Kapitel 15: ṛgvede 2.15 · pra ghā nvasya mahato mahāni satyā satyasya karaṇāni vocam
Die großen Taten Indras im Somarausch
Lied mit Kehrvers „im Rausch des Soma tat Indra diese [Taten]“: Schlangentötung, Himmelsstützen, Ströme, Uṣas' Wagen, Vala, Cumuri und Dhuni. Vers 10 ist im Saṃhitā-Text der Quelle abgebrochen; übersetzt nach dem Padapāṭha. Unsicher sind v. 4, 5, 7 und 9.
pra ghā nvasya mahato mahāni satyā satyasya karaṇāni vocam / trikadrukeśvapibat sutasyāsya made ahimindro jaghāna
Verkünden will ich nun dieses Großen große, wahre Taten, des Wahren: / bei den Trikadrukas trank er vom Gepressten; in dessen Rausch erschlug Indra die Schlange.
avaṃśe dyāmastabhāyad bṛhantamā rodasī apṛṇadantarikṣam / sa dhārayad pṛthivīṃ paprathacca somasya tā mada indraścakāra
Im Stützlosen stützte er den hohen Himmel; er füllte Himmel und Erde [und] den Luftraum. / Er hielt die Erde und breitete sie aus: im Rausch des Soma tat Indra diese [Taten].
sadmeva prāco vi mimāya mānairvajreṇa khānyatṛṇan nadīnām / vṛthāsṛjat pathibhirdīrghayāthaiḥ somasya tā ...
Wie einen Wohnsitz maß er die vorderen [Richtungen/ die Osten] mit Maßen aus; mit der Keule durchbohrte er die Öffnungen der Flüsse; / mühelos ließ er sie los auf weitgehenden Wegen: im Rausch des Soma tat Indra diese [Taten].
sa pravoḷhṝn parigatyā dabhīterviśvamadhāgāyudhamiddhe agnau / saṃ gobhiraśvairasṛjad rathebhiḥ so...
Er, die Vorwärtsfahrer [?] umgehend, verbrannte des Dabhīti gesamte Waffe im entzündeten Feuer; / er vereinte [ihn] mit Rindern, Rossen, Wagen: im Rausch des Soma tat Indra diese [Taten]. [Anm.: sehr knapp und mehrdeutig.]
sa īṃ mahīṃ dhunimetoraramṇāt so asnātṝnapārayat svasti / ta utsnāya rayimabhi pra tasthuḥ so...
Er ließ die große Brausende [?] vom Laufen ruhen; er brachte die Nichtbadenden [?] wohlbehalten hinüber. / Sie zogen aus zum Herausbaden [?] hin zum Reichtum: im Rausch des Soma tat Indra diese [Taten]. [Anm.: dhuni ‚die Brausende‘ = wohl ein Strom (plausibel); Rest unsicher.]
Den aufwärts gerichteten Strom ließ er strömen durch [seine] Größe; mit der Keule zermalmte er den Wagen der Uṣas; / die Kraftlosen mit den Schnellen zerhauend: im Rausch des Soma tat Indra diese [Taten].
sa vidvānapagohaṃ kanīnāmāvirbhavannudatiṣṭhat parāvṛk / prati śroṇa sthād vyanagacaṣṭa so...
Er, der Wissende, stand, die Verbergung der Mädchen aufgedeckt [?], sichtbar werdend auf, der Verstoßene; / der Lahme stand aufrecht, er salbte/ offenbarte [?], er sah: im Rausch des Soma tat Indra diese [Taten]. [Anm.: parāvṛj und śroṇa (‚der Verstoßene‘, ‚der Lahme‘) erscheinen auch in 2.13.12 – Heilung; wörtlich unsicher.]
bhinad valamaṅgirobhirgṛṇāno vi parvatasya dṛṃhitānyairat / riṇag rodhāṃsi kṛtrimāṇyeṣāṃ so...
Er spaltete den Vala, von den Aṅgiras besungen, und trieb die Festen des Berges auseinander; / er öffnete deren künstliche Schranken: im Rausch des Soma tat Indra diese [Taten].
svapnenābhyupyā cumuriṃ dhuniṃ ca jaghantha dasyaṃ pra dabhītimāvaḥ / rambhī cidatra vivide hiraṇyaṃ so...
Im Schlaf [sie] überwältigend [?] erschlugst du Cumuri und Dhuni, den Dasyu; den Dabhīti förderst du; / auch der Stabträger [?] fand hier Gold: im Rausch des Soma tat Indra diese [Taten]. [Anm.: svapna ‚Schlaf‘ – Betäubung/ Schlummer der Gegner; plausibel.]
nūnaṃ sā te prati ... [Anm.: Saṃhitā-Text und Padapāṭha der Quelle stimmen an dieser Stelle nicht überein (verschoben oder gekürzt). Padapāṭha: nūnam sā te prati varam jaritre duhīyat indra dakṣiṇā maghonī śikṣa stotṛ-bhyaḥ mā ati dhak bhagaḥ naḥ bṛhat vadema vidathe su-vīrāḥ]
Jetzt möge jene freigebige Gabe, Indra, dem Sänger nach [seinem] Wunsch [Milch] spenden; hilf den Preisenden, / unser Glücksanteil möge nicht verbrannt/ vorübergehen [?]. Laut mögen wir sprechen in der Versammlung, gute Männer habend. [Anm.: Saṃhitā-Text der Quelle bricht ab; nach Padapāṭha; Schlussvers wie 2.11.21.]