Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 17

Hymne 17.4 Preis der Erde (IV)

yās te prācīḥ pradiśo yā udīcīr / yās te bhūme adharād yāś ca paścāt | / syonās tā mahyaṃ carate bhavantu / mā ni paptaṃ bhuvane śiśriyāṇe ||

Deine östlichen Himmelsrichtungen, die nördlichen, / die dir, o Erde, unten und die hinten [westlich] sind: / wohltuend sollen die mir sein, der ich umherwandle. / Ihr beiden [Himmel und Erde] sollt nicht herabstürzen, [da] sich die Welt [an euch] lehnt [?].

mā mā paścān mā purastān nudiṣṭhāḥ / svasti bhūme me kṛṇu / varīyo yāvayā vadhan / mā vidan paripanthinaḥ ||

Dränge mich nicht von hinten, nicht von vorn zurück. / Schaffe mir Wohlergehen, o Erde. / Halte, Weiteres [Freiraum] erschaffend, [Feinde] fern, / Wegelagerer sollen mich nicht finden.

yāvat te 'bhi vipaśyāmi / bhūme sūryeṇa medinā | / tāvan me cakṣur mā meṣṭa- / -uttarām uttarāṃ samām ||

Soweit ich dich überblicke, o Erde, / mit der Sonne, der Verbündeten [o. „der Weisen“], / so weit soll mein Auge nicht schwinden / in jedem folgenden Jahr.

yat te bhūme vikhanāmy / oṣaṃ tad api rohatu | / mā te marma vimṛgvari / mā te hṛdayam arpipam ||

Was ich von dir, o Erde, aufgrabe, / das soll wieder wachsen. / Nicht möge ich, o Allverzehrende, deinen empfindlichen Punkt, / nicht dein Herz verletzen.

yac chayānaḥ paryāvarte / dakṣiṇaṃ savyam abhi bhūme pārśvam | / uttānās tvā pratīcīṃ / pṛṣṭyā yad abhiśemahe / mā hiṃsīs tatra no bhūme / sarvasya pratiśīvari ||

Wenn ich liegend mich wende, / auf die rechte [oder] linke Seite, o Erde, / [und] wenn wir auf dem Rücken liegend dich, die Westliche [?], / bedecken – / verletze uns dort nicht, o Erde, / du, die du allen als Lager dienst.

grīṣmas te bhūme varṣāṇi / śarad dhemantaḥ śiśiro vasantaḥ | / ṛtavas te vihitā hāyanā / ahorātre pṛthivī no duhātām ||

Der Sommer ist dein, o Erde, [und] die Regenzeiten, / Herbst, Winter, Frühjahr [Śiśira], Frühling: / deine Jahreszeiten sind geordnet, die Jahre, / Tag und Nacht sollen uns, o Erde, [Milch] melken.

yāpa sarpaṃ nudamānā vimṛgvarī / yasyām āsann agnayo apsv antaḥ | / parā dasyūn dadatī devapīyūn / indraṃ vṛṇānā pṛthivī na vṛtraṃ / śakrāya dadhre vṛṣabhāya vṛṣṇe | / sa no bhūmer ā diśatu yad dhanaṃ kāmayāmahe ||

Die die Schlange forttreibt, die Allverzehrende, / in der die Feuer in den Wassern waren, / die die Dasyus, die Götterverächter, fortgibt, / Indra erwählend, die Erde, [nicht] den Vṛtra, / hat sie für den mächtigen Śakra, den Stier, den Bullen, gehalten. / Sie soll uns von der Erde zuweisen, was an Gut wir begehren.

bhago anu prayuṅktām Bhatt. °yuṃktām / indro yātu purogavaḥ | / yasyāṃ sadohavirdhāne / yūpo yasyāṃ nimīyate | / brahmāṇo yasyām arcanti / ṛgbhiḥ sāmnā yajurvidaḥ | / yujyante yasyām ṛtvijaḥ / somam indrāya pātave | / sā no bhūmir dakṣiṇāyāṃ / suśevā yajñe dadhātu sumanasyamānā ||

Bhaga soll [uns] folgen, [wenn] er anspannt, / Indra soll als Vorangänger kommen. / Auf der im Sadas und Havirdhāna [-Wagen] / der Opferpfosten errichtet wird, / auf der die Brahmanen preisen, / die mit Ṛc, Sāman und Yajus Vertrauten, / auf der die Priester angespannt werden, / Soma zu Indras Trunk: / diese Erde soll uns, / die Freundliche, im Opfer bei der Dakṣiṇā [Opferlohn] Gutes verleihen, wohlgesinnt.

yasyāṃ pūrve bhūtakṛta / ṛṣayo gā udānṛcuḥ | / sapta satreṇa vedhaso / yajñena tapasā saha | / sā naḥ paśūn viśvarūpān dadhātu / dīrghaṃ ma āyuḥ savitā kṛṇotu ||

Auf der die früheren Schöpfer, / die Ṛṣis, die Lieder sangen, / die sieben Weisen in einer Opfersitzung, / mit Opfer und Askese: / diese soll uns vielgestaltiges Vieh geben; / langes Leben soll mir Savitṛ schaffen.

yasyām annaṃ vrīhiyavau / yatremāḥ pañca kṛṣṭayaḥ | / bhūmyai parjanyapatnyai / namo 'stu varṣam edhate ||

Auf der Reis und Gerste als Nahrung sind, / wo diese fünf Stämme wohnen: / der Erde, der Gattin des Parjanya, / sei Verehrung; [sie] gedeiht durch den Regen.