Kapitel 6: ṛgvede 2.6 · imāṃ me agne samidhamimāmupasadaṃ vaneḥ
Bitte an Agni um Gehör, Reichtum und Schutz
Gāyatrī-Lied: Angebot von Holzscheit und Lobreden an Agni, Bitte um Reichtum, Regen und Abwehr der Feinde; Agni als Bote zwischen Göttern und Menschen. Wenig schwierig; nur vaneḥ (v. 1) und aśvamiṣṭe (v. 2) sind mehrdeutig.
imāṃ me agne samidhamimāmupasadaṃ vaneḥ / imā u ṣu śrudhī giraḥ
Dieses Brennholz von mir, Agni, diesen Sitzplatz, [den Vorzug] des Holzes [?], / diese Lieder höre gut. [Anm.: vaneḥ = „des Holzes/Baumes“ oder „Wunsch“; als Genitiv zu upasadam („Zugang/Sitz“) gedeutet, unsicher.]
īḷānāyāvasyave yaviṣṭha dūta no girā / yajiṣṭha hotarā gahi
Dem Rufenden, der Hilfe begehrt, jüngster Bote, höre auf unser Lied; / verehrungswürdigster, komm, ihr Rufer [?]. [Anm.: hotaḥ ist als Vok. Sg. „du Rufer“ zu lesen (Verkürzung); die Form hotarā gahi im Samhitatext legt Du. nahe, „ihr beiden Rufer“ (Agni und ein weiterer?), unsicher.]
Denn innen gehst du, Agni, [du] kennst beide Geburten, Weiser, / als Bote, wie ein Verwandter [Nachbar] der Freund. [Anm.: „beide Geburten“ = Götter und Menschen (plausibel); janya = „zum Volk gehörig“, hier als Bote wie ein Vermittler.]