Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 17

Hymne 17.52 Läuterung des Reises mit Wasser

pṛthag rūpāṇi bahudhā paśūnām / ekarūpo bhavati saṃ samṛddhyām | / etāṃ tvacaṃ lohinīṃ tāṃ nudethāṃ / grāvā śundhāti malaga iva vastrā ||

Getrennt sind die Formen der Tiere, vielfältig; / einförmig wird er, wenn er zusammen gedeiht. / Diese rote Haut stoßt beide weg; / der Presstein reinigt, wie ein Wäscher Gewänder.

janitrīva prati hṛṇyāsi sūnuṃ / saṃ tvā dadhāmi pṛthivīṃ pṛthivyā | Bhatt. pṛthivyām / ukhāḥ kumbhīr vedyāṃ saṃcarantāṃ / yajñāyudhair ājyenābhiṣiktāḥ || Bhatt. ājyenātiṣaktā+

Wie eine Gebärerin sollst du gegen den Sohn ... [?]; / ich füge dich zusammen, Erde mit Erde. / Kochtöpfe und Töpfe sollen auf dem Altar zusammen umgehen, / mit Opfergeräten und Schmelzbutter gesalbt.

bhūmyāṃ tvā bhūmim adhi dhārayāmi / tanūḥ samānī vikṛtā ta eṣā | / yadyad yuktaṃ likhitam arpaṇaṃ ca / tena mā susror api tad vapāmi ||

Auf der Erde halte ich dich, Erde, fest; / dein Körper, gleichartig, ist verändert – dieser. / Was immer angefügt, eingeritzt und Einlage ist: / damit ... ich dich wieder [?].

agniḥ pacan rakṣatu tvā purastād / indro rakṣād dakṣiṇato mahitvā | / somas tvā dṛṃhād dharuṇe pratīcyā / uttarāt tvā varuṇaḥ saṃ dadātai || Bhatt. uttarā(t)

Agni, kochend, soll dich von vorn schützen; / Indra soll dich von Süden schützen in seiner Größe; / Soma soll dich im Westen festigen im Halt; / von Norden soll Varuṇa dich zusammenbinden.

ā yantu divaḥ pṛthivīṃ sacante / bhūmyāḥ sacante urv antarikṣam | sacante urv: sandhi? / śuddhāḥ satīs tā u śundhanta eva / tā naḥ svargam abhi lokaṃ nayantu ||

Sie sollen vom Himmel kommen, die sich der Erde anschließen; / die sich der Erdoberfläche anschließen, dem weiten Luftraum. / Rein seiend reinigen sie eben; / diese sollen uns zur Himmelswelt führen.

pūtāḥ pavitraiḥ pavante abhrād / divaṃ ca yanti pṛthivīṃ ca lokān | Bhatt. lokāṃ / tā jīvalā jīvadhanyāḥ pratiṣṭhāḥ / pātra āsiktāḥ pary agnir endhām ||

Gereinigt durch Läuterer läutern sie sich aus der Wolke; / sie gehen zum Himmel, zur Erde und zu den Welten. / Sie, belebend, lebensreich, standfest, / ins Gefäß gegossen: Agni soll ringsum entfachen.

uteva prabhvīr uta saṃmitāsa / uta śukrāḥ śucayaś cāmṛtāsaḥ | / tā odanaṃ dampatibhyāṃ pratiṣṭhā / āpaḥ śikṣantīḥ pravatā sunāthāḥ ||

Ob mächtig, ob gemessen, / ob glänzend, rein und unsterblich: / diese Wasser, dem Ehepaar den Odana als Halt [gebend], / hilfsbereit, abwärts fließend, mit guter Zuflucht.

ud yodhayanty abhi valgantī taptāḥ / phenam asyanti bahulaṃ ca bindum | Bhatt. bindūn / yoṣeva dṛṣṭvā patim ṛtviyā yā- / -etais taṇḍulair bhavatā sam āpaḥ ||

Sie wallen auf, springend, heiß; / sie werfen Schaum und viele Tropfen. / Wie eine Frau, die den Gatten zur rechten Zeit sieht: / so vereint euch, Wasser, mit diesen Reiskörnern.

saṃkhyātā stokāḥ pṛthivīṃ sacante / prāṇāpānaiḥ saṃmitā oṣadhībhiḥ | / asaṃkhyātā opyamānāḥ suvarṇāḥ / sarvaṃ samāpaṃ śucayaḥ śucitvam ||

Gezählt sind die Tropfen, sie schließen sich der Erde an; / mit Ein- und Ausatem, mit Pflanzen sind sie gemessen. / Ungezählt, wenn sie ausgestreut werden, goldfarbig: / rein erlangen sie ganze Reinheit.

utthāpaya sīdato budhna enān / adbhir ātmānam api saṃ sṛjantām | / amāsi pātra udakaṃ yad etan / mitās taṇḍulāḥ pradiśo yatīmāḥ ||

Stell auf diese, die auf dem Grund sitzen; / mit Wassern sollen sie sich selbst vereinigen. / Ich habe im Gefäß dieses Wasser abgemessen, / die gemessenen Reiskörner, die diese Richtungen durchziehen.