Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 17

Hymne 17.24 Alptraum: Herkunft und Abwehr

vidma te svapna janitraṃ / pāpmanaḥ putro 'sy abhūtyā adhi jāto yamasya karaṇaḥ | / taṃ tvā svapna tathā vidma | / yo bhadraḥ svapnaḥ sa mama / yaḥ pāpas taṃ dviṣate pra hiṇmaḥ | / tam asmai gamayāmas / tenainaṃ vidhyāmo / 'bhūtyainaṃ vidhyāmo / nirbhūtyainaṃ vidhyāmaḥ / parābhūtyainaṃ vidhyāmo / grāhyaiṇaṃ vidhyāmas / tamasainaṃ vidhyāmo / agna enaṃ kravyāda ā vṛśāmo / devānām enaṃ ghoraiḥ krūraiḥ praiṣair abhi preṣyamo praiṣair Selva 2019, 185; Bhatt. preṣyair / vaiśvāṇarasyainaṃ daṃṣṭrayor api dadhmaḥ ||

Wir kennen deinen Ursprung, Traum: du bist der Sohn der Sünde, aus dem Unheil geboren, ein Werkzeug des Yama. Wir kennen dich, Traum, so. Welcher Traum gut ist, der [gehöre] mir; welcher böse ist, den schicken wir dem Hasser hin. Den lassen wir zu ihm gelangen; damit durchbohren wir ihn, mit Unheil [abhūti] durchbohren wir ihn, mit Fehlgedeihen [nirbhūti] durchbohren wir ihn, mit Zugrundegehen [parābhūti] durchbohren wir ihn, mit dem Ergreifer [grāhī] durchbohren wir ihn, mit Finsternis durchbohren wir ihn; dem fleischfressenden Agni hauen wir ihn zu; mit den furchtbaren, grausamen Aufträgen der Götter hetzen wir ihn los; in die beiden Hauer Vaiśvānaras legen wir ihn hinein.

(…) janitraṃ see 1a / grāhyāḥ putro 'si nirṛtyā adhi (…) || see 1b-o

Wir kennen deinen Ursprung, Traum: du bist der Sohn der Grāhī [Ergreiferin], aus Nirṛti [Verderben] geboren, ein Werkzeug des Yama. Wir kennen dich, Traum, so. Welcher Traum gut ist, der [gehöre] mir; welcher böse ist, den schicken wir dem Hasser hin. Den lassen wir zu ihm gelangen; damit durchbohren wir ihn, mit Unheil [abhūti] durchbohren wir ihn, mit Fehlgedeihen [nirbhūti] durchbohren wir ihn, mit Zugrundegehen [parābhūti] durchbohren wir ihn, mit dem Ergreifer [grāhī] durchbohren wir ihn, mit Finsternis durchbohren wir ihn; dem fleischfressenden Agni hauen wir ihn zu; mit den furchtbaren, grausamen Aufträgen der Götter hetzen wir ihn los; in die beiden Hauer Vaiśvānaras legen wir ihn hinein.

(…) janitraṃ see 1a / varuṇasya putro 'si varuṇānyā adhi (…) || see 1b-o

Wir kennen deinen Ursprung, Traum: du bist Varuṇas Sohn, aus der Varuṇānī [Varuṇas Gattin] geboren, ein Werkzeug des Yama. Wir kennen dich, Traum, so. Welcher Traum gut ist, der [gehöre] mir; welcher böse ist, den schicken wir dem Hasser hin. Den lassen wir zu ihm gelangen; damit durchbohren wir ihn, mit Unheil [abhūti] durchbohren wir ihn, mit Fehlgedeihen [nirbhūti] durchbohren wir ihn, mit Zugrundegehen [parābhūti] durchbohren wir ihn, mit dem Ergreifer [grāhī] durchbohren wir ihn, mit Finsternis durchbohren wir ihn; dem fleischfressenden Agni hauen wir ihn zu; mit den furchtbaren, grausamen Aufträgen der Götter hetzen wir ihn los; in die beiden Hauer Vaiśvānaras legen wir ihn hinein.

