Kapitel 8: ṛgvede 2.8 · vājayanniva nū rathān yogānagnerupa stuhi
Preis des Agni, des ruhmreichen Spenders
Gāyatrī-Lied: Aufforderung, Agni als Gespannlenker des Ritus zu preisen; Agni als guter Führer, unalternd, Feindbezwinger, mit hellem Glanz, von Atri und den Ukthas gestärkt. Wenig strittig; schwierig ist nur das Bildwort yogān in v. 1.
Der ein guter Führer für den Gebenden ist, unalternd, den Feind altern lassend, / der schönantlitzige, dargebrachte. [Anm.: „den Feind altern lassen“ = ihn hinfällig machen.]
Wort für Wort
yaḥ
der (Nom. Sg.)
su-nīthaḥ
ein guter Führer (Nom. Sg.)
dadāśuṣe/ ajuryaḥ
dem Gebenden (Dat. Sg.) und unalternd (Nom. Sg.) [Quelle: zwei Wörter in einem Token]
Der wie das Licht mit Strahl [Glanz] hell scheint, bunt, mit Flamme, / sich salbend mit den Unalternden. [Anm.: „die Unalternden“ = wohl Flammen oder Schmalzströme.]
Mit den Hilfen des Agni, des Indra, des Soma, der Götter wollen wir unverletzt, / [einander] folgend, sie erreichen; wir wollen die Kämpfenden überwinden. [Anm.: ariṣyantaḥ sacemahi „unverletzt bleibend wollen wir uns anschließen“; sacemahi könnte auch „Zusammenhalt suchen“ heißen.]
Wort für Wort
agneḥ
des Agni (Gen.)
indrasya
des Indra (Gen.)
somasya
des Soma (Gen.)
devānām
der Götter (Gen. Pl.)
ūti-bhiḥ
mit den Hilfen (Instr. Pl.)
vayam
wir (Nom.)
ariṣyantaḥ
unversehrt bleibend (Nom. Pl.)
sacemahi
wir wollen folgen/erlangen (Opt. 1. Pl. Med.)
abhi
überlegen
syāma
wir wollen sein (Opt. 1. Pl.)
pṛtanyataḥ
die Kämpfenden, die feindlich Streitenden (Akk. Pl.)