abhi tvendro varimataḥ / purā tvāṃhūraṇebhyaḥ | / hvayāmy ugraṃ cettaraṃ / puruṇāmānam ekajam ||
Dich [schütze] Indra vor dem Weiten, / vor den Bedrängnissen; / ich rufe den Gewaltigen, den Erkennenden, / den Vielnamigen, den Einzigen-Geborenen.
Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 19
abhi tvendro varimataḥ / purā tvāṃhūraṇebhyaḥ | / hvayāmy ugraṃ cettaraṃ / puruṇāmānam ekajam ||
Dich [schütze] Indra vor dem Weiten, / vor den Bedrängnissen; / ich rufe den Gewaltigen, den Erkennenden, / den Vielnamigen, den Einzigen-Geborenen.
yo adya senyo vadho / jighāṃsan na udīrate | / indrasya tatra bāhū / samantaṃ pari dadhmahe ||
Welche Waffe des Heeres heute / uns töten wollend sich erhebt: / dagegen legen wir Indras Arme / ringsum herum.
pari dadhma indrasya bāhū / samantaṃ trātus trāyatāṃ naḥ | / deva savitaḥ soma rājan / sumanasaṃ mā kṛṇutaṃ svastaye ||
Wir legen Indras Arme ringsum herum; / der Retter soll uns retten. / Gott Savitar, König Soma: / macht mich wohlgesinnt, zum Wohlergehen.
devā aduḥ sūryo adād / dyaur adāt pṛthivy adāt | / sarvāḥ sarasvatīr aduḥ / sacittā viṣadūṣaṇam ||
Die Götter gaben, die Sonne gab, / der Himmel gab, die Erde gab; / alle Sarasvatīs gaben, / einträchtig, das Gift-Verderbende.
yad vo devā upajīkā / āsiñcan dhanvany udakam | / tena devaprasūtā / idaṃ dūṣayatā viṣam ||
Was ihr, Götter, [ihr] Termiten, / in die Wüste an Wasser goß: / damit macht, von den Göttern angetrieben, / dieses Gift unwirksam.
asurāṇām asi duhitā / devānām asi svasā | / divas pṛthivyā jajñiṣe / sā cakarthārasaṃ viṣam ||
Der Asuras Tochter bist du, / der Götter Schwester bist du; / vom Himmel und von der Erde bist du geboren; / du hast das Gift saftlos (unwirksam) gemacht.
asthisraṃsaṃ parusraṃsam / āsthitaṃ hṛdayāmayam | / balāsaṃ sarvaṃ niṣ kṛdhy / aṅgeṣṭhā yaś ca parvasu ||
Das Auseinanderfallen der Knochen, das Auseinanderfallen der Gelenke, / das Festsitzende, das Herzleiden, / den ganzen Balāsa (Auszehrung) schaffe hinaus, / und was in den Gliedern und Gelenken sitzt.
nir balāsaṃ balāsinaḥ / kṣiṇomi puṣkaraṃ yathā | / chinadmy asya bandhanaṃ / mūlam urvārvo yathā ||
Den Balāsa des Balāsa-Kranken / vertilge ich hinaus wie eine Lotosblume; / ich zerschneide seine Fessel / wie die Wurzel der Gurke.
nir balāsetaḥ pra pata / suparṇo vasater iva | / adheṭa iva hāyano / 'pa drāhy avīrahā ||
Fort, Balāsa, flieg von hier, / wie ein Adler vom Nest; / wie ein glatt Davonlaufender, / lauf weg, du Held-Töter.
ā vṛṣāyasva śvasihi / vardhasva prathayasva ca | / yathāṅgaṃ vardhatāṃ te śepas / tena yoṣitam uj jahi ||
Schwelle an wie ein Stier, schnaube, / wachse und breite dich aus; / so wie dein Glied wächst, dein Penis, / damit werfe die Frau nieder.
yenā kṛśaṃ medayanti / yena hinvanty āturam | / tenāsya brahmaṇaspate / dhanur ivā tānayā pasaḥ ||
Womit man den Schmächtigen fett macht, / womit man den Kranken stärkt: / damit spanne seinen Penis, o Brahmaṇaspati, / wie einen Bogen, wo er sich streckt.
āhaṃ tanomi te paso / adhi jyām iva dhanvani | / kramasva riśya iva rohitam / anavaglāyatā tvam ||
Ich spanne dein Glied / wie die Sehne auf den Bogen. / Schreite aus, wie der Bock zum Rohita-Hirsch; / du sollst unermüdlich sein.
devāḥ kapota iṣito yad icchan / dūto nirṛtyā idam ājagāma | Bhatt. stuto / tasmā arcāma kṛṇavāma niṣkṛtiṃ / śaṃ no astu dvipade catuṣpade ||
Götter, die Taube, ausgesandt, wenn sie [uns] wünscht, / ist als Bote der Nirṛti hierher gekommen. / Ihr erweisen wir Verehrung, wir schaffen Sühne; / Heil sei uns, dem Zweifüßler und dem Vierfüßler.
śivaḥ kapota iṣito no astv / anāgā devāḥ śakuno gṛhe naḥ | / agnir hi vipro juṣatāṃ havir naḥ / pari hetiḥ pakṣiṇī no vṛṇaktu ||
Freundlich sei uns die ausgesandte Taube, / unschuldig, ihr Götter, der Vogel in unserem Haus. / Agni, der Weise, soll unsere Opferspeise genießen; / die Waffe, der Vogel, soll uns meiden.
hetiḥ pakṣiṇī na dabhāty asmān / āṣṭrī padaṃ kṛṇute agnidhāne | / śaṃ no gobhya uta puruṣebhyo / mā no devā iha hiṃsīt kapotaḥ ||
Die Waffe, der Vogel, soll uns nicht schädigen; / der Āṣṭrī macht ihren Fuß in der Feuerstelle. / Heil uns, den Rindern und den Menschen; / nicht soll uns, ihr Götter, hier die Taube schädigen.
iṣaṃ madantaḥ pari gāṃ nayāmaḥ / saṃyopayanto duritā padāni | / ṛcā kapotaṃ nudata praṇodaṃ / hitvā na ūrjaṃ pra patāt patiṣṭhaḥ ||
Uns an der Labung erfreuend, führen wir die Kuh herum, / die Unheilsspuren verwischend. / Mit dem Vers stoßt die Taube fort, den Fortstoß; / uns verlassend soll der Vogel wegfliegen [mit unserer Kraft nicht].
nude tvā pra ṇude tvā / kapota rakṣasā saha | / yato na punar āyasi / tatra tvā gamayāmasi || Bhatt. gamamayāmasi (misprint)
Ich stoße dich fort, ich stoße dich weg, / Taube, zusammen mit dem Rakṣas. / Woher du nicht wieder kommst, / dorthin lassen wir dich gehen.