Kapitel 7: ṛgvede 2.7 · śreṣṭhaṃ yaviṣṭha bhāratāgne dyumantamā bhara
Agni, bring Reichtum und schütze vor Feindschaft
Gāyatrī-Lied: Bitte um glänzenden Reichtum, Abwehr der Missgunst und Hass, Anruf Agnis als Reiner mit Schmalz übergossen, mit Vergleich zu Vasā-Kühen und Stieren; der Schlussvers nennt Agni Sohn der Kraft. Unsicher ist besonders aṣṭāpadībhiḥ (v. 5) und drvannaḥ (v. 6).
Das Beste, jüngster Bhārata-Agni, glanzvolle [Gabe] bring herbei; / Vasu, den vielbegehrten Reichtum. [Anm.: bhārata „Nachkomme des Bharata / zu den Bharatas gehörig“.]
Alle Wasserströme, wie Wasserläufe, mögen wir mit dir durchschreiten, / hinüber über die Feindschaft. [Anm.: dhārāḥ udanyāḥ „Wasserströme“; viśvāḥ = „alle“ Feindschaften oder Ströme.]
tvaṃ no asi bhāratāgne vaśābhirukṣabhiḥ / aṣṭāpadībhirāhutaḥ
Du bist unser, Bhārata-Agni, mit Vasā-Kühen [unfruchtbaren Kühen], mit Stieren, / mit achtfüßigen [?] übergossen. [Anm.: vaśā = „Kuh/Rind (das nicht kalbt)“; aṣṭāpadī „achtfüßig“ vielleicht Gerät, Tier oder Vers/Formel; unsicher.]
Holzverzehrender, mit Schmalz übergossen, uralt, Rufer, erwünschter, / Sohn der Kraft, wunderbarer. [Anm.: drvannaḥ hier als „Holz-essend“ (dru-anna), plausibel.]