Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 17

Hymne 17.17 Von der Vaśā-Kuh (II)

ya enāṃ vanim āyanti / teṣāṃ devakṛtā vaśā | / brahmajyeyaṃ tad abruvan / ya enāṃ nipriyāyate ||

Die zu ihr als Bittsteller [„Verlangende“] kommen, / für diese ist die Vaśā von Göttern gemacht. / ‚Sie ist eine Brahmanen-Beute‘ [?], sagten sie, / [gegenüber dem], der sie ablehnt.

ya enāṃ yācadbhya / ārṣeyebhyo na ditsati | / ā sa deveṣu vṛścate / brāhmanānāṃ ca manyave ||

Wer sie den bittenden / Ārṣeya-Nachfahren der Seher nicht geben will: / der wird unter den Göttern [ab]geschnitten / und durch den Zorn der Brahmanen.

yasyānyaḥ syād vaśābhogo Bhatt. yasyānya(ḥ) / anyām iccheta tarhi saḥ | / hiṃsyād adattā gopatiṃ / yācitāṃ ca na ditsati ||

Wessen anderer Vaśā-Genuss sein soll, / wer eine andere wünscht, dann: / der soll den Kuh-Herrn schädigen, [weil] nicht gegeben, / und wer die Erbetene nicht geben will.

yathā śevadhir nihito / brāhmaṇānāṃ tathā vaśā | / tām etad ā yanti / yasmin kasmiṃś ca jāyate ||

Wie ein Schatzkasten niedergelegt ist / für die Brahmanen, so die Vaśā. / Zu ihr kommen sie hin, / in wem auch immer sie geboren wird.

svam etad ā yanti / yad vaśāṃ brāhmaṇā abhi | / yathaitān anyaj jinīyād / evāsyānirodhanam ||

Das ist ihr Eigentum, dorthin kommen sie, / wenn [sie] die Vaśā, die Brahmanen, [haben wollen]. / So wie ein anderer diese [Kuh] verlieren müsste, / so [wäre] dessen Unterdrückung.

cared evā traihāyaṇād / avijñātagadā satī | / vaśāṃ ca vidyān nārada / brāhmaṇas tarhy eṣyaḥ ||

Er soll doch nur dreijährig [sie] halten, / bei unbekannter Krankheit [?], ... / und er soll die Vaśā kennen, o Nārada: / dann ist er ein Brahmane, zu Recht.

ya enām avaśām āha / devānāṃ nihitaṃ nidhim | / ubhau tasmai bhavāśarvau / parikramyeṣum asyataḥ ||

Wer sie als „Nicht-Vaśā“ bezeichnet, / den für die Götter niedergelegten Schatz: / gegen den werden Bhava und Śarva beide / umkreisend den Pfeil schießen.

duradabhnainam ā śaye / yācitāṃ ca na ditsati | / nāsmai kāmaḥ sam ṛdhyate / yam adattvā cikīrṣati ||

Die Schwer-zu-Täuschende legt sich auf ihn, / [den], der die Erbetene nicht geben will. / Ihm gelingt sein Wunsch nicht, / [ihm], der [sie] nicht gegeben hat und [dennoch] wünscht.

yo asyā ūdho na veda- / -atho asyā stanān uta | / ubhayenaivaināṃ duhe / dātuṃ ced aśakad vaśām ||

Wer ihr Euter nicht kennt / und auch nicht ihre Zitzen: / mit beiden melkt er sie [dennoch], / wenn er die Vaśā [sie] zu geben nicht vermochte [?].

devā vaśāṃ yācanti / mukhaṃ kṛtvā brahmaṇam | / teṣāṃ sarveṣām adadad Bhatt. aga(⟨ da)dad / dheḍaṃ ny eti mānuṣaḥ ||

Die Götter erbitten die Vaśā, / den Brahmanen zum Mund machend. / Von ihnen allen, der nicht gegeben hat, / [dessen] Schaden [„dheḍa“] trifft den Menschen [?].