Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 17

Hymne 17.3 Preis der Erde (III)

agnir diva ā tapaty / agner devasyorv antarikṣam | / agniṃ martāsa indhate / havyavāhaṃ ghṛtapriyam ||

Agni erhitzt vom Himmel her; / dem Gott Agni gehört der weite Luftraum. / Agni entzünden die Sterblichen, / den Opfergutfahrer, den Butterliebenden.

agnivāsāḥ pṛthivy asitajñus / tviṣīmantaṃ saṃśitaṃ mā kṛṇotu | / bhūmyāṃ devebhyo juhvati / yajñaṃ havyam araṃkṛtam | Bhatt. || / bhūmyāṃ manuṣyā jīvanti / svadhayānnena martyāḥ | / sā no bhūmiḥ prāṇam āyur dadhātu / jaradaṣṭiṃ mā pṛthivī kṛṇotu ||

Die Erde, die Feuer als Gewand trägt, die dunkelknieige, soll mich glänzend und geschärft machen. / Auf der Erde opfern sie den Göttern / das Opfer, die Opfergabe, wohl bereitet. / Auf der Erde leben die Menschen, / die Sterblichen, von der Svadhā-Speise. / Diese Erde soll uns Lebenshauch und Lebenszeit verleihen; / die Erde soll mich ein hohes Alter erreichen lassen.

yas te gandhaḥ pṛthivi saṃbabhūva / yaṃ bibhraty oṣadhayo yam āpaḥ | Bhatt. vibhraty / yaṃ gandharvā apsarasaś ca bhejire / yas te gām aśvam arhati | / tenāsmān surabhīn kṛṇu / mā no dvikṣata kaś cana ||

Dein Duft, o Erde, der entstand, / den die Pflanzen tragen, den die Wasser, / an dem sich Gandharvas und Apsaras erfreuten, / der dir – Rind, Ross – gebührt: / mit diesem mache uns wohlriechend; / niemand soll uns hassen.

yas te gandhaḥ puṣkaram āviveśa / yaṃ saṃjabhruḥ sūryāyā vivāhe | / amartyāḥ pṛthivi gandham agre | / tenāsmān surabhīn kṛṇu / mā no dvikṣata kaś cana ||

Dein Duft, der in die Lotusblüte einging, / den sie bei der Hochzeit der Sūryā zusammentrugen, / die Unsterblichen, o Erde, [dein] Duft, zuerst: / mit diesem mache uns wohlriechend; / niemand soll uns hassen.

yas te bhūme puruṣeṣu / strīṣu puṃsu bhago rucir / yo vadhūṣu vadhūyuṣu | / yo goṣv aśveṣu / yo mṛgeṣūta hastiṣu | / kanyāyāṃ varco yad bhūme / tenāsmām̐ adhi saṃ sṛja / mā no dvikṣata kaś cana ||

Was an dir, o Erde, bei den Männern, / bei den Frauen und Männern, [als] Glück und Glanz ist, / was bei den Bräuten und Freiern, / was bei Rindern und Rossen, / was bei den Wildtieren und den Elefanten, / [und] was an Kraft bei der Jungfrau ist, o Erde: / damit begabe uns; / niemand soll uns hassen.

śilā bhūmir aśmā pāṃsur / yā bhūmiḥ saṃbhṛtā dhṛtā | / yasyāṃ vṛkṣā vānaspatyā / dhruvās tiṣṭhanti viśvahā | / bhūmiṃ hiraṇyavakṣasaṃ / dhṛtām acchā vadāmasi ||

Fels, Erde, Stein, Staub: / die Erde, die zusammengefügt und gehalten ist, / auf der die Bäume, die Waldbäume, / fest stehen alle Tage, / zur goldbrüstigen Erde, / der gehaltenen, sprechen wir hin.

udīrāṇā utāsīnās / tiṣṭhantaḥ prakrāmantaḥ | / padbhyāṃ dakṣiṇasavyābhyāṃ / mā vyathiṣmahi bhūmyām ||

Aufstehend und sitzend, / stehend und weiterschreitend, / mit dem rechten und linken Fuß / wollen wir auf der Erde nicht ins Wanken geraten.

vimṛgvarīṃ pṛthivīm ā vadāmi / kṣamāṃ bhūmiṃ brahmaṇā vāvṛdhānām | / ūrjaṃ puṣṭiṃ bibhratīm annabhāgaṃ / ghṛtaṃ tvābhi ni ṣīdāmi bhūme ||

Die Allverzehrende, Fruchtbare, die Erde rufe ich an, / die Duldsame, die Erde, die durch das Brahman gewachsen ist, / die Kraft, Nahrung trägt, Anteil an Speise: / ich setze mich mit Schmalz auf dich, o Erde.

śuddhā ma āpas tanvaḥ kṣaranti / yo me sehur apriye taṃ ni dadhmaḥ | / pavitreṇa pṛthivīm ut punāmi ||

Rein strömen mir die Wasser meines Leibes. / Wer mich bezwang [und mir] unlieb [ist], den setze ich nieder. / Mit dem Reinigungsmittel reinige ich die Erde hinauf.

nidhīn bibhratī bahudhā guhā vasu / maṇiṃ hiraṇyaṃ pṛthivī dadhātu naḥ | / vasūni no vasudā rāsamānā / devī dadhātu sumanasyamānā ||

Schätze trägt sie auf vielerlei Weise, verborgen, Güter, / Juwel, Gold soll uns die Erde geben. / Güter soll sie uns geben, die Güterspenderin, freigebig, / die Göttin soll [sie] geben, wohlgesinnt.