḥ ||

Aus dem sie die Ṛc-Verse hauten, / aus dem sie die Yajus-Sprüche schabten [?], / dessen Haare die Metren sind – / diesen Skambha nenne, wer von ihnen er wohl ist.

asacchākhāṃ pratiṣṭhantīṃ / paramam iva janā viduḥ | / uto san manyante 'vare / ye 'sya śākhām upāsate

Einen Zweig des Nichtseienden, fest stehend, / wie das Höchste kennen ihn die Leute; / ‚Auch das Seiende‘ meinen die Niedrigeren, / die diesem Zweig dienen.

yatrādityāś ca rudrāś ca / vasavaś ca samāhitāḥ | / skambhaṃ taṃ brūhi katamaḥ svid eva saḥ ||

Wo die Ādityas und Rudras / und Vasus zusammengefügt sind – / diesen Skambha nenne, wer von ihnen er wohl ist.

yasya trayastriṃśad devā Bhatt. trayaṃstriṃśad / nidhiṃ rakṣanti sarvadā | / nidhiṃ tam adya ko veda / yaṃ devā abhirakṣata ||

Dessen dreiunddreißig Götter / den Schatz allezeit bewachen: / diesen Schatz, wer kennt ihn heute, / den die Götter bewachen?

yatra devā brahmavido / brahma jyeṣṭham upāsate | / yo vai ta brāhmaṇo veda / taṃ vai brahmavido viduḥ ||

Wo die Götter, die Brahman-Kenner, / das Brahman, das Älteste, verehren: / wer wahrlich, o Brahmane, jenes [Brahman] kennt, / den kennen die Brahman-Kundigen.

bṛhanto nāma te devā / asatas pari jajñire | / ekaṃ tad aṅgaṃ skambhasya- / -asad āhuḥ paro janāḥ ||

„Die Großen“ heißen deine Götter; / sie sind aus dem Nichtseienden entsprungen. / Das ist das eine Glied des Skambha: / das Nichtseiende, sagen die Leute weit oben [o. „die anderen“].

yatra skambhaḥ prajanayan / purāṇaṃ vyavartayat | / ekaṃ tad aṅgaṃ skambhasya / purāṇam anu saṃ viduḥ ||

Wo Skambha, [es] erzeugend, / das Alte in Umlauf setzte: / das ist das eine Glied des Skambha; / das Alte kennen sie ihm nach.

yatra trayastriṃśad devā / aṅgā gātrāṇi bhejire | / tān vai trayastriṃśad devān / eke brahmavido viduḥ ||

Wo dreiunddreißig Götter / Glieder [und] Körperteile genossen: / diese dreiunddreißig Götter kennen / manche Brahman-Kundige.

hiraṇyagarbhaṃ paramam / anatyudyaṃ janā viduḥ | / skambhas tad agre prāsiñcad / dhiraṇyaṃ loke antarā ||

Den goldenen Keim, den höchsten, / unübertrefflich [o. „unaussprechlich“], kennen die Leute. / Skambha goss dies zuerst aus, / das Gold, in die Welt hinein.

skambhe lokāḥ skambhe tapaḥ / skambhe 'dhy ṛtam āhitam | / skambhaṃ tvā vidma pratyakṣam / indre sarvaṃ samāhitam ||

In Skambha sind die Welten, in Skambha die Glut, / in Skambha ist die Ordnung eingesetzt. / Skambha, dich kennen wir als anschaulich gegenwärtig: / in Indra ist alles zusammengefügt.