Kapitel 42: ṛgvede 2.42 · kanikradajjanuṣaṃ prabruvāṇa iyarti vācamariteva nāvam
Anruf an den Vogel als Vorzeichen (Glückverheißung)
Kurzes Vogelorakel-Lied: der Vogel (śakuna) soll glückverheißend und wohl lautend rufen und vor Raubvögeln und Jägern sicher sein. Der Sinn von pitryā pradiś (2.42.2) ist unsicher.
Laut schreiend, seine Herkunft verkündend, erhebt er die Stimme wie ein Ruderer das Schiff. Glückverheißend sollst du sein, Vogel; keine überwältigende (Bedrohung) irgendeiner Art soll dich erreichen. [Anm.: abhibhā viśvyā wörtlich unsicher.]
Nicht soll dich der Falke erschlagen, nicht der Schönfittich; nicht soll dich der pfeilbewehrte Held, der Schütze, finden. In die (den Vätern zugehörige) Himmelsrichtung schreiend, glückverheißend, Gutes sprechend, sprich hier. [Anm.: pitryā pradiś wohl die den Vätern zugewiesene (südliche) Richtung – plausibel, nicht sicher.]
ava kranda dakṣiṇato gṛhāṇāṃ sumaṅgalo bhadravādī śakunte / mā na stena īśata māghaśaṃso bṛhad ...
Ruf herab auf der rechten Seite der Häuser, glückverheißend, Gutes sagend, Vogel. Kein Dieb soll uns beherrschen, kein Unheilverkünder. Viel möchten wir sprechen in der Versammlung, mit guten Helden.