Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 17

Hymne 17.18 Die Vaśā-Kuh als Gabe an Brahmanen

heḍaṃ paśūnāṃ ny eti / brāhmaṇebhyo 'dadad vaśām | / devānāṃ nihitaṃ bhāgaṃ / martyaś cen nipriyāyate ||

Der Groll der Tiere kommt [über den], der den Brahmanen die Vaśā[-Kuh] nicht gab, [nämlich] wenn ein Sterblicher den bei den Göttern hinterlegten Anteil [nur] als seinen Liebling behandelt [?].

yad anye śataṃ yāceyur / brāhmaṇā gopatiṃ vaśām | / athaitā devā abruvann / evaṃ ha viduṣo vaśā ||

Wenn andere, hundert Brahmanen, den Kuhherrn um die Vaśā bäten, dann sprachen die Götter dazu: „So [gehört] die Vaśā doch [nur] dem Wissenden.“

ya evaṃ viduṣe 'dattvā- / -anyasmai dadad vaśām | / durgā tasmā adhiṣṭhāne / pṛthivī sahadevatā ||

Wer so einem Wissenden nicht gibt, sondern einem anderen die Vaśā gibt: für den ist an seinem Standort die Erde samt den Göttern schwer gangbar.

devā vaśām ayācan Bhatt. ayācaṃ / yasminn agre ajāyata | / tām etāṃ vidyān nāradaḥ / saha devair ud ājata ||

Die Götter erbaten die Vaśā [Bhatt.: ich erbat], in der er zu Anfang geboren wurde. Diese da soll Nārada kennen; mit den Göttern trieb er sie heraus [?].

anapatyam alpapaśuṃ / vaśā kṛṇotu pūruṣam | / brāhmaṇaiś ca yācitām / athaināṃ ni priyāyate ||

Kinderlos, mit wenig Vieh soll die Vaśā den Mann machen, [den], der sie, von Brahmanen erbeten, dann [nur] als seinen Liebling behandelt.

agnīṣomābhyāṃ kāmāya / mitrāya varuṇāya ca | / tebhyo yācanti brāhmaṇās / tebhya ā vṛścate 'dadhat || read 'dadat

Für Agni und Soma, für Kāma, für Mitra und für Varuṇa – für diese erbitten sie die Brahmanen; von diesen wird der abgehauen, der nicht gibt.

yāvad asyā gopatir na- / -upaśṛṇuyād ṛcaḥ svayam | Bhatt. ṛca(ḥ) / cared asya tāvad goṣu / nāsya śrutā gṛhe syāt ||

Solange ihr Kuhherr ihre Verse nicht selbst anhört, so lange mag sie unter seinen Kühen umhergehen; nicht soll sie im Haus für ihn ‚gehört‘ [= zur Kenntnis genommen] sein [?].

yo asyā ṛca upaśrutya- / -atha goṣv acīcarat | / āyuś ca tasya bhūtiṃ ca / devā vṛścanti hīḍitāḥ ||

Wer, nachdem er ihre Verse gehört hat, dennoch [sie] unter den Kühen weiden lässt: dessen Lebenskraft und Gedeihen hauen die Götter ab, erzürnt.

vaśā carantī bahudhā / devānāṃ nihito nidhiḥ | / āviṣkṛṇute rūpāṇi / yathā sthāma jigāṃsati ||

Die Vaśā, vielfach umherwandernd, ein bei den Göttern hinterlegter Schatz, offenbart [ihre] Gestalten, [so] wie sie zu [ihrem] Standort zu gelangen strebt.

āvir ātmānaṃ kṛṇute / yathā sthāma jigāṃsati | / atho ha brahmabhyo vaśā / yākyāya kṛṇute manaḥ ||

Sich selbst macht sie offenbar, [so] wie sie zu [ihrem] Standort zu gelangen strebt; und ferner richtet die Vaśā ihren Sinn darauf, von den Brahmanen erbeten zu werden [?].