Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 17

Hymne 17.47 Gegen Kravyād-Agni; Salbung der Frauen

imā nārīr avidhavāḥ supatnīr / āñjanena sarpiṣā saṃ viśantu | / anaśravo anamīvāḥ suratnā / ā rohantu janayo yonim agre ||

Diese Frauen, nicht verwitwet, gute Ehefrauen, / sollen mit Salbe und Schmelzbutter eintreten; / ohne Tränen, ohne Krankheit, mit guten Kleinodien, / sollen die Frauen zuerst die Stätte besteigen.

ime vīrā avidhavāḥ sujānaya / āñjanena sarpiṣā saṃ spṛśantām | / anaśravo anamīvāḥ suratnāḥ / syonād yoner adhi talpaṃ ruheyuḥ ||

Diese Männer, nicht Witwer, mit guten Frauen, / sollen mit Salbe und Schmelzbutter [sich] berühren; / ohne Tränen, ohne Krankheit, mit guten Kleinodien, / sollen sie aus dem lieblichen Schoß das Lager besteigen.

vyākaromi haviṣāham etau / tau brahmaṇā vy ahaṃ kalpayāmi | / svadhāṃ pitṛbhyo ajarāṃ kṛṇomi / dīrghenāyuṣā sam imāṃ sṛjāmi ||

Ich trenne mit dem Opfer diese beiden; / diese beiden richte ich mit dem Brahman (Zauberspruch) her. / Die Svadhā für die Väter mache ich unvergänglich; / mit langem Leben füge ich diese [Frau] zusammen.

yo no agniḥ pitaro hṛtsv antar / āviveśāmṛto martyeṣu | / mayy ahaṃ taṃ pari gṛhṇāmi devaṃ / mā so asmān dvikṣata mā vayaṃ tam ||

Der Agni, der bei uns, ihr Väter, drinnen in den Herzen, / der Unsterbliche, in die Sterblichen eingetreten ist: / den Gott ergreife ich an mir; / er soll uns nicht hassen, wir nicht ihn.

apāvartyāgniṃ gārhapatyaṃ / kravyādā preta dakṣiṇā | / priyaṃ pitṛbhya ātmane / brahmaṇe kṛṇuta priyam ||

Nachdem ihr das Gārhapatya-Feuer abgewendet habt, / geht, ihr Fleischfresser, nach Süden fort. / Macht Liebes für die Väter, für das Selbst, / macht Liebes für das Brahman.

dvibhāgadhanam ādāya / pra kṣināty avartyā | / agniḥ putrasya jyeṣṭhasya / yaḥ kravyād anirāhitaḥ ||

Nachdem er den doppelten Erbteil genommen hat, / richtet er durch Not zugrunde – / das Feuer des ältesten Sohnes, / der Kravyād, wenn er nicht entfernt ist.

yat kṛṣate yad vanute / yac ca vastena vindate | / sarvaṃ martyasya tan nāsti / kravyāc ced anirāhitaḥ ||

Was er pflügt, was er gewinnt, / und was er durch Kleidung [?] erlangt: / alles davon hat der Sterbliche nicht, / wenn der Kravyād nicht entfernt ist.

ayajñiyo hatavarcā bhavati / nainena havir attave | / chinatti kṛṣiṃ gāṃ dhanaṃ / yaḥ kravyād anuvartate ||

Opferunfähig wird er, seines Glanzes beraubt; / mit ihm kann man die Opferspeise nicht essen. / Er schneidet Acker, Rind und Besitz ab – / der Kravyād, der [ihm] nachgeht.

bahu gṛdhyaiḥ pra vadaty / ārtiṃ martyo ny eti ca | / kravyād yam agnir antikād / anuvidvān vitāvati ||

Viel spricht er mit Gierigen [?] Leid, / und der Sterbliche gerät ins Elend, / den der Kravyād-Agni aus der Nähe, / nachwissend, bedrängt [?].

grāhyā gṛhāḥ saṃ sṛjyante / yat striyā mriyate patiḥ | Bhatt. ya(t) / brahmaiva vidvān eṣyo / yaḥ kravyādaṃ nir ādadhat ||

Durch Ergreifung [?] werden die Häuser zusammengefügt, / wenn einer Frau der Gatte stirbt. / Ein wissender Brahmane ist aufzusuchen, / der den Kravyād hinaussetzt.