Quellen der Menschheit

Ṛgveda · Maṇḍala 2

Kapitel 2: ṛgvede 2.2 · yajñena vardhata jātavedasamagniṃ yajadhvaṃ haviṣā tanā girā Anruf des Agni Jātavedas, des Rufers und Gastes

Preis des entzündeten Agni als Rufer (hotṛ), Gast und Bote zwischen Menschen und Göttern, mit Bitte um Reichtum und Nachkommenschaft. Einige Stellen sind syntaktisch dunkel (v. 4 pṛśnyāḥ pataram, v. 5 vṛdhasānāsu jarbhurat, v. 9 iṣaṇi); Vers 13 ist in der Quelle nur als Refrain (wie 2.1.16) angedeutet.

yajñena vardhata jātavedasamagniṃ yajadhvaṃ haviṣā tanā girā / samidhānaṃ suprayasaṃ svarṇaraṃ dyukṣaṃ hotāraṃvṛjaneṣu dhūrṣadam

Mit der Weihehandlung stärkt Jātavedas, den Agni / verehrt ihn mit der Gabe, mit ausgedehnter Rede: den Entflammten, gut Gestärkten, den Männer-des-Lichts-Führer [?], den Himmelsleuchtenden, den Rufer, der in den Gemeinschaften am Joch sitzt. [Anm.: svarṇara = wörtlich „Mann/Führer des Lichts (svar)“; dhūrṣad „am Joch-Ende sitzend“ ist plausibel, vgl. Zugtier.]

Wort für Wort
yajñena
mit der Weihehandlung (Instr. Sg.)
vardhata
stärkt (Imp. 2. Pl.)
jāta-vedasam
Jātavedas, alles Geborene Kennenden (Akk. Sg.)
agnim
Agni (Akk. Sg.)
yajadhvam
verehrt (Imp. 2. Pl. Med.)
haviṣā
mit der Gabe (Instr. Sg.)
tanā
mit Ausdehnung, im Zusammenhang (Instr. Sg.) [?]
girā
mit der Rede/dem Lied (Instr. Sg.)
sam-idhānam
den Entflammten (Akk. Sg.)
su-prayasam
gut gestärkt/wohl gespeist (Akk. Sg.)
svaḥ-naram
Licht-Mann, Führer des Lichts (Akk. Sg.)
dyukṣam
himmelsleuchtend (Akk. Sg.)
hotāram
den Rufer (Akk. Sg.)
vṛjaneṣu
in den Gemeinschaften/Gehegen (Lok. Pl.)
dhūḥ-sadam
am Joch sitzend (Akk. Sg.)

abhi tvā naktīruṣaso vavāśire 'gne vatsaṃ na svasareṣudhenavaḥ / diva ivedaratirmānuṣā yugā kṣapo bhāsi puruvāra saṃyataḥ

Zu dir, Agni, sehnen sich die Nächte und Morgenröten wie Milchkühe an den Tagen der Schwester [?] nach dem Kalb; wie [ein Gast] vom Himmel, doch ein Wanderer, glänzt du über die Menschengenerationen, bei Nacht, vielgewünschter, festgehalten. [Anm.: svasareṣu unsicher, „in den Zwischenzeiten / bei den Stallungen“ möglich.]

Wort für Wort
abhi
hin zu
tvā
dich (Akk.)
naktīḥ
nächtlich (Nom. Pl. f.)
uṣasaḥ
Morgenröten (Nom. Pl.)
vavāśire
sie haben verlangt (Perf. 3. Pl. Med.)
agne
Agni (Vok.)
vatsam
Kalb (Akk. Sg.)
na
wie
svasareṣu
in den Ställen/Schwesterngemächern (Lok. Pl.) [?]
dhenavaḥ
Milchkühe (Nom. Pl.)
divaḥ-iva
wie vom Himmel
it
gerade
aratiḥ
Wanderer, Ruhelos (Nom. Sg.)
mānuṣā
menschliche (Akk. Pl. n.)
yugā
Zeitalter, Geschlechter (Akk. Pl.)
ā
hinüber, entlang
kṣapaḥ
nachts (Abl./Gen. Sg.)
bhāsi
du glänzt (2. Sg.)
puru-vāra
vielgewünscht (Vok. Sg.)
sam-yataḥ
festgehalten, gebändigt (Nom. Sg.)

taṃ devā budhne rajasaḥ sudaṃsasaṃ divaspṛthivyoraratiṃnyerire / rathamiva vedyaṃ śukraśociṣamagniṃ mitraṃ nakṣitiṣu praśaṃsyam

Ihn, den Kunstreichen, haben die Götter am Grund des Dunstraums [rajas] zwischen Himmel und Erde als Wanderer in Bewegung gesetzt, wie einen wagenwürdigen, weisen / den hellstrahlenden Agni, wie einen Freund preisenswert bei den Wohnstätten.