(…) janitram see 1a / ahnaḥ putro 'si rātryā adhi (…) || see 1b-o

Wir kennen deinen Ursprung, Traum: du bist der Sohn des Tages, aus der Nacht geboren, ein Werkzeug des Yama. Wir kennen dich, Traum, so. Welcher Traum gut ist, der [gehöre] mir; welcher böse ist, den schicken wir dem Hasser hin. Den lassen wir zu ihm gelangen; damit durchbohren wir ihn, mit Unheil [abhūti] durchbohren wir ihn, mit Fehlgedeihen [nirbhūti] durchbohren wir ihn, mit Zugrundegehen [parābhūti] durchbohren wir ihn, mit dem Ergreifer [grāhī] durchbohren wir ihn, mit Finsternis durchbohren wir ihn; dem fleischfressenden Agni hauen wir ihn zu; mit den furchtbaren, grausamen Aufträgen der Götter hetzen wir ihn los; in die beiden Hauer Vaiśvānaras legen wir ihn hinein.

(…) janitraṃ see 1a / divas putro 'si bhūmyā adhi (…) || see 1b-o

Wir kennen deinen Ursprung, Traum: du bist der Sohn des Himmels, aus der Erde geboren, ein Werkzeug des Yama. Wir kennen dich, Traum, so. Welcher Traum gut ist, der [gehöre] mir; welcher böse ist, den schicken wir dem Hasser hin. Den lassen wir zu ihm gelangen; damit durchbohren wir ihn, mit Unheil [abhūti] durchbohren wir ihn, mit Fehlgedeihen [nirbhūti] durchbohren wir ihn, mit Zugrundegehen [parābhūti] durchbohren wir ihn, mit dem Ergreifer [grāhī] durchbohren wir ihn, mit Finsternis durchbohren wir ihn; dem fleischfressenden Agni hauen wir ihn zu; mit den furchtbaren, grausamen Aufträgen der Götter hetzen wir ihn los; in die beiden Hauer Vaiśvānaras legen wir ihn hinein.

(…) janitraṃ see 1a / vanaspatīnāṃ putro 'sy oṣadībhyo 'dhi (…) || see 1b-o

Wir kennen deinen Ursprung, Traum: du bist der Sohn der Bäume, aus den Heilpflanzen geboren, ein Werkzeug des Yama. Wir kennen dich, Traum, so. Welcher Traum gut ist, der [gehöre] mir; welcher böse ist, den schicken wir dem Hasser hin. Den lassen wir zu ihm gelangen; damit durchbohren wir ihn, mit Unheil [abhūti] durchbohren wir ihn, mit Fehlgedeihen [nirbhūti] durchbohren wir ihn, mit Zugrundegehen [parābhūti] durchbohren wir ihn, mit dem Ergreifer [grāhī] durchbohren wir ihn, mit Finsternis durchbohren wir ihn; dem fleischfressenden Agni hauen wir ihn zu; mit den furchtbaren, grausamen Aufträgen der Götter hetzen wir ihn los; in die beiden Hauer Vaiśvānaras legen wir ihn hinein.

(…) janitraṃ see 1a / vānaspatyānāṃ putro 'si vīrudbhyo 'dhi (…) || see 1b-o

Wir kennen deinen Ursprung, Traum: du bist der Sohn der Baumabkömmlinge, aus den Ranken geboren, ein Werkzeug des Yama. Wir kennen dich, Traum, so. Welcher Traum gut ist, der [gehöre] mir; welcher böse ist, den schicken wir dem Hasser hin. Den lassen wir zu ihm gelangen; damit durchbohren wir ihn, mit Unheil [abhūti] durchbohren wir ihn, mit Fehlgedeihen [nirbhūti] durchbohren wir ihn, mit Zugrundegehen [parābhūti] durchbohren wir ihn, mit dem Ergreifer [grāhī] durchbohren wir ihn, mit Finsternis durchbohren wir ihn; dem fleischfressenden Agni hauen wir ihn zu; mit den furchtbaren, grausamen Aufträgen der Götter hetzen wir ihn los; in die beiden Hauer Vaiśvānaras legen wir ihn hinein.

