Kapitel 29: ṛgvede 2.29 · dhṛtavratā ādityā iṣirā āre mat karta rahasūrivāgaḥ
Bitte an die Götter um Vergebung und Schutz
Sieben Verse: der Sprecher bekennt eine Verfehlung, ruft Varuṇa, Mitra, Ādityas und andere Götter um Nachsicht, Schutz vor Wolf, Grube und Absturz an. Vers 7 ist Kehrvers.
dhṛtavratā ādityā iṣirā āre mat karta rahasūrivāgaḥ / śṛṇvato vo varuṇa mitra devā bhadrasya vidvānavase huvevaḥ
Ihr Ādityas, deren Gebote fest sind, regsame, schafft die Verfehlung fern von mir, wie eine [heimlich] Gebärende [ihre Schuld] [?]. Euch, Varuṇa, Mitra, Götter, die ihr hört, rufe ich, das Heilsame wissend, zur Hilfe.
yūyaṃ devāḥ pramatiryūyamojo yūyaṃ dveṣāṃsi sanutaryuyota / abhikṣattāro abhi ca kṣamadhvamadyā ca no mṛḷayatāparaṃ ca
Ihr, Götter, seid Fürsorge, ihr Kraft; ihr haltet Feindseligkeiten abseits. Ihr, die ihr [Übel] niederhaltet [?], habt Nachsicht mit uns, heute und später macht uns gnädig.
kimū nu vaḥ kṛṇavāmāpareṇa kiṃ sanena vasava āpyena / yūyaṃ no mitrāvaruṇādite ca svastimindrāmaruto dadhāta
Was sollen wir denn für euch tun mit dem Späteren, was mit dem Früheren, ihr Vasus, was mit der Verwandtschaft? Ihr, Mitra und Varuṇa, Aditi, Indra und Maruts, setzt uns Wohlergehen fest.
haye devā yūyamidāpaya stha te mṛḷata nādhamānāya mahyam / mā vo ratho madhyamavāḷ ṛte bhūn mā yuṣmāvastvāpiṣu śramiṣma
He, Götter! Ihr seid Verwandte; darum seid gnädig mir, dem Bittenden. Nicht soll euer Wagen, der mittlere Fahrer [?], versagen [?]; nicht mögen wir uns bei euch als Verwandten abmühen.
pra va eko mimaya bhūryāgo yan mā piteva kitavaṃ śaśāsa / āre pāṣā āre aghāni devā mā mādhi putre vimiva grabhīṣṭa
Ich Einzelner habe euch gegenüber viel verfehlt [?], wofür mich [euer] wie ein Vater den Spieler züchtigte. Fern seien die Schlingen, fern die Übel, Götter. Nicht sollt ihr mich, den Sohn, fangen wie einen Vogel [Anm.: Deutung unsicher].
arvāñco adyā bhavatā yajatrā ā vo hārdi bhayamāno vyayeyam / trādhvaṃ no devā nijuro vṛkasya trādhvaṃ kartādavapado yajatrāḥ
Wendet euch uns heute zu, Verehrungswürdige; ich möchte, furchtsam, mich in euer Herz [wohlwollend] bergen [?]. Rettet uns, Götter, vor dem Schädiger des Wolfs [?]; rettet vor der Grube, vor dem Absturz, Verehrungswürdige.
māhaṃ maghono ... [Anm.: Saṃhitā-Text und Padapāṭha der Quelle stimmen an dieser Stelle nicht überein (verschoben oder gekürzt). Padapāṭha: mā aham maghonaḥ varuṇa priyasya bhūri-dāvnaḥ ā vidam śūnam āpeḥ mā rāyaḥ rājan su-yamāt ava sthām bṛhat vadema vidathe su-vīrāḥ]
Nicht möchte ich, Varuṇa, beim freigebigen, lieben, vielspendenden Verwandten Leere finden; nicht möchten wir, König, vom gut lenkbaren Reichtum abfallen. Laut mögen wir in der Versammlung reden, heldenreich.