Wort für Wort
taṃ
ihn (Akk.)
devāḥ
die Götter (Nom. Pl.)
budhne
am Grund (Lok. Sg.)
rajasaḥ
des Dunstraums (Gen. Sg.)
su-daṃsasam
kunstreich (Akk. Sg.)
divaḥpṛthivyoḥ
zwischen Himmel und Erde (Lok. Du.)
aratim
den Wanderer (Akk. Sg.)
ni
hinein (Präverb)
er ire
sie setzten in Bewegung (Perf. 3. Pl.)
ratham-iva
wie einen Wagen
vedyam
des Wissens würdig, kennenswert (Akk. Sg.)
śukra-śociṣam
mit hellem Glanz (Akk. Sg.)
agnim
Agni (Akk.)
mitram
Freund (Akk.)
na
wie
kṣitiṣu
bei den Wohnstätten (Lok. Pl.)
pra-śaṃsyam
preisenswert (Akk. Sg.)

tamukṣamāṇaṃ rajasi sva ā dame candramiva surucaṃ hvāra ā dadhuḥ / pṛśnyāḥ pataraṃ citayantamakṣabhiḥ pātho na pāyuṃ janasī ubhe anu

Ihn, der im eigenen Raum, im Haus, träufelt, setzten sie wie einen schönen Mond in die Krümmung [?] ein, den mit den Achsen [d. h. Augen/Sinnen?] Erkennenden, Überlegenen der Gescheckten [Kuh/Erde] / wie einen Hüter beschützten ihn beide Geschlechter, Himmel und Erde [?]. [Anm.: sehr unsicherer Vers; pṛśnyāḥ pataram und hvāre sind Rätselstellen.]

Wort für Wort
tam
ihn (Akk.)
ukṣamāṇam
träufelnd, benetzend (Akk. Sg.)
rajasi
im Dunstraum (Lok. Sg.)
sve
im eigenen (Lok. Sg.)
ā
hinein
dame
im Haus (Lok. Sg.)
candram-iva
wie den Mond
su-rucam
schön leuchtend (Akk. Sg.)
hvāre
in der Krümmung [?] (Lok. Sg.)
ā
hinein
dadhuḥ
sie setzten (Perf. 3. Pl.)
pṛśnyāḥ
der Gescheckten (Gen. Sg. f.) [?]
pataram
Höherer, Überlegener [?] (Akk. Sg.)
citayantam
erkennend (Akk. Sg.)
akṣa-bhiḥ
mit den Achsen/Augen [?] (Instr. Pl.)
pāthaḥ
wie ein Hüter [?] (Nom. Sg.)
na
wie
pāyum
Schützer (Akk. Sg.)
janasī iti
die beiden Geschlechter/Welten (Nom. Du.)
ubhe iti
beide (Nom. Du.)
anu
entlang

sa hotā viśvaṃ pari bhūtvadhvaraṃ tamu havyairmanuṣa ṛñjate girā / hiriśipro vṛdhasānāsu jarbhurad dyaurna stṛbhiścitayad rodasī anu

Er, der Rufer, möge die ganze Weihehandlung umfassen / ihn schmücken die des Manu [d. h. die Menschen] mit Gaben und Lied. Goldgelb-Kinnig [?], unter den [Rosse/Pflanzen] fressend, wie der Himmel mit Sternen erleuchtete er beide Welten entlang. [Anm.: vṛdhasānāsu jarbhurat ist unklar.]

Wort für Wort
saḥ
er (Nom.)
hotā
Rufer (Nom. Sg.)
viśvam
ganz, alles (Akk. Sg.)
pari
umher, umfassend
bhūtu
er möge sein (Imp. 3. Sg.)
adhvaram
Weihehandlung (Akk. Sg.)
tam
ihn (Akk.)
oṃ iti
fürwahr (Partikel)
havyaiḥ
mit Gaben (Instr. Pl.)
manuṣaḥ
die des Manu, Menschen (Nom. Pl.)
ṛñjate
sie schmücken (3. Pl. Med.)
girā
mit Lied (Instr. Sg.)
hiri-śipraḥ
goldgelb-kinnig, goldkiefrig [?] (Nom. Sg.)
vṛdhasānāsu
unter den Wachsenden/Fördernden [?] (Lok. Pl.)
jarbhurat
zuckend, fressend [?] (Nom. Sg.)
dyauḥ
Himmel (Nom. Sg.)
na
wie
stṛ-bhiḥ
mit Sternen (Instr. Pl.)
citayat
er erleuchtete (Impf. 3. Sg.)
rodasī iti
beide Welten (Akk. Du.)
anu
entlang

sa no revat samidhānaḥ svastaye sandadasvān rayimasmāsu dīdihi / ā naḥ kṛṇuṣva suvitāya rodasī agne havyā manuṣodeva vītaye