(…) janitraṃ see 1a / tandriyāḥ putro 'si koṭīyā adhi (…) || see 1b-o

Wir kennen deinen Ursprung, Traum: du bist der Sohn der Trägheit, aus der Koṭī geboren [?], ein Werkzeug des Yama. Wir kennen dich, Traum, so. Welcher Traum gut ist, der [gehöre] mir; welcher böse ist, den schicken wir dem Hasser hin. Den lassen wir zu ihm gelangen; damit durchbohren wir ihn, mit Unheil [abhūti] durchbohren wir ihn, mit Fehlgedeihen [nirbhūti] durchbohren wir ihn, mit Zugrundegehen [parābhūti] durchbohren wir ihn, mit dem Ergreifer [grāhī] durchbohren wir ihn, mit Finsternis durchbohren wir ihn; dem fleischfressenden Agni hauen wir ihn zu; mit den furchtbaren, grausamen Aufträgen der Götter hetzen wir ihn los; in die beiden Hauer Vaiśvānaras legen wir ihn hinein.

(…) janitraṃ see 1a / rakṣasāṃ putro 'sy abhvebhyo 'dhi (…) || see 1b-o] [abhvebhyo Selva 2019, 190; Bhatt. abbhavebhyo

Wir kennen deinen Ursprung, Traum: du bist der Sohn der Rakṣas, aus den Ungeheuern [abhva] geboren, ein Werkzeug des Yama. Wir kennen dich, Traum, so. Welcher Traum gut ist, der [gehöre] mir; welcher böse ist, den schicken wir dem Hasser hin. Den lassen wir zu ihm gelangen; damit durchbohren wir ihn, mit Unheil [abhūti] durchbohren wir ihn, mit Fehlgedeihen [nirbhūti] durchbohren wir ihn, mit Zugrundegehen [parābhūti] durchbohren wir ihn, mit dem Ergreifer [grāhī] durchbohren wir ihn, mit Finsternis durchbohren wir ihn; dem fleischfressenden Agni hauen wir ihn zu; mit den furchtbaren, grausamen Aufträgen der Götter hetzen wir ihn los; in die beiden Hauer Vaiśvānaras legen wir ihn hinein.

vidma te svapna janitraṃ / gandharvāṇāṃ putro 'sy / apsarobhyo adhi jāto yamasya karaṇaḥ | / taṃ tvā svapna iti trīṇi || 1c-o are repeated, see Selva 2019, 195

Wir kennen deinen Ursprung, Traum: du bist der Sohn der Gandharven, aus den Apsarasen geboren, ein Werkzeug des Yama. Dich, Traum, [kennen wir so] – die Strophen 1c–o werden wiederholt: Wir kennen dich, Traum, so. Welcher Traum gut ist, der [gehöre] mir; welcher böse ist, den schicken wir dem Hasser hin. Den lassen wir zu ihm gelangen; damit durchbohren wir ihn, mit Unheil [abhūti] durchbohren wir ihn, mit Fehlgedeihen [nirbhūti] durchbohren wir ihn, mit Zugrundegehen [parābhūti] durchbohren wir ihn, mit dem Ergreifer [grāhī] durchbohren wir ihn, mit Finsternis durchbohren wir ihn; dem fleischfressenden Agni hauen wir ihn zu; mit den furchtbaren, grausamen Aufträgen der Götter hetzen wir ihn los; in die beiden Hauer Vaiśvānaras legen wir ihn hinein.