Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 17

Hymne 17.6 Preis der Erde (VI); Selbstermächtigung

dyauś ca ma idaṃ pṛthivī ca- / -antarikṣaṃ ca me vyacaḥ | / agniḥ sūrya āpo medhāṃ / viśve devāś ca saṃ dadhuḥ ||

Himmel und Erde, dies [ist] mein weiter Raum, / und der Luftraum. / Agni, Sonne, Wasser haben mir Weisheit, / und alle Götter haben sie zusammen verliehen.

aham asmi sahamāna / uttaro nāma bhūmyām | / abhisāḍ asmi viśvāṣāḍ / āśāmāśāṃ viṣāsahiḥ ||

Ich bin der Überwältigende, / „Der Höhere“ mit Namen auf der Erde. / Ich bin der Bezwinger, der Allbezwinger, / in jeder Himmelsrichtung der Überwinder.

yad ado devi prathamānā purastād / devaiḥ sṛṣṭā vyasarpo mahitvam | / ā tvā subhūtam aviśat tadānīm / akalpayathāḥ pradiśaś catasraḥ ||

Als du, o Göttin, dich früher ausbreitetest, / von den Göttern geschaffen, glitt deine Größe dahin, / da trat gutes Sein [Gedeihen] in dich ein, / und du schufst die vier Himmelsrichtungen.

ye grāmā yāny araṇyāni / yāḥ sabhā adhi bhūmyām | / teṣv ahaṃ devi pṛthivy / udyāsaṃ madhumad vacaḥ ||

Die Dörfer, die Wälder, / die Versammlungen auf der Erde: / in diesen möge ich, o Göttin Erde, / honigsüße Rede äußern.

yad vadāni madhumat tad vadāni / yad īkṣe ṣutadyaḥ punantu mā | / tviṣīmān asmi jūtimān yān hanmi dodhataḥ ||

Was ich spreche, das soll honigsüß sein; / was ich erblicke, [das soll]: die Ströme [„ṣutadyaḥ“] sollen mich reinigen. / Ich bin glänzend, schnell, / die ich erschüttere, schlage ich.

aśva iva rajo duduhe vi taṃ janaṃ / ya ākṣiyan pṛthivīm ād ajāyata | / madrā pari bhuvanasya gopā / vanaspatīnāṃ gṛbhir oṣadhīnām ||

Wie ein Ross melkte er den Staub; er [zerstreute] das Volk, / der die Erde bewohnend hervorging; / der Erfreuende, Beschützer der Welt ringsum, / mit den Stimmen der Bäume und Pflanzen.

śantivā surabhiḥ syonā / kīlālodhnī payasvatī | / bhūmir no adhi bravītu / pṛthivī payasā saha ||

Die Beruhigende, Duftende, Wohltuende, / [Nahrungs-]Trank Spendende, Milchreiche: / die Erde soll für uns [Gutes] sprechen, / die Erde samt der Milch.

bhūmi mātar ni dhehi mā / bhadrayā supratiṣṭhitam | / saṃvidānā divā tvaṃ / śriyāṃ mā dhehi bhūtyām ||

O Mutter Erde, setze mich gut hin, / gut gegründet, mit Segen. / Im Einklang mit dem Tag: setze mich / in Glanz und Wohlstand.

yām anvaicchad dhaviṣā viśvakarmā / yasyām āsann agnayo 'psv antaḥ | / bhujiṣyaṃ pātraṃ nihitaṃ guhā- / -āsīd āvir bhogair abhavan mātṛmadbhiḥ ||

Die Viśvakarman mit der Opfergabe suchte, / in der die Feuer in den Wassern waren: / ein freies Gefäß, in der Höhle niedergelegt, / war es; es kam ans Licht, [da] entstanden die Genüsse für die Mütter [d. h. Mutterhabenden].

tvam asy āvapanī janānām / aditiḥ kāmadughā viśvarūpā | / yat ta ūnaṃ tat ta ā pūrayāti / prajāpatiḥ prajābhiḥ saṃvidānaḥ ||

Du bist die Aussäerin der Menschen, / Aditi, wunschmelkende, vielgestaltige. / Was dir fehlt, das füllt dir auf / Prajāpati, im Einklang mit den Geschöpfen.