Er, entzündet, mögest du uns reich schenkend zum Wohlergehen Reichtum unter uns aufleuchten lassen / verschaff uns beiden Welten zum guten Weg; Agni, Gott, [bring] die Gaben des Manu-Volkes zum Genuss.

Wort für Wort
saḥ
er (Nom.)
naḥ
uns (Dat./Akk. Pl.)
revat
reich, gabenreich (Adv./Akk. n.)
sam-idhānaḥ
entzündet (Nom. Sg.)
svastaye
zum Wohlergehen (Dat. Sg.)
sam-dadasvān
gegeben habend, schenkend (Nom. Sg.)
rayim
Reichtum (Akk. Sg.)
asmāsu
unter uns (Lok. Pl.)
dīdihi
leuchte auf (Imp. 2. Sg.)
ā
hin
naḥ
uns (Dat. Pl.)
kṛṇuṣva
mache (Imp. 2. Sg. Med.)
suvitāya
zum guten Übergang, zum Wohlgang (Dat. Sg.)
rodasī iti
beide Welten (Akk. Du.)
agne
Agni (Vok.)
havyā
Gaben (Akk. Pl.)
manuṣaḥ
des Manu, der Menschen (Gen. Sg.)
deva
Gott (Vok.)
vītaye
zum Genuss/Verzehr (Dat. Sg.)

dā no agne bṛhato dāḥ sahasriṇo duro na vājaṃ śrutyā apā vṛdhi / prācī dyāvāpṛthivī brahmaṇā kṛdhi svarṇa śukramuṣaso vi didyutaḥ

Gib uns, Agni, gib uns Großes, Tausendfaches; öffne, wie die Türen, für die Kraft, für den Ruhm [Gedanken]. Mach Himmel und Erde nach vorn gerichtet durch die Hochrede; wie das Licht [svar] mögen die Morgenröten hell aufleuchten. [Anm.: svar = Licht / Sonne; śrutyai = „zum Ruhm/zum Hören“.]

Wort für Wort
dāḥ
gib (Aor. Imp. 2. Sg.)
naḥ
uns (Dat.)
agne
Agni (Vok.)
bṛhataḥ
Großes (Akk. Pl. n.)
dāḥ
gib (Imp.)
sahasriṇaḥ
Tausendfaches (Akk. Pl.)
duraḥ
Türen (Akk. Pl.)
na
wie
vājam
Kraftgewinn (Akk. Sg.)
śrutyai
zum Hören/für den Ruhm (Dat. Sg.)
apa
öffne (Imp.) [?]
vṛdhi
öffne (Imp. 2. Sg.) [?]
prācī iti
nach vorn gerichtet (Akk. Du.)
dyāvāpṛthivī iti
Himmel und Erde (Akk. Du.)
brahmaṇā
durch das Brahman, die Hochrede (Instr. Sg.)
kṛdhi
mache (Imp. 2. Sg.)
svaḥ
Licht, Sonnenlicht (Nom./Akk. Sg.)
na
wie
śukram
hell (Akk. Sg. n.)
uṣasaḥ
die Morgenröten (Nom. Pl.)
vi
auseinander, weithin
didyutuḥ
sie sollen leuchten (Aor. Inj. Med.) [?]

sa idhāna uṣaso rāmyā anu svarṇa dīdedaruṣeṇa bhānunā / hotrābhiragnirmanuṣaḥ svadhvaro rājā viśāmatithiścārurāyave

Er, entflammt, hat den erfreulichen Morgenröten nach [wie] das Licht mit rotem Glanz geleuchtet, Agni, vom Rufe-Amt des Manu-Volkes, der Gute-Weihe-Bringende, König der Sippen, für Āyu der liebe Gast. [Anm.: āyave „für den Menschen/Āyu“.]

