Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 17

Hymne 17.2 Preis der Erde (II)

girayas te parvatā himavanto / 'raṇyan te pṛthivi syonam astu naḥ | / babhruṃ kṛṣṇāṃ rohiṇīṃ viśvarūpāṃ / dhruvāṃ bhūmiṃ pṛthivīm indraguptām / ajīto 'hato akṣato adhyaṣṭhāṃ pṛthivīm aham || Bhatt. ajītohato

Deine Berge, die Schneegebirge und der Wald, o Erde, sollen uns wohltuend sein. / Die braune, schwarze, rote, vielgestaltige, / die feste Erde, von Indra beschützt, / unbesiegt, unverletzt, unversehrt habe ich die Erde bestiegen.

yat te madhyaṃ pṛthivi yac ca nabhyaṃ / yās ta ūrjas tanvaḥ saṃbabhūvuḥ | / tāsu no dhehy abhi naḥ pavasva ||

Was deine Mitte ist, o Erde, und was dein Nabel, / [und] die Kraftströme deines Leibes, die entstanden sind: / in diese setze uns; strömt für uns rein hin.

mātā bhūmiḥ putro ahaṃ pṛthivyāḥ / parjanyaḥ pitā sa u naḥ pipartu ||

Die Erde ist [meine] Mutter, ich bin der Sohn der Erde; / Parjanya ist [mein] Vater: der soll uns nähren.

yasyāṃ vediṃ parigṛhnanti bhūmyāṃ / yasyāṃ yajñaṃ tanvate viśvakarmāṇaḥ | / yasyāṃ mīyante svaravaḥ pṛthivyām / ūrdhvāḥ śukrā āhutyāḥ purastāt | / sā no bhūmir vardhayād vardhamānā ||

Auf der man den Altar umgrenzt, auf dieser Erde, / auf der die Werkmeister das Opfer ausspannen, / auf der die Opferpfähle aufgerichtet werden, / aufrecht, glänzend, vor den Opferspenden [im Osten]: / diese Erde soll uns mehren, [selbst] sich mehrend.

yo no dveṣat pṛthivi yat pṛtanyād / yo 'bhimanyātai manasā vadhena | / tan no bhūme randhaya pūrvakṛtvane ||

Wer uns hasst, o Erde, wer gegen uns zu Felde zieht, / wer uns mit Sinn und Tötung feindselig nachstellt: / den gib uns hin, o Erde, für den, der zuvor [die Tat] beging [d. h. liefere ihn dem Rächer aus].

tvajjātās tvayi caranti martyās / tvaṃ bibharṣi dvipadaś catuṣpadaḥ | / tvayīme pṛthivi pañca mānavā / yebhyo jyotir amṛtaṃ martyebhya / udyan sūryo raśmibhir ā tanoti ||

Aus dir geboren wandeln auf dir die Sterblichen; / du trägst die Zweifüßigen und Vierfüßigen. / Auf dir, o Erde, sind diese fünf Menschenstämme, / für die die aufgehende Sonne mit ihren Strahlen / das Licht, das Unsterbliche, für die Sterblichen ausbreitet.

tā naḥ prajāḥ saṃ duhratāṃ samagrā / vāco madhu pṛthivī dhehi mahyam ||

Diese unsere Nachkommen sollen gemeinsam [Milch] geben, alle zusammen; / gib mir, o Erde, den Honig der Rede.

viśvasvaṃ mātaram oṣadhīnāṃ / dhruvāṃ bhūmiṃ pṛthivīṃ dharmaṇā dhṛtām | / śivāṃ syonām anu carema viśvahā ||

Die Allbesitzerin, Mutter der Pflanzen, / die feste Erde, durch Ordnung gehalten: / der gütigen, wohltuenden wollen wir alle Tage folgen.

mahat sadhasthaṃ mahatī babhūvitha / mahān vega ejathur vepathuṣ ṭe | / mahāṃs tvendro rakṣati vīryeṇa / sā no bhūme prarocaya / hiraṇyasyeva saṃdṛśi ||

Ein großer Sitz [bist du], groß bist du geworden; / groß ist [dein] Ansturm, [dein] Beben und Zittern. / Der große Indra beschützt dich mit Heldenkraft. / Als solche, o Erde, lass uns strahlen, / wie der Anblick von Gold.

agnir bhūmyām agnir oṣadhīṣv / agnim āpo bibhraty agnir aśmasu | / agnir antaḥ puruṣeṣu / goṣv aśveṣv agnayaḥ ||

Feuer ist in der Erde, Feuer in den Pflanzen; / das Feuer tragen die Wasser, Feuer ist in den Steinen; / Feuer ist innen in den Menschen, / in Rindern und Rossen sind Feuer.