Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 17

Hymne 17.19 Lohn und Strafe der Vaśā-Gabe

manasā saṃkalpayati / tad devām̐ api gacchati | / atho ha brahmāṇo vaśām / upaprayanti yācitum ||

Was er im Geist plant, das geht auch zu den Göttern. Und ferner treten die Brahmanen heran, um die Vaśā zu erbitten.

svadhākāreṇa pitṛbhyo / yajñena devatābhyaḥ | / dānena rājanyo vaśāyā / mātur heḍaṃ na gacchati ||

Mit dem Svadhā-Ruf für die Väter, mit dem Opfer für die Götter, mit der Gabe kommt der Rājanya nicht in den Groll der Vaśā, [seiner] Mutter.

vaśā rājanya te mātā / tathā saṃbhūtam agraśaḥ | / tasyā āhur anarpaṇaṃ / ya brahmabhyaḥ pradīyate ||

Die Vaśā, Rājanya, ist deine Mutter; so ist sie von Anfang an entstanden. Von ihr sagen sie: „kein Weggeben [ist es]“, die den Brahmanen dargebracht wird [?].

yathājyaṃ pratigṛhītam / ālumpet sruco agnaye | / evā ha brahmāṇo vaśām / āgnaye vṛścate 'dadhat || read 'dadat

Wie einer die empfangene Opferbutter von den Löffeln [weg]raffen würde, [die] für Agni [bestimmt ist], so hauen die Brahmanen [den] für Agni ab, der die Vaśā nicht gibt [?].

puroḍāśavatsā sudughā / loke asyopa tiṣṭhati | / sāsmai sarvān kāmān duhe / vaśā pradaduṣe bahūn ||

Mit dem Puroḍāśa[-Opferkuchen] als Kalb, gut milchend, steht sie ihm in dieser Welt bereit; diese Vaśā melkt ihm alle Wünsche, dem, der [sie] gegeben hat, [und zwar] reichlich.

sarvān kāmān yamarājye / vaśā pradaduṣe duhe | / athāhur nārakaṃ lokaṃ / nirundhānasya yācitām ||

Alle Wünsche im Reich des Yama melkt die Vaśā dem, der [sie] gegeben hat; dagegen nennen sie die Höllenwelt für den, der ihre Erbittung [ihr Erbetenwerden] zurückhält.

pravīyamānā carati / kruddhā gopataye vaśā | / vehataṃ mā manyamāno / mṛtyoḥ pāśeṣu badhyatām ||

Vorwärtsgetrieben geht die Vaśā zornig auf den Kuhherrn [los]: „Wer mich für eine Fehlgeburts-Kuh (vehat) hält, der soll in Todes Fesseln gebunden werden.“

yo vehataṃ manyamāno / gṛheṣu pacate vaśām | / apy asya putrān pautrāṃś ca / yācayate bṛhaspatiḥ ||

Wer, [sie] für eine Vehat haltend, in den Häusern die Vaśā kocht: dessen Söhne und Enkel lässt Bṛhaspati [ab]fordern [?].

mahad eṣā vi tapati / carantī goṣu gaur api | / tato ha gopataye vaśā / daduṣe viṣaṃ duhe ||

Gewaltig glüht diese, unter den Kühen umhergehend, obwohl auch [sie eine] Kuh [ist]; daraufhin melkt die Vaśā dem Kuhherrn, der [sie] gegeben hat [?], Gift.

priyaṃ paśūnāṃ bhavati / yad brahmabhyaḥ pradīyate | / ato vaśāyās tat priyaṃ / yad devatrā haviḥ syāt ||

Den Tieren wird lieb, was den Brahmanen dargebracht wird; daher ist der Vaśā das lieb, dass sie bei den Göttern Opfergabe sei.