Wort für Wort
saḥ
er (Nom.)
idhānaḥ
entflammend (Nom. Sg.)
uṣasaḥ
der Morgenröten (Gen. Sg.)
rāmyāḥ
der lieblichen, erfreulichen (Gen. Sg.)
anu
nach, entlang
svaḥ
Licht (Nom. Sg.)
na
wie
dīdet
er leuchtete (Aor. Inj. 3. Sg.)
aruṣeṇa
mit rotem (Instr. Sg.)
bhānunā
Glanz (Instr. Sg.)
hotrābhiḥ
mit den Rufe-Ämtern/Anrufungen (Instr. Pl.)
agniḥ
Agni (Nom.)
manuṣaḥ
der des Manu (Gen. Sg.)
su-adhvaraḥ
mit guter Weihehandlung (Nom. Sg.)
rājā
König (Nom. Sg.)
viśām
der Sippen (Gen. Pl.)
atithiḥ
Gast (Nom. Sg.)
cāruḥ
lieb, schön (Nom. Sg.)
āyave
für den Menschen/Āyu (Dat. Sg.)

evā no agne amṛteṣu pūrvya dhīṣ pīpāya bṛhaddiveṣu mānuṣā / duhānā dhenurvṛjaneṣu kārave tmanā śatinaṃ pururūpamiṣaṇi

So hat er, Agni, der Frühere unter den Unsterblichen, unser Gedankenwerk in menschlichem Bereich zum Schwellen gebracht, in den Weiten des hohen Himmels / wie eine Milchkuh gibt er in den Gemeinden dem Sänger [Milch], von selbst hundertfach, vielgestaltig, zur Kräftigung [?]. [Anm.: iṣaṇi = wohl „zur Anregung“; unsicher.]

Wort für Wort
eva
so
naḥ
uns (Gen./Dat.)
/ agne
Agni (Vok.)
amṛteṣu
unter den Unsterblichen (Lok. Pl.)
pūrvya
früherer, erster (Vok. Sg.)
dhīḥ
Gedanke, Gebet (Nom. Sg.)
pīpāya
er ließ schwellen (Perf. 3. Sg.)
bṛhat-diveṣu
in den hohen Himmelsräumen (Lok. Pl.)
mānuṣā
menschlich, bei Menschen (Nom. Sg. f.)
duhānā
milchgebend, melkend (Nom. Sg. f.)
dhenuḥ
Milchkuh (Nom. Sg.)
vṛjaneṣu
in den Gemeinschaften (Lok. Pl.)
kārave
dem Sänger (Dat. Sg.)
tmanā
von selbst, aus sich (Instr. Sg.)
śatinam
hundertfach (Akk. Sg.)
puru-rūpam
vielgestaltig (Akk. Sg.)
iṣaṇi
zur Anregung/Kräftigung [?] (Lok./Dat. Sg.)

vayamagne arvatā vā suvīryaṃ brahmaṇā vā citayemā janānati / asmākaṃ dyumnamadhi pañca kṛṣṭiṣūccā svarṇaśuśucīta duṣṭaram

Wir wollen, Agni, mit dem Rosse oder mit dem Brahman gute Manneskraft unter den Menschen bemerkbar machen / unser Glanz soll unter den fünf Stämmen hoch wie das Licht strahlen, schwer zu überwinden.

Wort für Wort
vayam
wir (Nom.)
agne
Agni (Vok.)
arvatā
mit dem Ross (Instr. Sg.)
vā
oder
su-vīryam
gute Manneskraft (Akk. Sg.)
brahmaṇā
mit dem Brahman, der Hochrede (Instr. Sg.)
vā
oder
citayema
wir wollen sichtbar machen (Opt./Konj. 1. Pl.)
janān
die Menschen (Akk. Pl.)
ati
über, hinaus
asmākam
unser (Gen. Pl.)
dyumnam
Glanz (Nom. Sg.)
adhi
auf, über
pañca
fünf (Akk. Pl.)
kṛṣṭiṣu
unter den Stämmen (Lok. Pl.)
uccā
hoch (Adv.)
svaḥ
Licht (Nom. Sg.)
na
wie
śuśucīta
er soll leuchten (Aor. Med. 3. Sg.)
dustaram
schwer zu überwinden (Nom. Sg.)

sa no bodhi sahasya praśaṃsyo yasmin sujātā iṣayanta sūrayaḥ / yamagne yajñamupayanti vājino nitye toke dīdivāṃsaṃ sve dame

Sei du uns Bewusstsein, Sohn der Kraft, preisenswert, in dem die gutgeborenen Gönner [Kraft] antreiben / den Weihehandlungsgenossen, Agni, die Rossbesitzer aufsuchen, im eigenen beständigen Nachwuchs, leuchtend im eigenen Haus. [Anm.: sahasya „stark, kräftig“; nitye toke wörtlich „im eigenen Nachwuchs“.]

