Wahrheit, Hohes, Rechtsordnung, Gewaltiges, Weihe, Askese, Brahman und Opfer tragen die Erde. / Sie, die Herrin über das Gewesene und das Künftige, die Erde, soll uns weiten Raum schaffen, / [einen Raum] ohne Bedrängnis inmitten der Menschen.
Auf der es Höhen, Abhänge und Ebenen in Fülle gibt, / die die Pflanzen von mannigfacher Kraft trägt – / die Erde soll sich für uns ausbreiten, sie soll uns gelingen [wörtlich: gewährt sein].
yasyāṃ samudra uta sindhur āpo / yasyāṃ devā anṛtam anvavindan | / yā bibharti bahudhā prāṇam ejat read prāṇad with K? / sā no bhūmir goṣv aśveṣv apy anne kṛṇotu ||
Auf der Meer und Strom und die Wasser sind, auf der die Götter die Unwahrheit aufspürten, / die den atmenden [Lebenshauch] auf vielerlei Weise trägt, den sich Regenden, / diese Erde soll uns bei Rindern, Rossen und auch bei Nahrung [Gutes] schaffen.
Auf der die Früheren, die Urahnen, Werke vollbrachten, auf der die Götter die Asuras niederwarfen, / auf der dieses ganze Lebendige sich regt und lebt – / diese Erde soll uns beim ersten Trunk [Gutes] zuteilen.
Auf der Erde, wo die vier Himmelsrichtungen sind, auf der die Nahrung und die Ackerbauern [Stämme] entstanden, / [die] Verbreitung von Rindern, Rossen und Vögeln [ist] – / Glück und Glanz soll uns die Erde verleihen.
Alles-Tragende, Schatzspenderin, feste Grundlage, / goldbrüstige, Ruheplatz der Welt: / die Erde, die das Feuer Vaiśvānara trägt, / mit Indra als Stier, soll uns in Reichtum setzen.
Auf der die umherziehenden Wasser gleichmäßig / bei Tag und Nacht unablässig strömen, / diese Erde mit vielen Strömen soll uns Milch melken / und uns mit Glanz besprengen.
Die die schlaflosen Götter behüten, die alles Gebende, / die Erde, unablässig wachsam: / sie soll uns Süßes, Liebes melken / und uns mit Glanz besprengen.
Die zuerst als Flut, als Wasser im Meer war, der die Weisen mit Zauberkräften nachgingen, / in der das Herz, im höchsten Himmelsraum, / von Wahrheit umhüllt ist, das Unsterbliche der Erde – / diese Erde soll mir im Reich Kraft und Stärke verleihen.
Die die beiden Aśvin vermaßen, / in der Viṣṇu ausschritt, / die Indra für sich zur Feindlosen machte, / der Herr der Śacī: / diese Erde soll uns [ihre] Milch spenden, / wie eine Mutter ihrem Sohn.