Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 17

Hymne 17.46 Abgrenzung vom Tod, Bitte um langes Leben

paraṃ mṛtyo anu parehi panthāṃ / yas ta eṣa itaro devayānāt | / cakṣuṣmate śṛṇvate te bravīmi- / -iha me vīrā bahavo bhavantu ||

Geh weiter fort, Tod, auf dem Pfad, / der dein eigener ist, der andere als der Götterweg. / Zu dir, der du Augen hast und hörst, spreche ich: / Hier sollen mir viele Männer/Helden sein.

ime jīvā vi mṛtair āvavṛtrann / abhūd bhadrā devahūtir no adya | / prāñco agāma nṛtaye hasāya / suvīrāso vidatham ā vadema ||

Diese Lebenden haben sich von den Toten abgewandt; / heil ist heute unser Götterruf geworden. / Nach vorn sind wir gegangen zum Tanz, zum Lachen; / mit guten Männern wollen wir die Versammlung ansprechen.

imaṃ jīvebhyaḥ paridhiṃ dadhāmi / maiṣāṃ nu gād aparo artham etam | / jyog jīvantaḥ śaradaḥ purūcīs / tiro mṛtyuṃ dadhatāṃ parvatena ||

Diesen Grenzwall setze ich für die Lebenden; / keiner von diesen soll nachher zu diesem Ziel gehen. / Lange lebend viele Herbste hindurch / sollen sie den Tod mit einem Berg verdecken.

yathāhāny anupūrvaṃ bhavanti / yathartava ṛtubhir yanti sākam | / yathā na pūrvo aparaṃ jahāty / evā tvaṣṭar āyuṃṣi kalpayaiṣām ||

Wie die Tage der Reihe nach kommen, / wie die Jahreszeiten mit den Jahreszeiten zusammen gehen, / wie der Frühere den Späteren nicht verlässt: / so ordne, Tvaṣṭar, die Lebensspannen dieser.

ā rohatāyur jarasaṃ vṛṇānā / anupūrvaṃ yatamānā yati ṣṭha | / tān vas tvaṣṭā sujanimā sajoṣāḥ / sarvam āyur nayatu jīvanāya ||

Steigt hinauf, das Greisenalter wählend, / der Reihe nach euch mühend, so viele ihr seid. / Euch soll Tvaṣṭar, der Wohlgebärende, einmütig / das ganze Leben zum Leben führen.

aśmanvatī rīyate saṃ rabhadhvaṃ / vīrayadhvaṃ pra taratā sakhāyaḥ | / atrā jahīta ye asan durevā / anamīvān ut taremābhi vājān ||

Der steinige [Fluss] strömt; fasst zusammen, / seid mannhaft, kommt hinüber, Freunde. / Hier lasst zurück, was übel war; / ohne Krankheit wollen wir uns zu Siegespreisen erheben.

ut tiṣṭhatā pra taratā sakhāyo / +'śmanvatī syandate nadīyam | / atrā jahīta ye asann aśivāḥ / śivān syonān ut taremābhi vājān || Bhatt. śivāṃ

Steht auf, kommt hinüber, Freunde; / dieser steinige Fluss strömt. / Hier lasst zurück, was unheilvoll war; / die Heilvollen, Wohltuenden [nehmen wir mit], wir wollen uns zu Siegespreisen erheben.

vaiśvadevīṃ sūnṛtām ā rabhadhvaṃ / śuddhā bhavantaḥ śucayaḥ pāvakāḥ | / atikrāmanto duritāni viśvā / śataṃ himāḥ sarvavīrā madema ||

Nehmt in Angriff das Allgöttliche, die Wahrhaftigkeit (sūnṛtā) – / rein werdend, klar, läuternd –, / alle Übel überschreitend; / hundert Winter lang wollen wir uns mit allen Helden freuen.

udīcīnaiḥ pathibhir vāyum adbhir / atikrāmanto 'varān parebhiḥ | / triḥ sapta kṛtva ṛṣayaḥ paretā / mṛtyuṃ pratyauhan padayopanena ||

Auf nordwärts gehenden Pfaden, den Wind mit Wassern [?], / die Diesseitigen mit den Jenseitigen überschreitend: / dreimal sieben Mal sind die Ṛṣis hinausgezogen; / sie haben den Tod mit der Verwischung der Fußspur zurückgestoßen.

mṛtyoḥ padaṃ yopayanta eta / drāghīya āyuḥ prataraṃ dadhānāḥ | / āsīnā mṛtyuṃ nudatā sadhasthe / 'tha jīvā vidatham ā vadema ||

Die Fußspur des Todes verwischend, geht dahin, / ein längeres Leben, weiter reichend, verschaffend. / Sitzend stoßt den Tod weg am gemeinsamen Sitz; / dann wollen wir Lebenden die Versammlung ansprechen.