Wort für Wort
saḥ
er (Nom.)
naḥ
uns (Dat.)
bodhi
sei aufmerksam, achte (Imp. 2. Sg.)
sahasya
kraftvoll (Vok. Sg.)
pra-śaṃsyaḥ
preisenswert (Nom. Sg.)
yasmin
in dem (Lok. Sg.)
su-jātāḥ
gutgeboren (Nom. Pl.)
iṣayanta
sie regen an, treiben (3. Pl. Med.)
sūrayaḥ
die Gönner (Nom. Pl.)
yam
den (Akk. Sg.)
agne
Agni (Vok.)
yajñam
Weihehandlung (Akk. Sg.)
upa-yanti
sie suchen auf (3. Pl.)
vājinaḥ
die Rossbesitzer, Kraftreichen (Nom. Pl.)
nitye
im beständigen, eigenen (Lok. Sg.)
toke
im Nachwuchs (Lok. Sg.)
dīdi-vāṃsam
leuchtend (Akk. Sg.)
sve
im eigenen (Lok. Sg.)
dame
Haus (Lok. Sg.)

ubhayāso jātavedaḥ syāma te stotāro agne sūrayaśca śarmaṇi / vasvo rāyaḥ puruścandrasya bhūyasaḥ prajāvataḥ svapatyasya śagdhi naḥ

Beide Seiten, Jātavedas, wollen wir dir sein, Preisende, Agni, und Gönner, in deinem Schutz / von guten Gütern, von vielglänzendem, größerem, kinderreichem, gut-nachkommenreichem Reichtum verschaff uns [Anteil]. [Anm.: ubhayāsaḥ = Sänger und Gönner (Priester und Patrone).]

Wort für Wort
ubhayāsaḥ
beide (Nom. Pl.)
jāta-vedaḥ
Jātavedas (Vok.)
syāma
wir wollen sein (Opt. 1. Pl.)
te
dein (Gen.)
stotāraḥ
Preisende (Nom. Pl.)
agne
Agni (Vok.)
sūrayaḥ
Gönner (Nom. Pl.)
ca
und
śarmaṇi
im Schutz (Lok. Sg.)
vasvo
von guten (Gen. Sg.)
rāyaḥ
Reichtum (Gen. Sg.)
puru-candrasya
vielglänzend (Gen. Sg.)
bhūyasaḥ
größer, reichlicher (Gen. Sg.)
prajāvataḥ
kinderreich (Gen. Sg.)
su-apatyasya
gut Nachkommen habend (Gen. Sg.)
śagdhi
verhilf (Imp. 2. Sg.)
naḥ
uns (Dat.)

ye stotṛbhyo ... [Anm.: Saṃhitā-Text und Padapāṭha der Quelle stimmen an dieser Stelle nicht überein (verschoben oder gekürzt). Padapāṭha: ye stotṛ-bhyaḥ go--agrām aśva-peśasam agne rātim upa-sṛjanti sūrayaḥ asmān ca tān ca pra hi neṣi vasyaḥ ā bṛhat vadema vidathe su-vīrāḥ]

Die Spender, die den Preisenden eine an Rindern vorderste, rosschöne Gabe zukommen lassen, Agni, führe uns und jene voran zum Besseren: möge man in der Versammlung (vidatha) laut sprechen, reich an guten Männern. [Anm.: Refrain, wie 2.1.16 / die Quelle gibt den Saṃhitā-Text nur mit „…“ an.]

Wort für Wort
ye
die (Nom. Pl.)
stotṛ-bhyaḥ
den Preisenden (Dat. Pl.)
go--agrām
mit Rindern an der Spitze, rinderreich (Akk. Sg.)
aśva-peśasam
Rosse-schmückend, rossreich (Akk. Sg.)
agne
Agni (Vok.)
rātim
Gabe (Akk. Sg.)
upa-sṛjanti
sie lassen zukommen (3. Pl.)
sūrayaḥ
die Gönner, Herren (Nom. Pl.)
asmān
uns (Akk. Pl.)
ca
und
tān
jene (Akk. Pl.)
ca
und
pra
voran
hi
ja, gewiss
neṣi
du führst (2. Sg.)
vasyaḥ
zum Besseren, zum Guten (Akk. Sg.)
ā
hin
bṛhat
laut (Akk. Sg. n.)
vadema
wir wollen sprechen (Opt. 1. Pl.)
vidathe
in der Versammlung (Lok. Sg.)
su-vīrāḥ
reich an guten Männern (Nom. Pl.)

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