Erzählend-preisendes Lied auf Indra als Weltordner und Drachenbekämpfer; v. 7-8 gehen in die Bitte um Anteil und Beistand über. Einzelne Verse (2.17.2, 2.17.6, 2.17.7) sind syntaktisch und lexikalisch schwierig.
tadasmai navyamaṅgirasvadarcata śuṣmā yadasya pratnathodīrate / viśvā yad gotrā sahasā parīvṛtā made somasya dṛṃhitānyairayat
Dieses neue (Lied) singt ihm wie die Aṅgiras, weil seine Kräfte wie von alters sich erheben, / als er alle von Gewalt umschlossenen Viehhürden [Anm.: gotrā, Bild des Vala-Berges, plausibel] im Rausch des Soma, die festgemachten, in Bewegung setzte.
sa bhutu yo ha prathamāya dhāyasa ojo mimāno mahimānamātirat / śūro yo yutsu tanvaṃ parivyata śīrṣaṇi dyāṃ mahinā pratyamuñcata
Der soll (unser Beistand) sein [?], der (als) Erster, zur Stiftung [?], seine Kraft bemessend seine Größe übertraf; / der Held, der in den Kämpfen den Leib umhüllte, sich den Himmel durch Größe auf das Haupt anlegte.
Da tatest du die erste große Heldentat, als du vor ihm [?] mit brahman deine Kraft erregtest. / Von dem auf dem Wagen Stehenden, mit fahlen Rossen Fahrenden losgestoßen, strömen die Eilenden [?] hervor, gemeinsam gerichtet und getrennt [Anm.: vermutlich die Wasser].
Da wuchs der, der alle Wesen/Welten durch Macht überragte, Herrschaft schaffend, kräftig(?) [?]; / dann spannte der Fahrer mit Licht beide Welten aus, die Finsternisse zusammennähend, band er die Aufgewühlten zusammen [?].
sa prācīnān parvatān dṛṃhadojasādharācīnamakṛṇodapāmapaḥ / adhārayat pṛthivīṃ viśvadhāyasamastabhnān māyayā dyāmavasrasaḥ
Er befestigte durch Kraft die vorwärts gerichteten Berge, machte das Wirken der Wasser abwärts gerichtet [?]; / er hielt die alles nährende Erde fest, er stützte durch Wundermacht den Himmel, dass er nicht herabsänke.
sāsmā araṃ bāhubhyāṃ yaṃ pitākṛṇod viśvasmādā januṣo vedasas pari / yenā pṛthivyāṃ ni kriviṃ śayadhyai vajreṇa hatvyavṛṇak tuviṣvaṇiḥ
Ihm (war) der Keil recht (passend) für die beiden Arme, den der Vater machte, von aller Geburt her, dem Wissenden [?]; / womit er, der laut Tosende, den Krivi, dass er auf der Erde liege, mit dem Keil erschlug und (ihn) beiseiteschaffte [?].
Wie eine bei den Eltern zusammen bleibende, (dort) alt werdende (Tochter) erbitte ich von der gemeinsamen Sitzstätte dich um Anteil. / Schaffe Einsicht (Kenntnis) [?], bring herzu [?], gib den Anteil des Leibes, womit du dich großzügig erweist.
Wort für Wort
amājūḥ-iva
wie eine im Haus alt werdende (Tochter) (Nom. Sg. f.)
Als Freigebigen rufen wir dich, Indra, an. Du bist Geber der Werke und Kraftpreise. / Fördere uns, Indra, mit wunderbarer Hilfe; mach uns, Stier Indra, besser gestellt.
nūnaṃ sā ... [Anm.: Saṃhitā-Text und Padapāṭha der Quelle stimmen an dieser Stelle nicht überein (verschoben oder gekürzt). Padapāṭha: nūnam sā te prati varam jaritre duhīyat indra dakṣiṇā maghonī śikṣa stotṛ-bhyaḥ mā ati dhak bhagaḥ naḥ bṛhat vadema vidathe su-vīrāḥ]
Jetzt möge diese deine Gabe, Indra, die der Gabenreichen, dem Sänger den erwünschten Wunsch melken [?] / hilf den Preissängern; nicht soll uns der Anteil (Glücksgabe) verbrennen [?] [Anm.: mā ati dhak, √dah, unsichere Deutung] / laut mögen wir in der Versammlung sprechen, reich an guten Männern.